Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Wir sprechen mit Innovationsbegeisterten und Visionären aus Schweinfurt und Mainfranken. Persönliche Geschichten über Erfolge, Rückschläge und neue Chancen – echte Einblicke in die Welt der Startups und Innovationen.
Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Special Folge mit Luis Zehnter: Wie du dir deine eigene Bühne baust
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Auf die perfekte Chance zu warten, reicht selten aus. Wer sichtbar werden und neue Türen öffnen möchte, muss sich häufig zuerst eine eigene Bühne bauen – und bereit sein, auch dann weiterzumachen, wenn der Erfolg lange nicht sichtbar ist.
Luis Zehnter ist Podcaster, Moderator und Entertainer. Mit 23 Jahren hat er parallel zu seinem Studium den Football Finance Podcast aufgebaut und eine eigene WM-Show in Würzburg organisiert. Am Ende kamen 600 Gäste. Zuvor wurden im Januar und Februar aber zusammen gerade einmal fünf Tickets verkauft.
In dieser Special Folge erzählt Luis von seinem Weg vom ersten eigenen Videoformat bis zu Gesprächen mit bekannten Persönlichkeiten aus der Fußballwelt.
Darum geht’s:
- Warum ein eigenes Format zur Eintrittskarte in ein Netzwerk werden kann
- Wie aus persönlichen Kontakten echte Empfehlungen entstehen
- Was professionelle Vorbereitung mit Vertrauen zu tun hat
- Wie man mit Zweifel, schleppendem Ticketverkauf und neuen Zielen umgeht
Die zentrale Erkenntnis: Kontakte können eine Tür öffnen. Ob daraus etwas entsteht, entscheidet sich aber durch Qualität, Ausdauer und die Bereitschaft, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Du interessierst dich für Startups, Unternehmertum und Innovation? Im Startbahn27 Podcast interviewt Nico Hildmann inspirierende Gründer, Unternehmer und Visionäre aus Mainfranken – mit Fokus auf Schweinfurt und der Region.
Ob Startup-Erfolg, persönliche Rückschläge oder frische Ideen – wir erzählen echte Geschichten aus der Gründerszene und liefern dir wertvolle Learnings und Insights für deinen eigenen Weg.
Neue Folgen erscheinen regelmäßig mit spannenden Gästen, die zeigen, wie vielfältig und lebendig Unternehmertum in unserer Region ist.
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Mehr Infos & Kontakt:
Web: www.startbahn27.de
Mail: hallo@startbahn27.de
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Liebe Start-Ups, herzlich willkommen. Wir freuen uns, dass ihr bei uns eingecheckt habt. Unser Team bereitet euch nun auf den perfekten Startform. Bitte schneidet euch an. Wir heben ein Kürze von dem Startmann zu.
Nico HildmannJa,
Begrüßung und Vorstellung
Nico Hildmannhallo und herzlich willkommen zu einer neuen Special-Folge im Startbahn 2.7 Podcast. Mein Name ist Nico Hildmann und heute bei mir zu Gast auf der Startbahn ist Luis Zehnter. Luis ist 23 Jahre jung und hat vor kurzem sein Bachelorstudium abgeschlossen, hat aber parallel dazu schon seit einigen Jahren vieles aufgebaut, beispielsweise einen eigenen Podcast Football Finance, der sehr erfolgreich ist. Und ja, auch einige Moderatorenrollen inne gehabt, Game-Shows moderiert und auch im Sommer passend zum Thema seine WM-Show moderiert, vor über 600 Gästen und tollen Gesprächspartnern, wie beispielsweise Olli Kahn oder Pierre Litbarski. Und ja, mit dem Luis möchte ich heute einfach gerne mal drüber sprechen, wie er so persönlich gewachsen ist. Also wie er Schritt für Schritt seinen eigenen Weg aufgebaut hat und ja, auch welcher Aufwand eigentlich hinter diesen ganzen Erfolgen steckt. Und was mich persönlich natürlich auch interessiert, wie man denn jetzt auch weiter wächst, wenn man alle Ziele erreicht hat, die man sich so gesteckt hat, alles offen jetzt ist, was das so für ein Gefühl ist. Ich freue mich auf jeden Fall sehr drauf und sage herzlich willkommen, Luis. Schön, dass du da bist. Vielen Dank, dass ich da sein darf. Freue mich sehr, ja. Ja, echt richtig klasse, mal wieder einen Podcast-Kollegen auf der Couch hier zu haben. Und ey, nochmal danke an dich. Also ich habe dich ganz spontan mal angesprochen, dein Podcast schon lang eigentlich gehört und dann erfahren, hey, du bist ja aus der Region, hast du Bock zu kommen und jetzt sitzen wir da. Richtig cool. Aus Würzmer Schweinfuhr. Ja, perfekt, wunderbar, so soll es sein. Nee, finde ich richtig cool und an der Stelle natürlich nochmal herzlichen Glückwunsch zum abgeschlossenen Bachelor in Medienkommunikation. Medienkommunikation, genau. Perfekt. Ich weiß noch genau, wie es bei mir war, das Gefühl, Studium abzuschließen. Dicker großer Haken. Absolut.
Luis ZehnterNein, vor allem in meinem Fall, du hast es schon gesagt, lief auch zum Zeitpunkt des Bachelor-Abschlusses, sehr, sehr viel gleichzeitig mit der WM-Show, mit dem Podcast, der noch in der Endphase war. Und dann das Ganze erfolgreich abschließen zu können, war für mich wirklich ein Riesenstein, der vom Herzen gefallen ist, weil ich sagen muss, ich habe das Studium schon ernst genommen, habe alles in Regelstudienzeit abschließen können, aber es war nicht die Hauptprio. Also es lief so ein bisschen nebenbei, weil mir einfach die anderen Sachen schon so viel Spaß gemacht haben und du hast es gesagt, zum Glück auch recht erfolgreich waren. Deswegen, da ist der Haken hinter, die Eltern sind beruhigt, abgeschlossenes Studium und jetzt kann es weitergehen. Genau, ich habe was in der Tasche.
Nico HildmannAber ganz ehrlich, das ist das Bild eines typischen Startup-Gründers eigentlich. Genauso kennengelernt. Normalerweise ist so ein Studium eher ein Klotz am Bein, der abgeschlossen werden muss, sozusagen. Aber ist natürlich geil, man ist natürlich hoffentlich auch stolz. Es ist ja schon Aufwand, was da reinfließt, aber geil, sowas dann in der Tasche zu haben. Also wirklich aus meiner Zeit in Karlsruhe war es immer so dieses notwendige Übel, das dann halt noch da ist. So ist es, nein, absolut.
Luis ZehnterWie gesagt, ich konnte zum Glück alles direkt bestehen, hat alles funktioniert und auch zum Zeitpunkt der Bachelorarbeit, wo man dann wirklich an Tagen auch gucken muss, okay, was hat jetzt Priorität? Muss ich jetzt gerade noch für die WM-Show was regeln? Ist jetzt der Podcast wichtig? Ist es jetzt doch das Studium? Hat es immer auch einen großen Stellenwert gehabt, weil ich mir immer gedacht habe, ich habe ja trotzdem drei Jahre Gas gegeben. Ich habe jede Prüfung bestanden, ich habe jede Hausarbeit abgegeben. Es wäre sehr fahrlässig gewesen, in der Phase, das da nicht zu bestehen. Und jetzt wäre ich ja stand jetzt immer noch im Studium, hätte vielleicht die Bachelorarbeit nochmal schreiben müssen. Und das war es mir nicht wert und deswegen habe ich da Gas gegeben und am Ende hat es zum Glück alles, wirklich alles funktioniert.
Nico HildmannIst es aber jetzt so für dich ein abgeschlossenes Kapitel oder sagst du, hey, vielleicht doch eine Grundlage mal für einen Master?
Luis ZehnterIch bin tatsächlich gerade parallel, also ich befinde mich jetzt aktuell wirklich in der absoluten Orientierungsphase. Ich habe jetzt durch einen Podcast, der jetzt bei mir auch in die nächste Staffel geht, wieder was, worauf ich mich freuen kann für den Herbst und Winter, aber klar, der Monat nach der WM-Show, wo alles so geendet ist mit Bachelorarbeit, mit der WM-Show selbst und auch erstmal mit dem Podcast, der in die Sommerpause ging, war erstmal alles offen. Und da gibt es jetzt im Moment eine Option, die passieren könnte. Ein Fußballmanagement-Studiengang, also nochmal die Management-Ebene sich anzugucken. Ich komme ja bislang mehr aus dem Journalismus, also Sportjournalismus, was primär auch noch das Ziel ist, aber sich in der anderen Hinsicht weiterzubilden, gerade mit den Gesprächspartnern, mit denen man auch spricht, die gerade aus den Bereichen kommen, also Sportdirektoren, Sportvorstände, die haben ja vor allem auch viel mit BWL und Wirtschaft zu tun. Und sich da einfach noch ein paar Infos drauf zu packen und auch da einfach ein Master im Lebenslauf stehen zu haben, wäre für mich sehr reizvoll. Im Moment ist aber wirklich noch die Devise, alles kann, nichts muss. Also ich bin gerade noch in der Orientierung, kann passieren, muss aber nicht.
Nico HildmannJa, aber du hast dir eine super Grundlage als Option geschaffen, genau das noch weiterzumachen. Und du hast schon angesprochen, Podcast, deine Show. Wir gehen gleich natürlich in der Podcast-Folge step by step für einen. Was ich aber auch wirklich sagen muss, wenn man sich mit dir im Vorfeld natürlich jetzt auch beschäftigt, ne, die Themen Fußball und Medien ziehen sich ja schon ewig irgendwie durch dein Leben durch. Es ist ja gefühlt immer ein ständiger Begleiter. Ich glaube, wie viele Jungs den Traum, Fußballprofi zu werden, früh, ne, du hast ja auch bei den Kickers gespielt, auch auf einem echt guten Niveau letzten Endes, ne? Und ich glaube, wie jeder Teenager, so auch ich damals, FIFA-Spiele kommentiert. Natürlich, habe ich gesagt, musste es sein. Ich glaube auch, ich habe gelesen, du hast dich dann aber auch in Medien mal so ausprobiert, YouTube, Twitch, ne, also wirklich viel getestet für dich.
Vom Fußballplatz vor Kamera und Mikrofon
Nico HildmannKannst dich noch so an den Moment erinnern, als du so für dich wahrgenommen hast, ey, vielleicht liegt meine Zukunft im Fußball gar nicht auf dem Feld, sondern eher daneben, vor dem Mikro oder vor der Kamera.
Luis ZehnterDer Moment selbst weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall die Zeit während der Corona-Pandemie, weil da das erste Mal in meinem Leben, sage ich mal, so ein, war ja für viele, für viele andere auch so ein kleiner Cut, weil bis dahin war irgendwie Oberstufe, 11. Klasse, sehr viel Schule, aber auch viermal die Woche Training, spielen noch irgendwie fährst du ins Auswärtsspiel nach Wackerburghausen drei Stunden und hast eigentlich von der Woche so nichts, sondern war sehr, sehr viel los und da war dann mal vier Wochen gar nichts. Das war super ungewohnt. Und dann hatte man auch erstmal die Möglichkeit, über den Horizont so ein bisschen rauszublicken und zu gucken, okay, was könnte es denn noch geben. Und da hat es dann eben über Twitch, YouTube begonnen, einfach mit einem Kumpel ganz wirklich wie Anfänger, so ein bisschen Fußballvideos gemacht, so ein bisschen Challenges gedreht und habe gemerkt, das hat mir Bock gemacht. Und irgendwann hat sich es dann auch dahingehend gedreht, dass ich mich eher auf ein beispielhaft auf ein YouTube-Video gefreut habe, dass ich jetzt drehen durfte und dann auch schneiden durfte und hochladen durfte. Es hat mich irgendwie mehr erfüllt, als zum Training zu fahren. Jetzt nicht, dass mir der Fußball keinen Spaß mehr macht. Ich spiele immer noch Fußball aktiv, in der Kreisliga nur noch, aber weil es eben sich zeitlich nicht mehr ausgeht. Aber das war so ein Punkt, und auch wenn ich jetzt in mich reinhöre bei meiner aktuellen Tätigkeit, mittlerweile mache ich es ja jetzt schon drei, vier Jahre, bestätigt mich das eigentlich darin, weil ich mich jedes Mal so unfassbar freue, auch zu einem Podcast zu fahren, auch jetzt im Zuge der WM-Show, die Vorbereitung, auf diesen Abend das zu moderieren. Erfüllt mich dann doch mehr, als wirklich Fußball zu spielen. Wäre eine schöne zweite Alternative gewesen, aber irgendwann ist der Zug dann auch abgefahren in der U19 und Anfang, wenn man dann Anfang 20 ist, muss man sich dann wirklich konkret dafür entscheiden. Da muss vom Kopf alles passen, dass es für oben reicht. Und das war dann irgendwann in der Corona-Pandemie während der Corona-Pandemie. Wann genau, kann ich nicht sagen.
Nico HildmannAber ehrlicherweise, so schlimm Corona war. Es hat für viele einfach diese Option eröffnet, mal out of the box zu gucken, ich probiere mich jetzt mal aus, mangels an Alternative, vielleicht sogar auch Langeweile. Mal schauen und guck mal, was allein sowas dann gebracht hat. Und diese Leidenschaft für Fußball, du spielst noch, aber du kannst das so ein bisschen zu deinem Beruf, wenn man jetzt mal so will, machen oder zu deinem, was dich gerade wirklich antreibt oder die Grundlage ist, das ist ja Hammer. Ich meine, ich habe aber auch in einem Interview bei der Mainpost, glaube ich, war es, ne, vor ein paar Monaten mal gelesen, dass vor allem auch du schon früher mal in so Moderationsrollen geschlüpft bist bei TV Meinfranken und das dich doch beeinflusst hat, oder?
Luis ZehnterGenau, das war dann auch im Zuge danach. Ich glaube, wir hatten, das war dann Mitte 2022, Mitte 2020 im Sommer, also im März war ja Corona und dann hat man so im Frühjahr mit meinem Kumpel da so ein bisschen gestreamt und auf YouTube so ein bisschen Geschichten gemacht, Fußball-Challers und Co. Und da mein Vater damals noch oder bei TV Meinfranken auch eine eigene Sendung hatte, war da der Weg recht kurz und ich war dann irgendwie innovativ und habe gedacht, ich könnte auch auch mal so eine eigene Sendung machen. Hab dann die Idee gepitcht beim damaligen Geschäftsführer, der war dafür offen und hat auch gesagt, ja, das Problem aber aus, wir geben euch die Chance. Und da habe ich dann umso mehr gemerkt, dass so die Moderation vor der Kamera, die damals natürlich im Vergleich zu heute eine Katastrophe war. Aber ich glaube, mit 17 ist es normal, wenn man das erstmal vor der Kamera steht. Und da habe ich gemerkt, ja, das könnte tatsächlich der Job unterwegs sein. Und dann ging es über TV Mainfranken, durften wir damals sechs Folgen, Luis und Nor wollen es wissen, aufzeichnen. Dann sind wir mit Lokalpromis, da sind wir wieder bei, da schließt sich der Geist so ein bisschen. Mit Sebastian Neumann von Würzburger Kickers oder mit Leonie Beck als Schwimmerin, Thomas Lurz haben wir da Challenges gemacht, Fragen gestellt, aber gab immer auch so ein bisschen Spiele, die man gegeneinander gespielt hat. Und so hat sich das dann Stück für Stück entwickelt. Dann auch schon ein Jahr später, während des Studiums, ging es dann immer so weiter.
Nico HildmannSpannend zu sehen, wie sich wahrscheinlich so einfach diese kleinen Bausteine so gefügt haben und dich auch auf deinem Weg geprägt haben. Weil, um ehrlich zu sein, für mich ist die Podcast-Folge mit dir vor allem so dieses Motto, seine eigene Bühne bauen. Ich glaube, das passt ganz gut zu deinem Boden. Und bevor man das aber schafft, muss man sich ja Möglichkeiten erarbeiten und die auch nutzen. Deswegen vielleicht mal so für dich oder an dich gefragt. Du hast ja doch viele Formate jetzt auch schon ausprobiert und durchgeführt. Wie war denn der Beginn, sag ich mal, von den Formaten? Also sprich, wenn du mal auf deine Reise zurückblickst, gab es Entscheidungen, die essentiell waren für deinen Weg, den du jetzt eingetroffen oder eingeschlagen hast.
Luis ZehnterAlso
Wie der Football Finance Podcast entstand
Luis Zehnterwas sehr wichtig war, ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern. Gerade zu Beginn des Studiums war ich noch gar nicht so out of the box. Da habe ich dann ganz normal begonnen, Medienkommunikation zu studieren, hatte natürlich davor meine sechs Sendungen bei TV Mainfranken. Das war dann aber 2021 auch schon Geschichte. Erst im Herbst 2022 habe ich begonnen zu studieren und dazwischen ist dann nicht so wahnsinnig viel passiert, was jetzt den Karriereweg angeht. Hab dann auch erst begonnen zu studieren. Nach der Schule mal so ein Jahr gebraucht oder mal geguckt, orientiert, was möchte man überhaupt machen. Und was danach entscheidend war, kann ich zumindest sagen. Und das war, dass ich meinen damaligen Podcast-Partner nicht getroffen habe, wir haben uns schon gekannt, aber mal zum Frühstück getroffen habe in München, als ich ein Praktikum hatte bei Sky und Sport 1, die beide auch sehr entscheidend waren. Also das hat mir unfassbar geholfen, was die Kontakte angeht, was auch die Bestätigung in meiner möglichen zukünftigen Arbeit angeht, dass ich gemerkt habe, genau da will ich eigentlich hin, nicht als Praktikant, sondern irgendwann im Optimalfall als Moderator. Und habe mich dann mit meinem damaligen Podcast-Kollegen, mit dem ich den Podcast Football Finance zunächst begonnen habe, in München zum Frühstück getroffen. Und dann haben wir uns so ein bisschen die Bälle hin und her geworfen. Es war noch gar nicht der Plan, einen Podcast zu machen. Das hat sich dann so aus dem Gespräch entwickelt. Und der Podcast selbst war natürlich jetzt für alles Weitere, was dann folgte, auch mit der WM-Show und jetzt auch für diese nächste Staffel, das war essentiell wichtig, weil ich alleine vermutlich nicht auf die Idee gekommen wäre. Also ich sage ganz konkret, waren es wirklich die Praktika bei Sky Sport und bei Sport 1, in diese Welt einzutauchen, zu merken, genau das ist es eigentlich, was du machen möchtest. Da würde ich auch gerne wieder hin zurückkehren und dann diesen Podcast zu starten oder dieses zufällige Frühstück in München gehabt zu haben, wo dann die Idee entsteht und dass er dann natürlich so schnell dann auch so erfolgreich wird. Hätte ich jetzt nicht gedacht, auch mit den Aufrufzahlen, die man mittlerweile erreichen konnte, mit den Gästen, mit den Menschen, die man kennenlernen durfte. Aber das war die Initialzündung, ja.
Nico HildmannAlso das bestätigt viel, was du gerade gesagt hast, dass man aktiv werden muss, proaktiv werden muss, rausgehen muss. Nicht faulenzen oder nur chillen. Ich Praxiserfahrung zusammen, ein Praktikum, zwei Wochen, ne? Aber das kann alles verändern, was es dir für eine Grundlage gibt oder ein Gespräch allein, offen zu sein für sowas. Und du sagst schon, Football Finance, mittlerweile über 50 Folgen, ne, demnächst geht die nächste Staffel wieder live. Also vielleicht für euch Zuhörer und Zuhörerinnen, wir nehmen heute am 7. März auf, 7. September, stimmt. September auf. Deine Ausstrahlung der Folge wird am 22. sein. Da ist dann schon die erste Folge, glaube ich, live. Die ersten beiden sogar.
Luis ZehnterMit Jana Aurel Bissek. Das ist ein großes Highlight für mich. Spieler von Inter Mailand, Nationalspieler, wird hoffentlich auch wieder zurückkehren in die Nationalmannschaft, jetzt in den Länderspielen im September. Und auch Max Kruse, ich glaube, auch bekannt. Jetzt Weltmeister auf dem Kleinfeld. Ich wollte gerade sagen, den vierten Weltmeister dann bei mir im Podcast. Super. Das ist, glaube ich, auch bekannt im Moment ja mittlerweile bei RTL unterwegs, viel, auch als Experte oder jetzt auch bei Di Verräter, also im Reality-Format. Und früher natürlich als Bundesliga-Profi und auch als ehemaliger Nationalspieler. Geht es dann am 14. September oder ging es dann zu dem Zeitpunkt am 14. September schon wieder los?
Nico HildmannAlso echt cool. Und da muss ich nochmal dazu sagen, wie gesagt, ich kannte deinen Podcast, weil ich bin sehr, sehr Fußball interessiert. Sport interessiert insgesamt, aber Fußball ist Top 1. Was bist du für ein Fan? Ich glaube doch Fan, deswegen machst du das für mich natürlich was Prägenderes gewesen, auch wenn es nicht zu lang war. Aber nee, ich habe es auch schon im Vorfeld gesagt, so in Florian Plettenberg, ne, jetzt ist Transferfenster geschlossen. Ich hatte den Tag täglich im Ohr, um zu gucken, was passiert. Und wenn man das dann so sieht, boah, krass, welche Gäste du hast, ne? Und
Netzwerk, Empfehlungen und glückliche Zufälle
Nico Hildmannich denke, wahrscheinlich hast du die Frage schon oft bekommen, aber halt hier noch nicht. Wie kommt man als junger Podcaster an solche doch ja Prominenz in der Branche?
Luis ZehnterEs hat damit begonnen, dass mein Vater zwei, drei Menschen schon kannte. Er ist seit vielen Jahren Zauberkünstler und Entertainer, genau. Und für ihn war die Initialzündung damals, glaube ich, 2016, beim DFW mal zaubern zu dürfen, mit Wolfgang Miersbach und Rainer Kahlmund und vor allem Rainer Kahlmund war für ihn so die offene Tür in die Fußballbranche, der ihn dann vielen anderen Menschen vorgestellt hat. Und so waren dann Menschen wie Carsten Ramelow bei mir, ehemaliger Nationalspieler, Jens Nowotny, Klaus Brüggemann als ehemaliger Hertha BSC-Aufsichtsratsvorsitzender, Jürgen Kost als langjähriger Scout von Arsenal. So hat es so ein bisschen begonnen. Das waren die ersten Gäste, kannte da auch wieder das Praktikum bei Sky on Spot 1, also das kann ich nur jedem empfehlen. Dann ein, zwei Menschen auch von dort, ein Uli Köhler als Reporter-Legende. Und dann war es so, wenn man einen guten Job gemacht hat, wenn man sympathisch war, wenn das Produkt dann auch gut wurde, habe ich natürlich immer mal gefragt, wen kennt ihr denn noch so aus der Branche? Und die kennen ja alle tausend Leute. Und dann ging es wirklich wie so ein Schneeball auf. Also dann hat mein WhatsApp-Kontakt weitergeleitet bekommen, ich kenne den, den und den. Der hätte Bock, dabei zu sein, ruft den doch mal an. Und so ging es immer so weiter, dass dann mittlerweile 50 Folgen zustande kamen und jetzt eben noch weitere dazukommen. Insgesamt 65 sollen es werden bis Ende Dezember. Und trotzdem waren bei den Gästen selbst auch ganz, ganz viele glückliche Zufälle dabei. Also ich beschreibe es immer mit Matthias Sommer. Für mich auch die besonderste Folge, auch mit Abstand die meisten Aufrufe, ich glaube, knapp 80.000 haben das gehört und gesehen. Da hat ganz, ganz viel zusammengepasst, weil wir mit Carsten Schumann, den schon im Podcast hatten, langjähriger Wegbegleiter von ihm beim DFB damals gewesen. Mir sehr zugewandt, also bin ihm auch bis heute noch für alles dankbar. Und da hatten wir mal vorsichtig angefragt, wäre es nicht irgendwie möglich, mal Matthias Sammer in den Podcast zu bekommen. Und man muss sagen, zu dem Zeitpunkt war der Podcast noch bei weitem nicht so groß. Also da hatten wir vielleicht im Schnitt zwischen 500 und 800 Hörerinnen und Hörer. Und Matthias hat gesagt, ja, können wir machen. Und dann sind wir wirklich nach Grünwald gefahren, wo er wohnt in die Nähe und haben dann so eine Atmosphäre, so ein Setting geschaffen, was ihn dazu gebracht hat, dann zu kommen, weil der wäre jetzt auch nicht überall hingekommen. Der ist wahrscheinlich zehn Minuten von zu Hause kurz hingelaufen, haben das in der Gaststätte aufgenommen, hat uns super zugewandt, hatten dann auch im Anschluss an das Gespräch noch eine Stunde Zeit, wo er sich wirklich die Zeit genommen hat, wir haben über alles Mögliche gesprochen. Und das war dann wirklich das, wo es das erstmal so ein bisschen explodiert ist. Auch mit der Folge zusammen mit Platty, du hast ihn gerade angesprochen, es waren dann zwei Folgen hintereinander, die heute 70.000 und 80.000 Aufrufe bekommen haben. Und da ist man so das erste Mal auf die Bildfläche gekommen, auch von Blättern, wo man dann teilweise zitiert wurde. Das hat extrem geholfen und das war einfach ein glücklicher Zufall. Weil, wenn Matthias Sammer zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause gewesen wäre, wenn Carsten Schumann mir nicht so zugewandt gewesen wäre und gesagt hat, ey, ich nehme das für dich in die Hand, Luis, ich frag mal nach, dann wäre vielleicht alles, was seitdem passiert ist, nicht passiert. Deswegen bin ich da immer super demütig, wenn man mich dann fragt, ja, hier super viele Hörerinnen und Hörer und du machst das so geil und top Leistung. Das hängt von so vielen Faktoren ab. Glück gehört einfach auch dazu. Natürlich muss man akribisch sein, dahinter sein, auch ein bisschen mehr machen vielleicht als andere. Aber trotzdem kannst du nicht alles immer zu 100% beeinflussen.
Nico HildmannAlso was für mich da ich auch rausnehme, jetzt für unsere Unternehmerwelt einfach auch. Türöffner war auch irgendwo dein Dad. Highlight, wenn man es mal, so ich sag mal, ganz, ich sag mal, offen sagt Netzwerk Vitamin B, immer klasse, sowas zu haben und zu nutzen. 100%, ja. Dann auch die Erfahrung wohl von ihm, wenn man sowas angeht. Nichtsdestotrotz musst du es veredeln. Das sagt er auch immer. Also, weil du, ich habe ja gesprochen, du musst ja erstmal die Möglichkeit schaffen, deine eigene Bühne zu erstellen. Du hast es jetzt, aber aus dem Kontakt muss jetzt was rauskommen. Und da ist dein Part ja da, wie viel Aufwand du reinlegst. Und so wie ich es jetzt auch verstanden habe, ich meine, du hast ja im Vorfeld zu mir auch gesagt, zum Jan Aurel Bissek, da fliegst du nach Madrid. Also sprichst du nach Mailand. Na Mailand. Die am Mainspiel, ne? Genau, stimmt. Chambers League, ne? Ja, das ist eh Wahnsinn.
Luis ZehnterDie spielen jetzt also morgen, wenn ihr die, also wenn wir es gerade aufnehmen, fliegen die oder spielen die im Berner WG Real Madrid. Und am Donnerstag spreche ich ihn dann im Podcast.
Nico HildmannDas heißt aber, du reist immer zu den Gästen, richtig? Ja. Und das ist ja schon mal mit Flugreise, Autobahn, Fahrt, fünf Stunden, was weiß ich, schon mal so ein bisschen. Schalt und Geld, ne? Du nimmst dein Equipment mit, sodass du alles dort aufbaust und dann wird die Folge da abgedreht. Richtig. Würde es anders nicht funktionieren, weil ich habe mich nämlich gefragt, ne, du sagst schon, das ist ja alles Prominenz, vor allem in der Fußballwelt, wenn man, also ich bin, wie gesagt, super interessiert. Für mich, ich kenne ja alle, mit denen du gesprochen hast. Und ich muss dazu sagen, ich bin ja knapp zehn Jahre älter als du. Für mich sind es alles Legenden. Für mich auch, aber ich habe sie nicht aktiv spielen gesehen. Aber zum Beispiel Carsten Ramelow und so, die hast du ja noch gesehen. Ja, mega, also absolut. Also gegen die hätte ich nicht gern gestürmt, ehrlicherweise. Aber sowas, wenn man das so, Wahnsinn, Wahnsinn. Also, das waren so meine ersten Impulse. Jetzt sind es aber auch ja Menschen, die sind ja krass medienaffin oder arbeiten für Medien. Sind die dann auch anspruchsvoller? Oder ist es dann einfach
Warum Qualität und Vorbereitung Türen öffnen
Nico Hildmannso ein Gespräch, wie wir jetzt zum Beispiel führen, von Mensch zu Mensch und nicht von Promi zu Host. Also ich hoffe, du weißt, was ich meine.
Luis ZehnterNein, ich glaube schon, dass sie anspruchsvoller sind. Und meiner Meinung nach auch zu Recht, weil die einfach schon so viel erlebt haben in dem Bereich und die hätten es ja, das ist so, so sehe ich es immer, die hätten es ja überhaupt nicht nötig, zu mir in den Podcast zu kommen. Das ist ja wirklich nur ein Goodie für mich. Also die bekommen bei mir in der Regel kein Geld. Also bislang hat auch noch niemand oder wenige, bis auf eins, zwei, drei Ausnahmen, keiner was verlangt dafür. Und ich glaube, die wissen es dann auch zu schätzen, dass man eben zu ihnen reist, den weiten Weg auf sich nimmt. Und wenn man kein professionelles Setting schaffen würde, dann würden sie, vermute ich mal, einem nicht ganz so auf Augenhöhe begegnen, wie es vielleicht dann der Fall ist, weil sie merken, okay, der ist zwar jung, der hat zwar noch quasi nichts erreicht oder noch nicht so viel erlebt, weil er einfach erst 21, 22, mittlerweile 23 ist. Aber die merken, okay, der hat Bock, das wirklich sehr gut zu machen. Und das wird in dem Bereich auch sehr honoriert. Also wenn die merken, der will seine Sache sehr gut machen, der macht es professionell, das Produkt wird gut, da gibt es eigentlich qualitativ wenig zu meckern, dann kann man auch diese Gesprächsatmosphäre gut schaffen. Und ich glaube persönlich für mich, so wie ich herangehe, wäre es anders nicht möglich. Also es gibt ja hybride Modelle, das dann irgendwie über Zoom zu machen. Und ich sehe es eben auch bei Kolleginnen und Kollegen, es gibt ja viele oder junge Podcasts, die jetzt sagen, okay, das wird jetzt der Fußball-Podcast, ähnlich wie es ich war, vor eineinhalb Jahren. Auch da ist er ja noch nicht am Ende. Ich bin ja immer noch am Anfang in der Hinsicht oder bin noch mitten in der Entwicklung, aber die dann beispielsweise das Ganze über Zoom machen und mir auch schon berichten, boah, das ist schwierig, weil du kannst eben nicht kontrollieren, wie der Ton an der anderen Seite rauskommt. Und das spielt eben auch auf die Qualität ein. Wenn dann der Gast beispielsweise im Nachhinein die Folge nachhört und merkt, der Ton war irgendwie blöd oder das Bild ist verzerrt oder ich bin viel zu hell oder zu dunkel, das macht was mit denen und dann wäre ich vielleicht auch nicht immer weiterempfohlen worden. Also das ist die absolute Basis für alles, dass Ton passt, dass das Video passt, dass die Qualität passt, die inhaltliche Qualität passt, die Vorbereitung passt, das wird mir am häufigsten gefeedback, dass sie sagen, ey, Wahnsinn, was du alles gewusst hast. Das sind für mich, das ist die absolute, das sind die absoluten Basics. Und nur so geht es, meiner Meinung nach. Gerade wenn du mit diesen Menschen sprichst.
Nico HildmannAlso das machst du aber schon komplett allein, oder?
Luis ZehnterIch mach alles, nee, ich mach alles komplett alleine. Also Kameramann, Mikro, dann auch im Nachhinein die Folgen schneiden, die Clips schneiden. Das war zum Beispiel auch was, das durfte ich mir zum Glück auch schon während der Schulzeit dann beibringen. Auch da wieder so ein bisschen Hobby zum Beruf gemacht, weil es mich schon immer interessiert hat. Also ich habe schon immer gerne Videos geschnitten, fand es immer schön, so das so emotional aufzubauen mit so einem Höhepunkt, mit so einem Drop und es hat mir mega Spaß gemacht und im Zusammenhang mit Musik. Und das hilft mir natürlich, weil ich mir diese ganzen Soft Skills und auch Hardskills beigebracht habe, einfach so ein Video schön cutten zu können in 4K, zu wissen, wie muss ich eine Kamera einstellen, wie muss ich ein Mikrofon pegeln. Muss ich ja zwangsläufig jetzt auch alles allein machen, weil ich habe noch keinen, der mit mir mitfährt, aber wo ich mir jetzt auch nichts groß draufpacken musste extra für den Podcast, weil ich es, wie gesagt, schon zum Glück seit jungen Jahren gemacht habe, weil es mir einfach Spaß gemacht hat.
Nico HildmannVielleicht noch eine Frage, so ich habe natürlich noch 500 eigentlich, aber wenn du jetzt dann mit denen sozusagen in die Vorbereitung gehst, auch ne, sprichst du dann eher mit einem Management oder wird da viele Runden gedreht? Weil ich kann es ja mal so sagen, beziehungsweise die Hörer und Hörerinnen müssten es eigentlich wissen, weil ich es schon öfters, glaube ich, erzählt habe. Ich schicke ja im Vorfeld einen Gesprächsleitfaden mit potenziellen Themen, wo ich mir sage, das fände ich interessant zu sprechen. Und dann hole ich mir Feedback ein, in der Regel, wie du auch sagst, ey, passt alles wunderbar, leg mal los. Ist das da auch so? Weil, wie du schon sagst, die müssten es ja nicht machen. Die hätten ja vielleicht eher sogar was zu verlieren, wenn du kritisch was fragst. Das ist richtig, ja.
Luis ZehnterBislang, der größte Teil wollte tatsächlich gar nichts wissen. Okay. Die haben einfach nur gesagt, da und da habe ich Zeit, da und da treffen wir uns und ich bin gekommen und dann waren sie. Genau, freudige Erwartungen, was ich dann fragen werde, gibt es natürlich einzeln. Also es ist unterschiedlich. Aber der größte Teil meiner Gäste war tatsächlich direkter WhatsApp-Kontakt, angerufen, telefoniert, hi Luis, hi, wer auch immer. Mann hast du Zeit, das und das sind meine Themen, der und der war schon da, das ist auch immer wichtig. Hilft mir natürlich auch, mittlerweile sagen zu können, Matthias Sammer war schon da, Jana Aurel Gissek war schon da, Max Gruse war schon da. Möchtest du nicht auch mal kommen? Ist ja auch dann ein Qualitätsmerkmal, wenn die hören, wenn die schon da waren, so blöd kann es gar nicht sein. Und aber auch schon mit Managements vorher abgesprochen, was sollen die Themen sein? Da geht es dann aber auch mal um andere Dinge, also teils so, teils so. Größter Teil direkter Kontakt, manchmal aber auch Management. Manche wollen vorher wissen, über was wir grob sprechen, andere aber auch nicht.
Nico HildmannAlso ich kann mir vorstellen, das sind ja alles Promis, vielleicht haben sie auch private, keine Ahnung, Charities, wo man sagt, können wir da kurz noch drüber sprechen, fünf Minuten. Keine Ahnung. Das gab es auch schon. Das gab es auch schon. Aber jetzt, weil du schon so sagst, es entwickelt sich ja gut und es macht ja auch einen, ey, der war schon da, der war schon da, muss ja was Gutes sein so. Hat sich es auch jetzt so gewandelt, dass man sagt, ey, mittlerweile ist es gar nicht mehr so, die große Überzeugungsarbeit jemanden zu bekommen, sondern die fragen sogar selbst an und sagen, ich könnte einmal kommen. Passiert das?
Luis ZehnterDas gab es jetzt noch nicht, dass wirklich jemand, es gab es schon, dass mir Leute eine Mail geschrieben haben oder mal angefragt haben, ey, ich hätte auch mal Bock, irgendwie dabei zu sein. Ich höre den ab und zu, waren aber dann in der Regel keine wirklich prominenten Menschen, sondern waren eher Leute, ohne das jetzt despektiert zu sein, aber eher Menschen aus der zweiten, dritten Reihe, genau, die dann mal angefragt hatten. Was nur leichter geworden ist, ist tatsächlich der E-Mail-Kontakt, wenn man jetzt wirklich mal beim Management anfragt. Also gerade zu Beginn das erste Jahr war eigentlich nur über persönliche Empfehlungen, weil man noch nicht so viel auf der Haben-Seite hatte. Heutzutage schicke ich meine Zahlen hin, schicke die Gäste hin, schicke einfach nur meinen Link zum YouTube-Kanal und Instagram. Dann sieht man ja direkt, wer schon da war, wie viele Aufrufe das Ganze erzielt. Und dann war es das und dann kommt in der Regel auch eine Resonanz. Manchmal positiv, manchmal negativ, fängt dann mit verschiedenen Faktoren zusammen. Aber das ist auf jeden Fall leichter geworden. Aber so konkrete Anfragen gab es nur von Menschen aus zweiter, dritter Reihe.
Nico HildmannAlso wirklich beeindruckend ziehe ich echt einen Hut vor, was du da so aufgebaut hast. Und echt toll. Freue mich schon auf die nächsten Folgen natürlich dann auch. Ich mich auch. Ey, ganz ehrlich, wie ich schon gesagt habe, diesen der Aufwand hinter so Erfolgen, das sieht man häufig nicht. Und das kommt
Von der Idee zur eigenen WM-Show
Nico Hildmannzum nächsten Thema der WM-Show, ne? Wenn man so sieht, ich glaube, du hast es auch selber geschrieben, dein größtes Ding bisher. Lies dann, okay, vor 600 Menschen, für mich die Torwart-Legend, das ist für mich das Bild eines Torwart, Oliver Kahnt, das ist ja klar. Pierre Littbarski war noch da, Felix Brüch. Ach, Felix Brüchch, ja. Wahnsinn. Den Aufwand dahin, der sieht aber keiner davor, die Vorbereitung. Deswegen vielleicht aber erstmal so gefragt, wie kamst du überhaupt auf den Gedanken, ich mache eine WM-Show?
Luis ZehnterDie Frage wurde mir auch schon häufig gestellt und ich kann sie leider jetzt so konkret gar nicht beantworten. Es war schon immer in mir so ein bisschen, das mal auf Vor Menschen zu machen, so eine Talkrunde zu machen, so eine Art Doppelpass, nur vielleicht noch ein bisschen cooler auf meine Art, verbunden auch mit Gameshow-Elementen, was ja eben auch ein Thema einfach bei mir im Alltag ist. Und ich glaube, die Idee dann wurde konkreter im Sommer 2025, da hatte ich dann mal bei meinem Vater mal drüber gesprochen, ich glaube, wir hatten da mal schon mal irgendwie drüber gesprochen, aber nicht, dass es konkret wurde. Also wenn wir es machen wollen, müssten wir es so langsam mal angehen. Vorgespräche führen erste Telefonate führen, dann ist es wieder so ein bisschen versandet. Und dann glaube ich Anfang September, also letztes Jahr September, ziemlich genau vor einem Jahr, wurde es dann konkret, dass wir gesagt haben, okay, lass uns jetzt einfach mal ein paar Gäste anfragen, mögliche Gesprächspartner für diese Bühne, die daneben auf der Bühne sitzen. Und dann kann man ja erst beginnen mit allem weiteren. Also wenn man mögliche Gäste hat, die für das Projekt offen sind, dann müsstest du natürlich auch noch einen Partner finden, den wir glücklicherweise gefunden haben oder Partner, mehrere Partner, die das Ganze auch finanziell unterstützen, ist, glaube ich, auch logisch. Und dann konnte es losgehen, aber nicht so einen Moment, wo ich sage, okay, jetzt will ich eine WM-Show machen, den gab es so nicht oder ich kann mich zumindest nicht mehr daran erinnern.
Nico HildmannOkay, also hat sich so ein Wickel aus so einem Antrieb wäre cool, und mal gucken, ob es so klappt. Und du sagst schon, das habe ich mir nämlich auch gedacht, allein ist das ja nicht zu stemmen. Aber du hast schon orchestriert alles, oder? So in dem Sinn. Also sprich alles so organisiert, oder war da ein Team irgendwie mit dabei?
Luis ZehnterEs war ein Team, es war mein Vater und ich. Mehr waren es nicht. Es war wirklich, also muss ich sagen, ab September tatsächlich war die Initialzündung des Telefonat mit dem Management von Oliver Kahn, der auch super offen war von Anfang an, also der Manager vom Olli. Mir gegenüber hat sich deswegen eine halbe Stunde angehört, er hat gemerkt, er ist ein junger Mensch und das will ich auch dazu sagen, der will was Besonderes schaffen da bei sich in Würzburg. Der hört sich einigermaßen professionell an, der hört sich gescheit an und hat auch schon ein bisschen was gemacht in dem Bereich mit dem Podcast. Hat gesagt, und ich kann mich noch genau an den Satz erinnern, ja gut, dann laufen Sie mal los. Also in dem Sinne, gehen Sie mal los, gucken Sie mal, wen Sie dafür gewinnen können an Partnern und dann sprechen wir nochmal. Und dann haben wir die Rockenstein-AG glücklicherweise für uns gewinnen können als Hauptpartner, als Hauptpräsentator dieser WM-Show. Und dann ging es so Stück für Stück ging es dann los. Sorry, die Frage, was wir so ist.
Nico HildmannNee, nee, genau das, ne? Also die Partner da hinten dran sind, sonst ist es sowas halt leider auch nicht möglich. Richtig gewesen. Und das finde ich aber auch schon wieder spannend, was du sagst, wie man, wie Leute auf diese Anfragen dann reagieren und es doch nicht direkt abschmettern, so was, Witzburg, was will ich da sagen. Das kann man ja sagen.
Luis ZehnterWeil man muss ja sagen, die bekommen schon ein paar Anfragen. Wenn erstmal einen 23-Jähriger anruft oder damals noch 22-Jähriger und sagt, ich würde gerne eine große WM-Show machen, zusammen mit Oliver Kahn, sagen die, ja, können wir gerne, kriegen wir jeden Tag wahrscheinlich zehn. Aber irgendwie konnte ich ihnen anfixen, das ist ganz schön. Und da es dann doch so schnell geht, gerade zu Beginn, eben mit der Rockensteiner G, das war dann die Initialzündung. Dann konnten wir wirklich loslaufen, konnten dann noch überlegen, wen setzt man dazu, also wer passt noch gut in dieses Ensemble rein? Litti und Felix kannte ich zum Glück schon. Die waren so im Podcast. Genau, die waren im Podcast schon bei mir, genau.
Nico HildmannUnd dann hast du seinen Lauf genommen, ja. Und ja, ist so in der Planung jetzt auch, ne? Lief es so, wie du es gedacht hast, ging mal was schief oder um ganz offen und ehrlich zu fragen, hast du einen Moment gehabt, wo du gesagt hast, ich lasse es lieber?
Luis ZehnterAlso ich, das Ding ist, wir können über diese neun Monate oder acht Monate, die es dann konkret waren, zwischen dem September, nenne ich, ich nehme jetzt mal den September und im Juni, könnte man wahrscheinlich jetzt wirklich fünf Stunden sprechen, weil was da alles drin steckt, du hast auch gesagt, am Ende gehen die Leute dann am 6. Juni ins Kongresszentrum, sehen diesen Abend, der perfekt war für uns, da kommen wir vielleicht später nochmal zu. Aber was da dahinter gesteckt war, wie viel unbekannt ist, war ja für uns auch alle neu, alles neu. Wir haben noch kein Event gemacht, da musst du erstmal gucken, auf welcher Plattform verkaufst du überhaupt die Tickets. Haben wir dann mit Reservix einen sehr guten Austausch gehabt, wo wir dann das Event eingestellt haben, wie machst du denn so einen Saalplan? Mussten wir erstmal zeichnen, wie machen wir denn die Kategorien, wo ist denn Kategorie 1? Machen wir VRPs, was soll denn VIP sein? Erstmal überhaupt, wer sind die Gäste auf der Bühne, wie machen wir das Plakat, wo drucken wir das Plakat? Kommen hoffentlich genug Menschen, welche Marketingmaßnahmen? Und das war halt alles wirklich auf vier Schultern verteilt, also auf meinen beiden und denen von meinem Vater, der sich viel dann auch am Tag selbst um die Orga gekümmert hat. Ich dann auch irgendwann ums Inhaltliche, aber das kam wirklich in den letzten drei Wochen. Davor war nur Marketing, erstmal überhaupt die Infrastruktur schaffen, dass du so ein Event auf die Beine stellen kannst. Und da es wirklich unser erstes Event auch in der Größenordnung war, mein Vater hat glücklicherweise vor 15 Jahren schon mal eine eigene Zaubergala gehabt am selben Ort, auf derselben Bühne, was für mich auch was Besonderes war.
Nico HildmannWar ja erst vor kurzem.
Luis ZehnterWar ja erst vor kurzem eben, es war halt lang her. Und deswegen war es doch wieder alles neu, weil es einfach ganz neue Systeme gibt mittlerweile. Und was wir wirklich für einen Aufwand gemacht haben, war wirklich
Fünf Tickets, 600 Gäste und große Zweifel
Luis ZehnterWahnsinn, weil ich kann ein Detail nennen, was kurz vor Ticketverkauf noch auf uns zukam. Das war am ziemlich genau am 6. Dezember. Wir wollten ein halbes Jahr vorher, wollten wir in den Ticketverkauf gehen. Ab da nochmal das Weihnachtsgeschäft mitnehmen, um da die Ersten schon zu gewinnen, die sagen: Ah, da schenke ich meinem Vater, meinem Onkel zu Weihnachten, habe ich ein gutes Geschenk, können wir uns drauf freuen, ein halbes Jahr. Und dann war am 9.12. war der Doppelpass on Tour in Würzburg zusammen mit Thomas Helmer, den ich zu dem Zeitpunkt schon kannte. Der war schon bei mir im Podcast und da hatten wir gefragt, hatte ich ihn gefragt, ey, also mehr, bessere Zielgruppe geht ja gar nicht. Können wir da irgendwie auf jedem Stuhl einfach einen Flyer von uns hinlegen und damit ein bisschen für unsere Veranstaltung werben? Vielleicht kommt ja der ein oder andere drauf und kauft sich dann eben dadurch ein Ticket oder schenkt es jemanden. Und dann haben wir zwei Tage vorher, die Flyer waren schon bestellt, irgendwie 2000 Stück, um die zu verteilen, haben wir dann erfahren, dass am 6. Juni selbst noch ein Länderspiel ansteht. Da hat die deutsche Nationalmannschaft noch das letzte Testspiel gehabt gegen die USA. Wann? Um 20.30 Uhr. Was war unsere bisherige Beginnzeit von der Veranstaltung? 20 Uhr. Funktioniert nicht, weil du konntest nicht mit dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Konkurrenz gehen, weil genau darum ging es ja bei der WM-Show. Wir wollten ja genau dafür Werbung machen. Heißt, wir haben dann wirklich in der Nacht- und Nebel-Aktion, einen Tag vorher, haben wir Sticker gedruckt mit 18 Uhr, haben 2000 Flyer überklebt bis nachts, mein Vater und ich, um sie dann zu verteilen beim Doppelpass. Und das sind so Kleinigkeiten, die sich halt durchgezogen haben, weil du immer wieder auf verschiedene Hindernisse reagieren musstest. Aber da haben wir dann beide auch an dem Abend gemerkt, dass es nur so geht. Es hat dann irgendwie, es macht ja dann trotzdem auch Spaß, wenn man sich in sowas reinkämpft und sowas erfolgreich machen will. Aber weil du gesagt hast, gab es Phasen, wo ich gesagt habe, boah, jetzt würde ich es lieber absagen. So nicht. Aber zum Beispiel, was Ticketverkäufe angeht, am Ende waren es 600, aber im Januar und Februar wurden fünf Tickets verkauft. Zwei Monate. Da sitzt du da und vor allem, das sind dann die Horrorszenarien, die du im Kopf hast. Natürlich ist alles erstmal mega von außen und alle sagen, wow, ey, was du da auf dich nimmst, ey, mega-Event, cool mit 23, krass, wie du dazu kommst, aber wenn es nicht erfolgreich wird oder wenn da am Ende 80 Leute in einer Halle sitzen, die für 1000 Leute ausgelegt ist, dann wird es kein Erfolg, dann kann es einem eher schaden. Und auch für mich wäre es eine riesen, riesen Niederlage gewesen, weil ich mich so darauf gefreut hatte. Und ich glaube, zum Zeitpunkt des Februars waren, weiß ich nicht, wann es wirklich so, wir hatten zum Glück im Weihnachtsgeschäft schon ein paar verkaufen können, aber waren es vielleicht 80, 90 Tickets. Und das sieht in einem Raum, der für 1500 Leute ausgelegt ist, richtig scheiße aus. Also wenn du in so einem kleinen Raum bist, ist es kein Problem. Dann war auch wirklich jedes einzelne Ticket, das wir verkaufen mussten, war ein Fight. Also wir haben wirklich so Gas gegeben. Ich bin an Weihnachten, ich bin im Dezember noch in die Hallen bei uns hier in der Region gefahren, hab da Plakate aufgehängt, weil ich dachte, okay, Hallenturniere, Fußballturniere, da könnte Zielgruppe rumlaufen, ist nichts passiert. Wir haben Apps geschalten, wir haben teilweise, wir haben einen Flyer auch in Würzburg verteilt, wir waren bei den Heimspielen von Würzburger Kickers, haben dort Flyer verteilen lassen. Also wir haben alles versucht möglich zu machen, um dann am Ende auf diese 600 zu kommen. Aber die Maßnahmen, die dahinter waren, die wären eigentlich ausgelegt gewesen für 2000 Leute, die kommen. Und da hat man auch gemerkt, dass in diesem Jahr natürlich die WM nicht ganz so sexy ist oder war wie in den Jahren zuvor. Hat einfach nicht den guten Ruf gehabt, auch völlig zu Recht mit der USA, Trump, Infantino, braucht man, glaube ich, nicht drüber sprechen. Und wir mussten richtig fighten, dass der Abend dann so schön wird, wie er eben wurde. Und das haben natürlich die wenigsten gesehen und vor allem auch diese Angst. Ich will nicht wissen, wie oft ich diese Reservix-App geöffnet habe. Das war wirklich am Tag, das ist kein Scheiß, am Tag 20 Mal. Weil du immer wieder guckst, ob ein Punkt weggeht. Also wäre ein grau, wenn das Ticket gekauft würde, wieder nicht, wieder nicht. Und dann, ah, jetzt könnt es, ah nee, wieder nicht. Und das war schon, das war die Phase, die war schon, die war schon hart.
Nico HildmannDa muss der Kopf eigentlich super viel aushalten. Einfach, weil du, ich glaube, ja, wie du schon sagst, die Ungeduld eines Menschen auch. Und das nicht beeinflussen können.
Luis ZehnterDas ist das Problem. Was auf der Bühne passiert, welche Gäste wir haben, das kann man zu einem gewissen Grad beeinflussen oder auch den Austausch mit den Partnern. Aber wer sich dann ein Ticket holt, du kannst so viel Marketing machen, wie du möchtest. Wir haben auch wirklich effektives Marketing gemacht, meiner Meinung nach. Trotzdem hat es nicht funktioniert, da verzweifelst du irgendwann, weil du denkst, was willst du denn noch machen? Am Ende musst du die Karten den Leuten schenken. Das will es ja auch nicht, weil es ja auch einen gewissen Wert hat. Wir haben auch dann mit Rabattcodes gearbeitet, wir hatten eine riesen Vereinsaktion. Ich habe 300 Vereine in ganz Unterfranken angeschrieben, Fußballvereine. Da ist nicht viel passiert. Aber wir mussten so viele Dinge ausprobieren, weil es unsere erste Veranstaltung war. Und natürlich, als ich dann am 6. Juni um circa 20.30 Uhr vor der Bühne gegangen bin, das war schon Wahnsinn. Weil dann, ich konnte es leider in dem Moment nicht so zeigen, weil du noch voll on fire bist und voll im Tunnel. Aber was da dann im Nachgang von einem abfällt, weil sich das Leben auch komplett ändert wieder. Wenn man so lange auf ein Event hinarbeitet, war zum Glück erfolgreich. Und dann war so ein kleines Nichts, was dann auch schön war, weil man dann mal in Urlaub gefahren ist und so ein bisschen abschalten konnte. Und da frage ich mich im Nachhinein wirklich, was es mit mir gemacht hätte, wenn es nicht erfolgreich gewesen wäre. Weil du so viel reingesteckt hast, so viel Gas gegeben hast, so viel versucht hast, möglich zu machen. Und ich dachte mir, stell dir mal vor, du hättest das Ding komplett verkackt oder es wären nur, weiß ich nicht, kann ja alles passieren an so einem Abend. Der Oli Khan findet die Ausfahrt nicht und fährt vorbei oder hat keine Lust zu kommen. Technisch funktioniert irgendwas nicht. Das werde ich zum Glück nie erfahren.
Nico HildmannViele Variablen, die einfach nicht mehr so gut haben. Super viele Variablen. Aber Gott sei Dank, es lief alles gut und so wie ich das jetzt auch raushöre, du bist zufrieden, oder? Fazit war.
Luis ZehnterNein, absolut. Also für alle, die es vielleicht mal angucken müssen, ich glaube, äh, wollen, sorry, könnt ihr mal auf meinem YouTube-Kanal footballfinance-podcast schauen. Das letzte Video oder dann das drittletzte Video ist ein 20-minütiges Video rund um den Tag, auch ein bisschen Behind-the-Scenes-Aufnahmen, auch von der Bühne selbst. Da bekommt man einen guten Eindruck davon, wie es dann geklappt hat, aber es hätte auch alles ganz anders sein können.
Nico HildmannAlso habe ich mir natürlich angeguckt, finde ich auch cool, wie ich finde ehrlicherweise, um dir das so widerzuspiegeln, man merkt deine Freude, man merkt natürlich eine Anspannung, ist klar, aber dieser Fokus so, also pass auf, so und so planen wir das jetzt, so gehen wir das an, ne, auch wie du das so geführt hast, so, ne? Ich meine, man hört jetzt nicht so krass viele O-Töne, ne, aber das, also so von der Moderation her, ne, aber wie sich das alles so zusammengespielt hat, der Applaus dann später natürlich auch. Das beste, beste Rückmeldung, ne? Schön zu sehen. Und natürlich muss ich aber auch mal fragen, ne, wenn du da dann so Legenden sitzen hast, bist du dir das bewusst, bist du aufgeregt aufgrund der Gäste oder das habe ich mir dann nämlich in diesem Making of oder Behind the Scenes gedacht, das sind ja auch mal so, ja, ihr habt euch ja einfach ganz im Gang einfach mal unterhalten, der Oli Kahn, Violet Barski und so, ganz normal, wo man sagt, erdet das und beruhigt es ein für dann die Show selbst?
Luis ZehnterJa, das schon, aber das war jetzt vor allem in den letzten eineinhalb Jahren, wo wir wirklich einige große Namen dabei waren, noch nie das Riesenthema bei mir, weil ich auch weiß aus der Branche selbst, wenn du denen mit zu viel Ehrfurcht begegnest, dann hast du eben auch kein Gespräch auf Augenhöhe. Also du musst so tun, du sagst, hey, Olli, Servus, alles gut und so weiter. Also wie, wie, wie wir jetzt hier reden, weil dann kommen auch gute Inhalte zustande. Und du darfst den, selbst wenn es so ist, nicht zeigen, dass du jetzt irgendwie denkst, oh Gott, oh Gott, der große Oliver Kahn, weil dann wirst du auch nervös, dann merken die das auch. Das war für mich auch immer so ein Stilmittel. Selbst wenn ich es mal verspürt habe, dass ich irgendwie aufgeregt war, weil es jetzt eben Matthias Sammer war, der auf mich zukommt oder ein Oliver Kahn, auf keinen Fall anmerken lassen, sondern ganz wirklich cool sein, als wäre es der Nachbar von nebenan, mit dem ein bisschen unterhalten, weil die sich dann in der Regel dadurch auch wohler fühlen und dann auch die besseren Inhalte zustande kommen. Also das war bislang noch kein Thema. Das Einzige, was ich, und das hat ja dann auch wieder was mit Dankbarkeit zu tun. Das ist ja einfach ein Riesengeschenk, sich mit diesen Menschen unterhalten zu dürfen. Jetzt auch mit Janauril Bissek. Also zu dem Zeitpunkt der Ausstrahlung war ich schon in Mailand. Aber was ich mir jetzt denke, weil ich jetzt in drei Tagen hinfliege, wenn die dann in den Raum reinkommen, sind ja auch alles nur Menschen und relativ schnell verfliegt auch dieses Promi und Moderator oder Host oder junge, 23-Jähriger, sondern erstmal begegnet man sich auf Augenhöhe. Oft haben die ja auch Fragen an einen, sagen, ey, wie lange machst du schon und? Wie läuft es so und cool? Ist ja alles normal. Nur was ich mir immer denke, wow, wo die schon waren. Also ein Oliver Kahn, der sitzt neben dir, der spricht mit mir im Gang in der Garderobe, man quatscht über alles Mögliche, hat halt mittlerweile auch ein paar Bekannte, die man beide kennt, dadurch, dass ich im Podcast ein paar Leute kennenlernen durfte. Er kennt ja eh jeden in Deutschland, in der Fußballbranche. Aber wo der schon stand, also der stand in einem WM-Finale, der stand in einem Champions-League-Finale, auch in Januar Bissek wird zu dem Zeitpunkt, wo ich mit ihm im Optimalfall in der Suite den Podcast aufnehme, war der im Berner Bo, nicht mal 48 Stunden vorher, war der im Berner BU gestanden gegen Real Madrid, gegen MAP, gegen Bellingham, gegen wen auch immer, wer da noch so rumfliegt, von 90.000 Menschen. Und das finde ich immer absurd. Also was die Jungs und Mädels schon erleben durften und erreicht haben. Und da habe ich dann im Nachgang so ein bisschen einfach Riesenrespekt vor und bin da dankbar für mich dann mit den Menschen unterhalten zu dürfen, weil das alles Dinge sind, die ich nicht mehr, die werde ich nicht mehr erleben. Da können wir uns festlegen. Deswegen. Ja, leider vielleicht, ne?
Nico HildmannAber natürlich, du hast eine neue Passion einfach gefunden oder deine Leidenschaft. Und ich sehe das auch immer so, ne? Im Endeffekt, wir sind alles nur Menschen. Punkt. Aber auch darüber wirklich nachzudenken, boah, was du schon eigentlich, was dein, was dein Alltag ist. Richtig. Und für viele ist es natürlich ein Traum, oder das zu sehen, vor allem wenn man es so interessiert ist, in diese Branche zu sagen, wow, ey, cool mal, sich einfach mal mit denen zu unterhalten. Man merkt dann hoffentlich, ey, das sind wirklich einfach normale Menschen, aber krass, was die einfach für ein tagtäglich eben einfach erleben.
Luis ZehnterGenau, und das sollte man eben trennen. Also während der Aufnahme sollte das keine große Rolle spielen, dass man so da sitzt und nur mit großen Augen anguckt und nur, ja, ja, ja, sondern es muss ein Gespräch auf Augenhöhe sein. Und danach darf man sich dann mal, wenn man nach Hause fährt, denken, krass, ey, ich habe mich jetzt einfach mit Matthias Hammer unterhalten und ich durfte ihm die Fragen stellen, die ich wollte. Ich bin ja auch, das muss man auch überlegen, jetzt genauso wie bei dir. Der sagt ja vorher auch keiner, welche Fragen du stellen darfst oder nicht, sondern das ist dein Ding oder euer Ding. Und bei mir ist ja das Gleiche. Also bei mir ist kein Kicker hinten dran, kein Sky, kein Design, kein Spott 1, sondern ich fahre da als Louis X. hin und fahre auch wieder als Luis X. nach Hause. Und das ist dann auch schön, so wahrgenommen zu werden.
Nico HildmannAlso geil, also finde ich sehr, sehr cool. Und du hast, wir haben es ja schon gesagt, das, was du jetzt dieses Jahr alles erlebt hast, auch für dich persönlich, du konntest hinter allem, was du gesetzt hast, einen dicken Haken setzen. Und jetzt finde ich das einfach spannend, auch mal von dir so zu hören, so das Thema weiter wachsen. Weil du hast selber in einem Post gesagt, oder gerade auch zu Beginn der Podcast-Folge, das ist das erste Mal in deinem Leben oder in deiner Zeit oder seit längerer Zeit, du arbeitest nicht auf ein großes Ziel. Und ich glaube, ich kann mir das so vorstellen, dass es schon ein schwieriges Gefühl ist, wenn man davor so zielgetrieben war, das ist jetzt nicht mehr da. Das ist, finde ich, aus meiner Wahrnehmung, aber sag gern dein, deine, nicht so, das ist nicht einfach dieses Freiheitsgefühl, geil, ich kann jetzt machen, was ich will, sondern auch irgendwo so Sinn. Was mache ich denn jetzt? Also, der vielleicht mal so gefragt, da wo
Was kommt nach dem großen Ziel?
Nico Hildmanndu jetzt stehst, diese Offenheit, die du jetzt hast, wie fühlst du dich gerade? Also, ja, wie ist das so?
Luis ZehnterDas ist tatsächlich nicht ganz so einfach gewesen jetzt, die letzten zwei Monate, oder auch immer noch nicht. Ist natürlich meckern auf hohem Niveau, wenn man, wenn einem die Tür oder die Welt in der Hinsicht offen steht, aber man eben nichts hat, worauf man hinarbeitet, weil ich schon ein Typ bin, der sich auch viel über das definiert, was er dann auch beruflich macht, weil ich mir halt mein Hobby zum Beruf gemacht habe und es einfach großen Spaß macht und ich einfach super ehrgeizig bin und große Ziele erreichen möchte. Und jetzt war mal wieder so ein Cut, also vielleicht das erste Mal auch nach dem Abitur, wo man so ein Jahr geguckt hat, okay, wie geht es jetzt weiter? Und jetzt seitdem wieder nach fünf Jahren das erste Mal, weil jetzt so Kapitel zugingen wie das Studium, wie die WM-Show, Podcast läuft jetzt weiter. Das hat mir jetzt wieder so ein bisschen Struktur gegeben. Also ich brauche das auch. Wird mir so einen Anker gegeben. Das war mir jetzt auch wirklich sehr, sehr wichtig für mich, für meine Gefühle, wie ich drauf war und auch generell von meinen Gedanken. Aber die Phase ist auch noch nicht abgeschlossen, dass ich mir natürlich häufiger jetzt die Frage stelle, okay, wo willst du eigentlich hin? Vielleicht, wie kommst du da hin? Was sind jetzt kurzfristig die Dinge, die du vielleicht auch machen solltest, machen möchtest, um das große Ziel am Ende zu erreichen, was ja immer noch ist, irgendwie bei Sky oder 20.15 Uhr pro 7 oder in der ARD oder wo auch immer am Spielfeld ranzustehen oder im Moderatorenstudio, also auf höchster Ebene das zu tun, was ich ohnehin schon mache. Auf der anderen Seite weiß ich das auch unglaublich zu schätzen, dass ich gerade dieses Leben Leben führe, wie es führe, weil ich komplett selbstständig bin. Also, wenn ich jetzt in eine Redaktion gehen würde, was vielleicht jetzt für viele der nächste Schritt wäre, um dann irgendwann Moderator zu sein, so haben ja die meisten begonnen, was auch völlig legitim ist, was für mich auch eine Option sein könnte, hätte ich, wäre mein Leben wahrscheinlich erstmal kurzfristig nicht mehr so cool in der beruflichen Hinsicht, wie es gerade ist. Also es würde sich vielleicht erstmal nach einem Rückschritt anfühlen, wäre aber ein wichtiger Baustein, um am Ende zu dorthin zu kommen, wo man hin möchte. Und da befasse ich mich halt gerade mit verschiedenen Möglichkeiten. Wie ich es dir gesagt habe: also bin noch mittendrin, ist es nochmal ein Masterstudium, was Dass man berufsbegleitend, also Hochschule für angewandtes Management, Fußballmanagement, nochmal dranhängt, um einfach da wirklich auch diesen nochmal das noch mehr abzuschließen, so ein Master. Das ist dann nochmal, hört sich nochmal cooler an, auch. Aber auch da nur, wenn es einem was bringt, habe ich erstmal alle meine Aufmerksamkeit auf dem Podcast. Ist das jetzt wichtig? Kann ich dadurch vielleicht das Ziel schneller erreichen? Wäre es mal sinnvoll, in eine Redaktion zu gehen? Was ist jetzt kurzfristig der nächste Schritt? Also wo es langfristig hingehen soll, das hilft mir schon auch. Das weiß ich soweit. Nur da gibt es leider nicht die eine klare Ausbildung. Es gibt die verschiedensten Wege. Der Königsweg ist für mich immer noch der, dass ich wirklich über meine Selbstständigkeit, über den Podcast, über andere Moderationen, über andere Formate, vielleicht auch mal über Gastauftritte, wo im Oktober auch was Schönes auf mich wartet, dann von Sendern in der Hinsicht entdeckt zu werden und zu sagen, du pass auf, das mit dem jungen Redakteur, lass mal so quasi weg, sondern du darfst direkt auch vor der Kamera beginnen. Das ist natürlich der Wunsch. Weiß ich aber auch, dass es nicht immer Realität ist, sondern dass man jetzt, nachdem man jetzt so viel Schönes erleben durfte und auch alles aus der Selbstständigkeit selbst geschaffen hat, vielleicht sich auch erstmal wieder unterordnen muss, was sich vermeintlich erstmal nach einem Rückschritt anfühlt. Also da ist im Moment noch alles möglich. Deswegen, mir geht es jetzt dahingehend schon besser, weil ich wieder meine Struktur habe, der Podcast geht weiter, wieder Erfolgserlebnisse, schöne Momente, die auf mich warten. Und ab Januar stand jetzt, weiß ich zum Beispiel noch gar nicht, was jetzt dann passiert.
Nico HildmannWeil ich wollte gerade fragen, es sind schon ein paar, ich weiß nicht, Projekte wenigstens in der Pipeline. Keine Ahnung, oder planst du eine EM-Show in zwei Jahren? Wer weiß.
Luis ZehnterDas war auch viele Fragen nach der Show, weil es wirklich zum Glück so gut lief. Ja, wann macht die nächste so ungefähr? Aber ich habe ja auch gerade versucht zu erklären, wie viel Aufwand das war. Also vielleicht in zwei Jahren dann eben zur EM, wer weiß. Kann ich mir, schließe ich zumindest mal nicht aus. Fürs nächste Jahr vermutlich eher nicht. Aber dann vielleicht das Jahr drauf. Aber jetzt ist zumindest das Jahr wieder bis Dezember voll in der Hinsicht mit vielen Podcast-Folgen, mit auch ein, zwei anderen Jobs. Und ab Januar erstmal wieder alles möglich. Aber für das Jahr hilft es mir jetzt erstmal, dass ich in meine Struktur wieder zurückgefunden habe. Genau, und dann musst du eh gucken, welche Tür geht wieder irgendwo aufgeht. Richtig. Und da ist es auch so, dass man nicht alles, das sagt mir mein Vater öfter und damit hat er auch recht, weil ich dann, ich bin sehr, sehr ungeduldig bei dem, wie es weitergeht. Also das ist wirklich auch nicht gut teilweise, weil ich dann versuche, was an den Haaren herbeizuziehen und das geht einfach manchmal nicht. Also mein Vater sagt immer, das Gras wächst nicht schneller, wenn du daran ziehst. Natürlich muss man schon untriebig sein und jetzt ein halbes Jahr nichts machen, wäre wahrscheinlich in meinem Alter für das, was ich jetzt schon machen durfte, auch kein Riesenthema. Aber auch mal ein bisschen runterfahren, auch ein bisschen die Dinge auf sich zukommen lassen, diese Balance zu finden, weil einige Dinge dann auch zu einem kommen, wenn man davor eben viel geleistet hat. Und das habe ich jetzt auch schon gemerkt, jetzt in den letzten Monaten speziell, dass da ein paar Sachen auf mich zukamen, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte, hätte, wofür ich jetzt nicht nochmal irgendwie powern musste.
Nico HildmannGenau. Also wirklich, wirklich mal durchatmen, nichts erzwingen. Und wie gesagt, ich finde auch immer, weil es bisher immer irgendwo so war, eine Tür geht irgendwo immer auf. Und man muss halt leider ein bisschen geduldig dann auch sein. Ja, leider. Aber was ich mir auch noch so gefragt habe, ne, verspürst du persönlich so ein bisschen einen Druck, die Grundlage, die du dir jetzt aufgebaut hast, ne? Weitermachen zu müssen? Weil ich hab mir gedacht, zum Beispiel, wenn du jetzt noch eine andere Leidenschaft hättest und sagst, keine Ahnung, Football oder sowas, jetzt mach ich mal Football-Content. Das wäre ja absolut kontraproduktiv für das.
Luis ZehnterKönnte ich den Namen ja schon mal gleich lassen.
Nico HildmannAn sich schon, ne? Aber machen wir mal Dat oder sowas, keine Ahnung. Und er sagt, das wäre was ganz anderes. Das wäre ja absolut kontraproduktiv für das, was du dir eigentlich aufgebaut hast. Das heißt, es ist ja Gott sei Dank deine Leidenschaft, Fußball auch, ne? Aber ist es ein Druck, da jetzt auf jeden Fall immer weitermachen zu müssen? Sonst, weil irgendwie so das Gefühl ist, dann sonst verspiele ich irgendwas?
Luis ZehnterJa, nee, das habe ich absolut. In der wirklich intensiven Phase bis zur WM-Show habe ich gedacht, nee, Podcast mache ich nicht weiter, danach ist alles anders, danach will ich alles ganz anders machen. Vielleicht kommt ja direkt das perfekte Jobangebot rein, wer weiß. Aber natürlich, wenn man sich dann Gedanken auch im Sommer macht und sieht, ey, wow, was ich mir da aufgebaut habe, das wäre auch, wie du sagst, fahrlässig, das jetzt einfach wegzuwerfen. Dieses Format auch, was im Moment ja noch die Basis ist bei mir für alles. Deswegen habe ich mich dann relativ schnell dazu auch entschieden, das dann weiterzumachen. Aber diesen Druck verspiele ich schon. Also auch diese Möglichkeiten, die ich habe, gerade in dieser Branche, diese Eintrittskarten, diese Kontakte, die ich schon knüpfen durfte, ich will auch in gar keine andere Branche, also ich fühle mich da ja super wohl. Und auch speziell mit dem Podcast-Format, das soll auch weiterlaufen, weil ich wirklich in mir merke, das macht mir einfach super Spaß. Aber diese Gedanken waren schon da. Dass auf der einen Seite so, ja, ich fliege jetzt drei Monate nach Thailand, ich will jetzt erstmal von niemandem irgendwas wissen. Ja, aber auf der anderen Seite hast du hier einen YouTube-Kanal mit 6000 Abonnenten, mit 13.000 Hörerinnen und Hörern im Schnitt, mit vielen Aufrufen über Social Media und es birgt halt immer noch ein richtig großes Potenzial. Und das habe ich mir auch erarbeitet über die letzten eineinhalb Jahre. Nicht, du musst weitermachen, aber du solltest schauen, dass du da irgendwie dranbleibst. Ich finde das wäre fahrlässig, dass das so. Es wäre fahrlässig, weil auch da, da sehe ich wieder das Privileg. Also wie viele andere hätten das jetzt gerne. Und das jetzt einfach so wegzuwerfen, war dann relativ schnell auch keine Option mehr. Weil ich wirklich mal damit überlegt hatte, jetzt nach 50 Folgen so einen Cut, so ich mache irgendwas Neues. Aber es liegt ja da und jetzt auch wieder, welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben haben. Wie gesagt, Jan Aurel Bisek, das ist was super Besonderes. Also wer darf da einfach hinfliegen und mit dem Exklusivinterview aufnehmen. Auch ihr werdet es dann schon gehört haben, hoffentlich. Nein. Oder dann hören im Nachgang an diesen Podcast über seinen Werdegang oder auch mit Max Kruse, mit so Persönlichkeiten, das darf nicht jeder. Und dieses Potenzial habe ich ja nur durch den Podcast. In keinem anderen Zusammenhang wäre ich jetzt nach Mailand geflogen. Man muss ja auch immer irgendwas bieten. Also es muss ja einen Grund haben, warum ich bei einem Management anrufe. Nicht nur können wir uns mal unterhalten, sondern ich habe das und das Format. Und das ist das Format ist auch einfach eine super Eintrittskarte in ein Netzwerk, weil man immer was zu bieten hat und für was steht. Und das hilft mir, ja.
Nico HildmannAlso ich finde es super schön zu sehen und zu hören, mit wie viel Demo du auch da rangehst. Genau, auch so einfach zu reflektieren, ey, ich habe echt hier ein Privileg, gerade mir auch aufgebaut, und das zu nutzen. Das finde ich auch cool, dass man das einfach so auch für sich wahrnimmt. Und du hast dann immer diese Ernsthaftigkeit, glaube ich, die kann ja gar nicht weggehen, wenn man dann sowas macht. Und wie gesagt, die Leute feiern es ja dann, ne? Und auch da, ne, hört gern mal rein. Also es ist wirklich auch klasse, deine Gesprächsführung so zu sehen. Also ich höre, ich höre ihn gern, ne? Deswegen war ich dann wirklich begeistert zu wissen, ey, du bist aus der Region. Nicht schlecht.
Stolz, Dankbarkeit und der Blick zurück
Nico HildmannUnd das vielleicht auch schon gesagt, oder Thema Privileg. Vielleicht da noch so die Frage, als eine der letzten Fragen jetzt in der Frühsfolge, wie nimmt denn dein Umfeld das so wahr? Keine Ahnung, Friends and Family oder so, die können ja wahrscheinlich, wow, oder keine Ahnung, wie ist da so der Zuspruch vielleicht für deine Arbeit?
Luis ZehnterNein, schon super. Aber das sage ich auch, da will ich mich gar nicht so hochheben. Der einzige Unterschied ist zu den Jobs, denen vielleicht andere auch in anderen Bereichen machen, egal was es ist, meine Freundin als Physio und so weiter. Der einzige Unterschied ist, dass meins halt öffentlich ist und Videos und Promis und krasse Persönlichkeiten. Aber ich würde das immer nie höher heben als so in Anführungszeichen normale Jobs, weil die auch so, so viel leisten. Aber natürlich gibt es schon viel Zuspruch, gerade aus der Fußballbranche auch, also aus meiner Mannschaft. Dann freut es einen natürlich, wenn die sagen, ach krass, du warst schon bei denen, du kennst den, wie ist der so? Die haben dann auch viele Fragen und das freut einen natürlich. Also es macht einfach mega Spaß und sind alle sehr, sehr stolz. Aber wird es dann nie wirklich inhaltlich höher heben als irgendein anderer Job, weil das eben so viele auch machen wollen, was ich mache und weiß es einfach unfassbar zu schätzen. Aber natürlich gibt es diesen Zuspruch und die sagen, weil es einfach in der Hinsicht schon was Besonderes ist und das sehen die schon.
Nico HildmannWeil ich, du musst dir so vorstellen, ich glaube, es geht hier gar nicht darum, so irgendwie zu diesen Jobvergleich, was man jetzt gerade macht, sondern wenn du jetzt mit einem Oligan sprichst, das wird es ja in Würzburg noch und nöcher Bayern-Fans geben. Das ist ja die Ikone, wo man sagt, boah, du, du konntest mit dem sprechen oder halt eine Show machen. Ja, richtig. Und mit den anderen eben auch einen Summer oder sowas. Also für mich, ich würde mir sehr wünschen, wenn du mal einen Hans Meier irgendwie hinbekommst, Gladbach-Legende, tatsächlich für mich einer der geilsten Trainer. Ja, also sowas, ne? Da mal was, so diese Leute zu sehen.
Luis ZehnterJa, das macht einen schon stolz, weil wenn die einen dann angucken oder dann Fragen stellen, merkst du erstmal, ach krass, ey, mit wem du da gerade gesprochen hast. Und nee, das ist schön, das freut einen. Also das verspüre ich schon auch. Und da bin ich dann auch stolz auf das, was ich gemacht habe und auch, wie gesagt, nochmal dankbar, dass es so lief, wie es lief. Ja, einfach mega cool, ja.
Nico HildmannAlso echt, echt wichtig, das zu unterstreichen, auch, dass man darf selbst auch stolz auf sich sein, weil ganz, ganz wichtig, um das Level einfach auch aufrechtzuhalten. Und vielleicht allerletzte Frage, Luis. Wir hatten es vorhin ja schon FIFA-Zeit. Vielleicht, wenn du mal an dein, ja, zurückdenkst, so an dein 12-, 13-, 14-jähriges Ich und keine Ahnung, könntest du jetzt mal eine Runde FIFA mit ihm zocken. Was würdest du ihm vielleicht so mitgeben auf dem Weg? Was für ein Weg vor ihm liegt?
Luis ZehnterBoah. Also vor allem gerade mit 13 und 14 war das ja noch überhaupt nicht Teil meiner Überlegungen. Ich glaube, mit 13 hat man eh ein bisschen andere Sachen im Kopf. Boah, was will ich dem sagen?
Nico HildmannWeißt du, ich hatte früher immer, das hatte ich in anderen Staffeln immer mal gefragt, was würdest du deinem 18-Jährigen Ich sagen? Manche sagen, studier nicht oder irgendwie sowas. Aber gibt es irgendwas, wo du sagst, einfach vielleicht, ey, Junge, was dich erwartet das und das oder sowas? Oder eine Entscheidung oder irgendwie sowas.
Luis ZehnterIch glaube, ich war auch schon mit 13, 14, war es schon immer der Plan oder in mir drin, ich wollte immer was Besonderes machen. Irgendwas, was außer der Reihe ist. Irgendwas Schönes, ob es dann eben über den Fußball ist, dass man da irgendwie Fußballprofi ist und in der Champions League vor so und so vielen Leuten spielt. Entweder ob es das ist oder jetzt eben in dem Bereich, was ich mache. Und da würde ich eben sagen, lass dich so ein bisschen leiten von dem, was auch von außen kommt, aber verliere auf keinen Fall deine Ehrgeiz, deine Akribie, die ich damals noch im Fußball hatte, die dann umgeschwenkt ist auf die Medienbranche, nenne ich es jetzt mal, oder auf den Moderationsjob. Behalte dir das bei, weil es dann auch nur so geht, aber lass dich auch so ein bisschen von äußeren Einflüssen leiten, von Mentoren, die dir gewisse Tipps geben und dann wird es schon. Ich weiß ja auch noch gar nicht, wo mein Weg mich jetzt hinführt. Also wenn wir in fünf Jahren sprechen oder in zehn, was ich dann mir selbst jetzt gesagt hätte. Ja, also das war schon immer dieses Besondere und vielleicht die Message, ja, du bist auf einem guten Weg, dann auch was Besonderes zu schaffen.
Nico HildmannGenau, und ich glaube, das kann man genauso jetzt in die Zeit kopieren. Du bist mit Sicherheit auch auf einem sauguten Weg. Wer weiß, keine Ahnung, vielleicht ist ja irgendwann mal Fernsehen. Das Level, keine Ahnung, was für dich ist. Also, ich drück dir alle Daumen, dass du das hinbekommst oder dass sich das einfach so fügt, wie du dir das eben vorstellst. Wie gesagt, ziehen Hut vor dir, was du jetzt in den jungen Jahren schon aufgebaut hast. Ich freue mich auf die neue Staffel deines Football Finance Podcasts. Hör da wirklich gerne mal rein. Wir verlinken gerne auch alles, was du uns zur Verfügung stellst. Und sag auf jeden Fall nochmal vielen Dank für deine Zeit und ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht, hier Gast zu sein bei uns.
Luis ZehnterSehr, sehr gerne, hat richtig Bock gemacht. Danke, Denniko.
Nico HildmannDann weiterhin ganz viel Erfolg und bis bald, Louis. Bis bald. Danke.