Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Wir sprechen mit Innovationsbegeisterten und Visionären aus Schweinfurt und Mainfranken. Persönliche Geschichten über Erfolge, Rückschläge und neue Chancen – echte Einblicke in die Welt der Startups und Innovationen.
Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Folge #114 | S5 Wachstum wagen – Kapital allein reicht nicht
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Wann hilft externes Kapital einem Startup wirklich beim Wachstum? Und was sollte bereits stehen, bevor ein Investor einsteigt? Wer nur nach Geld sucht, übersieht schnell die Erwartungen, die mit einer Finanzierung verbunden sind.
Lisa Straub, Venture & Platform Managerin bei StellaVent Capital GmbH in Würzburg, erklärt, worauf es bei der Vorbereitung auf Venture Capital ankommt. Sie bringt Erfahrungen aus der regionalen Gründungsunterstützung mit und arbeitet am Aufbau des Fonds 15leafs.
Darum geht’s:
- Welche Grundlagen ein Startup für ein Investment mitbringen sollte
- Wann Kunden und Markt erste belastbare Signale liefern müssen
- Was Investoren neben Geld zum Wachstum beitragen können
- Welche Rolle 15leafs und regionale Netzwerke in Mainfranken spielen
Die zentrale Erkenntnis: Der richtige Zeitpunkt hängt vom Geschäftsmodell und der Entwicklungsphase ab. Kapital kann Wachstum unterstützen, wenn das Team weiß, welchen nächsten Schritt es damit ermöglichen will.
Du interessierst dich für Startups, Unternehmertum und Innovation? Im Startbahn27 Podcast interviewt Nico Hildmann inspirierende Gründer, Unternehmer und Visionäre aus Mainfranken – mit Fokus auf Schweinfurt und der Region.
Ob Startup-Erfolg, persönliche Rückschläge oder frische Ideen – wir erzählen echte Geschichten aus der Gründerszene und liefern dir wertvolle Learnings und Insights für deinen eigenen Weg.
Neue Folgen erscheinen regelmäßig mit spannenden Gästen, die zeigen, wie vielfältig und lebendig Unternehmertum in unserer Region ist.
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Begrüßung und Gastvorstellung
Nico HildmannHallo und herzlich willkommen an Bord der Startbahn 27 Podcasts. Mein Name ist Nico Hildmann und diese Staffel wird präsentiert vom Mainfränkischen Cluster MIND. M IND bringt Macher aus Maschinenbau, IT und Digitalisierung zusammen. Voneinander lernen, Ideen sehen und gemeinsam in der Region Mainfranken wachsen. Vielen Dank an die Region Mainfranken GmbH für die Unterstützung dieser Staffel. Und damit Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge im Startbahn 27 Podcast. In den vergangenen Folgen haben wir ja schon aus unterschiedlichsten Perspektiven aufs Thema Wachstum geschaut. Und heute möchte ich über ein Thema sprechen, das viele angehende Gründer ja schon recht früh jetzt im Kopf haben, und zwar das Thema Geld, beziehungsweise besser gesagt externes Kapital und Fragen, die so ein bisschen damit einhergehen. So wo bekomme ich es denn überhaupt her? Wie viel brauche ich? Wann bin ich denn überhaupt vielleicht interessant sogar für einen Investor? Und vielleicht auch so eine zweifelnde Frage, lenkt die Suche nach Finanzmitteln sogar eher ab vom eigentlichen Aufbausbusiness? Also viele Fragen, über die ich heute gern mit meinem heutigen Gast, der Lisa Straub, sprechen möchte. Lisa hat auch schon unterschiedlichste Perspektiven und Rollen in unserem Ökosystem eingenommen und arbeitet als Plattform- und Venture-Managerin bei Stella Vent Capital in Würzburg und hilft aktuell dabei, 14 Leaves aufzubauen, ein Venture Capital Fonds in unserer Region. Und da freue ich mich wahnsinnig mit ihr drüber zu sprechen, die Podcast-Folge jetzt mit dir anzugehen und sage, Lisa, schön, dass du da bist.
Lisa StraubSchön, dass ich da sein darf. Danke für deine Einladung.
Nico HildmannEcht cool, dich mal wieder zu sehen, dich hier zu haben. Wie geht's dir denn?
Lisa StraubGut, gut. Viele neue Eindrücke in den letzten Monaten. Wenn man mit so einem Fonds an den Start bringt, gibt es viel zu tun, viel hands-on, aber es macht auch unwahrscheinlich viel Spaß.
Nico HildmannIst ja fast ein Jahr jetzt, gell, oder?
Lisa StraubJa, genau. Ich bin vor gut einem Jahr in den Fonds gewechselt. Ich komme ja natürlich schon ewig aus der Start-up-Szene hier in der Region. Aber ja, es ist einfach nochmal ein neues Umfeld und neue Eindrücke.
Nico HildmannGenau, also krass, wie schnell die Zeit da auch rumgeht. Also echt Wahnsinn.
Lisa StraubSuper schnell.
Nico HildmannUnd wie du es jetzt auch gerade schon gesagt hast, schon lange in der Start-up-Welt unterwegs. Aber insgesamt, ich habe nochmal bei der LinkedIn geguckt, das ist ja eine Vita, was da schon da ist von unterschiedlichsten Bereichen. Ich glaube, Gesundheitswesen, Wirtschaftsinformatik, du hast mal das Starthaus in Lohr übernommen gehabt, das Gründerzentrum. Aber auch Forschung, bist schon lang in der Lehre, auch weiterhin, promovierst ja auch. Genau. Genau, also, und jetzt im Bereich Venture Capital,
Lisas Weg in die Startup-Welt
Nico Hildmannalso vielleicht willst du uns einfach mal so ein bisschen mit auf deine Reise nehmen. Wie kam es denn zu der Fülle an Themen?
Lisa StraubJa, also tatsächlich, das ist gar nicht so leicht. Denn das meiste in meinem beruflichen Werdegang war einfach Zufall. Und sehr, sehr viele Menschen, die mich motiviert haben und mich auf meinem Weg begleitet haben und mir immer wieder neue Wege aufgezeigt haben. Und ja, irgendwann nach meiner Ausbildung im Gesundheitswesen habe ich entschlossen, ich gehe nochmal in den Bereich der Wirtschaftsinformatik und studiere da. Und auf dem Weg im Studium kamen dann die Themenfelder Innovation und Startup auf. Und seitdem bin ich eigentlich dort verhaftet. Und ja, ist eigentlich das, was mich ausmacht und was jetzt meinen ganzen restlichen Lebensweg bestimmt hat. Und nebenbei habe ich mir in meinem Studium finanziert, das heißt auch in ganz, ganz viele andere Branchen reingeguckt. Und ich würde sagen, der Mix in meinem Lebenslauf macht es mittlerweile einfach aus.
Nico HildmannDer ist echt Wahnsinn zu sehen. Also wirklich, wahrscheinlich, was du dir an Netzwerk aufgebaut hast, ich glaube, Security war auch dabei, ne? So als Bereich, das ist ja auch Wahnsinn, irgendwo, wo wir gesagt, okay, krass, was hatten die alles gemacht? Aber würdest du selbst von dir sagen, gibt es einen roten Faden, der sich durch die Station für dich durchgezogen hat, irgendwie so eine Art Antrieb oder Motivation, die immer gleich ist?
Lisa StraubJa, ich würde sagen, das eine ist natürlich die fachliche Ebene. Das ist einmal der Bereich der IT, für den ich mich dann entschieden habe. Das Innovationsmanagement, was ich auch in der Lehre viel mache und auch mit Firmenpartnern zusammen. Und es ist das Startup-Umfeld. Und ich glaube, jetzt hat man zu mir jemand gesagt, wenn man einmal im Startup-Umfeld war, dann kommt man davon eigentlich nicht mehr los. Und dementsprechend war es für mich auch super, wieder zurück in den Fond zu gehen, weil es einfach ein Ökosystem ist, das einfach genial ist und wo es einfach Spaß macht, jeden Tag auf die Arbeit zu gehen.
Nico HildmannIch finde, man kennt dann auch recht viele direkt, weil es sind viele, also oftmals die gleichen Persönlichkeiten, Gleichgesinnte, wo dann einfach man sich gegenseitig pusht. Und ich finde auch, wie ich hier angefangen habe, dachte ich, du kommst eigentlich in eine Big Family hier rein, weil du die sau oft dann siehst. Und baust dann dementsprechend auch gute Beziehungen auf. Ich habe mir tatsächlich direkt gedacht, was ist so der rote Faden bei Lisa, wenn mir die Station so durchgeht, sofort hatte ich Neugier mit Sicherheit und irgendwie auch der Kontakt mit Menschen, oder? Das war auch immer dabei, ne?
Lisa StraubGenau, also das war ja Punkt zwei. Also eins ist die fachliche Ebene, zwei ist es, dass ich selber das Glück hatte, so viele Menschen zu haben, die mir Türen aufgemacht haben und die mich weitergebracht haben und die mir vor allem aber auch gezeigt haben, wo sind meine eigenen Stärken, die man manchmal auch selber gar nicht wahrnimmt. Und ich habe eigentlich das Bedürfnis gehabt, genau das bei anderen dann auch zu machen. Und wenn man sich die Wege anschaut, dann sieht man, dass in jeder der Stationen, dass das eigentlich passiert ist. Im Starthouse waren es eben die Gründer. Bei der Brainstation in Future Labs waren es die jungen Menschen, die wir als Thema hatten oder die wir da angegangen sind. Und jetzt bin ich zurück wieder bei den Startups. Also, oder auch in der Wirtschaftsinformatik, im Studium an der Lehre, sind es die jungen Menschen, die man letztendlich hin zur IT bringt oder eben auch ins Entrepreneurship.
Nico HildmannJa, und vor allem, ich glaube, auch in der Lehre, Design Thinking machst du schon ewig. Genau. Also auch da so agile Methoden. Im Endeffekt, so der Gründungs- und Startup-Bereich, da hatte ich dann gecatcht und nie losgelassen letzten Endes. Und das finde ich auch gerade so das Spannende bei dir, hinsichtlich auch Wachstum, da kam immer so ein bisschen eine Schippe drauf oder ein Thema dazu.
Was ein Startup erfolgreich macht
Nico HildmannUnd was ich dich da auch gerne mal fragen wollen würde, jetzt aus deiner Zeit der Vergangenheit und den Erfahrungen, die du aufgebaut hast, ne, hat sich so auch dein Blick hinsichtlich, was ein gutes und erfolgreiches Startup eigentlich ist, immer mehr geschärft? Also was würdest du vielleicht auch jetzt sagen, was sind so die Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Startup?
Lisa StraubAlso ich würde sagen, ich habe verschiedene Perspektiven gesehen, weil wenn ich jetzt an das Start-House zurückdenke, dann waren das Gründer, die in einer sehr, sehr frühen Phase waren, die sehr noch in ihren Anfangsschritten waren, während wir jetzt beim Venture Capital natürlich schon Startups haben, die schon einen ganzen Schritt weiter sind. Und ich würde sagen, ein gutes Startup hängt auch einfach von der Phase ab, in dem es jetzt gerade ist. In der Anfangsphase würde ich sagen, dass das Team mit entscheidend ist, dass es einfach entscheidend ist, wie derjenige oder diejenigen für das Thema brennen und wie sehr sie das vermitteln können, wie sehr man ihnen abkauft, dass da drin, was sie machen, einfach Potenzial steckt. In einem höheren Stadium würde ich sagen, es ist unwahrscheinlich wichtig, dass man versteht, what in einem startup, dass sie das gut beschreiben können. But all sieht, wo sie eigentlich your role in späteren, wo wollen sie eigentlich hin. Also es gibt sehr, sehr viele verschiedene Ansatzpunkte, was das beste Startup ist. Und es kommt auch immer darauf an, in welcher Branche bin ich oder in welchem Schwerpunkt bin ich.
Nico HildmannAlso weißt du, finde ich auch, so Schema F gibt es nicht. Was ich auch noch sehr wichtig finde, ist natürlich dieser Netzwerkaufbau, der öffnet natürlich Türen. Das ist auch irgendwo so ein Schlüsselfaktor, der einen Boost geben kann. Aber was ich natürlich sehr jetzt schön finde, auch hinsichtlich so ein bisschen das Thema als Grundlage der Podcast-Folge, du hast jetzt nicht Geld gesagt. Also das ist natürlich ein wichtiger Erfolgsfaktor, ab wie gesagt, einer bestimmten Phase, um Hebel umzulegen, Geschwindigkeiten aufzunehmen und so weiter. Aber Kapital allein reicht halt an nicht aus. Und das finde ich auch eben das Wichtige, was man sagen muss oder den Gründern auch mitgeben muss. Und da würde ich gerne mal dir auch eine Beobachtung aus meiner täglichen Arbeit oder der Vergangenheit auch so ein bisschen schildern und würde gerne mal so auch deine Meinung dazu wissen.
Finanzierung zwischen zu früh und zu spät
Nico HildmannIch habe es ja in der Anmoderation gerade gesagt, viele denken ganz früh schon an das Thema Geld oder externes Kapital. Und mir ist jetzt in der Vergangenheit aufgefallen, dass Teilnehmer im Flight oder einfach die in eine Gründungsberatung kommen, die sitzen da und relativ schnell kommt die Frage, wo kriegen dann Geld her oder externes Geld? Und ich sage es mal überspitzt, obwohl die noch nichts bewiesen haben. Da ist vielleicht maximal ein Prototyp, der wird aber vielleicht nur mit der Familie mal besprochen, noch gar nicht mit potenziellen Kunden. Geschweige denn, da ist gar kein potenzieller Kunde, zahlen der Kunde in der Pipeline. Also faktisch eigentlich noch nichts da. Und dieser Gedanke ist schon, wo bekomme ich denn Geld her? Deckt sich das mit deiner Erfahrung?
Lisa StraubTatsächlich, ja, in den Gründerzentren war das auch so das Thema, wo schnell auch man als Leiter fit werden muss, wo gibt es Fördergelder. Aber ich würde sagen, auf einer anderen Perspektive würde ich auch sagen, wir sprechen zu wenig darüber. Und wir sprechen zu sehr darüber, wo kriege ich das Geld her, aber zu wenig darüber, was bedeutet dieses Geld oder was muss ich dafür tun und was, wenn ich jetzt Geld bekomme, was erwartet man dann auch von mir? Und dass wir auch zu wenig darüber sprechen, weil wenn wir, also ich bin ja auch noch relativ neu in dem Venture Capital-Feld. Und ich muss sagen, das ist einfach auch eine andere Sprache, die man dort lernen muss. Und unsere Region ist super stark, aber wir haben diese Finanzgrundlagen, also diese Finanzierung aus dem Venture Capital-Bereich bei uns nicht so intensiv vor Ort. Und dann merkt man einfach, die Teams, die in diese Richtung gehen, die müssen sich sehr viel selber aneignen. Die müssen da auch erst reinkommen, aber wir führen wenig Gespräche darüber, wie war es denn in diesen Runden? Was haben sie denn gebraucht? Wie waren ihre Pitchstacks ausgestaltet? Deswegen sage ich per se, das drüber reden ist nicht schlimm. Schlimm ist es, wenn man das Gefühl hat, man sollte Geld bekommen, obwohl man noch gar nicht so weit ist und man die Grundlagen dafür einfach überspringen will. Und ich glaube, das ist das Wichtige.
Nico HildmannJa, absolut. Und das streiche ich sofort. Und vielleicht an der Stelle, wir gehen natürlich dann später auch auf Forting Leaves ein. Ich glaube, da brennt es jetzt schon, zu wissen, was ist denn da jetzt eigentlich so Sache, ne? Aber für mich geht es auch erstmal darum zu gucken, mal Erfahrungen teilen, auch für die Zuhörer und Zuhörerinnen, mit was beschäftigen sich gerade so angehende Gründer für Themen. Und ehrlicherweise, ich finde es so ein bisschen schade, dass so früh über externes Kapital nachgedacht wird, obwohl, wie gesagt, noch gar nicht so das Setting da ist. Weil aus meiner Erfahrung, ich bin jetzt so ungefähr acht Jahre in der Startup-Welt so drin. Und tatsächlich würde ich sagen, in meinen Anfängen, die Startups, die ich so miterlebt habe und begleitet habe, da war erstmal Fokus, so weit wie möglich mit eigenen Mitteln, dann vielleicht mal Friends and Families noch anpumpen. Aber immer zu gucken, vielleicht schaffe ich es ja mit meinem Startup, mit einem funktionierenden Geschäftsmodell, mit meinem Vorhaben meine Existenzgrundlage zu schaffen, also aus eigener Kraft, weil da bleibe ich bei dem Credo, was mir eingebläut wurde und ich auch jetzt immer noch weitergebe, solange wie möglich 100% der Anteile zu halten. Du hast einfach dann noch die Kontrolle, dir redet keiner was rein. Wie gesagt, bis zu einem gewissen Punkt, wo dann einfach so externes Kapital einen Hebel umsetzen kann für Wachstumssprünge. Aber weißt du, ich finde das einfach so schade, dass dieses, ich schaffe es mit meiner eigenen Idee, das Geld zu verdienen, fast gar nicht mehr irgendwie im Kopf ist, weißt du?
Lisa StraubJa. Das ist auch super schade, weil natürlich für uns Investoren, man sieht ja auch, wie derjenige Power gibt in seinem Startup. Und natürlich, wenn du siehst, er hat gekämpft, er hat selber viel versucht möglich zu machen und hat es dann zum richtigen Zeitpunkt geschafft, auf uns zuzugehen, dann ist das unwahrscheinlich wichtig. Andererseits muss ich aber auch sagen, und das ist das, was ich in den letzten Jahren sehr viel gesehen habe, dass viele auch ein bisschen Angst davor haben, Geld aufzunehmen und dass das aber dann letztlich ihr Killer ist, weil sie das zu spät machen und zu spät reagieren. Ich finde auch, dass es wichtig ist, selber zu zeigen, ich kann auf eigenen Füßen stehen und es ist, also ich komme vorwärts und ich tue alles dafür, weil das gibt mir einfach das Standing, dass jemand in mich Geld investiert, weil er weiß, ich will das so sehr und ich bin nicht nur auf das Geld aus von extern. Genau, und deswegen, ich finde, ja, das ist einfach das, was, ja.
Nico HildmannJa, die, ich finde, was du gerade noch gesagt hast, ganz wichtig, ne? Die Erfahrung, die man auf dem Weg so mitmacht, ne? Weil jetzt mal gesagt, wenn man sagt, ja, da hast du mal 5 Millionen, was machst du denn jetzt damit? Das löst ja nicht automatisch Probleme. Das schafft vielleicht sogar welche, weil wie gehe ich denn da jetzt mit umgehend. Aber ich finde es auch sehr wichtig, auf der unternehmerischen Reise mal erlebt zu haben, wie es ist, ohne Ressourcen. Weil du wirst ja kreativ dadurch. Du denkst in Szenarien, Plan B, C, D, vielleicht X, Y und Z, wo man sagt, wie manövriere ich mich denn raus? Und das alles schärft dich ja als Gründerpersönlichkeit. Und das kommt ja nur zustande, wenn du dir das mal erarbeiten musstest, erkämpfen musstest. Und dann, glaube ich, was du auch sagst, weiß man auch, für was man Geld benutzen will, weil man die Hebel erkannt hat, die einem helfen. Aber bis man da hinkommt, ist es ja ein bisschen was. Und das macht meine aktuelle Erfahrung, der Erfahrungswert, das steht dem so ein bisschen entgegen, wo man sagt, Leute, lasst doch erst mal auf euch zukommen, ne? Macht doch erstmal die Erfahrung. Und weißt du, dazu kommt natürlich auch noch, jetzt wenn man mal in Sachen Investoren blickt, da fragen ja auch immer die Teams, was muss ich denn haben? Also aus meiner Erfahrung in der Vergangenheit und auch jetzt hier in Schweinfurt, oder in Mainfragen insgesamt, die meisten Investoren sagen, ich investiere vorrangig ins Team, die Idee ist zweitrangig. Ich glaube, da würden viele mitgehen, habe aber immer schon den Zusatz gehört, auch, ja, aber die Idee ist halt auch sau wichtig, weil wenn die nicht zu mir passt oder ich damit nichts anfangen kann, dann kann auch ein perfektes Team ist egal, da investiere ich halt nicht rein. Da ist ja, muss ja jeder seine Basis so finden.
Team, Markt und Investmentreife
Nico HildmannAber wenn du das jetzt mal so hörst, würdest du selbst auch sagen, Team und Idee sind erstmal eine Grundbasis und die bisherige Traction ist noch gar nicht so wichtig für ein Investmentinteresse?
Lisa StraubAlso ich würde sagen, das Team ist schon wahnsinnig, wahnsinnig wichtig. Weil mit dem Team kann ich mich ausbremsen oder ich kann vorwärts gehen. Und wenn das nicht passt, dann ist es unwahrscheinlich schwer, das auf solide Beine zu stellen. Und man braucht natürlich auch sehr viele gute Kompetenzen, um sozusagen groß zu werden. Die Idee, und da stimme ich auch zu, die braucht es aber auch. Wenn ich eben zu flach bin, dann werde ich den Durchbruch nicht schaffen. Also ich muss schon irgendwo meine Innovation und meine Besonderheit des Unternehmens auch zeigen, wenn ich gerade im Startup-Umfeld tätig sein will. Ich glaube aber, dass es auch was ist, wo man dran arbeiten kann, wenn man ein gutes Team hat. Und deswegen sage ich, das Team überwiegt bei mir noch ein bisschen mehr. Weil wenn das Team den Anreiz hat, groß zu werden und alles dafür gibt, dann wird es einen Weg finden, den Weg zu gehen. Und dann wird es die Idee so oft umwerfen, dass irgendwann was Brauchbares rauskommt. Oder wie bei WeSaw They, die ja auch mal ganz anders angefangen haben, die machen einfach einen Shift und dann starten sie einfach durch. Und das kannst du nur, wenn du gut harmonierst und wenn da die richtige Power im Team ist.
Nico HildmannUnd wir, weißt du, wir versprechen ja schon bewusst von Team, weil das muss man, glaube ich, auch einfach mal nennen, absolutes No-Go-Einzelgründer für ein Investment. Das wird nicht passieren, oder?
Lisa StraubNee. Ja, wie auch, weil man gibt ja man nimmt externes Geld und man soll das ja auch in irgendeiner Form wieder zurückgeben, vermehren. Und wenn alles von einer Person abhängt, das ist ja unwahrscheinlich großes Risiko auch.
Nico HildmannDas macht wirklich keiner mit. Sorry, da kann alles noch so gut sein, aber wenn du keinen Bock mehr hast, dann ist alles vorbei. Also da vielleicht auch mal für die Zuhörer und Zuhörerinnen, die sich da in diesem Prozess noch gar nicht so wirklich befinden, sucht euch ein Team, ein komplementäres Team. Druck und Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen und einfach ein gutes Gesamtgefüge bilden. Es ist schwer, absolut, aber das ist einfach eine absolute Basis für externe, für ein Investment, über das wir jetzt gerade so sprechen. Es gibt ja da auch unterschiedliche Formen. Ihr seid ein Venture Capital Fonds, gibt ja auch Business Angel, was vielleicht so ein bisschen eine Stufe vorher ist, weil kleinere Ticketgrößen und so, also weniger Geld vielleicht die, was investiert wird. Aber um das auch vielleicht nochmal mit einer Erfahrung zu untermauern, jetzt habe ich gesprochen, was für Investoren vielleicht so diese ausschlaggebenden Punkte eigentlich sind, was mir so näher gebracht wird. Gleichzeitig gibt es aber jetzt so, das beobachte ich seit Flight eigentlich, aber ja schon eigentlich in der ganzen Startup-Welt so. Für Teams, die eigentlich noch ganz früh dran sind, was sie ja auch sind, ne? Bei Flight oder jetzt auch im Starthaus und so weiter. Durch die Sichtbarkeit kommen ja Leute, werden ja aufmerksam auf die und kommen dann auf die zu und sagen, ey, ich finde euch cool, ich finde die Idee cool, ich würde gerne in euch investieren. Also wirklich, da ist noch gar nichts passiert, keine Traction über das, was wir eigentlich gerade sprechen, aber es ist trotzdem Investmentinteresse da. Und dann stehen die Teams erstmal vor der Wand und sagen, was mache ich denn jetzt? Hattest du damit auch schon zu tun in der Vergangenheit, irgendwie so in Lore oder kennst du diese Situation, kannst du es nachvollziehen?
Lisa StraubAlso ich kann es nachvollziehen, ich hatte jetzt noch nicht. Aber ich glaube, dass es als Team da einfach wichtig ist, das mitzunehmen als Motivation zu sehen, aber auch sehr gesund darauf zu achten, wie man damit umgehen will. Zum einen als Unternehmen, also will ich jetzt sozusagen, bin ich schon bereit dafür, was kann ich versprechen, was will ich. Zum anderen aber auch persönlich, weil es ist ja auch dann ein Thema, was auch den Gründer selber, ja, einfach, was auf den Gründern selber auch wirkt, zu überlegen, was passiert dann sozusagen mit meinem Leben auch. Und das auch in Einklang zu bringen. Aber auch sehr, es ist sehr wichtig, auch einfach das Gespräch mitzunehmen und sich zu unterhalten, was finden denn die Leute gerade daran gut? Wo sehen sie denn? Das ist genau das Thema wie bei mir, wo ich vorhin gesagt habe. Es hat mir halt jemand anderes von extern gesagt, wie, dass ich da in was stark bin, wo ich in eine Richtung gehen soll. Und das sagt man ja eigentlich auch mit dem Interesse. Es sieht ja jemand was. Und das zu stärken und dann einfach für sich selber zu überlegen, wann ist der richtige Zeitpunkt für mich und was könnte ich da jetzt, also was können wir so für uns als Team da am besten rausholen?
Nico HildmannAlso Erfahrung auf jeden Fall mitnehmen. Meine Ad-Hoc-Frage ist dann immer, brauchst du das Geld? Und meistens, wirklich, bisher jetzt hier in Schweinfurt war eigentlich noch nicht. Da hast du doch deine Antwort. Dann bedankst du dich für das Interesse, suchst das Gespräch, fragst du, ey, was hat denn da gerade überzeugt? Oder wie würdest du es dir denn vorstellen? Nimm alles mit, was du an Infos vielleicht da rausziehen kannst für ein nächstmögliches Gespräch. Dann kommen natürlich immer so Bedenken, ja, aber dann ist der doch weg, wenn ich da jetzt ablehne. Ich sage, wenn du performst, dann ist der nicht weg, dann ist der nochmal mehr drin oder hat nochmal mehr Bock. Und wenn es der nicht ist, dann ist es ein anderer, dann war der eh nicht der Richtige. Also da so weit denken die Leute gerne, weil sie so overwhelmed sind: so, da zeigt jemand Interesse. Das ist natürlich eine irgendwie auch eine Ehre, ist ja klar. Und man überlegt, schon, kann es einen Boost geben. Aber in der Phase, wo wir, sag ich jetzt mal gerade, und du in der Vergangenheit vor allem Startups begleitet hast oder begleitest, da ist, wie gesagt, also da ist eigentlich die Gefahr da, zu viele Anteile abzugeben für Gegenwert, den ich bekomme. Und dann hat man sich vielleicht schon alles verbaut in dem Sinne für die nächste Finanzierungsrunde an Attraktivität verloren. Und das kann dann tatsächlich auch negativ wirken. Und jetzt, wenn man mal vielleicht so Richtung 14 Leaves einbiegt, weil hat man da schon was verbaut, ne? Auch welche Situation ihr gerade so auch erlebt? Ich habe es ja vorhin gerade gesagt, überspitzt gesagt, manche haben noch gar nicht so wirklich was bewiesen. Wann hat man denn was bewiesen in dem Sinne, dass man interessant wird für einen Fonds, zum Beispiel jetzt aus eurer Sicht?
Lisa StraubDas ist sehr unterschiedlich und da kommen wir jetzt auch auf einen Punkt, der mir die ganze Zeit schon auf der Zunge liegt. Weil Gründer sind nicht gleich Gründer. Wenn man in der Forschung zum Beispiel ist, dann reden wir von anderen Chancen, vorwärts zu kommen, wenn wir in Richtung Finanzierung gehen oder Fördermittel. Da ist es manchmal auch gar nicht abzuwenden, auch bei Deep Tech. Da braucht man das Geld einfach, um vorwärts zu kommen, weil man das aus eigenen Mitteln nicht stemmen kann. Und dementsprechend gibt es auch einen großen Unterschied zwischen wann jemand ready für Geld. Weil gerade wenn wir uns Deep Tech und Medizin anschauen, die müssen nicht erst am Markt sein, dass die Investments starten können, bei denen sind wir noch ein ganzes Stück weiter vorne und da müssen wir auch, und deswegen sprechen wir ja auch von Risikokapital, da muss man auch rein und auch sozusagen erstmal. Danach zeigen, was man eigentlich kann. Während wenn wir jetzt klassische Geschäftsmodelle haben oder halt schlankere Geschäftsmodelle, da finde ich, ist es schon wahnsinnig wichtig, dass man zeigt, okay, ich kann am Markt schon bestehen, ich habe vielleicht schon erste Pilotkunden, die mitgehen, ich habe erste Einnahmen. Da ist es wichtig, dass man nicht blank schon kommt. Weil ich sage, wenn du jetzt nicht zehn Jahre schon Forschungen reingesteckt hast und Fördergelder, dann musst du mir auf andere Weise zeigen, dass du eine besondere Marktstellung hast, dass du ein Alleinstellungsmerkmal hast, dass du irgendein Problem löst. Und das ist das, was eigentlich bei mir, finde ich, immer das Interessante war, dass manche gar nicht wussten, was lösen sie für ein Problem damit. Die kamen mit einer Idee und die klingt doch total fancy und dann fragst du, ja, aber für wen ist das denn? Und hast du mit denjenigen mal gesprochen?
Nico HildmannWas ist der Nutzen? Was ist der Nutzen?
Lisa StraubUnd dann kommt ja, okay, ja, das klingt doch toll, aber das nützt nichts.
IntroGenau, ja, absolut.
Lisa StraubUnd da würde ich halt sagen, das ist das Wichtige. Also wenn man in dem Bereich ist, dass man jetzt nicht so hardcore unterwegs ist, würde ich sagen, man muss zeigen, dass der Markt das will, auf jeden Fall. Und ansonsten auch, wenn man in der Forschung ist, muss man zeigen, dass trotzdem irgendwo ein Marktpotenzial da ist, aber auf unterschiedliche Weise. Genau.
Nico HildmannAlso finde ich, was man stark raushört, und das ist ganz wichtig, ein Schema F gibt es da nicht. Also das ist wirklich individuelle Situation, wie du schon sagst. Bis in dem Bereich läuft es anders wie in einem anderen Bereich einfach. Und ja, vielleicht, wenn wir mal auf 14 Leaves jetzt zu sprechen kommen, für diejenigen, die es vielleicht noch gar nicht mitbekommen haben, finde ich schwer tatsächlich. Ich
14leafs und der Aufbau des regionalen Fonds
Nico Hildmannglaube, alle, die zuhören, haben es vielleicht schon mal mitbekommen, aber magst du uns nochmal kurz in deinen Worten erklären, was ist es? Was habt ihr da geplant und was ist deine Rolle auch da drin?
Lisa StraubOkay. Genau. Also wir sind eigentlich gestartet durch die Julius-Maximilians-Universität und die Sparkasse Main-Franken-Würzburg, aber auch durch die Stella Event Capital GmbH. Wir haben uns so zusammengeschlossen. Und das Thema war einfach, dass wir, wenn wir unsere Region anschauen, und da reden wir nicht von Region Würzburg, sondern wir reden wirklich größer gedacht. Das heißt bis Haasberge, bis Bad Neustadt, bis Richtung Aschaffenburg, Main-Tauber-Kreis, diese ganze Region außenrum. When we have unwahrscheinliches Potenzial. We have wahnsinnig viele gute Startups rausgebracht. Wir haben vier Hochschulen mit unwahrscheinlich Potenzial an Studenten anders. Wir kriegen zahlreiche Preise, die bei uns in the region fließen. But when we are in the region anschauen, we have kept einen einzigen Venture Capital Fonds. We have niemanden, der in größere Finanzierungsrunden aus unserer Region reingeht. And that merkt man natürlich auch. We have eine Bank dabei, die initiiert hat. Die können natürlich auch nur einen gewissen Grad an Finanzierung ermöglichen. And that hat uns gefehlt. And then ist die Initiierung gestartet, sozusagen.
Nico HildmannVielleicht ganz kurz Name 14 Leaves. Willst du es kurz auch nochmal erklären?
Lisa StraubKann ich machen. Geht tatsächlich auf die 14 Nobelpreisträger zurück, die wir hier in der Region haben. Und auch das ist wichtig, weil wer weiß das, dass wir so viele Nobelpreise eigentlich eingeheimst haben. Und je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, was an unseren Hochschulen gerade so passiert, es ist ein Wahnsinn. Also je mehr ich reingucke und ich meine, ich waren beiden an zwei der Hochschulen in Würzburg. Und ja, ich bin einfach nur geflasht.
Nico HildmannJa, ich fand es cool, auch wenn ich dann den Hintergrund des Namens dachte ich mir, finde ich cool, super, wer da alles da war, ist ja Wahnsinn. Und so, also echt cool zu sehen. Und was ist denn deine Rolle darin jetzt? Ist natürlich, es ist eine Venture- und Plattform-Managerin, ne? Das ist so der offizielle Begriff. Was ist deine Rolle in dem Prozess? Und vielleicht kannst du auch sagen, wie groß sei dir aktuell im Team?
Lisa StraubJa, also es ändert sich natürlich. Wir sind auch Wien Startup. An bestimmten Stellen ändert sich einfach das Thema. Gerade sind wir im Fundraising, jetzt hoffentlich, und ich weiß, dass es kommt, kurz bevor First Closing.
IntroCool.
Lisa StraubUnd dementsprechend, gerade noch so Geld, Investorengespräche, solche Sachen, wird sich aber ändern. Und dann kommen wir an den Punkt, wo ich auch vorhin gesagt habe, mein Thema ist eigentlich Wiltüren aufmachen. Und das ist eben meine Aufgabe, Netzwerk aufbauen, Veranstaltungen, die Teams zusammenzubringen, die Unternehmen auch. Wir haben ja Investoren, die auch interessiert sind, mit den Startups zusammenzuarbeiten. Oder unser Ansinnen ist es auch, die Teams noch stärker mit den Firmen in der Region zusammenzubringen. And dementsprechend darf ich die Plattform aufbauen, ich darf das Netzwerk aufbauen, ich darf meine alten Kontakte nutzen, weil irgendwie war ich in unserer Region ja schon überall, ob in Lohr, in Lauderkönigshofen, ich komme selber aus Bad Kissingen aus der Richtung. Schweinfurt habe ich auch schon gearbeitet. Dementsprechend irgendwo alle zusammenzubringen und ja.
Nico HildmannJa, in der perfekten Position eigentlich, ne? Für das, was jetzt so geplant ist, auch. Und du sagst schon, First Closing heißt tatsächlich, mit einem Startup oder noch neue Investoren mit reinzunehmen.
Lisa StraubFirst closing von Fonds. Das heißt, wir haben jetzt eine bestimmte Mindestsumme erreicht, wo wir sagen, jetzt starten wir sozusagen den Fonds offiziell, haben dann das erste Geld, das von den Investoren gegeben wird, und haben aber auch noch ein bisschen Puffer, normalerweise so um die zwei Jahre, wo wir sozusagen noch weiter Geld annehmen. Und dann kommt das Final Closing und genau, dann ist sozusagen die Investmentsumme fix.
Nico HildmannDarfst du die Summe nennen?
Lisa StraubDas heben wir uns noch auf, aber ich kann auf jeden Fall sagen, für mich war das beeindruckend. Ich meine, ich bin in dem Team reingekommen und da war das schon festgestanden, the erste Summe, die weiterlegen. Und ich schon so, wow, this is a Wahnsinn. And aktuell have we this bei weitem überschritten und schon fast verdoppelt. And for me is this eighteen das beeindruckende.
Nico HildmannAbsolut, also really muss man alle Schulterklopfer verdient, weil man muss ja dazu sagen, it was nicht der erste Versuch, einen Venture Capital For in Mainfranken zu machen, beziehungsweise in der Region übergreifend. Ich glaube, es gab mehrere Versuche und ihr habt es ja dann jetzt augenscheinlich geschafft, das durchzuführen.
Lisa StraubWir haben es geschafft, ja. Und also ich muss auch sagen, ich bin da wahnsinnig stolz auf das Team, dass sie das geschafft haben und dass sie da dran geblieben sind an dem Thema. Ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist, dass vorher versucht wurde und dass auch schon so ein großes Verständnis in der Region entstanden ist, weil jeder Versuch führt dazu, dass Verständnis dafür mehr geschaffen wird. Und dementsprechend auch Hut up for allen, die es schon vorher versucht haben und auch an unser Gründerökosystem, das sich meiner Meinung nach immer wieder weiterentwickelt. Und das braucht es auch.
Nico HildmannVielleicht um den Fonds ein bisschen für die Zuhörer auch so einzuschätzen, sind da nur Unternehmen drin, sind es Privatpersonen, ist es eine Mischung? Also, kannst du da vielleicht kurz was so ein bisschen erzählen? Und natürlich das Wichtige, was ist denn euer Investmentfokus?
Lisa StraubJa. Also Geld kommt tatsächlich von verschiedenen Stellen, sei es von Family Offices, natürlich die Sparkasse als Hauptinitiator, auch andere Sparkassen, die da mit reinfließen, die JMU, die sich beteiligt. There are all privatpersonen, die sich beteiligen. Und was ich aber beeindruckend finde, this is uns sehr uphebt, glaube ich, von anderen, is, dass der actuelle Anteil is, der by uns aus der Region kommt. And that can auch einfach stolz sein, weil we dadurch wissen that the region dahinter steht and that is the region dazukommen. Und das befeuert uns auch einfach. Weil wir wollen nicht nur ein Venture Capital sein, we wollen auch was für die Region tun. We wollen auch, dass einen Mehrwert für die Region geschaffen wird und für unser Ökosystem, das wir hier haben. Und je mehr wir natürlich Unterstützer von hier drin haben, desto mehr Türen können wir ja auch in der Region öffnen, desto mehr wissen wir, dass wir da einfach richtig sind.
Nico HildmannJa, super. Und Investment Focus, ich glaube Deep Tech, ne?
Lisa StraubNicht nur, dann erzähl gerne mal. Also wir sind ja an den Hochschulen ausgerichtet und deswegen haben wir uns natürlich auch angeguckt, was sind denn so die Schwerpunkte an unseren Hochschulen und wo ist in den letzten Jahren auch sehr viele Gründungen entstanden. Deswegen ist für uns wahnsinnig wichtig der Bereich Deep Tech, aber auch Digital Tech, weil wir auch ein Private Equity Fonds. Das heißt, wir sind ja schon auch im Bereich der Software stark unterwegs, also im Digitalisierungsbereich auch, im Transformationsbereich. Aber, und das darf man auch nicht unterschätzen, wir haben unwahrscheinliches Potenzial im Bereich Life Science und Health. Und das sind sozusagen unsere vier Felder. Also Deep Tech, Digital Tech, Life Science und Health.
Nico HildmannAber es ist jetzt nicht in Steingemeißel, oder? Wenn jetzt in Zukunft Robotik noch, hier ist ja in Schweinfurt ist ja gut Robotik tatsächlich auf einen aufsteigenden. Gut, es ist Deep Tech wahrscheinlich, wollte ich mal sagen.
Lisa StraubAber ich verstehe, worauf du hinaus willst. Ich würde sagen, es ist immer wichtig, mal bei uns an der Tür zu klopfen. Und dann kann man auch da auf jeden Fall Gespräche führen und sich unterhalten. Und es ist ja auch so, dass wir mit 14 Leaves ja auch ein wichtiges Netzwerk in die Region bringen. Und wir machen ja auch Investments nicht nur alleine. Wir haben dann Co-Investoren, wir haben Business Angels, mit denen wir natürlich in Kontakt sind. Also ich glaube, es wird sich immer lohnen, einfach mal anzuklopfen und das Gespräch zu suchen. Und ja.
Nico HildmannMuss ich mir das dann so vorstellen, jetzt zum Beispiel, wenn man sagt, andere Themen kommen dazu. Machen die Investoren, die im Fonds drin sind, Vorschläge? Oder sagt ihr, pass mal auf, mir geben das Setting vor, was unser Fokus ist und dann so eine, jetzt mal salopp gesagt, take it or leave it. Gebt ihr sozusagen die Marschschute einfach vor, in was investiert wird und die vertrauen euch sozusagen einfach, eurem Gefühl und ja.
Lisa StraubJa, dafür sind wir als Fondsmanager da.
Nico HildmannSo läuft es dann.
Lisa StraubGenau, es sind ja auch viele, die sich auch gar nicht damit beschäftigen wollen, die vielleicht auch einfach nur sagen, ich vertraue drauf, dass ihr mein Geld gut anlegt, dass ihr gute Startups auswählt. Es gibt aktuell bei uns im Konstruktal auch viele, die sagen, ich möchte das machen, weil ich weiß, dass es unsere Region gut tut. Aber die Power liegt dann bei uns. Und dafür haben wir unser Team dann aufgestellt. Wir haben einen Entrepreneurial Partner, der selber schon sehr, sehr viel investiert hat, der bei uns so das Hauptthema lenkt sozusagen und die Auswahl lenkt. Und letztlich haben wir ein großes Monitoring, wo wir fahren. Wir haben einen sehr, sehr engen Kontakt zu JMU und auch zum SFT and to the other hochschulen, wo natürlich dann auch die Startups auf uns zukommen. Wir suchen natürlich aber auch. Und ja, also ich glaube, dieser Gesamtmix macht es aus. And when natürlich ein Investor von uns kommt anders, hey, ich hab da jemanden, dann läuft der ganz normal bei uns in den Deal Flow rein, wo wir uns die Startups anschauen. Es wird aber auch niemand bevorzugt, weil das können wir auch gar nicht. Also wir haben auch ein Investmentkomitee, das dann darüber entscheiden darf oder muss, wo wir investieren. Das heißt, es läuft alles in sehr gerade Linien ab und die meisten Startups, die mich fragen, sage ich, ich brauche immer einen Pitch-Dack, damit ich sozusagen euer Start sozusagen bei uns machen kann. Vorher kann man natürlich gut auch mal ein Gespräch führen, das ist gar kein Thema bei uns, wir sind da sehr offen. Genau, aber sozusagen, es gibt einen ganz, ganz normal gängigen Dealflow, wo das reinkommt, wo dann auch die ganzen Prüfverfahren bei uns gestartet werden.
Nico HildmannJa, okay, also echt spannend, ne? Also da ist ja nochmal eine Podcast-Folge wert, wieso der Prozess ist.
Community-Fragen und Unterstützung durch Investoren
Nico HildmannTatsächlich, ich habe zwei Fragen aus der Community bekommen. Als ich gesagt habe, du bist zu Gast, ne? Es geht auch um das Thema. Ich würde dir dir einfach mal stellen.
IntroJa.
Nico HildmannMal gucken, also du kannst bestimmt irgendwas dazu sagen. Vor allem war die erste Frage mal von jemandem, investiert ihr dann nur in regionale Startups? Und aus meinem Bauchgefühl habe ich gesagt, ich denke nicht, ich frage sie aber mal. Also vielleicht kannst du mal so erzählen, was wo ihr rein investiert, überregional oder regional, genau.
Lisa StraubAlso dein Bauchgefühl ist auf jeden Fall richtig, weil wir sind eine Vorgesellschaft, wir müssen natürlich dafür auch sorgen, dass die Renditen passen für unsere Investoren. Letztlich ist es aber auch so, und das ist auch das Ansinnen der Initiatoren, dass wir natürlich einen Großteil davon bei uns in der Region haben. Und ich würde immer sagen, region first is schon das Konzept, solange wir einfach die Power haben und die Startups da sind, in die wir in der Form gut investieren können. Und mit dem, was wir aktuell sehen, sieht es da wirklich, wirklich gut aus, weil wir haben so viele gute Teams bei uns in der Region. Man merkt auch, dass da ordentlich Zug drauf gekommen ist. Das heißt aber, also wir gucken, was möglich ist, in der Region zu platzieren, aber wir sind auch offen darüber hinaus. Und das Thema ist auch immer, es gibt ja auch Gründerteams, die man damit ja auch befruchten bei uns in die Region holen kann.
IntroGenau.
Lisa StraubDie auch davon oder wo unser Netzwerk auch profitiert, wo vielleicht auch Uni-Zusammenarbeitend sind. Da ist auch die Frage, was ist regional? Wenn wir mit einer anderen Hochschule zusammengearbeitet haben und dort ein tolles Startup ist, an dem wir schon von Anfang an nah dran waren, warum nicht? Wenn wir wissen, da ist unwahrscheinlich gutes Potenzial und auch alles, was wir da tun, können wir ja auch wieder gut in unser Netzwerk zurückfließen lassen.
Nico HildmannJa, also macht natürlich Sinn, weil ehrlicherweise, ihr schöpft dadurch Potenziale, vielleicht kommen die ja wirklich daher, aber ihr müsst natürlich auch von für eure Kunden das Potenzial überhaupt ranbringen. Und ob das jetzt dann, keine Ahnung, in Nürnberg ist oder was weiß ich, auch mal in Stuttgart oder keine Ahnung, was aber so reinpasst, dann ist es halt so, ne? So das auf der Fall lebt letzten Endes. Also finde ich aber schön, region First ist ja immer irgendwo der Wunsch, aber das sollte nicht dieses beschränkende Kriterium sein, weil ich glaube, das macht keinen Sinn. Also wünschenswert wäre es ja, vielleicht kommen wir auch mal dahin, aber wir tun unser Bestes. Aber das finde ich schon mal cool, super Einordnung. Und tatsächlich hat noch einer gefragt, wie ihr denn an sich Geld verdient? Also sprich, ihr als Fondsmanagende, verdient man da erst was, wenn dann es zu einem Verkauf kommt, das kann man mir natürlich nicht vorstellen. Oder gibt es irgendeinen Prozentsatz von dem Geld, was eingesammelt wurde, das geht an euch. Kannst du vielleicht da kurz ein bisschen erklären, wie verdient man als Fondsmanagende Geld?
Lisa StraubJa. Also ist auf jeden Fall so, dass wir schon dafür kämpfen, dass unsere Startups fliegen.
IntroJa.
Lisa StraubUnd wir dann da einen Prozentsatz abbekommen. Man nennt es auch Carry. Und wir kriegen aber zusätzlich auch noch eine Management-Fee, weil es ist natürlich auch einiges zu tun. Wir werden Programme aufbauen, wenn wir in die Startups investieren, wo wir sie natürlich pushen, dass letztendlich sie auch skalieren und groß werden. Dann wir haben geplant, so um die 40 bis 50 Investments zu machen. Das muss natürlich auch organisiert werden, da ist viel zu tun, das sind Verträge, das sind die Gespräche mit den Startups. Das heißt, wir haben auch noch eine Management-Fee, die sozusagen abgeht, wo sozusagen unser Tagesgeschäft ermöglicht wird. Und der Carry ist sozusagen das, was wir uns verdienen, was sozusagen das Wichtige ist, warum wir auch die Teams pushen.
Nico HildmannJa, okay. Und das heißt aber auch, ihr betreut die dann strategisch in dem Prozess, also auch in der Weiterentwicklung. Weil das ist ja eher so ein Business Angel-Thema. Da ist man dann mehr mit drin, operativ nett, aber manche machen es auch, das weiß ich, aber weil man sagt ja immer aus dieser Finanzwelt, Angels, also Business Angels, sind schon ein bisschen früher als Venture Capital Force, einfach aufgrund der Ticketgröße und die sind strategisch auch mit drin, was Venture Capital Force eher nicht sind. Ist das so?
Lisa StraubNaja, sie, also wir sind jetzt nicht, wir nehmen jetzt die Startups an die Hand und laufen jetzt tagtäglich mit denen durch die Gegend, aber wenn man sich Venture Capital ins Haus holt, holt man sich schon auch Wissen dazu, weil das sind ja Experten, die schon in meinen Bereich investiert haben, die es sind Investoren, die schon andere Netzwerke hintendran haben, die unterstützen können. Man macht die Türen auf. Und tatsächlich haben viele Fraus auch Accelerator-Programme, wo sie sie sozusagen pushen, zum Beispiel skalieren oder was ich immer finde, das wahnsinnig wichtig ist, ist Siling, also Sales. Im Sales zu unterstützen, sich da gut aufzustellen zum Beispiel. Da gibt es verschiedene Themen. Und da überlegt sich jeder vor tatsächlich, wie er sozusagen am besten damit angreifen kann. Und es kommt natürlich auch immer darauf an, wie stark man in dem Investment verankert ist. Es gibt ja auch immer ein Lead und die Co-Investoren. Und nicht jeder ist gleichermaßen da drin. Es ist ja auch schwierig, wenn dann alle in der Suppe mitrühren. Aber man ist schon ein bisschen dafür da, auch trotzdem noch ein bisschen Push mitzugeben. Und deswegen sollte man auch überlegen, wer sozusagen einem gut die Türen öffnen kann.
Nico HildmannJa, super. Also finde ich echt gut auch erklärt, absolut. Wie ist denn so die Pipeline? Seid ihr zufrieden? Also, wie es gerade ist, auch in den Gesprächen, oder ist es tough?
Lisa StraubIch würde sagen, ich bin selber geplättet im Moment, du merkst ja. Gerade erstmal, also ich finde, es ist, wir haben wirklich viele Startups hier. Ja, cool. Wir haben auch ein Monitoring, dazu werden wir in Kürze auch ein bisschen was sagen, wie viel da so drin sind, auch ein bisschen was berichten. Aber ich würde sagen, es kann sich wirklich sehen lassen. Und aktuell ist es so, dass wir so viel Zulauf haben, dass wir am Anfang erstmal auch zurückfahren mussten. Also ein paar, wir haben immer gesagt, wir können schon Gespräche führen, aber wir müssen erstmal warten, bis unser Fonds initiiert ist, bevor wir letztlich dann in die intensiveren Gespräche können, weil das wirklich sehr, sehr viele sind. Und wir arbeiten auch immer noch ab und es kommt fast, also es kommt fast wöchentlich jemand dazu. Und das ist wirklich, ja. Und ja, es zeigt uns auch einfach, dass unsere Region einfach so einen Fonds verdient, hätte ich gesagt.
Nico HildmannGeil, also finde ich, es hätte schon fast ein Schlusswort sein können, aber das sind wir noch nicht. Finde ich also wirklich echt cool. Ich freue mich auch, dass ihr das bewegt habt. Das wird mit Sicherheit einen Impact haben, pushen. Einfach allein ein möglicher Grund für die Region insgesamt sein, hier sich auch anzusiedeln, zu sein. Denn jetzt kommt mir gerade tatsächlich noch mal ein Nebensatz, was mich mal auch jemand gefragt hat.
Was regionale Investoren verändern können
Nico HildmannJetzt kann man ja mal salopp sagen, Force gibt es ja mehrfach in Deutschland. Ob das jetzt Berlin, München, Köln, keine Ahnung, wo sie alle sitzen, sind, ne? Dass man sagt, da könnten wir einer, das weiß ich noch nicht gefragt, da ist doch auch Geld. Den Startups ist es doch wurscht, woher das Geld kommt. Jetzt frage ich mich, aus deiner Perspektive, was ihr da jetzt das letzte Jahr so aufgebaut habt, würdest du sagen, es macht doch einen deutlichen Unterschied, wenn das, wenn der Fonds regional sitzt für ein regionales Startup?
Lisa StraubJa.
Nico HildmannSchon.
Lisa StraubDefinitiv. Weil man muss sich mal überlegen, wenn jemand in München, Berlin sitzt und mir die Türen aufmacht, wo macht er mir die Türen auf? Bei sich, vor der Haustür auf. Viel. Der kennt ja unsere Region an sich vielleicht auch gar nicht in der Intensität. Der weiß ja gar nicht, was wir da haben oder wie die Unternehmen vielleicht zusammenhängen. Das heißt, es macht allein schon deswegen Sinn, weil man natürlich, und wir haben durch die JMU auch einen super, super Zugang und durch Professor Winkelmann, der ja schon immer so im Businessumfeld aktiv war und an der Hochschule gleichzeitig.
Nico HildmannGrüße an der Stelle.
Lisa StraubGrüße an der Stelle. Genau. Und das macht einfach einen Unterschied, ob du die Türen in der Region aufmachen kannst. Es macht für die Region Unterschied, weil man ist ja auch so etwas wie ein Role Model. Das zieht andere Gründer an. Das zeigt ihnen, was man erreichen kann, wenn man dranbleibt. Das schafft Ansprechpartner, die mit mir drüber sprechen können, wie ihre Finanzierungsrunden waren. Wir haben hier eine sehr lebenswerte Region. Wir sind nicht überteuert. Man konkurriert nicht mit 100.000 anderen, weil wir sind doch, also wir sind, wir haben viel Potenzial, aber natürlich haben wir auch nicht so ein riesen Sogbecken, wo alle hinkommen und man dann irgendwo mit ganz, ganz vielen anderen kämpft, sondern bei uns wird man noch wahrgenommen, wird gesehen. Es gibt ganz viele Unterstützer, die gerade wenn zu Gründerpreise waren, auf einen zukommen. Das sind nicht nur die, die investieren wollen, das sind auch die, die sagen, hey, ich hab da einfach jemanden nicht, mach dir die Tür auf, klingt cool, mach was draus. Und das können wir, weil wir so eine, weil wir eine gute Region sind, weil wir klein sind, weil wir uns gut kennen. Und es gibt so viele weitere Punkte, die einfach dafür sprechen, dass wir das in der Region brauchen.
Nico HildmannMacht für mich absolut Sinn, ne? Also das ist ja immer, wie gesagt, Netzwerk haben wir vorhin schon gesagt, einer der wichtigen Punkte. Es öffnet Türen. Es ist dann das Umfeld, in dem du halt einfach auch sitzt, ne, und da arbeitest letzten Endes. Klar, wenn du auch einen Fokus nach München oder so möchtest in Zukunft, das Netzwerk kann es dir dann auch bieten. Also so gut vernetzt ist man ja. Und vor allem auch die Institutionen, die da dabei sind. Also macht für mich absolut Sinn, dass das schon einen Unterschied macht, dass der regional da sitzt. Jetzt kam es mir gerade natürlich auch noch die Frage, das wollte ich dich schon die ganze Zeit fragen, wer kann denn da mitmachen in dem Fonds? Da wird es ja irgendwelche Aufnahmeeintrittsbayer geben. Wahrscheinlich irgendwie eine Mindestanzahl an Geld, die reinkommen muss. Kannst du dazu was sagen?
Lisa StraubKann ich sagen. Wir brauchen 200.000, die jemand geben muss in den Fonds. Aber das muss man nicht auf einen Schlag geben, weil wir haben eine Investitionsperiode, in der geben wir sozusagen Geld aus, wir kaufen die Startups ein und dann gibt es solche sozusagen Calls, Capital Calls, wo das Geld dann sozusagen eingeholt wird und dann wird es erst sozusagen. Berufen sozusagen. Das heißt, man muss jetzt nicht gleich die 200.000 auf einem Konto liegen haben und die werden an uns überwiesen, sondern das kommt alles nach und nach. Und genau.
Nico HildmannMan muss es nur wahrscheinlich in einem gewissen Zeitraum zur Verfügung stellen. So eine Art Ratenzahlung stelle ich es mir gerade vor, aber dass man eben dabei ist, weil das ist sozusagen das Aufnahmekriterium letzten Endes.
Lisa StraubGenau, vorher dürfen wir nicht, weil es natürlich auch die Anleger dann schützen soll, die sozusagen, für die es sehr, sehr viel Geld wäre, das überhaupt irgendwie zusammenzukratzen, sondern es soll wirklich schon, es geht ja an diejenigen, die wir. wirklich das Geld dazu haben, das zu machen. Und da gibt es keine Beschränkung. Wer auch immer das möchte und uns unterstützen wir wegen Rendite oder unterstützen wir wegen, ja, weil er einfach auch für die Region das als sinnvoll erachtet, die Türen sind immer offen.
Nico HildmannUnd ist das das einzige Kriterium oder gibt es noch andere No-Gos, wo man sagt, dann seid, also guckt ihr, wer drin ist, dass das irgendwie homogen ist oder sowas, ist wurscht.
Lisa StraubGar nicht. Einziges ist noch Geldwäsche und da würde ich dann bitten, lieber nicht zu uns zu kommen. Aber das Thema ist alles andere, ist sozusagen nicht das. Genau. Und es können auch Firmen kommen, es können Privatpersonen kommen, wer auch immer.
Nico HildmannAlso Leute, wer Bock hat, natürlich, das ist natürlich schon mal ein Batzengeld, aber natürlich, damit muss gearbeitet werden, das ist die Basis eines Fonds, damit natürlich auch Startups im Wachstum gepusht werden. Und man muss sich mal einfach überlegen, vor allem die Ticketgrößen, die ich immer so miterlebt habe, allein in Karlsruhe, das waren 50.000 mal 100.000. Ja, was kannst du dir aktuell heute für 50.000 kaufen? Da kriegst du einen halben Entwickler. Also das ist ja auch schnell weg. Dementsprechend, ich glaube, wenn man das dann so im Verhältnis sieht, was man da ermöglicht mit, das ist auch relativ schnell weg, wenn es gut investiert wurde, dann von Seiten des Teams. Also schön da zu hören, wie so ein bisschen die Basis und die Struktur auch von dem Fonds
Zukunftsbild für 14leafs und die Region
Nico Hildmannist. Vielleicht jetzt auch immer so gegen Ende der Podcast-Folge, so gefragt, jetzt ist ein Ja gerade rum. Was wünschst du dir denn so für die Zukunft auch noch? Du blickst ja doch sehr positiv in die Zukunft, wie man sieht, was ja auch super schön ist. Gibt es irgendwas wo du gäbe es einen Moment, wo du sagst, ja, wir haben das richtig geil geschafft oder jetzt fliegt es oder hat sich automatisiert? Also was wäre so dein Wunsch für 14 Leaves und für die Region auch in Zukunft?
Lisa StraubAlso ich würde sagen, für mich hat es sich rentiert, wenn wir merken, wir sind in vielen Startups investiert, die sich gut am Markt halten, die unwahrscheinlich skalieren. Wir würden uns natürlich über jedes Unicorn freuen, aber das ist nicht das, was ich sage, das muss sein, aber es müssen natürlich Startups sein, die schon ein gutes Wachstum hingelegt haben. Ich würde aber auch sagen, es ist ein Erfolg, wenn wir mehr über die Finanzierung sprechen. Das ist das, was ich glaube, dass bei uns in der Region auch wichtig ist. Wenn wir mehr Gründer noch aus den Hochschulen rausbringen, weil es ist unwahrscheinlich schade, wenn so richtig gute Forschungsarbeiten einfach den nächsten Schritt nicht schaffen. Oder wenn Medikamente auf der Strecke bleiben, weil es einfach keine weitere Förderung gibt und keiner sich traut rein zu finanzieren. Und das ist, glaube ich, das, wenn ich mich dann abends in den Stuhl zurückklicke und denke, wow, da waren wir mit drin und guck dir das an, wie viele Menschen da jetzt Arbeitsplätze bei uns in der Region haben. Das ist ein Unternehmen, das vielleicht den nächsten Fußballverein sponsert, weil sie einfach hier geblieben sind. Dann weiß ich, dass wir alles richtig gemacht haben. Und das ist sowas im Status bei mir auch. Wenn die Gründer mich auch nach Jahren angerufen haben und haben gesagt, danke, dass du mir da geholfen hast, dann ist es das, was ich mir eigentlich wünsche. Und was auch wichtig ist, dass wir drüber reden, wer hat uns geholfen und das gilt nicht nur für uns, das gilt auch für alle anderen im Gründer-Ökosystem.
Nico HildmannAlso ich freue mich jetzt schon drauf, wenn du persönlich dieses Gefühl erleben darfst, dass das dann so kommt. Ich ruf dich dann an. Ja, absolut. Ich bin felsenfest davon überzeugt. Klasse, was ihr wirklich hier auch antreibt. Binkt einfach ja auch nochmal ein Image-Boost irgendwo. Das ist ja wirklich schon in der Startup-Welt doch recht positiv, wie auch unsere Region insgesamt auch überregional gesehen wird, was mich auch sehr freut und das trägt natürlich nur positiv dazu bei und klasse, dass das sich jetzt endlich etabliert. Und wie du schon sagst, Potenzial ist da. Und ja, Lisa, so schnell gehen fast 50 Minuten rum. Also guck mal, wie schnell das ging. Ich hoffe, es hat ja Spaß gemacht.
Lisa StraubEs hat mir sehr viel Spaß gemacht und vielen Dank, dass du uns die Stage gegeben hast und dass du vor allem auch in dieser Folge das Thema Kapital anschneidest, was letztlich ja auch für wirklich viele, viele Gründer entscheidend ist.
Nico HildmannGenau, also muss man drüber reden. Es ist natürlich nicht allein entscheidend für das Wachstum, aber doch ein Booster, ein Erfolgsfaktor und jetzt habt ihr auch mal gehört, was mit 14 Leaf so sich auf sich hat und was da noch alles hoffentlich zum Wachstum gebracht wird. Also vielen, vielen Dank, Lisa, für deine ganzen Insights. Ich wünsche euch ganz viel Erfolg weiterhin. Drückt die Daumen. Ich freue mich wirklich schon auf die ganzen News der Erfolgsgeschichten. Und schön, dass du heute Spaß hattest.
Lisa StraubVielen Dank, ich freue mich auch, danke.
Nico HildmannSuper, gute Zeit dir,