Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken

Folge #110 | S5 Wachstum wagen – Die Wachstumslücke

Nico Hildmann Season 5 Episode 110

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Gute Ideen gibt es viele. Doch zwischen Gründung und Wachstum entsteht in Mainfranken eine Lücke: Startups finden in der frühen Phase Unterstützung, kommen bei Markteintritt, Skalierung und der Entwicklung zum tragfähigen Unternehmen aber zu selten weiter.

Darüber spricht Nico mit Markus Holle, Amtsleiter Wirtschaftsförderung der Stadt Schweinfurt. Ausgangspunkt sind die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu den Founder Barracks und die Frage, was die Region bereits kann – und was nach der Gründungsphase noch fehlt.

Darum geht’s:

  • Warum frühe Unterstützungsangebote allein nicht reichen
  • Welche Rolle Mittelstand, Pilotkunden und ein Netzwerkmanager spielen
  • Weshalb die Wachstumslücke nicht auf den Umbau eines Gebäudes warten darf
  • Was aus den Founder Barracks auf keinen Fall werden darf

Die zentrale Erkenntnis: Neue Räume können Austausch erleichtern. Entscheidend ist aber, schon jetzt Zuständigkeiten, Zugänge und konkrete Begleitung für die Mid-Stage aufzubauen. Die Folge zeigt, welche ersten Schritte geplant sind, welche Hürden bleiben und woran sich Fortschritt überhaupt erkennen lässt.

Du gründest, arbeitest mit Startups oder gestaltest das regionale Ökosystem mit? Dann hör rein und teile uns mit, welche Unterstützung nach der Gründung aus deiner Sicht noch fehlt.

Diese Staffel wird präsentiert vom Mainfränkischen Cluster MIND. Vielen Dank an die Region Mainfranken GmbH für die Unterstützung dieser Staffel.

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Du interessierst dich für Startups, Unternehmertum und Innovation? Im Startbahn27 Podcast interviewt Nico Hildmann inspirierende Gründer, Unternehmer und Visionäre aus Mainfranken – mit Fokus auf Schweinfurt und der Region.

Ob Startup-Erfolg, persönliche Rückschläge oder frische Ideen – wir erzählen echte Geschichten aus der Gründerszene und liefern dir wertvolle Learnings und Insights für deinen eigenen Weg.

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Speaker

Liebe Start ups, herzlich willkommen. Wir freuen uns das hier bei uns eingepackt ab. Unser Team behindet euch nun auf den perfekten Start von Schnappet euch an den Heben können der Stab an.

Begrüßung und Vorstellung

Nico Hildmann

Hallo und herzlich willkommen an Bord der Startbahn 27 Podcasts. Mein Name ist Nico Hildmann und diese Staffel wird präsentiert vom Mainfränkischen Cluster MIND. MIND bringt Mache aus Maschinenbau, IT und Digitalisierung zusammen. Voneinander lernen, Ideen sehen und gemeinsam in der Region Mainfranken wachsen. Vielen Dank an die Region Mainfranken GmbH für die Unterstützung dieser Staffel. Und damit Hallo und herzlich willkommen zur mittlerweile fünften Staffel des Startbahn 2.7 Podcasts. Mein Name ist immer noch Nico Hildmann und ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ihr wieder dabei seid und zuhört. Nachdem wir uns in der letzten Staffel ums Thema Mut zum Gründen Wege ins Unternehmertum unterhalten haben, möchten wir in der Staffel einen Schritt weiter gehen und vor allem auch das Thema Wachstum in den Fokus stellen. Und ja, einfach mal schauen, was nach der frühen Phase, nach der Gründung notwendig ist, um eben ins Wachstum zu kommen. Denn man muss schon ehrlich sein, leider gibt es schon viele gute Ideen, aber aus wenigen würden auch wirklich ein erfolgreiches Unternehmen. Und da wollen wir einfach mal mehrere Blickwinkel mit reinbringen, wie wir die Wertschöpfungspotenziale und Wachstumspotenziale in unsere Region schöpfen können. Und für den Auftakt der Staffel habe ich einen richtig tollen Gast bei mir hier heute und zwar Markus Holle. Er ist seit April 2025 der Leiter der Wirtschafts- und Standortförderung der Stadt Schweinfurt. Und ja, mit ihm möchte ich heute mal ein bisschen drüber sprechen, wie sein erstes Jahr so verlaufen ist, wie sein Blick auf Schweinfurt ist und natürlich dann auch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu den Founderbarracks thematisieren. Da gab es ja einiges, was bei rausgekommen ist. Da wollen wir mal ein bisschen philosophieren, was wir da jetzt mitmachen, auf was wir uns in Zukunft hoffentlich auch freuen können und was unsere Aufgaben sind. Sprich, welche Potenziale können wir hier wirklich schöpfen? Ich freue mich sehr drüber und sage herzlich willkommen, Markus. Schön, dass du da bist.

Markus Holle

Ja, vielen Dank für die Einladung, Nico.

Nico Hildmann

Ja, cool, dich hier zu haben. Zum Auftakt der fünften Staffel und du hast mir doch im Vorfeld gesagt, deine persönlich erste Podcastaufnahme.

Markus Holle

Tatsächlich, ja.

Nico Hildmann

Ja, also echt klasse. Wie jeder weiß, ich freue mich immer wie Bolle, wenn der Gast, in dem Fall du, seine Podcast-Erfahrung mit uns machen kann und darf. Und ja, ich bin auch ganz human zu Beginn und frage erstmal, wie geht es denn dir so? Ich hoffe, du fühlst dich hier wohl in unserem Setting.

Markus Holle

Ja, super. Echt interessantes Podcaststudio. Habe ich so, wie gesagt, noch nicht erlebt. Momentan halt etwas warm, aber das bekommen wir, denke ich, schon hin.

Nico Hildmann

Ja, wir haben jetzt hier tatsächlich mal die Fenster aufgemacht, gegen das Naturell, aber man hört es ja hoffentlich trotzdem nicht, die Außengeräusche. In der warmen Sommerzeit nehmen wir auf, hatten die Schotten dicht jetzt den ganzen Tag. Ich hoffe, gute Bedingungen trotzdem für eine tolle Aufnahme und ein tolles Gespräch.

Wirtschaftsförderung in schwierigen Zeiten

Nico Hildmann

Ja, Markus, ich habe es ja gerade schon gesagt in der Anmoderation, du bist jetzt seit gut über einem Jahr hier in Schweinfurt. Magst du uns einfach mal ein bisschen erzählen, wie war das Jahr so für dich? Was hast du erlebt so jetzt?

Markus Holle

Ja, war natürlich ein spannendes und ein interessantes Jahr. Klar, wenn man irgendwo in eine Region neu kommt, ich bin kein Schweinforter, muss man natürlich erstmal die Region an sich kennenlernen, sämtliche Akteure kennenlernen. Man fängt gefühlt erstmal hinsichtlich des Netzwerkes von null an. Klar, es bestehen Netzwerke, in die muss man erstmal wieder reinkommen. Man muss viele Menschen kennenlernen, die habe ich heute mit Sicherheit immer noch nicht alle kennengelernt, die wichtigsten natürlich schon, aber es erscheinen auch immer mal wieder neue Akteure in verschiedenen Themenbereichen. Also neben der klassischen Wirtschaftsförderung bin ich als Amtsleiter ja auch für das Thema Innenstadt und City Management zuständig. Das ist ja nochmal ein ganz anderer Themenbereich, auch wenn wir da zusätzlich eine Sachgebietsleitung haben, die sich diesem Thema widmet. Aber ja, es sind schon unterschiedliche Bereiche, die man am Ende vereinen muss. Ja, und auch da andere Akteure im Bereich der Innenstadt, also in der klassischen Wirtschaftsförderung. Aber es war bisher ein spannendes Jahr. Es sind ja jetzt schon ein Jahr und vier Monate, genau. Ja, natürlich die Herausforderung, die die Situation in der Stadt Schweinfurt mitbringt, war nicht so ganz einfach für den Staat, gerade für eine Wirtschaftsförderung, die ja nahezu ausschließlich im freiwilligen Bereich einer Kommune tätig ist, ist es nicht immer ganz einfach, dann entsprechend zu agieren, wenn die finanziellen Mittel knapp sind. Aber wir versuchen unser Bestes auch mit wenigen Mitteln und ja, so viel, was man dazu sagt.

Nico Hildmann

Genau, also ist ja schon einiges an Eindrücken in einem Jahr. Ich meine, das geht auch ja verdammt schnell rum. Ich würde auch behaupten, ja, also es fliegt ja wirklich, weil wenn man mal drauf guckt, im April 2025, da ist ja zeitgleich deine Stelle hier angefangen, als ich dann auch die Rolle des Geschäftsführers vom Krebs übernommen habe, haben uns ja doch recht regelmäßig gesehen, was sehr schön ist, auf jeden Fall. Aber ist natürlich auch wirklich alles Neu. Würdest du aber sagen, bist du gut angekommen?

Markus Holle

Ich bin gut angekommen, absolut. Das Team ist super in der Wirtschaftsförderung. Auch die Partner, also auch die Wirtschaftsförderung des Landkreises beispielsweise, mit denen wir eng zusammenarbeiten oder Main-Franken, weil du wieder Region, Main-Franken, und auch sämtliche weiteren Akteure, ob IHK, HWK als die prominentesten in dem Bereich, aber auch viele andere. Und man wurde da echt positiv aufgenommen. Und ja, ich bin zufrieden mit meiner Stelle, auch wenn die Rahmenbedingungen natürlich nicht ganz einfach sind.

Nico Hildmann

Ja, also das ist ja erstmal das Wichtige zu hören. Du fühlst dich hier richtig aufgehoben. Man muss ja dazu sagen, wir beide wohnen ja eigentlich in der Rhön, also sind gar nicht sozusagen im privaten Umfeld hier, wohnen gar nicht unnah voneinander entfernt, ein paar Dörfer eigentlich nur. Aber das ist dann natürlich schon nochmal was, wenn man ein bisschen diese private Distanz zu Schweinfurdern auch hat und nicht die ganze Zeit hier irgendwie mit den Themen auch einfach konfrontiert, nenne ich es jetzt einfach mal Wit. Nichtsdestotrotz würde ich, glaube ich, aber behaupten, in dem Jahr, wo du da bist, kennst du jetzt schon mehr Straßen und Gegnen als ich in vier. Einfach ob deiner Position, würde ich behaupten.

Markus Holle

Das ist möglich, genau. Also man kennt inzwischen schon viele Straßen per Namen. Das war am Anfang immer ein bisschen schwierig. Allein durch die Innenstadt ergibt sich das automatisch. Da bist du ja mit dem Krips etwas eingeschränkter tätig. Viele kommen ja zu dir und bist ja dann weniger in der Stadt komplett unterwegs.

Nico Hildmann

Ja, richtig, genau. Also, aber ich glaube, insgesamt wirklich gute Eindrücke gewonnen. Und du sagst ja schon, du bist ja eigentlich als Komplett externer hier reingekommen. Noch nie irgendeinen Bezugspunkt zu Schweinfurt gehabt, oder?

Markus Holle

Nee, tatsächlich nicht. Ich war vorher schon mal in Schweinfurt, ja, aber ich glaube zweimal vorher nicht großartig mit beschäftigt.

Warum Schweinfurt sich selbst unterschätzt

Nico Hildmann

Würdest du aber dann sagen, weil das finde ich immer auch spannend, so aus der externen Brille gab es ein Thema, als du dann hier angefangen hast, wo man im ersten Moment vielleicht sagt, da unterschätzt man Schweinfurt für?

Markus Holle

Ja, allein durch die Wahrnehmung, glaube ich, oder wie viele Schweinfurt wahrnehmen. Also irgendwann habe ich natürlich in meinem Umfeld bekannt gegeben, ja, ich wechsle jetzt nach Schweinfurt. Und es gab viele Reaktionen. Nach Schweinfurt, was gibt es denn in Schweinfurt? Also ja, wer geht schon nach Schweinfurt? Verschiedene Aussagen. Kenne ich. Aber das ist ja auch, der Schweinforter selbst sieht aus meiner Sicht Schweinfort ja leider kritischer oder negativer, als es am Ende ist. Die Erfahrungen machen wir, insbesondere im Bereich der Innenstadt, wenn man mal mit Besuchern oder Externen Kontakt hat, die dann immer wieder überrascht sind, welche positiven Seiten Schweinfort dann doch hat. Also das ist so die eine Wahrnehmung von außen, die vielleicht auch weitergegeben wird, leider. Aber wenn man dann erstmal in Schweinfort ist, erkennt man dann auch die positiven Seiten. Natürlich, es ist nicht alles Gold, was glänzt, aber so negativ, wie es häufig dargestellt wird, ist es dann am Ende auch nichts.

Nico Hildmann

Ja, also ich finde auch, es gibt definitiv viele Stärken, die auch so ein bisschen vielleicht eher unter der Oberfläche erstmal schlummern. Die müssen dann halt letzten Endes geweckt werden. Also wenn man mal guckt, was man vorfindet, und da würde ich das auch einfach unterstreichen. Ich habe mich vor allem, als ich hier angefangen habe, dachte ich mir, ja, ist ja alles viel, viel kleiner als Karlsruhe und so weiter. Aber dementsprechend auch total eng, vor allem das Netzwerk, so das Miteinander. Wie gesagt, wir haben echt viel miteinander zu tun. Natürlich, klar, wir haben auch die Verbindung, aber man sieht sich trotzdem regelmäßig auch auf verschiedenen Veranstaltungen, kommt eigentlich immer in den Austausch mit ganz vielen verschiedenen Playern und das fand ich eigentlich das Spannende. Und was man dann auch sieht, welche Potenziale dann doch da sind, auch durch eine Hochschule und die Industrie hier. Absolut, ja.

Markus Holle

Also ich war, also ist wahrscheinlich auch immer die Frage, welche Erfahrung hat man vorher gemacht? Du warst in Karlsruhe für vorher eine ganz andere Größenordnung. Ich war vorher zunächst mal bei einer Stadt Eisenach, dann im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Also von der Größe alles ähnlich strukturiert. Von daher kenne ich das schon so, außer natürlich, wie du gerade gesagt hast, dass man jetzt eine Hochschule vor Ort hat, die auch wirklich aktiv in der Stadt ist. Ansonsten hat man mal, habe ich Kontakt zu Hausestellen gehabt bei den vorigen Arbeitgebern. Aber hier sind sie ja sehr aktiv und unterstützen ja die gesamte Stadt in verschiedensten Bereichen und bringen uns da auch tatsächlich weiter.

Nico Hildmann

Also gut, dass du es nochmal sagst, das hatte ich in der Anmoderation ja gar nicht gesagt. Genau davor war es ja jahrelang doch Beauftragter für Zukunftsfragen. Sprich für einen Landkreis, jetzt Fokus auf eine Stadt mit doch wirtschaftlich dynamischen Zeiten, wie wir schon jetzt gesagt haben. Aber ähnelt sich das, was du davor gemacht hast, mit dem, was du jetzt tust?

Markus Holle

Teilweise, also ja, meine Stelle hieß offiziell Beauftragter für Zukunftsfragen. Am Ende ist es nichts anderes als eine Kreisentwicklung. Aber in dem Bereich tatsächlich, die war in der Verwaltung angegliedert, war die Wirtschaftsförderung kein Bestandteil, sondern es gab eine eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit den kreisangehörigen Gemeinden als Gesellschafter. Und da war ich gleichzeitig Prokurist in meiner Funktion. Also ja, die Landkreisstruktur ist schon eine andere als eine städtische Struktur, insbesondere auch der Bereich City Management und Innenstadt. Und auf Landkreisebene gibt es darunter halt auf den Kommunen häufig immer nochmal Personen, die sich da auch vor Ort um Wirtschaftsförderung kümmern. Also ist schon ein bisschen anders strukturiert, aber im Endeffekt sind die Herausforderungen überall die gleichen. Klar. Wir sind hier eher industriestarke Stadt, traditionell. Ich komme zuletzt, Hersfeld-Rodenburg ist ein typischer Logistikstandort. Also da hat man dann schon andere Herausforderungen, aber die großen Themen sind eigentlich ja überall die gleichen. Ja.

Industrie im Wandel und die Rolle des Mittelstands

Nico Hildmann

Also wenn du jetzt da nochmal vielleicht zurückbrückst, von vor einem Jahr, natürlich, glaube ich, ist es sehr positiv, dass du ungefähr schon so die Materie von deiner Stelle davor wusstest, wie so die Player vielleicht agieren. Aber wenn du jetzt auch mal durch die Brille eines Wirtschaftsförderers guckst, welchen Wirtschaftsstandort hast du denn so vorgefunden, als du hier angefangen hast? Also war dir von vornherein schon viel klar, was jetzt gerade leider eine Herausforderung, dass es eine herausfordernde Zeit ist oder wie hat sich das auch deiner Meinung nach jetzt schon entwickelt, vielleicht?

Markus Holle

Also teilweise, klar, mir war bewusst, Schweinfurt ist eine Industriestadt, schon aus der Historie gesehen. Auch vor einem Jahr oder etwas über einem Jahr war die gesamtwirtschaftliche Situation ja schon angespannt und kritisch. Also das war einem natürlich bewusst. Es waren auch schon die Ankündigungen seitens der Großindustrie hinsichtlich des Stellenabbaus. Aber gerade am Anfang hat sich da ja immer noch mehr herauskristallisiert, wie viele Stellen werden jetzt tatsächlich abgebaut oder sollen abgebaut werden. Und da erkennt man dann erstmal das in Anführungsstrichen tatsächliche Ausmaß. Aber ja, auch da sind wir im Kontakt und können, denke ich, Dinge auch ganz gut einschätzen, aber viele Themen sind einfach keine kommunalen Themen, die da insbesondere die Großindustrie beschäftigen, wo wir als Wirtschaftsförderung unterstützen, aber den großen Einfluss ja tatsächlich leider nicht nehmen können.

Nico Hildmann

Also ich glaube, ich kann mich noch erinnern, als wir uns dann das erste Mal gesehen haben, ich glaube, das war so ein Monat später oder so. Wie gesagt, bei mir ja auch eine ganz neue, turbulentere Zeit. Es war auch da mitten in den Fleitstart und so. Also ich glaube, und wie geht's? Ja, es sind schon viele Themen.

Markus Holle

Absolut, ja. Hängt natürlich auch damit zusammen, dass die Stelle im Dreivierteljahr nicht besetzt ist. Das stimmt, genau. Ja, das stimmt. Das kommt ja auch noch dazu. Es gab natürlich zwei Personen, die es übergangsweise gemacht haben, aber die personelle Situation im Amt war nicht ausreichend. Da wurde auch viel gemacht, was möglich war, aber natürlich sind auch Themen liegen geblieben und das prasselt dann natürlich alles komplett auf einen einen.

Nico Hildmann

Ja, also ich glaube, es ist wirklich alles andere als einfach. Ich denke, du hast es gut gewuppt bekommen und auch so eine Struktur reinbekommen. Es ist ja erst wirklich auch nur ein Ja, wenn man so will, und halt wie gesagt ein paar zerquetschte, aber ich glaube, wirklich ganz gut gestartet und wie ich es gerade auch schon gesagt habe, und du auch bestätigt hast, Potenzial ist ja an sich da durch Hochschule, auch Industrieerfahrung, einfach das Wissen, was auch so rankommt. Wir haben ja tolle Technologien hier an der Hochschule auch, Robotik, Wasserstoff, KI, sehr international, das hat mich auch sehr überrascht tatsächlich. Und ich glaube, in Sachen Patenten sind wir auch ganz gut. Also ich glaube, die entscheidende Frage ist gar nicht dann, ob Schweinfurt Potenzial hat, sondern wie man das so, wie es funktioniert, was man daraus macht. Und das war ja unter anderem eigentlich mit einer Frage auch von der Machbarkeitsstudie von den Founderbarracks.

Markus Holle

Das auch. Vielleicht noch ein Punkt dazu, was auch enorm wichtig ist, sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Also das, glaube ich, wurde in Schweinfurt häufig etwas stiefmütterlich behandelt, weil die Großindustrie natürlich die großen Gewerbesteuerzahler waren, aber die kleinen und mittelständischen sind insbesondere in der aktuellen Situation extrem wichtig. Und auch da gibt es ja Global Player teilweise, klar, in Nischen manchmal, aber trotzdem haben wir die in Schweinfurt und auch die entwickeln gewisse Dinge weiter, um sich auch einfach am Markt zu behaupten. Das ist die Notwendigkeit. Und die sind auch für das Gesamtsystem einfach extrem wichtig. Auch wenn man jetzt an das Thema Gründung und Start-ups denkt, sind das, glaube ich, extrem wichtige Ansprechpartner.

Nico Hildmann

Absolut, wie du es schon sagst, weil das sind die, und die, das sind einfach jetzt mal alle einfach, die zugänglich sind. Also super aktiv bei uns auch im Flight, sind Mittelständler. Also das ist Fakt, wo man dann sagt, die sind greifbar, die wissen noch, wie es ist, nahbare, die haben noch nicht so große Organisationsstrukturen, wo man sagt, man kann auch mal schnell mit dem Geschäftsführer mal sprechen. Also das ist dann, das macht es dann schon viel einfacher und auch das ist ein tolles Potenzial. Gepaart mit, die sind wirklich auch aktiv und das meine ich ein wirklich enges Netzwerk. Der OB hat es in der letzten Staffel so schön gesagt, ein neidbefreites Miteinander und das würde ich absolut unterstreichen. Das sehe ich ganz genau so, ja. Also das fand ich ein superschönes Wording, weil genauso fühlt es sich auch an.

Die Founder Barracks und die Lücke nach der Gründung

Nico Hildmann

Und jetzt, ich hatte es gerade schon angesprochen, eine Machbarkeitsstudie zu den Founderburgs. Ich glaube, es macht Sinn, wenn ich jetzt vielleicht erstmal kurz versuche, es in meinen Worten mal zusammenzufassen für die Zuhörer und Zuhörerinnen, die vielleicht noch gar nichts davon mitbekommen haben, was das überhaupt ist. Aber ergänze mich bitte oder bessere mich aus. Gerne, gerne. Aber ich würde es jetzt erst mal probieren. Und zwar ist es so, dass Schweinfurt ja zwei Kasernen hat. Einmal die Conbarracks und einmal die Ledward Barracks. Und auf dem Gelände der Ledward Barracks ist ein Gebäude, das Gebäude 206. Und da ist der Plan, daraus einen Ort zu machen für Gründung und Wachstum. Die sogenannten Founder Barracks. Manche kennen es vielleicht eher auch durch den Begriff Startup und Innovation Center. Das war so ein Begriff der letzten Jahre, der sich immer mal so ein bisschen gehört hat. Im Endeffekt das gleiche Thema. Und man musste im Endeffekt jetzt dann nochmal eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um zu gucken, was soll denn da passieren, was fehlt in der Region, was soll dieses Gebäude, wie soll das konzipiert sein, welche Themen soll das angehen, damit es Lücken, die auch aus dieser Machbarkeitsstudie gefunden wurden, eben sukzessive geschlossen werden. Und das Gesamtergebnis, sage ich jetzt mal so, oder das Wichtigste für die Gründungsphase ist eigentlich die Erkenntnis, dass wir in der frühen Gründungs- und Unterstützungsphase doch sehr gut schon aufgestellt sind mit Events, Anlaufstellen, Formaten, insgesamt Unterstützungsangebote, sagen wir mal von ich entwickle und begleite eine Idee bis zu einem gewissen Punkt. Es aber dann hinkt hinsichtlich Wachstum, Skalierbarkeit, Markteintritt, insgesamtes Wachstum, wie ich es ja vorhin schon gesagt habe, es ist ein Unterschied aus einer tollen Idee, auch ein erfolgreiches Unternehmen zu machen. Und da kam vor allem raus, dass es da, dass eine Lücke klafft zwischen Gründung und Wachstum, die sogenannte Mid-Stage-Gap, auf deutsche Wachstumslücke. Und im Idealfall soll dann diesen Founder Barracks, der neue Ort, mit dazu beitragen, diese Lücke sukzessive zu schließen. Habe ich das gut zusammengefasst?

Markus Holle

Das ist gut zusammengefasst, ja. Wobei die Geschichte tatsächlich noch etwas früher beginnt.

Nico Hildmann

Gerne ausholen.

Markus Holle

Auch vor meiner Zeit. Es gab schon mal eine Analyse aus dem Jahr 2022, die auch extern beauftragt wurde. Da wurden mehrere Gebäude auf dem Lettbart-Gelände betrachtet, unter anderem auch das Gebäude 206 oder 206. Das ist dieses Quergebäude, das ist das. Genau, das sind das Stabsgebäude, also vor diesem Ehrenhof quasi, das ist das Einzige, das quasi quer steht im Vergleich zu den anderen Gebäuden. Da gab es schon mal eine Analyse, da gab es auch Ideen. Da ist dann am Ende nichts weiter verfolgt worden, hat vielleicht verschiedene Gründe finanzieller Art, teilweise auch. Wie war man in der Wirtschaftsförderung personell ausgestattet? Aber dann muss man ja dazu sagen, gab es irgendwo, oder nicht irgendwann, sondern es war, muss ich überlegen, Ende 2024, müsste Dezember 2024 gewesen sein, das sogenannte 60 Millionen Hilfspaket für Schweinfurt. Und in diesen 60 Millionen sind nach wie vor auch 5 Millionen für das Thema Gründungen vorgesehen. Und das war dann nochmal so der Ausgangspunkt, diese ursprüngliche Studie sich anzuschauen und das als Grundlage zu nehmen, um jetzt nochmal zu schauen, wie kann man diese 5 Millionen sinnvoll umsetzen oder investieren in die Stadt. Das müssen nicht zwangsläufig Baumaßnahmen sein. Und da war dann aber auch der Wunsch, dass man sich das nochmal konkreter anschaut, hinsichtlich, wie ist denn das Potenzial in Schweinfurt bezüglich Gründungen oder nicht nur Schweinfurt, man betrachtet da die gesamte Region. Ich habe eben schon gesagt, wir arbeiten eng mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises zusammen. Also das wurde auch mit betrachtet. Allgemeinfakten zu Gründungen erstmal darzulegen, welche Hilfen sind für Gründer notwendig, wie attraktiv ist die Region für Gründer. Das hängt auch mit dieser Mid-Stage-Lücke zusammen. Auch das Thema Unternehmensnachfolge sollte man sich anschauen. Welche Zielgruppen, wie ist die Infrastruktur allgemein, um dann entsprechende Schlussfolgerungen abzuleiten? Dann im besten Fall zum Ergebnis zu kommen, ja, so etwas wie die Founderbarks, wie man sie dann konzeptioniert, war vorher natürlich nicht vorgegeben, machen Sinn für die Stadt Schweinfurt. Und in welcher Form dann? Braucht man ein zweites Skrips oder eine zweite Startbahn oder braucht man diese Mid-Stage-Förderung, was jetzt am Ende das Ergebnis war. Und das war die Grundlage, diese Machbarkeitsstudie. Nicht ausschließlich nur für die Founderbarks, sondern gegebenenfalls auch andere Maßnahmen, die daraus als sinnvoll erscheinen. Und wie gesagt, wir sind jetzt bei dem Thema Founder Barracks, vorher mal Startup Innovation Center. Also werden heute noch verschiedene Begrifflichkeiten genutzt. Und diese Mid-Stage-Lücke war unter anderem ein Ergebnis daraus aus der Machbarkeitsstudie. Aber das Wichtige auch, was du gesagt hast, in dieser ersten Phase, in der Start-up-Phase, der Ideenphase, sind wir wirklich gut aufgestellt. Mit der THWS, mit dem Werkraum, mit euch als Krips und der Startbahn und dem Flightprogramm. Also das war auch die Erkenntnis aus der Machbarkeitsstudie. Aber dann, wie du gesagt hast, die nächste Phase. Wachstum, Skalierbarkeit, Gründung in einer GmbH beispielsweise, dass das eigentlich in Schweinfurt bisher nicht bekleidet wird. Und dadurch ebenfalls auch manche Startups abwandern, weil sie woanders bessere Unterstützungsmöglichkeiten bekommen. Und da ist es das Ziel, das jetzt halt irgendwie zu vereinen, auch mit den Founderbarks. Diese Mid-Stage-Lücke braucht dafür braucht man nicht zwangsläufig, um die zu schließen, die Founderbarks. Aber die Founderbarks sollen am Ende ja so eine. En Energien schaffen, ein ganzes Gründer-Ökosystem im besten Fall schaffen, mit dieser Mid-Stage-Lücke die zu schließen. Und ja, das ist das Ziel, dann am Ende der Founderbarks, vom Start bis zur Skalierbarkeit, Wachstum, die möglichst dauerhaft zu begleiten.

Nico Hildmann

Danke nochmal fürs Ausholen. Ich glaube, das macht jetzt nochmal ein deutlicheres Bild. So ein kleiner Funfact nebenbei, damals, als ich hier angefangen habe, im Mai 2022 stand Konzeption des Startup und Innovation Centers in meiner Stellenbeschreibung.

Markus Holle

Okay, also jetzt das erste Mal ganz egal.

Nico Hildmann

Das ist jetzt schon ein bisschen her. Dementsprechend merkt ihr auch, das ist einfach ein längeres Thema, bis das da wirklich umgesetzt wird. Aber es sieht ja ganz gut aus, dass das jetzt auf den Weg gebracht wird und wie du schon sagst, da sind ja auch mehrere Player involviert. Jetzt aber mal aus deiner Sicht, auch als der Wirtschaftsförderer im Endeffekt, wie ordnest du den Befund jetzt so für dich ein?

Markus Holle

Also insbesondere das Thema der Mid-Stage-Lücke, denke ich, sind wir uns alle einig, dass das tatsächlich bisher in Schweinfreud so einfach zu kurz gekommen ist, aus welchen Gründen auch immer. Ich glaube nicht, dass man es nicht erkannt hatte, sondern das hat auch personelle Gründe, weil die Kapazitäten auch bei euch im Grips oder mit der Startbahn sind nun mal begrenzt. Wir haben uns vorher auch gefragt, welche neuen Erkenntnisse gibt uns diese Machbarkeitsstudie, aber es waren auch neue Aspekte drin oder interessante Aspekte, die diejenigen, also wir haben sie ja extern erstellen lassen, mit aufgenommen hat. Auch das ganze Thema Unternehmensnachfolge hat sie nochmal zusätzlich beleuchtet. Was ja auch immer wieder ein Riesenthema ist. Das sind wir wieder beim Thema kleine und mittelständische Unternehmen, die ja momentan die Grundlage für uns alle bilden. Ja, das sind alles die wichtigen Aspekte, die wir berücksichtigen müssen und die wir dann im besten Fall in den Founderbarracks irgendwie zusammenführen mit den verschiedenen Partnern, wo ja IHK, HWK genauso dazu gehören, wie Startbahn, wie THWS und ja, sämtliche Akteure im Gründerökosystem.

Was die Machbarkeitsstudie offengelegt hat

Nico Hildmann

Gab es aber was, als wir jetzt dann sozusagen als uns die Ergebnisse auch präsentiert wurden, es war auch so eine öffentliche Veranstaltung, ne? Hat dich irgendwas besonders überrascht oder sogar nachdenklich gemacht?

Markus Holle

Teilweise ja. Nicht nur uns, sondern das ist ja auch in Kooperation mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium und der Regierung von Unterfranken gelaufen. Eine Erkenntnis daraus war auch, weil vielleicht nochmal kurz zur Machbarkeitsstudie hat im Prinzip drei Säulen gehabt. Das war einmal eine Desktop-Recherche, die erfolgt ist, einmal Experteninterviews und Unternehmensbefragung. Und ein Ergebnis daraus war unter anderem, dass die überregionalen Unterstützungsangebote, die bayernweiten Angebote, wie bei Startup beispielsweise, häufig gar nicht bekannt sind. Also bei den Unternehmen. Also es wurde abgefragt, die waren nicht bekannt. Und das hat tatsächlich auch das Ministerium nachdenklich gemacht. Und da sind wir jetzt aber in Abstimmung mit dem Ministerium, um da unabhängig von den Founder-Barracks, das einfach in der Region mehr in die Region zu bringen. Da sind natürlich alle daran interessiert. Ich weiß, ihr als Startbahn arbeitet mit Buystart-up regelmäßig zusammen. Aber offensichtlich kommt sich unbedingt dann bei allen Unternehmen zumindest nicht an. Wirklich ist noch ein bisschen schwieriger, ja. Vielleicht stellt man auch einfach nicht unbedingt den Zusammenhang mit Buystartup her. Das kann natürlich auch sein. Also es kann verschiedene Gründe haben, weshalb das nicht bekannt ist. Aber das war so eine Erkenntnis aus der Machbarkeitsstudie für uns, aber auch für die Kollegen des Ministeriums. Und da sind wir jetzt aber dran, die zu schließen, versuchen dann auch im Herbst eine Veranstaltung mit Experten durchzuführen, gemeinsam mit bei Startup und um dann Schritt zu Schritt für Schritt das quasi auch in der Region bekannter zu machen.

Nico Hildmann

Ja, also wie du schon sagst, das sind natürlich tolle Erkenntnisse, wo man dann auch sagt, das nimmt man super gerne mit, was so ein bisschen nach einem Nebeneffekt ist irgendwo. Ich finde für mich persönlich, so krass überrascht hat mich an sich das Ergebnis nicht. Natürlich, ich habe ja tagtäglich mit der Gründerszene zu tun, da wusste ich, ah, okay, Wachstumsphase, da hinkt es halt noch ein bisschen. Eigentlich sind wir gut aufgestellt letzten Endes und ich kenne ja das Netzwerk auch, die vor allem mit uns involviert sind. Ich bin aber ganz ehrlich zu dir und so transparent kann man mal sein, es hat mich dann schon in dem Sinne überrascht, als uns die Ergebnisse vorgestellt wurden bezüglich der Beteiligung der Großindustrie, dass da auch genannt wurde, es wurden schon Anfragen gestellt, aber keiner hat irgendwie eine Aussage getroffen oder da war erreichbar. Ich weiß jetzt zwar nicht mehr die Gründe dazu, aber es war ja im Prinzip die Tatsache, von denen haben wir jetzt, leider hat sich keiner geäußert. Und so in meiner Interpretation, wenn man das dann hört, ist dann einfach nur dieses Gefühl, ja echt schade. Es wäre ja cool gewesen, mal zu wissen, wie sehen die die Thematik, was sind vielleicht auch Wünsche, sodass man das jetzt in einer Konzeption einfach mit berücksichtigt. Und das ist jetzt so eine Art Fragezeichen einfach, ne?

Markus Holle

Absolut, ja. Gerade in der jetzigen Situation ist da gegebenenfalls ja auch das Thema Ausgründung immer mal relevant. Grundsätzlich muss ich aber sagen, haben wir ein gutes Verhältnis zur Großindustrie. Absolut mit den Partnern, auch mit dem Oberbürgermeister gemeinsam haben wir regelmäßige Austauschgespräche. Ein häufiges Problem ist aus meiner Sicht, glaube ich, die Konzernstruktur, die solche Abstimmungstermine oder solche Befragungen nicht fördert. Genau, um so auszudrücken, nicht fördert. In persönlichen Gesprächen kann man da schon nachhaken, aber ja, man muss vielleicht auch ehrlich sein, dass die Großindustrie momentan andere Baustellen hat, die erstmal behoben werden müssen. Und klar, es ist schade. Trotzdem versuchen wir sie immer wieder mit einzubinden. Und wenn hier Interesse besteht, sich da irgendwie mit einzubringen, sind wir natürlich da auch jederzeit offen. Und ihr sicher genauso.

Nico Hildmann

Also es deckt sich schon mit meinem Bild auch, die sind an sich schon zugänglich, wenn man so trifft, also die Leute, die man da halt kennt, die vielleicht auch in Führungspositionen sind. Aber es hat mich einfach in dem Sinne gewundert, wo man sagt, okay, gar keine Aussage oder sowas. Schade, weil ihr seid schon lange da, klar haben sich da acht Strukturen geändert, aber eine Meinung dazu kann man doch vielleicht mal kurz äußern. Halbe Stunde sich Zeit nehmen, solange hat es auch nicht gedauert, das Interview.

Markus Holle

Die Meinung gibt es sicher, aber ich glaube, wie gesagt, aufgrund der Konzernstruktur ist häufig, also aus meiner Sicht, notwendig, dass das immer über verschiedene Ebenen erst noch abgestimmt werden muss.

Nico Hildmann

Aber nichtsdestotrotz, es kam mir dann ein wirklich brauchbares Ergebnis bei rum. Unter anderem auch, du hast ja schon angesprochen, Nachfolge, jetzt gehen so die Babyboomer so langsam in Rente oder Ruhestand, was passiert dann? Auch ein, ich sag's mal, das ist immer ein aktuelles Thema. Das war an jedem Standort, wo ich bisher war, Zugang zu Pilotkunden, sprich Mittelstand oder Unternehmen mit Start-ups zu verbinden, aber auch Zugang zu Finanzierungsinstrumenten, Anzahl Investoren, so Sachen, da waren ja alles noch so Verbesserungspotenzial, wo man sagt, hey, das wäre noch gut anzugehen. Wenn du jetzt mal über die Ergebnisse so guckst, was so bei rauskam, wo man angehen könnte,

Handeln, bevor das Gebäude fertig ist

Nico Hildmann

siehst du einen realistischen ersten Hebel, den man in Bewegung setzen kann bei einem Thema, zu sagen, das kann man relativ zügig angehen?

Markus Holle

Genau, das ist, wir hatten eben die Founder Bayracks angesprochen als Gebäude, das ist in dem Zusammenhang ja das Gebäude an sich die Herausforderung, weshalb wir momentan das eigentlich zweigleisig angehen müssen. Wir haben das Gebäude, das Gebäude kann in dem Zustand, wie es jetzt ist, nicht genutzt werden. Also nicht so genutzt werden, wie wir es uns vorstellen. Also da sind entsprechende Umbauarbeiten notwendig. Das dauert auch seine Zeit. Die Gebäude sind auch keine Standardgebäude, das muss man dazu sagen. Also da wird es sicher auch immer Überraschungen geben, wenn man dann irgendwann im Umbau ist. Aber die Zeit wollen wir jetzt auch nicht einfach verstreichen lassen. Deshalb die zweite Richtung quasi, jetzt schon die ersten Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Da ist die Thematik bei Startup oder Bayernweite Angebote bekannter zu machen, wirklich ein kleiner, sehr kleiner Baustein. Aber das Thema Mid-Stage-Lücke, das hängt ja nicht an den Founder-Barracks. Das klar soll irgendwann dann mal integriert werden, aber das Thema kann man ja jetzt auch schon angehen. Und da ist es unser Ziel, ein Netzwerkmanager, im besten Fall über euch als Krips, als Startbahn zu installieren, der sich mit dem Thema Midstage beschäftigt, da das Thema Wachstum, Skalierung mit unterstützt bei Startups, die vielleicht auch im Flight-Programm bei euch teilgenommen haben, ist aber nicht zwingende Voraussetzung, weil so einengen wollen wir uns dann am Ende auch nicht, auch wenn es super Projekte im Flight sind, das steht außer Frage, aber es gibt ja auch durchaus noch andere Ideen und außerhalb von Flight. Und das ist jetzt, soll der erste Schritt sein. Da sind wir auch dabei, mit euch gemeinsam ja den Förderantrag vorzubereiten und einzureichen. Und da sind wir sehr optimistisch, haben auch schon positive Signale bekommen, dass das auch kommen wird. Und dann ist, glaube ich, die nächste Herausforderung für uns beide, dass wir da eine Person finden, die dafür auch geeignet ist. Denn das muss schon eine gestandene Person sein, die auch aus meiner Sicht schon ein bisschen Erfahrung in dem Bereich mitgebracht hat. Und ja, da kann ich tatsächlich den Markt aktuell schlecht einschätzen, aber im besten Fall starten wir zu Beginn des nächsten Jahres damit. Und klar, der muss dann auch erstmal reinkommen. Wahrscheinlich auch erstmal in die Netzwerke, die bestehen. Und so hoffen wir, dass er dann langsam halt ins Arbeiten kommt. Genau, das ist momentan die Idee aus dieser Richtung quasi.

Nico Hildmann

Also schon, finde ich, auch eine positive Sicht oder Möglichkeit, dass man Dinge angeht. Ich meine, ich hatte es ja vorhin gesagt, so diese Founderbarks, so wie es aktuell geplant ist, es sind ja da einfach mehrere Parteien mit involviert, unter anderem die Startbahn soll da eine feste Anlaufstelle haben, sozusagen in einer dann doch moderneren Umgebung, wenn das dann irgendwie modernisiert wurde, eine Hochschule, Anlaufstellen für Schüler, Forschung, aber auch Unternehmen. Und wenn man das jetzt schon mal so kurz zusammenfasst, das ist eigentlich so ein bisschen mehr Generation und Zielgruppenhaus im Endeffekt, wo dann so ein zum Beispiel ein Netzwerkmanager das einfach auch diese Zusammenkunft orchestriert. Wenn man sagt, ey, was gibt es denn für Potenziale? Und da auch vielleicht den Zugang schafft, hey, ey, im dritten Stock sitzt ein potenzieller Pilotkunde. Irgendwie sowas, wo man sagt, ey, da ist das viel, viel schneller, dieses Matchmaking.

Markus Holle

Absolut, klar. Also es soll natürlich auch Angebote für Unternehmen bzw. für Start-ups geben, die sich dort, ähnlich wie ihr es jetzt hier im Krips habt, dort auch einmieten können und dann einfach die Synergien aufgrund des Hauses, weil alles sich in dem Haus im besten Fall befindet. Klar, man wird am Ende nicht alle unterbringen können. Es wird für die Unternehmen oder Startups sich in erster Linie um Büroräumlichkeiten handeln. Wenn es jetzt Richtung Werkstätten geht, wird es dann natürlich ein bisschen komplizierter. Aber das ist auf jeden Fall das Ziel, diese Synergien einfach zu schaffen. Und ja, auch durchaus Ausgründungen aus der Hochschule sind da ja auch Thema. Wenn man den Werkraum vor Ort hat, die Hochschule ist ja mit dem Campus auch in Lettwert. Genau. Wenn wir zukünftig vielleicht noch den Bildungscampus der Handwerkskammer nach Lettwert bekommen, also da kann schon in Lettwert insgesamt etwas entstehen, nicht ausschließlich die Founder Barracks mit dem Gebäude 206, sondern alles, was auch drumherum bereits besteht oder vielleicht zukünftig noch entsteht.

Nico Hildmann

Ja, so ein ganzes Gefühl, so ein Innovations-Ökosystem dann einfach an da gebündelt, weil die Zugänge viel, viel einfacher sind. Wir haben es ja allein jetzt hier beim Krips, wir sind halt außerhalb. Da läuft man einfach mal so vorbei. Und hier wäre es mal so, so stelle ich mir es halt vor, wenn wir bei den Ledwards sind, die Leute laufen vielleicht wieder zurück zu ihren Studentenwohnheimen und sagen, ich wollte nochmal über meine Idee sprechen. Ja, biege ich halt mal kurz ab. Also allein so eine Möglichkeit zu schaffen, das ist jetzt einfach mal einfach durch die rosarote Brille gesprochen, aber ich glaube, so funktioniert es eben, um diese Hebel in Bewegung zu setzen. Und dazu kommt ja auch in Zukunft, also wir planen das ja auch jetzt mit in einer Runde von fünf bis sechs Köpfen, das Transit-Programm, das ist ja ein Anschlussprogramm, was wir jetzt mal als Pilotphase planen an Flight. Sozusagen haben wir uns ein Team jetzt rausgepickt. Was heißt rausgepickt? Aus dem Flight Badge haben sich die Teams beworben, wir haben uns eins ausgewählt, wo wir jetzt einfach mal eine Ressource, Zeit, Mensch reinstecken und die komplett betreuen. Über sechs Monate hinweg, von September bis Februar. Und da wäre es natürlich dann auch mal zu schauen, schaffen wir diese Lüc zwischen Gründung oder überhaupt auch erstmal die Gründung zu finalisieren, bis ins Wachstum vielleicht Markteintritt und Investor-Readiness. Das wird sehr spannend sein, ob das klappt im Piloten, was wir da für Erkenntnisse sammeln. Aber selbst da, glaube ich, ist da auch schon ein Thema angegangen, um diese Lücke peu à peu zu schließen. Das Schöne, finde ich aber auch für mich, wir haben uns das schon vor den Erkenntnissen überlegt gehabt und das hat es einfach nochmal unterstrichen, was da bei der Machbarkeitsstudie rauskam.

Markus Holle

Genau, das ist ja das, was ich sagte. Ich glaube, uns war allen bewusst, dass diese Midstage-Förderung bisher gefehlt hat. Deshalb habt ihr euch ja diese Gedanken auch schon gemacht mit den verschiedenen Akteuren. Aber aus meiner Sicht ist es zeitlich jetzt vom Transit, das ihr plant, auch in Verbindung mit dem Netzwerkmanager, kann dann im besten Fall irgendwann einsteigen und kann darauf aufbauen. Stimmt, genau. Für euch, glaube ich, war es ein Pilot oder ist es ein Pilot, wo ihr euch wahrscheinlich auch im Vorfeld schon bewusst wart, das könnt ihr auf Dauer so nicht leisten. Genau. Wo der Netzwerkmanager jetzt dann einfach unterstützend tätig sein kann, der klar nicht ausschließlich dieses Transit dann fortführt, sondern insgesamt ja für diese Midstage-Förderung zuständig.

Nico Hildmann

Und eine Maßnahme nimmt, zu sagen, ey, das ist schon mal vielleicht wieder ein Programm, zu sagen, wir haben dafür eine Anlaufstelle, wir haben auch einen Prozess da hinten dran, wie das gefüllt wird und wie das dann sich auch ergibt. Ich meine, das hat sich so spontan ergeben, ehrlicherweise, wo sich jetzt fünf Supporter vom Flight einfach wirklich durch Zufall habe ich das zusammengebracht und dann, ja, komm, da basteln wir doch was, das machen wir mal. Und da bin ich mal ganz gespannt, wie weit sich das Team dann auch entwickeln wird.

Markus Holle

Also da bin ich auch echt gespannt, weil ich bekomme das ja nur am Rande mit. Ich weiß zum aktuellen Zeitpunkt, tatsächlich auch noch nicht, um welches Flight-Team es handeln wird. Da bin ich dann auch gespannt und wie der Prozess dann auch einfach ablaufen wird und wie in diesen sechs Monaten auch die Entwicklung sein wird und ob man dann im besten Fall wirklich zu der Gründung kommt. Und klar. Als Wirtschaftsförderer der Stadt Schweinfurt, im besten Fall natürlich zu einer Gründung in der Stadt Schweinfort.

Nico Hildmann

Ja, ja, genau. Also da wäre natürlich i-Tüpfelchen. Also wir geben unser Bestes und ach, ich glaube, insgesamt die Themen, die da aufgerührt wurden. Also ich finde es spannend, wie es dann angegangen wird in der Theorie, hatten wir ja schon immer Ansätze, auch so den Zugang zu Pilotkunden. Ich glaube, dadurch, dass ich das, ich bin jetzt, ich weiß gar nicht, ich bin jetzt fast zehn Jahre oder sowas in der Startup-Bubble oder Szene drin, das war schon immer ein Thema. Ja, ich bräuchte eigentlich einen Zugang zum Pilotkunden, vielleicht mal Testdaten oder sowas. Das ist immer alles so easy, einfach in der Theorie, aber oft scheitert es am Faktor Zeit, Ressource, weil vielleicht den mittelständischen oder größeren Unternehmen, ich nenne es jetzt mal etablierten Unternehmen, gar nicht so wirklich bewusst ist, was die davon haben. Erstmal fühlt es sich eher an wie ich gebe, gebe, gebe. Aber was habe ich davon? Aber das liegt eigentlich auf der Hand, diese Dynamik, am Zahn der Zeit zu bleiben, vielleicht sich Potenzial ins Unternehmen noch zu holen, wer weiß. Und das, glaube ich, muss man einfach nochmal ein bisschen mehr auf die Bühne bringen.

Markus Holle

Absolut. Also das haben wir ja in vielen verschiedenen, in vielen Lebenssituationen, dass man ja häufig erstmal investieren muss, ob jetzt finanzielle Ressourcen, personelle Ressourcen, um dann irgendwann den entsprechenden neu den gewünschten Output auch zu bekommen. Ich glaube, das ist tatsächlich in vielen Unternehmen noch so die Herausforderung, weil vielleicht aktuell dann auch immer die personellen Ressourcen nicht da sind und die Prioritäten woanders sind. Kann man auch verstehen, wenn man kurzfristig denkt, aber mittel- bis langfristig sind es vielleicht die Innovationen, die die Start-ups dann mit reinbringen, die auch diesem kleinen oder mittelständischen Unternehmen dann weiterhelfen können.

Nico Hildmann

Genau, ne? Und wirklich, also ich sage eigentlich, das ist die beste Art und Weise, wert zu schöpfen in einer Region, vielleicht jemanden zu binden. Ich habe es auch schon erlebt, dass mal ein etablierteres Unternehmen gesagt hat, wir machen das gern mit euch. Wenn ihr aber gründet, dann bitte auch hier in der Region. Wir arbeiten nämlich gern mit regionalen Unternehmen zusammen. Ja, wenn das dann die Prämisse ist, okay. Absolut. Aber selbst das, das ist vielleicht dann nur der Startschuss für irgendwas, was sich dann in der Region weiterentwickelt. Also allein durch solche Kooperationen, da kann so viel Cooles passieren. Und muss man mal auf der anderen Seite sehen, auch als Startup, wir haben ja doch einige, die als Einzelgründer hier erstmal an den Start gehen. Und wenn man sich einen Pilotkunden sucht, der da vielleicht erstmal unterstützt, dann wiegt dieses, ich muss ein Team mehr aufbauen, um weiter zu wachsen, gar nicht mal so groß, zu sagen, ich bringe jetzt erstmal Mehrwert durch meine Lösung und weiß, was ich überhaupt schaffe. Und daraufhin, mit einer besseren Basis, gewinne ich vielleicht noch andere Leute. Also das ist immer auch dieses Hin- und Her-denken für und wieder, wo man angehen sollte in Zukunft. Aber ich glaube, das ist auch die große Herausforderung für den Netzwerk noch zu sehen, wie sich das in auch der dynamischen wirtschaftlichen Zeit entwickeln

Kein Schubladenkonzept: Woran Erfolg messbar wird

Nico Hildmann

wird. Jetzt mal nochmal auf die Founder Barracks an sich, wenn du das Gebäude so siehst. Was sind so deine Erwartungen auch an die Founder Barracks und was darf es auf jeden Fall nicht werden?

Markus Holle

Also die Erwartung daran ist auf jeden Fall, wenn ich jetzt erstmal vom Gebäude ausgehe, es muss ein offenes Gebäude sein. Also man hat jetzt ein typisches Kasernengebäude, das muss einfach offener gestaltet sein. Es müssen einige Wände raus. Es müssen einige Wände raus, innerhalb, aber auch vom Zugang her muss es einfach offener sein. Da müssen wir jetzt mal schauen, wir sind ja ja mit unserem Bauamt schon in entsprechenden Gesprächen, die haben auch Ideen. Ich denke, da sind wir auf einem ganz guten Weg. Es muss aus meiner Sicht, weil das ja auch eine Erkenntnis aus der Machbarkeitsstudie war, dass das Thema Werkstätten, Labore, die zumindest frei zugänglich sind, der Werkraum hat da ja schon so ein bisschen was, dass die vielleicht nicht ausgebaut, aber zumindest grundsätzlich frei zugänglich sein sollen. Dass man so einen Bereich auf jeden Fall mit integriert und dass wir über die Founder Barracks, wie gesagt, diese Synergien am Ende schaffen. Das wird auch ein längerer Prozess sein. Wir müssen auch schauen, wenn es dazu kommt, wird man gleich das komplette Gebäude oder wird man seinen Bauabschnitt beispielsweise gestalten müssen. Da spielen viele Aspekte mit rein und demzufolge ist aber auch die Entwicklung derjenigen, die das Bespielen am Ende davon abhängig. Und ganz wichtig aus meiner Sicht ist es, zumindest was es nicht werden darf, einfach nur wieder ein Konzept für die Schublade. Also ich glaube, da gibt es schon genug. Wie gesagt, ich habe ja gesagt, 2022 gab es schon mal ein erstes Konzept. Klar, das bildet auch eine gewisse Grundlage für die Aktivitäten jetzt. Aber das wieder nur bei einer Idee zu belassen, hilft natürlich keinem weiter und führt vielleicht auch zu einer gewissen Frustration am Ende.

Nico Hildmann

Also ich glaube auch, um das nochmal kurz aufzugreifen, das war schon echt saumäßig weit. Ich glaube, ich sollte tatsächlich auch in dem Zuge, woanders verortet, sein, lokal. Das war mal, ich habe es nochmal am Rande mitbekommen, da war ich ja noch gar nicht da. Aber es war eigentlich alles abgeklärt, aber dann durch Gründe wurde in ein Veto gegeben oder sowas. Und dann, wie du schon sagst, ist es wieder in der Schublade versunken. Auch wenn man mal mit anderen Netzwerkteilnehmern spricht hier, ist dann häufig, wenn man sagt, Machbarkeitsstudie, einer, ich nenne jetzt keinen Namen, habe ich gesagt, ich kann es abkürzen, es ist machbar. Also das ist eigentlich sowas offensichtlich, wo man sagt, ja, wir müssten jetzt, es müsste jetzt nur ein Konzept da sein, wie man es jetzt genau umsetzt. Und das ist, glaube ich, das Wichtige, ins Doing dann auch kommen und nicht an den falschen Enden sparen, wenn man gleich jetzt vorne dran ist. Und um dein Bild mit dem Offensein, sag ich mal, aufzunehmen. Für mich darf es auf keinen Fall einfach nur ein Gebäude werden, wo mehrere Parteien drin sind, aber alle Türen zu.

Markus Holle

Sehe ich ganz genauso, ja. Das bringt uns alle nicht weiter. Von der Offenheit vergleichen wir es teilweise so ein bisschen mit der StudyFab. Also diesen Charakter, den die Study Fab hat, klar, das wird nicht bei allen gehen, weil gewisse Teile müssen vielleicht abgeschlossen, abgeschottet sein, aus Sicherheitsgründen oder was auch immer, wenn ich an die Werkstätten denke, dann beispielsweise. Aber dieser offene Charakter, eine Anlaufstelle für jeden Interessierten zu sein, ein bisschen anders als in der Study Fab, weil das ist ja dann wirklich für jeden, der reinkommt, aber für jeden, der Interesse hat, ja, vielleicht entwickelt sich da auch die erste Idee, wenn man, wenn man vor Ort ist, man kommt rein, hat vielleicht gar nichts. Die Idee zu gründen oder ein Start-up oder wie auch immer und einfach sich inspirieren zu lassen. Und das ist die große Hoffnung, dass so etwas vielleicht passiert und natürlich auch den Etablierten dort eine Bühne zu geben, die sich dort auch offen präsentieren können und die ja heute auch nicht komplett abgeschottet sind. Also ihr seid ja auch nicht komplett abgeschottet, aber ihr wärt einfach sichtbarer mit der Startbahn und das sollte auf jeden Fall das Ziel sein.

Nico Hildmann

Das war mir damals auch wichtig mit The Study Fab, dass da die Startbahn eine Anlaufstelle hätte. Wir waren ja in Teilen so mit in dem Büro mit drin, das hat auch schon einiges gebracht. Ich glaube, mittlerweile fragen immer noch ein paar, ist der Nico gerade da? Ich war schon lange nicht mehr da, also so einfach unterm Tag. Aber ja, also das einfach diese Zugang zu schaffen und einfach dieses Miteinander, und das wäre natürlich cool, wenn das der Netzwerkmanager dann macht, das orchestriert, was gibt es denn da so für Potenziale? Allein wie du es gerade schon gesagt hast, mal über eine Idee sprechen. Ich habe jetzt gerade schon weitergedacht, wenn es dann einen offenen Bereich gäbe, wo Unternehmen einfach aktuelle Problemstellungen an die Wand hauen und sagen, Leute, wenn ihr eine Idee habt, dann meldet euch. Allein so kann ja ein Zugang geschaffen werden. Absolut.

Markus Holle

Also das ist halt die andere Seite, nicht nur die, die Gründungsideen haben, sondern das auch offen für die Unternehmen zu gestalten. Ist vielleicht sogar die größere Herausforderung, die erstmal, ja, dass einfach da die Kenntnis herrscht, was gibt es in den Founderbacks, welche Möglichkeiten habt ihr als Unternehmen? Aber auch vielleicht wieder aufgrund der personellen Ressourcen, dass die nicht da sind in den Unternehmen, um solche Themen anzugehen. Aber dafür ist dann ein Netzwerkmanager aus meiner Sicht da, um das so ein bisschen voranzutreiben.

Woran erkennen wir, dass die Wachstumslücke in der Region kleiner wird?

Nico Hildmann

Super. Vielleicht allerletzte Frage, Markus, wenn wir jetzt mal so auch wieder einen Blick in die Zukunft richten, ne? Woran würdest du vielleicht selbst dann auch erkennen, dass in der Region diese Wachstumslücke ein bisschen kleiner geworden ist?

Markus Holle

Naja, die Frage ist ja immer, welche Kennzahlen sind dann nutzt man, welche sind dann wirklich aussagekräftig? Und wenn man Kennzahlen interpretiert, ist ja dann immer die Frage, sind es die Maßnahmen, die wir eingeleitet haben, dann wirklich dafür verantwortlich, dass sich die Kennzahlen geändert haben? Oder sind es vielleicht, wir erleben es ja momentan immer wieder, geopolitische Themen, die vielleicht einfach zu Veränderungen führen. Aber ich denke grundsätzlich, wenn man sich an die Kennzahl denkt, die die Gründung in einer GmbH beispielsweise, das ist, glaube ich, schon eine Kennzahl, die man, die man heranziehen könnte, mit Unterstützung des Netzwerkmanagers, dass der gewisse Start-ups, Gründer begleitet hat.

Nico Hildmann

Was so der Ursprung war vielleicht dann, für dieses Endergebnis.

Markus Holle

Genau. Genau, um zu wachsen und dann sich am Ende wirklich in einer GmbH zu gründen. Das ist, glaube ich, eine Kennzahl, die schon aussagekräftig ist. Und alles andere ist, glaube ich, eher eher ein Gefühl. Ja, genau.

Nico Hildmann

Also ich wollte es gerade sagen, er ist wahrscheinlich so ein Gefühl, wir sind jetzt da gut aufgestellt so. Oder haben schon viel in die Wege geleitet. Es sind, man muss ja, glaube ich, immer dazu sagen, einfach auch, wir können ja noch so viel anbieten und wirklich auch Mehrwert erzeugen, die Leute müssen es halt auch annehmen. Oder halt dann auch wirklich nutzen. Das können wir ja keinem zwingen.

Markus Holle

Absolut. Vielleicht, was jetzt keine Kennzahl, aber vielleicht einen Hinweis geben kann, wenn man aus anderen Regionen hört, dass Schweinfahrt in dem Bereich Gesprächsthema ist. Das ist, glaube ich, auch noch so ein wichtiger Aspekt. Man hört ja immer mal, klar, in der Startup-Gründerszene fallen immer mal so andere Städte, die da so typisch sind. Und wenn da vielleicht einmal mehr Schweinfort fällt, glaube ich, haben wir schon einen wichtigen Schritt getan.

Nico Hildmann

Absolut. Bin ich völlig bei dir und so lassen wir das auch stehen. Also hat mich persönlich sehr gefreut. Ganz coole Folge. Ich hoffe, deine erste Podcastaufnahme hat dir auch viel Spaß gemacht.

Markus Holle

Ja, war besser als ich dachte und entspannter, muss ich zugeben.

Nico Hildmann

Ja, sehr schön. Das freut mich sehr. Und an der Stelle wie immer auch nochmal vielen Dank an die Region Mainfragen GmbH für die Unterstützung der ganzen Staffel. Und dir, Markus, weiterhin ganz viel Erfolg. Wir sehen uns ja hoffentlich weiterhin recht häufig noch. Jetzt auch in dem Zusammenspiel Netzwerkmanager und alles, was kommt. Vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für die ganzen Insights auch und ja, weiterhin alles Gute.

Markus Holle

Vielen Dank nochmal für die Einladung und hat mir echt Spaß gemacht, Leute.