Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Wir sprechen mit Innovationsbegeisterten und Visionären aus Schweinfurt und Mainfranken. Persönliche Geschichten über Erfolge, Rückschläge und neue Chancen – echte Einblicke in die Welt der Startups und Innovationen.
Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Special Folge mit Elke Reuschel: Unternehmen wachsen nur so weit wie ihre Menschen
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In dieser Special-Folge des Startbahn27 Podcasts ist Elke Reuschel zu Gast – Gründerin und Geschäftsführerin der trainInstinct GmbH. Gemeinsam mit einem Team aus rund 40 Trainerinnen und Trainern unterstützt sie Unternehmen bei der Personalentwicklung, Führungskräfteentwicklung und beruflichen Weiterbildung.
Mit Elke sprechen wir darüber, warum nachhaltiges Unternehmenswachstum immer bei den Menschen beginnt. Sie erzählt von ihrem Weg aus Marketing und Vertrieb in die Selbstständigkeit und davon, wie aus einer One-Woman-Show ein etabliertes Weiterbildungsunternehmen entstand.
Es geht um:
- Wie Elke Familie, Beruf und Selbstständigkeit miteinander verbunden hat
- Wie sich trainInstinct von einer Einzelunternehmung zu einem Team aus rund 40 Trainerinnen und Trainern entwickelt hat
- Warum KI-Einführung, Veränderungsprozesse und Unternehmenswachstum nur gelingen, wenn Mitarbeitende mitgenommen werden
- Welche Rolle Feedbackkultur, Vertrauen, Delegieren und Loslassen für Führung und Unternehmensnachfolge spielen
Eine Folge für Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, Personalverantwortliche und alle, die sich mit Weiterbildung, Mitarbeiterentwicklung, Künstlicher Intelligenz im Unternehmen und nachhaltigem Wachstum beschäftigen.
Bildrechte:
Bettina Kleemann
Du interessierst dich für Startups, Unternehmertum und Innovation? Im Startbahn27 Podcast interviewt Nico Hildmann inspirierende Gründer, Unternehmer und Visionäre aus Mainfranken – mit Fokus auf Schweinfurt und der Region.
Ob Startup-Erfolg, persönliche Rückschläge oder frische Ideen – wir erzählen echte Geschichten aus der Gründerszene und liefern dir wertvolle Learnings und Insights für deinen eigenen Weg.
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Liebe Startups, herzlich willkommen. Wir freuen uns, dass ihr bei uns eingecheckt habt. Unser Team bereitet euch nun auf den perfekten Startformen. Bitte schneidet euch an. Wir heben ein Körper von der Startbahn zu sieben an.
Begrüßung und Vorstellung
Nico HildmannJa, hallo und herzlich willkommen im Startbahn 2.7 Podcast. Mein Name ist Nico Hildmann und heute bei mir zu Gast auf der Startbahn ist Elke Reuschel. Elke ist Gründerin und Geschäftsführerin der Train Instinct GmbH und begleitet Darscho seit vielen Jahren gemeinsam mit ihrem Team Unternehmen dabei, deren Mitarbeitende und Führungskräfte weiterzuentwickeln. Angefangen hat ihre berufliche Reise aber ganz woanders, nämlich im Marketing und Vertrieb. Und der Schritt in die Selbstständigkeit, der entstand eigentlich aus dem Wunsch daraus, Beruf und Familie ein bisschen besser zu vereinen. Und heute arbeitet sie in einem Netzwerk mit rund 40 Trainern und Trainerinnen zusammen und beweist eigentlich jeden Tag, dass nachhaltiges Unternehmenswachstum immer mit Menschen beginnt und das einfach einer der wichtigsten Faktoren dabei ist. Und ja, da freue ich mich auch, heute mit ihr einen Fokus drauf zu legen, nämlich auf die Frage, warum Unternehmen eigentlich im Endeffekt nur so weit wachsen können, wie die Menschen, die da drin sind und diese ausmachen. Und da freue ich mich sehr drauf und sage herzlich willkommen, Elke, schön, dass du da bist.
Elke ReuschelJa, hallo, vielen Dank für die Einladung.
Nico HildmannJa, also wirklich sehr, sehr cool, dass du da bist. Aus Hessen. Aus Hessen. Einen weiten Weg hier. Finde ich echt cool. Und du hast mir jetzt im Vorfeld gesagt, deine letzte Podcastaufnahme liegt schon ein bisschen zurück. Deswegen schön, dass wir dein Podcast-Erlebnis wieder mal aufleben lassen dürfen.
Elke ReuschelDa habe ich mich auch richtig drauf gefreut. Also muss ich echt sagen.
Nico HildmannAlso wirklich cool, dass du hier bist bei uns in Schweinfurt in unserem kleinen Studio. Ich hoffe, du fühlst dich wohl.
Elke ReuschelJa, super, alles gut.
Nico HildmannPerfekt, perfekt. Und ja, bevor wir in das Thema der Podcast-Folge eigentlich so rein starten, möchte ich natürlich am Anfang auch erstmal
Der Schlüsselmoment: Wie ein Softwaretraining Elkes beruflichen Weg veränderte
Nico Hildmannauf dich, auf deine persönliche Reise blicken. Und da hast du mir im Vorfeld in der Vorbereitung auf die Podcast-Folge eine Situation geschildert, da bin ich absolut hängen geblieben. Und zwar, es war, glaube ich, es war ein Schulungserlebnis, das mal damals ein Teilnehmer hatte, noch vor deiner Selbstständigkeit, das aber maßgeblich dazu beigetragen hat, wie dein weiterer, ich nenne es jetzt mal, Berufsweg so ausgesehen hat oder aussieht. Und vielleicht magst du uns einfach mal in die Zeit mitnehmen, was war da damals, was ist da passiert und wie hast du dein Gedankengut auch irgendwo verändert?
Elke ReuschelJa, also eigentlich war es damals schon recht ähnlich wie heute. Wir waren in einer Phase der Digitalisierung. Wir waren Mitte Ende der 90er Jahre. Alle hatten Angst vor dem Jahr 2000. Und ja, ich war in der Großindustrie, Marketing und Vertrieb und ja, bei den jüngeren Kollegen und wenn dann Software eingeführt werden sollte, dann hieß es erstmal, gucken wir mal, wer jünger ist, wer nicht so viele Ängste und Sorgen hat. Und vor allen Dingen, wer die EDV-Seite ein bisschen kann, aber die Anwenderseite. Und ja, so bin ich in das Thema Training reingerutscht und habe dieses Softwaretraining gegeben. Und meine Kollegen waren zum Teil wirklich schon lange dabei. 20, 25 Jahre war damals keine Seltenheit. Und Ängste, Sorgen, Nöte gab es. Und die hatten auch Angst vor den Systemen und auch um ihren Job und überhaupt und alles. Ja, und dann saß ich da im Training und ich habe das so rübergebracht, wie es auch dem Anwender halt einfach dann klar wird, dass er, also dass es jetzt nichts ganz, ganz Furchtbares ist, was da auf einen zukommt, sondern dass es ein Hilfsmittel ist und dass es echt viele Vorteile hat. Und ja, und da stand ein gestandener, wirklich gestandener Kollege auf und hat am Ende gesagt: Also, wenn sie die Schulung nicht gemacht hätten, ich glaube, ich war nah dran zu kündigen und ich weiß jetzt, wie das geht, und ich habe Lust, es auch anzuwenden. Und das hat irgendwie bei mir ausgelöst, ja, ich glaube, das kannst du ganz gut.
Nico HildmannIch finde es richtig, richtig cool. So, ich hatte es ja auch schon mal im Vorfeld gesagt, wenn man so einen Aha-Moment weiß, was so ein Schlüsselerlebnis war und guck mal, was das dann alles bei dir ausgelöst hat. Es ist einfach so ein Feedback, was sagt, hey, ich glaube, das kann ich ganz gut, ich finde jetzt sozusagen meinen Fokus, vielleicht eine Spezialisierung. Und ich, also ich kenne es ja auch so, manche wissen gar nicht so einen Schlüsselmoment, für was sie eigentlich stehen. Und wenn man das aber nochmal so zurückführen kann und sieht, man hat da einen brutalen Mehrwert geliefert in diesem Moment und es hat dich beeinflusst jetzt dein komplettes Berufsleben, was so einen Grundstein vielleicht gelegt hat. Ich finde das immer Hammer. Weil es sind so Parallelen auch zur Startup, weil da ist ja auch viel Erkenntnisgewinn immer dabei. Und es ist so schön zu sehen, wie die sich weiterentwickeln.
Elke ReuschelJa, auf jeden Fall.
Nico HildmannAlso echt ein tolles Intro. Und das hat
Selbstständigkeit als Weg, Familie und Beruf zu verbinden
Nico Hildmannja auch dann dazu geführt, dass du dir später dann auch gedacht hast, das kann ich ganz gut. Selbstständigkeit ist eine Option. Und da hast du aber auch nicht diesen klassischen Weg gehabt, wo man sagt, hey, ich war schon jahrelang den Traum, mich selbstständig zu machen und irgendwann erfülle ich es mir. Es war eigentlich der Lebensumstand, der sich bei dir geändert hat. Familie kam dazu. Und jetzt war es so, dass tatsächlich die Selbstständigkeit ja für dich der Ausweg war, Familie und Beruf bestmöglich zu verbinden. Und das finde ich ganz spannend, weil man muss es leider ja so hart auch sagen, bei manchen oder häufig ist es so, dass die Familie die Blockade für Selbstständigkeit ist und man eigentlich den sicheren Hafen sucht. Willst du uns da einfach auch nochmal in deine Gefühls- und Gedankenwelt von damals mit reinnehmen? Wie hast du diese Entscheidung getroffen?
Elke ReuschelJa, also es war, wie gesagt, sehr softwarelastig bei mir am Anfang und in dieser Phase und ja, durch familiäre Veränderungen, damals nicht Elternzeit, flexibel, keine Teilzeitjobs, vor allem dann halt nicht auf der Ebene. Da war das überhaupt gar nicht möglich. And da bleibt nur der Ausweg in die Selbstständigkeit, wenn man dabei bleiben möchte. Also ansonsten wäre es know-how weg gewesen. Einfach so weg. Und auch selbst wenn ich nur 10, 12 Monate aus dem Job gewesen wäre, das hätte einfach nicht mehr funktioniert. Und ja, Familie ist super wichtig. Ich hatte auch damals meine Eltern noch im Hintergrund, weil es gab ja nicht nur keine Teilzeitjobs, es gab auch keine Kinderbetreuung. Also ich war damals schwanger, als ich mich selbstständig gemacht habe. Und es gab ja keine Kleinkindbetreuung, alles, was es heute gibt, gab es alles nicht. Und so waren meine Eltern also auch schon ein gutes Fangnetz. Mein Mann war auch viel unterwegs, auch in leitender Funktion. Aber trotzdem haben wir es geschafft, den Kinder Staffellauf immer zu organisieren. Also das hat irgendwie immer hingehauen. Und es war tatsächlich die Möglichkeit, um Job und Weiterentwicklung und auch Familie unter einen Hut zu bringen.
Nico HildmannAlso es Wahnsinn, wenn man jetzt hört in der heutigen Zeit, wenn man da sitzt, was es damals noch nicht gab, beziehungsweise nicht Standard war, wie man das alles deicheln musste, einfach auch. Und jetzt ist es natürlich so, ich glaube, wenn man den Schritt in die Selbstständigkeit geht, sind auch immer damit verbunden, die können lauter und leiser sein, die Gedanken des Zweifelns sozusagen. Ey, war das das Richtige? War es nicht vielleicht doch besser? Weil es gibt ja wahrscheinlich Hürden, die man da überwinden muss. Wie waren so die Gedanken bei dir? Warst du vollends überzeugt, du hast das schaffe ich auf jeden Fall oder hat sich das immer mal so eingeschlichen?
Elke ReuschelIch war immer überzeugt. Also ich, das war mein Ding und wie gesagt, als Kind der Großindustrie, my Vater auch Großindustrie, and Kind, this was sicheres, give it off, bleep there. But self das hat mich nicht aufgehalten. Also das war für mich, my Mann started from an event by me and for me, not hinter me. And that was niezweifelt.
Nico HildmannNow, this is the Vater had so much ins Gewissen geredet. While I think the one is died und die Situation. Und da ist es häufig so, ich vertraue mir doch. Ich weiß doch, was ich kann. Da sind die zweifel, vielleicht die Zweifel ganz leise. Aber dann kommt das soziale Umfeld. Sowas wie, du bist schwanger, du aber jetzt bald ein Kind. Willst du es dir nicht nochmal überlegen? Und dann werden in Teilen bei vielen Leuten die Gedanken oder Zweifel lauter. Aber du hast sozusagen durch deinen Mann auch gut einfangen können.
Elke ReuschelIch war nicht nur einmal schwanger, ich war dann gleich nochmal schwanger.
Nico HildmannJa, aber was man da einfach, finde ich, alles bewerkstelligen muss. Und es
Von der Einzelunternehmerin zum Team mit rund 40 Trainerinnen und Trainern
Nico Hildmannist natürlich dann super schön zu sehen im Endeffekt, dass sich eine wachsende Unternehmung darauf gebildet hat. Weil ich habe es dir gerade auch im Vorfeld noch gesagt, die Podcast-Ausstrahlung unserer Folge hier ist genau zwischen unseren eigentlichen Staffeln, der Staffel 4 Mut zum Gründen und der Staffel 5 Wachstumwagen heißt es. Und du bist für mich die Person, die das diesen Zwischenschritt genau macht. Du verhilfst jetzt Leuten zum Wachsen, kommst aber aus einem krass mutigen Schritt in die Selbstständigkeit. Also ich finde es echt Hammer. Und es ist natürlich auch schön zu sehen von einer, ja ich sag mal, einer One-Woman-Show oder einem kleinen Team bis hin jetzt zu einem Netzwerk aus 40 Leuten. Also hast du es dir damals genau so vorgestellt vom Wachstum her, aller Businessplan, das war eh mein Plan, oder bist du mit den Möglichkeiten, die sich dir geboten haben, gewachsen?
Elke ReuschelAlso ich bin auch mit den Situationen gewachsen. Also das Jahr 2000 kam ja irgendwann und die Welt war nicht untergegangen. Und Softwaretraining an dieser Stelle war jetzt dann nicht mehr so angesagt. Und da ich meinen Aha-Moment hatte von Anfang an und wusste, ich wollte irgendwie in der Trainingsbranche bleiben, war natürlich ein bisschen Arbeit angesagt. Ich hatte ja keine Trainerausbildung in dem Sinne und habe dann tatsächlich ein bisschen was im Jahr 2000 nachgeholt, wo im Übrigen dann auch nochmal unser Sohn geboren worden ist. Aber ich habe keinen Training gemacht, das ganze Jahr über nicht. Und das habe ich genutzt, um mich weiterzuentwickeln in die Richtung Communications and then tatsächlich als One-Woman-Show Communicationstraining unterwegs gewesen. And that this then so wächst was kein business plan. That was the situation ganz einfach deshalb, weil bei aller Bescheidenheit waren meine Trainings and the Leute wollten halt mehr from me. They können sie auch dieses machen, können sie auch jenes machen. And this war nie meins. Also ich war schon immer ein Freund von Spezialisierung. Und da habe ich mir ein kleines Netzwerk auch geschaffen mit Menschen, die meine Lücken gefüllt haben. Und ja, elf Jahre später erst ist aus diesem kleinen Netzwerk tatsächlich die heutige Firma entstanden.
Nico HildmannGenau, aber dann wirklich ein rapides Anwachsen auf einem schon ordentlichen Expertenpool. Auch da, das will ich gar nicht ohne Teppich kennen, was du gesagt hast, fand ich wahnsinnig wichtig. Diese, ich finde es eh klar, wie du es gerade so sagst, deine Situation umreisen. Du hast dann gemerkt, zwar jeder will noch ein bisschen mehr. Und dann vielleicht, manche tappen dann in die Fall und sagen, okay, dann bilde ich mich noch weiter und bla bla bla. Aber du willst es nicht. Also sprich, du siehst dich in diesem Themenfeld vielleicht gar nicht. Und das zu realisieren, ganz, ganz wichtig, was will ich nicht, aber es will der Kunde, also hole ich mir Leute, die das gerne mögen und baue mein Netzwerk drauf aus. Genau so war es.
Elke ReuschelAlso genau so war es auch, ja.
Nico HildmannUnd jetzt sind es mittlerweile, also ich habe mal auf der Webseite geguckt, Train Instinct, ne? Da sprichst du von einem Kernteam und einem Experten-Team. Magst du uns mal so ein bisschen die Situation von Train Instinct sagen? Wer sind da? Ich denke mal, das Kernteam ist dann Train Instinct und die anderen sind die externe Ressource, oder?
Elke ReuschelGenau, genau so richtig ist es. Also im Kernteam sind auch angestellte Trainer, also tatsächlich auch. Das ist auch immer so ein bisschen auf die Lebenssituation meiner Trainer abgestellt. Auch da war ich schon immer sehr auf der Seite meiner Trainer. Wenn die Lebenssituation meiner Trainer sich verändert hat und sie brauchten dann eine Festanstellung, dann habe ich sie auch eingestellt und bin auch immer sehr gut damit gefahren. Aber das Kernteam ist tatsächlich, ich habe damals gegründet, da waren wir zu fünf und diese fünf Menschen sind auch immer noch dabei.
Nico HildmannDas ist ja cool. Super.
Elke ReuschelJa, die sind tatsächlich immer noch dabei. Also das ist der ganz kernige Kern. Und das Kernteam sind halt 15 Menschen, die bei uns angestellt sind. Und der Rest bis auf die 40 dann hochgerechnet sind freiberufliche Mitarbeiter, wobei ich immer das Wort Netzwerk an der Stelle nicht so gerne in den Mund nehme, weil wir doch ein Team sind. Also wir sind tatsächlich nicht so, wer zuerst die Hand hebt, der geht zum Kunden, sondern wir sind ein festes Team. Unser Team wächst natürlich, aber wir haben wenig Fluktuationen.
Nico HildmannJa, was auch sehr, sehr wichtig ist in der heutigen Zeit, ist es auch ein sehr gutes Qualitätsmerkmal und Siegel. Du sagst, ihr wächst, ich wollte dich nämlich gerade fragen, ist diese Größe, die du jetzt oder ihr erreicht habt, gut, ideal oder was denkst du darüber? Oder wachst du willst du immer weiter wachsen? Weil ich glaube, an so Stufen von verschiedensten Menschen, wenn sie zusammenkommen, also ich habe immer mal gehört von meinem damaligen Chef noch in Karlsruhe, so ab 40 ist kritisch, dann wird es ein bisschen anonymer im Team und so, also so unternehmensgrößenmäßig. Wie siehst du da gerade eure Situation?
Elke ReuschelJa, also es ist wirklich ein bisschen situationsabhängig, weil unsere Themen ja auch situationsabhängig sind. Also vor drei Jahren haben wir noch kein KI-Training gemacht. Jetzt haben wir einiges an KI-Training, was wir durchführen. Und dadurch gibt es Wachstum. Ansonsten, so von 2011 an, 2013, 2015 bin ich strategisch gewachsen. Also da hatte ich richtig Strategie, dieses Jahr Wachstum und dann ganz konkret Trainersuche. Zum großen Teil, die Trainer wurden bei uns auch selbst ausgebildet. Wir haben Trainerausbildungen gemacht. Also das war richtig strategisches Wachstum. Und dadurch ist auch das Thema Netzwerk für mich über das Wort nicht so ganz passend, weil das sind schon Eigengewächse.
Nico HildmannJa, aber schön, wenn man da noch die Eigen, also die Entwicklung derer sieht. Und es gehört ja schon was dazu, das Ganze jetzt zu orchestrieren. Und da
Wie Train Instinct arbeitet: Kunden, Trainingsprogramme und individuelle Lösungen
Nico Hildmannwürde ich auch gerne ein bisschen jetzt näher die Arbeit von Train Instinct, also von euch, verstehen. Wenn da so viele irgendwo im Pool sind, die genutzt werden können. Ich habe mich direkt dann gefragt, weil ihr ja ganz viele Themen auch anbietet, von Vertrieb, Überführung, Kommunikation, was ja ein Riesenbereich ist. Was ist denn so ein typischer Auftrag bei euch? Also gibt es so das Hauptproblem, wo die meisten Kunden auf euch zukommen und kommen die eigentlich auf euch zu oder müsst ihr aktiv Akquise machen? Also wie muss ich mir das so vorstellen bei euch?
Elke ReuschelEs ist tatsächlich ein Mix. Also am Anfang war es natürlich kalte Akquise, Hörer in die Hand. Jeder hat so seine paar Kunden mitgebracht gehabt. Aber dann ist es so, dass wenn man bekannt ist und keine silbernen Löffel geklaut hat, dass die auch wieder auf uns zugekommen sind. Es stand für Qualität, es stand für Zuverlässigkeit. And im Backoffice is it by unsort so that viel für den Kunden schon mal organisiert wird, was der Kunde schon mal alles nicht machen muss, was wir im Vorfeld upfedern. Auch das ist etwas, was natürlich a plus punkt is, and where we are saying, okay, then give me this project on Train Instinct, weil a men organisation by us. They brauchen acquirieren. So a bit morewurfartig with the Grubenlampe is unserible at all and guckt where jetzt wieder melden könnte mit Themen. Aber Kaltaquise is immer noch ein Thema bei uns. Neukundenakquise, we have pro Monat ungefähr zwei Neukunden, weil wir das auch brauchen. Weil wenn ein größeres Projekt durchtrainiert ist, dann haben wir den Kunden mal zwei Jahre bekleidet und dann ist auch mal unter Umständen ein bisschen Ruhe. Also das gibt es durchaus. Also wir brauchen auch die Neukundenakquise. Nach so vielen Jahren jetzt mittlerweile ist es natürlich schön, dass die Kunden zu uns kommen. Ja, also das ist jetzt ein schönes Gefühl. Wir sind jetzt 15 Jahre in der Form am Markt und so nach zehn Jahren fing es an.
Nico HildmannJa, okay. Und die Kunden, die dann so kommen, haben die dann, also ist zum Beispiel immer noch Vertriebsweiterbildung. Ist das noch der so Top 1 so? Also das wäre in meinem Gefühl so, dass so diese Vertriebsschulung, Weiterbildung immer noch so ein Kern ist oder es ist ein Hauptthema, denke ich, was ihr mit anbietet.
Elke ReuschelDas ist ein Hauptthema. Ein weiteres Hauptthema ist Service.
Nico HildmannJa.
Elke ReuschelAlso das ist ein Riesenthema. Und unser großes Standbein ist natürlich Berufseinsteiger und Auszubildende. Du als Studierende, ja, vom Anfang, bis sie dann alleine fliegen, das ist natürlich eine tolle Sache. Also das macht viel Spaß. Auch hier setzen wir kaum Jungtrainer ein, sondern wirklich Trainer Trainer, die gestern noch die Führungskräfte gesehen haben und die Vertriebsleiter, die sehen dann halt heute die Berufseinsteiger. Auch den Mix mögen auch die Trainer die meisten. Und ja, also das macht schon Spaß. Aber das sind so die Säulen, auf denen wir auch stehen. Führungskräfte-Training dürfte natürlich immer mehr sein. Führungskräfte kann man schlecht schicken. Das ist immer das Thema.
Nico HildmannSo viel intrinsische Motivation muss dann halt da sein.
Elke ReuschelGenau, genau. Aber ja, alle Themen unter einem Hut. Aber das geht nur, wenn man so viele Spezialisten an Bord hat.
Nico HildmannWeil ich habe mir das so dann gedacht. Ich finde das insgesamt, ich habe das sehr viel jetzt so reingedacht, weil ich das ein ganz spannendes Feld finde, weil auch wenn die Themen ja immer gleich bleiben, sind es immer unterschiedliche Menschen. Und das ist natürlich cool. Das ist ja irgendwie so das Pendant auch bei uns. Unser Programm verändert sich natürlich hier und da mal, aber das Setting ist gleich. Aber es sind immer unterschiedliche Menschen. Du weißt ja nie, was dich so erwartet. Genau. Und da finde ich es so cool, oder habe ich mir mal gedacht, ist es so, dass wenn die Kunden auf euch zukommen und sagen, pass mal auf, ich hätte gerne da und da eine Schulung oder eine Weiterbildung, wissen die schon immer, was sie wollen? Oder in dem Gespräch findet ihr ja mit eurer Erfahrung raus. Ich glaube, da gibt es noch die andere Stellschraube, die man drehen müsste. Ist das auch so bei euch?
Elke ReuschelJa, das ist so. Also das ist auch noch sehr lange so, bis kurz vorm Training. Wir haben ja auch immer das klassische Auftragsklärungsrespektive Strategiegespräch mit dem Trainer.
Nico HildmannSo fängt es an, sozusagen. Aber fängt es, um das vielleicht kurz zu verstehen, der Kunde fragt an und dann sagt, alles klar, wir gucken mal über die Situation. Und dann wird, ist da schon ein Trainer mit drin, wo dann irgendwie die Situation einschätzt oder macht ihr so eine Art Vorsichtung und stellt dann ein Trainer-Team sogar zusammen oder Einzelpersonen, läuft es so ab?
Elke ReuschelGenau, also wir machen das Ganze vorneweg, das macht der Vertrieb, die sind, sind ja auch Trainer und wissen, wovon wir sprechen. Wenn es dann in die Trainingskonzeption geht, dann holen wir den Trainer dazu.
Nico HildmannOkay.
Elke ReuschelAlso das ist, weil wir liefern keine vorgefertigten Trainerleitfäden. Das machen bei uns die Trainer selbst. Und es ist nur klar, wenn wir, es ist heutzutage viel eine Frage des Budgets. Und wenn wir ein Budget haben für das Thema A, und der Trainer sagt, die bräuchten aber viel mehr B, dann muss es erst wieder zurück an den Vertrieb.
Nico HildmannNa klar, du kannst ja nicht einfach entscheiden, dann machen wir eben was anderes.
Elke ReuschelAlso das machen wir nicht. Also wir gehen schon das, was wir beauftragt sind, machen wir dann auch.
Nico HildmannGibt es aber in dem Klärungsgespräch, habe ich mir auch mal jetzt gerade so gedacht, gibt es da so klassische Red Flags, wo ihr sagt, nee, also da sagen wir den Auftrag ab oder gibt es es?
Elke ReuschelAlso wir haben, es gibt Themen, die jetzt heutzutage über Burnout und Resilienz hinausgehen. Also wir haben immer noch Teilnehmer, wir haben keine Patienten.
Nico HildmannOkay, ja, ey, super, super, finde ich eine super Einstellung natürlich auch. Okay, und das ist ja auch die vorseitige. Sorry, das geht halt, das sind andere Themen wichtiger, die müssen erst geklärt werden, um vielleicht dann halt so ein Thema anzugehen. Ja, spannend, ne? Und dann ergibt sich ja ein Programm irgendwo, oder sind es dann einzelne Termine oder weil du vorhin gesagt hast, vielleicht nach zwei Jahren, wie lange begleitet ihr denn?
Elke ReuschelDas ist, so wie es der Kunde gerne macht. Also natürlich ist es für uns nicht so schön, wenn wir diese Eintragesfliegen haben. Wir arbeiten mit Menschen, wir arbeiten mit Verhaltensender. Und ein Trainingstag. Klar, es geht heutzutage with schneller and not schneller and not kürzer, but we fragment then schon Solence can or this can. Wir müssen die Menschen ja mitnehmen, wir müssen sie ja mitholen. Wir müssen ja gucken, gefällt euch der Weg, den ihr da geht, oder braucht ihr einen anderen Weg, den wir euch aufzeigen können? Es gibt ja nie nur immer eine Lösung. Und deshalb ist es schön, wenn wir, wie wir es auch sind, bei vielen mit Programmen aufgestellt sind. Aber wir nehmen auch Eintagsfliegen. Wenn der Kunde es gerne so möchte, vielleicht ist es ja auch nur ein Einstieg.
Nico HildmannJa, genau, richtig. Und auch da der Satz, den du gerade gesagt hast, ich finde, es beschreibt auch so ein bisschen deinen Staat, wie sollen es Könnenstadt kennen, weil genau das ist das, was ja rauskam aus dieser Schule, wo man sagt, genau diese Anwendung, es soll ja wirken und umsetzbar sein. Und dann finde ich auch, wenn man sich auf sowas dann einlässt, dann ist es schon eine Reise irgendwo auch, wo man sagt, ey, das ist eine persönliche Weiterentwicklungsreise. Es geht nun mal ein bisschen länger. Und ja, finde ich super spannend, dann auch so eine Entwicklung bei den Kunden natürlich auch zu sehen.
Elke ReuschelJa, und es ist sogar messbar. Also es ist tatsächlich messbar, dass die Erfolge da sind, wenn man länger dranbleibt. Also das ist heute moderne Systeme, die schaffen das, dass man das messen kann.
Nico HildmannIch könnte mir das nämlich auch so vorstellen, dass wenn man einen längeren Prozess mit jemandem geht, mit einem Trainer, da ist halt ein Vertrauensaufbau. Vielleicht nach eins, zwei, drei Terminen bist du noch etwas verschlossener. Hast vielleicht schon ein paar Probleme im Hinterkopf, wo du sagst, eigentlich würde ich gerne mal darüber sprechen, aber ich kann die Person noch nicht genau einschätzen. Und dann aber, du begleidest mich jetzt schon sechs Monate, das ist ja schon fast freundschaftlich, was sich da wahrscheinlich entsteht.
Elke ReuschelDas ist schon, ja, das ist schon wertvoll, wenn es länger ist.
Nico HildmannDa aber nochmal die spannende Frage für mich. Jetzt hast du ja 40 Trainer und Trainerinnen. Jetzt gibt es natürlich wahrscheinlich einige, die Vertriebsasse sind oder Experten. Wie wählst du denn aus?
Elke ReuschelDas ist eigentlich einer meiner Lieblingssätze, wenn mich einer fragt, was machst du eigentlich, dann sage ich ganz oft, ach, im Prinzip mache ich aktiven Menschenhandel. Also jeder hat bei mir auch ein Thema im Gepäck. Aber bei uns ist ganz, ganz wichtig, dass die Nase zum Unternehmen passt. Der Trainer muss vom Typ her passen, dass der thematisch passt, das ist unser Job, da kann sich der Kunde hundert Prozent drauf verlassen. Und die Trainer, die wir vorstellen, wo wir sagen, die können wir uns in ihrem Hause gut vorstellen. Da haben wir auch eine sehr, sehr gute Trefferquote, weil wir halt doch mehrere Menschen sind, die das schon mal so vorselektieren. Und das ist eigentlich das Wichtigste. Und ich habe Trainer, die ich sehr selten zu jemandem hinschicken kann, wenn man das so krass sagen kann, aber weil er einfach so eine spezielle Person ist, vielleicht auch. Genau, genau, so eine spezielle Persönlichkeit ist, dass es einfach nicht dahin passt.
Nico HildmannJa, okay.
Elke ReuschelAber das Agreement läuft.
Nico HildmannSehr schön. Also, das ist ja dann wirklich auch so eine Art Alleinstellungsmerkmal, was ihr bietet, diese Menschenkenntnis auch. Wen lässt man auf wen los? Für mich ist es genauso, wenn ich bei unseren Startups die Experten matche die Mentoren. Da denke ich mir auch, ich glaube, die verstehen sich ganz gut. Ja, genau. Das ist eine super Dynamik, die sich ergibt. Und dann, meistens ist es so, ne? Also wirklich in den meisten Fällen ist es so. Ich habe noch nichts Gegenteiliges gehört tatsächlich, aber dass man dann auch noch merkt, hey, und zusätzlich hatte der Mentor das und das Hobby, was genauso dazu gepasst hat, ey, wusste ich ja gar nicht. Aber Menschen kennen es irgendwie so ein Bauchgefühl, das passt jetzt. Ja, genau. Ja, aber spannend auch, dass man da auch immer sich, ihr kriegt ja selber auch immer oder du eine Bestätigung, hey, das hat gepasst wahrscheinlich, wenn dann Feedback kommt.
Elke ReuschelDas macht es ja auch schön.
Nico HildmannUnd jetzt hast du vorhin auch schon gesagt, Azubis, ne, also ihr habt ja unterschiedlichste Zielgruppen, von Auszubildenden, Führungskräften bis hin zu Geschäftsführern. Gibt es ein Thema oder einen Punkt, wo du sagst, da sind alle gleich. Da, egal wie viel Berufserfahrung oder, keine Ahnung, Hierarchieebene, da starten alle bei null oder sowas.
Elke ReuschelRaus aus der Komfortzone. Da sind sie alle bei null.
Nico HildmannWas ist so deine Erfahrung dahinter?
Elke ReuschelJa, also das ist, wenn es ganz neu ist, ja, das ist, wenn man Dinge immer schon auf die gleiche Art und Weise gemacht hat. Azubis Schüler, die waren immer jeden Morgen Punkt um in der Schule und haben gesagt, was sie jetzt so lernen sollen, jetzt müssen sie frei arbeiten, raus aus der Komfortzone. Einige setzen sich in die Ecke, reden überhaupt gar nichts mehr. Das ist eine Riesenveränderung. Und bei Führungskräften, das haben wir ja schon immer so gemacht, raus aus der Komfortzone. Also das hatten wir ja jetzt oft genug, dass jetzt auf einmal geführt werden muss auf Distanz, dass es nicht mehr Kontrolle unbedingt das Medium der Wahl sein kann und dass man trotzdem die Mitarbeiter nicht verlieren darf und worauf man zu achten hat, wir haben Generationen wechseln, wir haben kulturelle Unterschiede. Da tun sich einige Führungskräfte wirklich schwer. Aber raus aus der Komfortzone, das haben sie beide.
Nico HildmannJa, also ich finde, wenn du, also diese bevorstehende Ungewissheit ist, glaube ich, so das, was jeder so, boah, okay, wie gehe ich damit um? Aber es kann mir schon sagen, wenn die bei euch sind, sind sie ja schon mal wahrscheinlich einen Schritt aus der Komfortzone gegangen und haben den Anfang gemacht. Aber dann in so eine neue Welt, also allein was du sagst, ne, Schule prägt, sieben Uhr oder wann es halt losging, ne, da, und das ist dann ein geregelter Ablauf. Und dann verändert sich das aber mal über die Zeit oder genau, du musst bist selber für dich jetzt verantwortlich und musst Leistung bringen, keiner gibt dir mir eine Hausaufgabe oder sowas. Also echt auch, da finde ich echt spannend, dass man sagt, da sind wir dann doch alle gleich irgendwo, ne, im Setting. Ja, und
Das „Riesenrad der Weiterbildung“ als Leitbild für Entwicklung
Nico Hildmannwas man, wenn man natürlich auf eurseite guckt, dann nicht drumherum kommt zu sehen, ist ein Riesenrad. Und grün. Genau, und grün, absolut. Aber wirklich in, ich nenne es jetzt mal Schrift und Bild sieht man ganz häufig Riesenrad, und ich habe auch gelesen, es ist das Riesenrad der Weiterbildung. Hol uns doch damals zu ab, was sich hinter dem Riesenrad genau verbirgt.
Elke ReuschelAlso von Anfang an war, wir drehen ein Riesenrad für Sie. Das war immer so ein Ausdruck, den ich immer sagte, wenn was nicht geklappt hat, dass ich gesagt habe, das darf doch nicht wahr sein, ich drehe hier ein Riesenrad und dann wird das hier alles nichts. Und daraus ist dieser, weil es, wir sind ja keine Schausteller, es ist ja eigentlich kein Riesenrad, sondern es ist auch kein Deutsch. Ich weiß, ich aus Hessen, Franke, da ist es egal. Aber den Satz, es gibt, wir drehen ein Riesenrad für sie, ist ja kein Deutsch, sondern das wäre dann ein riesiges Rad an der Stelle. Und da haben wir es als Marke eingetragen. Und diese Marke hat uns tatsächlich oder beschreibt uns. Also wir nehmen Menschen mit auf eine Reise in eine Gondel, die ein Thema sein kann. Und während dieser Reise sieht man mehrere Ebenen. Und je höher man steigt, umso mehr hat man auch den Perspektivwechsel. Man guckt auch mal von einer anderen Richtung da drauf und erkennt andere Sachen und stellt dann, wenn man wieder angekommen ist, fest, okay, das war jetzt eine spannende Reise, aber das Thema XY interessiert mich. Dann wechsle ich einfach mal die Gondel. Dann gehen wir mal woanders rein. Also wir nehmen sie alle mit. Es wird auch bei uns keinem schlecht mittendrin. Wenn er die Reise nicht mehr möchte, darf er auch aussteigen. Also das ist so ganz klar bei uns. Und manchmal drehen wir uns so schlimm, so, so schnell, dass wir intern sagen, bald fliegen wir hier aus der Kurve oder aus der Gondel raus. Aber es ist das Gemütliche. Fahren und die Entwicklung und die Weiterentwicklung. Und natürlich ist es ein Rad, weil es darf keinen Anfang und kein Ende geben.
Nico HildmannAlso ich finde, also es ist ja ein super skizziertes Bild. Genau kann man wirklich sehr, sehr schön alles verbinden. Und ich würde auch behaupten, so die Gondeln, die streben oder sowas, es ist halt doch irgendwie alles miteinander verbunden, weil es mündet halt in eine Persönlichkeitsentwicklung vielleicht. Genau. Ganz genau. Also top. Also ich finde, als ich mir das so ein bisschen durchgelesen habe oder im Vorgespräch, damals, wie du so ein bisschen mal umrissen hast, ne, das ist einfach ein ganz, ganz tolles Bild, wo man sagt, es gibt kein Anfang, kein Ende, es gibt auch mal einen Downer. Also was man halt da rein interpretieren möchte. Finde ich echt cool.
Elke ReuschelJa, und wir haben halt keinen Katalog, wir arbeiten maßgeschneidet, aber wir erfinden ja nicht alles neu. Also das Gerüst, das Gerippe, das gibt es ja. Also das ist nur, wir bestücken halt die Gondeln immer so, wie wir es gerne brauchen.
Weiterbildung, KI und die Bedeutung der Menschen im Unternehmen
Nico HildmannUnd es wird ja augenscheinlich sehr gut wahrgenommen, was ja auch echt cool ist. Du hast vorhin noch gesagt, so dieser Nebensatz, Führungskräfte könnten mehr sein. Ich würde gerne mal von dir so hören, wie du gerade aktuell die Situation des Weiterbildungsmarktes so siehst. Bist du, wenn du daran denkst, positiv gestimmt, nehmen das viele gerade wahr? Oder auch in Zeiten jetzt von KI, Prozessen, Tools, ist da irgendwie ein anderer Fokus bei Unternehmen zu sehen, wo man sagt, ah, lieber erstmal in die Technik als in die Mitarbeiter. Hast du da ja gerade so eine Gefühlslage, wo du sagst, das entwickelt sich gerade in die oder die Richtung?
Elke ReuschelAlso das ist wirklich sehr unterschiedlich und da ist die Führung im Boot. Also es gibt Unternehmen, da gibt es eine Besprechung und da wird verkündet, wir machen jetzt KI.
Nico HildmannJa. Das ist wie benutzen jetzt das Internet.
Elke ReuschelAlso das ist genauso. Wenn die Mitarbeiter mit dieser Aussage und jetzt machen sie mal, alleine gelassen werden, dann sind wir natürlich an mehreren Stellen. Dann sind wir bei der Technik dabei, wir begleiten KI-Teams, ganz unterschiedliche Sachen. Am liebsten steigen wir tatsächlich bei den Mitarbeitern ein, bei der breiten Masse, richtig bei der Basis, wie prompte ich, wie komme ich dorthin, dass mir die KI auch Dinge sagt, die ich auch hören will, dass es auch vernünftig ist, was schieße ich ins Universum ein bisschen weiterführend, natürlich, was der IE-Act sagt, aber was für mich das halt auch bedeutet, dass ich abwägen muss, mache ich das jetzt oder mache ich es nicht. Kleine Unternehmen, die haben ihre KI immer am Internet. Also Co-Pilot macht es ja jetzt ein bisschen anders, dass man das Internet ausschalten kann, was durchaus viele Unternehmen nutzen und sagen, dass man das eigene Wissen halt auch dafür nutzt, um die KI halt zu füttern und auch dann Texte und alles, was drumherum ist, zu gestalten. Wenn die Mitarbeiter an der Stelle mitgenommen werden und feststellen, ach, an meinem Arbeitsplatz könnte ich das und das ersetzen durch KI. Habe ich eh keine Lust drauf, mache ich nicht so gerne. Ist eh doof. Das ist natürlich am allerschönsten. Weil dann sehen sie, selbst so lästige Sachen werden einem abgenommen und dann wird der Sinn auch schnell klarer. Also da ist Technik auf der einen Seite für KI-Teams, die Mitarbeiter am liebsten sehr früh, wobei ich auch nicht sagen müsste, dass sie noch nie KI benutzt haben. Klar haben sie das die meisten heutzutage schon, aber schon für ein Unternehmen früh, damit die Marschrichtung klar ist, die Philosophie klar ist und wir schießen auch nicht an den Führungskräften vorbei.
Nico HildmannAber so ist ja dann, dass das Thema KI ein Weiterbildungsthema letzten Endes ist.
Elke ReuschelTotal, total.
Nico HildmannIst es aber so, dass du sagst, das ist jetzt das aufstrebende Thema und sonst so andere Themen fallen jetzt eher hinten runter? Also bist du positiv gestimmt, wenn du sagst, diese, weil ich glaube, auf eurer Webseite stand auch das Wort Weiterbildungsagentur, oder? Genau. So kann man euch ja bezeichnen, wenn man.
Elke ReuschelWir sagen gerne Partner, aber ich glaube, genau.
Nico HildmannAber ist dann so, ist das eine rosige Zukunft, wo man sagt, Weiterbildungen werden nie enden, weil eben auch neue Themen dazukommen und eins fällt halt immer hinten runter. Bist du da sehr positiv, wie es da gerade aussieht, dass in Weiterbildung von Unternehmen investiert wird?
Elke ReuschelEs wird leider, wenn gespart wird, als erstes an der Stelle gespart. Das spüren wir natürlich auch. Budgets werden gekürzt, also das wird dann beim Mitarbeiter gekürzt. Das ist schon kurz gesprungen. Ja, weil die Mitarbeiter sind schon das Herzstück. Und wenn es da nicht weitergeht und keine Weiterentwicklung gibt, dann kann die Technik super sein. Das ist bei Maschinenbestückung ein ganz anderes Thema, aber bei anderen Themen, die besetzt werden, wo der Mensch einfach noch die wichtige Rolle spielt und er spielt schon noch eine verdammt wichtige Rolle, da ist die Entwicklung, ja, es ist viel teurer, neue Menschen rein zu holen, auszubilden, als das bestehende Personal weiterzubilden. And auch wenn einer an einer Stelle nicht performt, also ein Frosch in der Wüste ist ja kein schlechter Frosch, der sitzt nur am fälschen Platz, yeah. Also da kann man ja was tun. Das ist so.
Nico HildmannAlso auch da, wie du es so vorhin auch gesagt hast, so Service oder sowas. Man mag ja meinen, und das merkt man jetzt auch schon, da übernimmt ja viel die KI, auch als Telefonassistent oder sowas, ne? Ist ja der Service zum Beispiel. Aber nichtsdestotrotz ersetzt es nicht die Nähe eines Menschen, auch die Stimme von einem Menschen, wo man sagt, das Einfühlen oder du merkst halt, das ist dann eine Maschine, auch wenn du ans Ziel kommst, ist es ein ganz anderes Gefühl, wie. Und ich glaube, natürlich wird sich das auch noch irgendwo entwickeln. Aber ja, wie du schon sagst, normalerweise, und das ist auch meine Erfahrung, wird erstmal an diesen Soft Skills-Budget runtergeschraubt, wo man sagt, die können ja noch ihr Zeug, jetzt machen wir erstmal unser das, was brennt. Aber der Mensch ist der größte Wachstumshebel im Unternehmen. Der ist die Basis.
Elke ReuschelJa, und KI kann viel. Die kann Dinge zusammenführen, die kann analysieren, die kann alles, aber sie kann keine Verantwortung übernehmen. Dafür brauchen wir die Menschen.
Nico HildmannAlso auch da super vielseitige Themen auch. Was mich da
Feedbackkultur: Warum Respekt und die richtige Haltung entscheidend sind
Nico Hildmannnoch interessiert, weil das habe ich damals noch in Karlsruhe gesehen und das ist immer meines Erachtens ein Thema, wo viele sich schwer tun mit. Insgesamt der Kommunikationsblock, da kann man ja viel mit reinnehmen, wie Konfliktmanagement oder sowas. Aber auch allein, eigentlich ein positives Thema, Feedback. Feedbackkultur, ne? Wo man sagt, was ich häufig auch erlebt habe, erstens mal eine Schwierigkeit, Feedback zu geben und aber auch aufzunehmen. Ist das bei euch auch so ein Thema? Oder wie siehst du dieses Thema? Warum tun sich da viele schwer vielleicht?
Elke ReuschelAlso grundsätzlich tun sich erstmal viele schwer, weil sie denken, Feedback ist Kritik.
Nico HildmannJa, tatsächlich.
Elke ReuschelAlso das erstmal aufzulösen, das hilft schon mal ganz gut. Wir leben ja in der Generation Feedback, ja, aber dann bitte nur positiv.
Nico HildmannJa, das kann es auch nicht sein.
Elke ReuschelAber ich glaube, das Entscheidende ist, und das ist tatsächlich bei uns auch ein großes Trainingsthema, Feedback, weil es interne Kommunikation immer zum Thema Feedback geht. Es muss erstmal der Respekt foreinander da sein. Und wir kommunizieren stets, wenn man das Gefühl hat, man möchte jemandem Feedback geben, dann muss man aber vorher fragen, darf ich dir dazu Feedback geben? And immer wenn man eine Frage mit Darf stellt, dann muss man mit einem Nein umgehen können. And when der sagt Nein jetzt nicht, der Mensch, dann ist es eben jetzt nicht. Vielleicht kommt er ja in einer Viertelstunde and sagt, Magst du mir jetzt dazu Feedback geben? Und das ist eigentlich das, was zuerst trainiert werden muss. Dass das Vertrauen untereinander da ist, dass man mit dem Nein umgehen kann, dass man die Frage stellt, darf ich dir Feedback geben, and for mich ist das Respekt.
Nico HildmannAlso finde ich auch ganz toll erklärt, weil es genau so ist. Weil jetzt wenn man so darüber nachdenkt, finde ich, wenn du jemanden ein Feedback geben möchtest, der weiß ja gerne, was du forgest, dann is er vielleicht ein bisschen überrumpelt. It can ja wirklich sein, so eine halbe Stunde später, ich muss jetzt erst mal kurz damit klarkommen, gerne. Oder sowas. Aber in dem Moment konnte ich es gerade nicht einordnen. But that's allein this, when so eine Conversation entsteht, it's a ganz andere Ebene. Respektsebene tatsächlich. Genau, genau.
Elke ReuschelUnd manchmal ist man ja auch wütend, zornig, aufgebracht, was weiß ich. Und dann kommt einer und will einem Feedback geben, da sagt man schon, nee, jetzt aber nicht. Es geht jetzt einfach nicht. Und damit startet es. Egal, ob es dann positiv oder negativ wird, Kritik wird oder nicht, aber es ist, das ist der Einstieg. Und ich glaube, das ist ein wichtiger Trainingsbaustein, den wir dabei haben. Absolut.
Nico HildmannAlso wirklich, guckt ja gerne mal auf die Webseite, wir verlinken natürlich auch alles, ist ja klar. Ganz, ganz viele Möglichkeiten, die Instinkte zu trainieren in verschiedenen Ebenen. Und wie gesagt, also ich unterstreiche das nochmal, ich finde das ein ganz, ganz spannendes Feld, wo ihr euch bewegt, weil das ja so dynamisch ist von den Teilnehmern, auch das Feedback, was dann von den Trainern kommt und so weiter und wie insgesamt auch euer Team wächst, sehr, sehr schön. Und da komme
Familienunternehmen, klare Grenzen und die Vorbereitung der Nachfolge
Nico Hildmannich auch noch so zu dem, ich sag mal, so letzten Themenpunkt, wo ich gerne auch nochmal mit dir sprechen würde. Du hast nämlich auch gesagt, es ist ja im Endeffekt auch schon fast ein Familienunternehmen, was sich da hier entwickelt hat. Denn die nächste Generation ist ja auch schon Teil im Unternehmen. Sind es dann deine Kinder, die dabei sind?
Elke ReuschelAlso der eine Sohn ist dabei und die Schwiegertochter ist dabei.
Nico HildmannOkay, ja, cool, weil es ist ja ein geiler Rahmen. Eigentlich der Grund, warum du in die Selbstständigkeit gegangen bist, ist jetzt Teil davon. Also, ich finde es der absolute Hammer. Hast du dir so gewünscht, tatsächlich auf der Reise?
Elke ReuschelAlso gewünscht ja. Ob ich es mir hätte vorstellen können damals, weiß ich tatsächlich nicht. Es ist schön. Es ist, also ein Kollege hat mal zu mir gesagt, und wie ist es so? Und dann habe ich so im Prinzip wie auch ein Bauernhof. Also, es sind einfach alle beieinander. Nicht so schön.
Nico HildmannWeil ich hatte jetzt schon einige Familienunternehmer hier und auch hier in unserem Netzwerk und tatsächlich ist so eine der ersten Fragen, geht dann, ja, und wie regelt ihr das? Gibt es da überhaupt noch ein anderes Gesprächsthema und so privat, weil man nimmt doch immer dann das Business irgendwie auch ins Private mit rein, weil es ja ein Thema ist, was alle umgeht. Habt ihr für euch Regeln? Weil manche haben Regeln.
Elke ReuschelAlso da kommt mir natürlich die Branche zugute. Also erstens mal Kommunikation, ja, ganz wichtiges Thema. Und wir haben alle ein geschäftliches und ein privates Handy.
Nico HildmannOkay.
Elke ReuschelUnd wenn wir was Geschäftliches wollen, dann rufe ich auch nicht auf dem privaten Handy an.
Nico HildmannOkay.
Elke ReuschelAlso das ist getrennt. Wenn wir natürlich zusammen sind und alle am Tisch sitzen und wir uns treffen, dann spricht jeder auch über die Arbeit, wie jeder Mensch auch mal über die Arbeit spricht. Aber wir wälzen keine Probleme und wir suchen keine Lösungen. Wir unterhalten uns mal. Das war gut, das war nicht so gut, but we suchen keine Lösungen. Dann sagen wir ganz klar, das machen wir dann morgen oder Montag oder wann auch immer. But da achte ich sehr drauf. Also da ich sehe das auch als mein Job, darauf zu achten. But this funktioniert prima.
Nico HildmannHast du dich aber trotzdem mal ertappt, oder vielleicht auch dein Sohn or sowas? When du auf dem Geschäftslinie nicht erreichbar bist, ich rufe doch nochmal privat an. Nee. Nee, that's not so good. Nein, kann ja sein. Das ist jetzt wichtig oder sowas. Jetzt probiere ich es dann doch nochmal. But that's ja wichtig, nicht diese Regel zu sprengen, die man ja wirklich gemacht hat. Ich finde es auch sehr sinnvoll. Es klingt sehr easy, aber man weiß ja, wie man als Mensch tickt irgendwo und so, ich will jetzt aber diese Information, dann suche ich mir halt einen anderen Kommunikationsweg, aber gut, wenn wir es nicht machen.
Elke ReuschelNein, also da bin ich sehr strikt. Also das muss ich schon sagen. Das wird hochgehalten.
Nico HildmannJa, aber klasse, auch wenn sich das dann auch keine Überhand nimmt, weil wirklich von bis aus Sagenfamilien, nee, das kannst du gar nicht trennen. Das kommt immer auf. Oder ja, Regeln, ich weiß es nicht mehr ganz genau, es war auch in der Podcast-Folge, die haben auch eine, wenn sie beisammen sind, mal kurz Ansprache oder wie du gerade auch sagst, ey, es reicht morgen. Dann können wir nochmal. Oder innen im Eins zu eins, und nicht in der ganzen Gemeinschaft oder irgendwie sowas, wo ich sage, das macht auch alles Sinn, weil sonst nimmt es Überhand wahrscheinlich.
Elke ReuschelAlso es ist, das klappt. Ob das jetzt richtig ausgesprochene Regeln sein müssen, weiß ich nicht. Wie gesagt, in unserem Fall kommt mir halt auch die Branche zugute. Also da merke ich dann schon, jetzt besser nicht.
Nico HildmannAber auch cool. Also hast du vielleicht, um das auch mal zu sagen, weil wenn man natürlich dann Kinder hat in einem Alter, wo man sagt, die suchen sich jetzt Jobs und so weiter, hat dein Sohn, ist der vielleicht auch von dir so in dem Sinne geprägt worden, dass er sich für diese Branche oder die Thematik interessiert? Oder hast du so gesagt, ey, könntest du es dir vorstellen, wollen wir uns das mal angucken? Hast du so aktiv Einfluss drauf genommen oder ist das komplett random jetzt passiert?
Elke ReuschelAlso, die Jungs sind von der Ausbildung her beide was anderes. Also der eine ist Naturwissenschaftler und der andere hat gerade sein erstes Staatsexamen hinter sich gebracht. Also der ist auf der Juraschien and arbeitet sehr wertvoll by uns mit. Auch schon durchaus studiums. Dass die Schwiegertochter jetzt Wirtschafts studiert, that comes so gut. And that is eingestie, but langsam. We have erst gegucks, obviously gefelt, and she is and half years. Jahre dabei, bis jetzt gefällt es ihr noch, aber ich habe keinen Zwang dran gesetzt, dass die Kinder geprägt sind.
Nico HildmannDas lässt sich nicht verhindern.
Elke ReuschelNein, das ist auch, das schadet ja auch nichts. Die haben auch von Anfang an ein bisschen andere Ansichten. Da ist auch mal im Freundeskreis gefallen, naja, sei du auch mal selbstständig, dann merkst du auch, was da Sache ist. Oder die Arbeitgeber haben ja auch nicht immer den besten Ruf, wenn dann die Jungs gesagt haben, naja, versetz dich doch mal in die Lage von einem Arbeitgeber. Das ist auch nicht alles auf einer Wolke, die rosa ist.
Nico HildmannAbsolut.
Elke ReuschelAlso das prägt schon. Das prägt schon.
Nico HildmannGlaube ich. Aber es ist cool, dass sich das jetzt dann so gefügt hat. Aber wenn ich das jetzt so raushöre, ist Nachfolge bei euch schon ein Thema oder ist das eine Überlegung, die du auch hast oder ihr?
Elke ReuschelAlso die Haare sind nicht gefärbt. Das ist natürlich ein Thema.
Nico HildmannJa, okay. Weil wenn ich eins aus der letzten Staffel gelernt habe, mit Nachfolgemanagement kann man nie früh genug anfangen. Das kann auch schon irgendwie mit 40 oder sowas, keine Ahnung. Ja, wie ist das so der Stand vielleicht bei euch, wenn ihr da schon ein bisschen drüber gesprochen habt?
Elke ReuschelJa, also es ist schon eine Möglichkeit und es ist vielleicht auch der Plan, dass die Schwiegertochter noch stärker einsteigt. Sie sieht auch jetzt alles, sie ist mittlerweile Trainerin, ausgebildet ist, sie sieht jetzt Orga-Teil, sie sieht marketing, also alles, was dazu hurt. Muss es ja auch, wenn sie nachher so weit steigt, dass ich in Teilen ersetzt werde. And sicher wird der jüngste Sohn, der Rechtsanwalt ist, auch einen Teil ersetzen, weil er nicht der Kommunikationsfreudigste, sondern eher der Stratege an der Stelle. Und dann gibt es eben eine Doppelspitze. Aber das wäre natürlich toll.
Nico HildmannAlso das heißt, der Prozess ist schon in dem Sinne angestoßen, weil das ist ja immer das, was ewig ist. Also das dauert, kann ja Jahre dauern, bis man sowas komplett geregelt ist dann. Aber super. Dann ist es schon so ein bisschen mit Zukunftssicht vorbereitet.
Elke ReuschelJa, also es ist auch witzig, dass jeder die jungen Leute fragt, wie kommst du denn damit klar? Vielleicht fragt mich mal jemand, wie kommst du denn damit klar?
Nico HildmannWie kommst du denn damit klar?
Elke ReuschelGenau, aber es ist, ja, es ist, man muss schon loslassen können.
Nico HildmannUnd das ist das, was auch die Nachfolge, Gesprächspartner aus der letzten Staffel auch immer gesagt haben: dieses Dürfen ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, weil du musst übergeben und loslassen können, was du aufgebaut hast. Das ist ja, da bist du emotional dran gebunden. Aber es fühlt sich, so wenn ich dich jetzt so sprechen höre oder wie du mir den Eindruck vermittelst, ist alles wunderbar so, wie es gerade ist, oder? Es fühlt sich gut an. Super. Insgesamt, um dann insgesamt auf den Bogen zu schließen.
Das Unternehmen dem eigenen Leben anpassen und Verantwortung abgeben
Nico HildmannIch finde, bei dir sieht man auch jetzt auch durch viele Nebensätze und auch wenn man sich jetzt mal im Vorfeld habe ich mich ja mit dir beschäftigt auch, was bei dir richtig cool ist, ist, dass du deine Selbstständigkeit und dein Unternehmen nach deinem Leben ausgerichtet hast und nicht andersrum. Weil häufig ist es ja so, dass man sagt, Job ist im Mittelpunkt, ich ziehe sogar irgendwo dahin für den Job und lass einen, wo ich mich eigentlich wohlgefühlt habe, hinter mir. Bei dir, was immer so dieses Ausrichten, so interpretiere ich es auch, elkes Leben und was da halt dazugehört, das ist im Mittelpunkt und dann wird da drum das Unternehmen gebaut und ich soll zur Situation passen. Wie würdest du sagen, ist es dir bis jetzt so gelungen, auch das so zu leben, auf diesem Weg?
Elke ReuschelIndem ich versuche, dass alle Interessen irgendwo befriedigt werden. Nicht zuletzt auch meine, aber die Kinder waren immer vorne dran. Das ist ganz, ganz wichtig. Mein Mann auch, weil im Team nur so ging es.
Nico HildmannAbsolut.
Elke ReuschelUnd ja, das funktioniert. Also da kann ich gar keine großen Gründe finden und gar nicht groß sagen, ja, das muss man so und so machen, sondern da muss man schon sehr auf sich selbst hören und sagen, jetzt läuft gut, oder so können wir nicht weitermachen, weil das läuft in die falsche Richtung.
Nico HildmannDas ist halt so diese Persönlichkeitseinstellung zum Leben, wo man sagt, das hat immer die Prio 1 und da wird halt jetzt nicht dran gerüttelt oder sowas. Allein das, was du vorhin gesagt hast, die Kunden wollen mehr, ja, aber ich will das nicht. Dann hole ich mir halt jemanden. Also dann suche ich mir eine. Aber einfach zu wissen, das möchte ich nicht. Jetzt finden wir zwar eine Lösung, aber du verlierst dich nicht. Weil wer weiß, was dann so passiert wäre, dann bestimmt wieder das Unternehmen alles vielleicht. Aber das finde ich immer ganz, ganz stark, dass du, dass du da so, ja, ich will es nicht sagen, hart geblieben bist, für dich einfach auch. Ist wahrscheinlich aber nicht ganz so einfach, weil viele schaffen es ja gar nicht so, so bei sich zu bleiben. Hast du da, das Umfeld ist wahrscheinlich sau wichtig dann.
Elke ReuschelDas Umfeld ist wichtig und auch die Erkenntnis, ich muss nicht alles selbst machen. Dazu ist natürlich das auch in unserem Job wichtig, weil ich meine, die Trainer gehen im Namen von Train Instinct. Wenn das nicht läuft, es ist unser Name. Absolut, image. Und da lernt man loszulassen. Und deshalb, ich muss das nicht alles selbst machen. Die meisten Kunden kennen mich gar nicht mehr. Also das ist cool.
Nico HildmannAuch cool, ne? Also wenn man das so mal so reflektiert, so ey, das läuft alles.
Elke ReuschelWenn wir, wenn wir die Telefonzentrale, also wenn kein anderer immer da ist, nur ich, dann ist das eine Ringschaltung natürlich. Und dann landet man bei mir und dann ist ein Kunde dran und die sagen immer, oh, ich wollte eigentlich die Frau so und so. Und ich weiß gar nicht, können Sie mir vielleicht weiterhelfen? Ja, ja, das kann ich schon. Also sie wissen die gar nicht.
Nico HildmannAlso nichts mit Anfang. Ja, aber wirklich, also finde ich ganz beeindruckend. Also mir hat es brutal viel Spaß gemacht. Ich hoffe dir auch. Ja, super, klar. Also ich glaube, also man hat es hoffentlich gehört, auch bei mir. Ich finde das einfach ein super interessantes Thema und dich auch wirklich eine ganz beeindruckende Persönlichkeit, wie du das so gemanagt hast. Auch deine Denkweisen einfach finde ich ganz toll, weil ich mich da sehr viele Parallelen so sehe, wo ich sage, genauso mache ich das auch oder will ich das auch mal entscheiden oder können. Also super. Ich hoffe, es wächst noch weiterhin. Alles regelt sich super gut, auch mit Übernahme, Nachfolge, was auch immer mal so geplant ist. Und ja, Elke, ich wünsche dir ganz, ganz viel Erfolg weiterhin. Freut mich, dass du auch einen Spaß an der Aufnahme hattest.
Elke ReuschelHatte schön.
Nico HildmannUnd hoffe, dass wir uns natürlich bald wieder sehen. An euch Zuhörer und Zuhörerinnen. Guckt gerne mal auf Webseite vorbei. Wir verlinken alles, was notwendig ist und wichtig ist natürlich. Und ja, hoffen auch natürlich, dass die Folge euch Spaß gemacht hat. Vielen, vielen Dank, Elke, und bis bald.
Elke ReuschelSehr gerne, bis bald.