Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Wir sprechen mit Innovationsbegeisterten und Visionären aus Schweinfurt und Mainfranken. Persönliche Geschichten über Erfolge, Rückschläge und neue Chancen – echte Einblicke in die Welt der Startups und Innovationen.
Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Folge #109 | S4 Mut zum Gründen – Warum sich Mut langfristig immer auszahlt | Der Staffelrückblick
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Frank Glinka und Andreas Zwick von der VR-Bank Main-Rhön blicken gemeinsam mit uns auf die vierte Staffel „Mut zum Gründen“ zurück. Dank der VR-Bank Main-Rhön als Staffelpartner wurde diese Staffel erst möglich gemacht. Im Staffelfinale sprechen wir über zentrale Erkenntnisse aus den vergangenen Folgen und darüber, was Menschen wirklich brauchen, um den Schritt ins Unternehmertum zu wagen.
Frank Glinka ist Prokurist und Bereichsleiter Firmenkunden bei der VR-Bank Main-Rhön. Andreas Zwick ist Unternehmenskundenberater, Estate Planner und Mediator und begleitet Unternehmerinnen, Unternehmer und Familien bei wichtigen Zukunftsentscheidungen.
Aus dem Staffelrückblick entstehen konkrete Learnings für Gründerinnen, Gründer und Unternehmer: Mut bedeutet nicht, blind Risiken einzugehen, sondern Entscheidungen bewusst zu treffen, sich gut vorzubereiten und zur richtigen Zeit Unterstützung anzunehmen. Außerdem zeigen Frank und Andreas, warum ein guter Businessplan Orientierung gibt und weshalb Kommunikation und Netzwerk gerade in Gründungs- und Nachfolgeprozessen entscheidend sind.
Darum geht es in der Folge:
- warum Mut beim Gründen mehr ist als Risikobereitschaft
- welche Learnings aus Staffel 4 besonders hängen geblieben sind
- wie Businessplan, Finanzierung und Beratung Sicherheit geben können
- warum Netzwerk, Kommunikation und Vertrauen zentrale Erfolgsfaktoren sind
Bildrechte:
VR-Bank Main-Rhön eG
Du interessierst dich für Startups, Unternehmertum und Innovation? Im Startbahn27 Podcast interviewt Nico Hildmann inspirierende Gründer, Unternehmer und Visionäre aus Mainfranken – mit Fokus auf Schweinfurt und der Region.
Ob Startup-Erfolg, persönliche Rückschläge oder frische Ideen – wir erzählen echte Geschichten aus der Gründerszene und liefern dir wertvolle Learnings und Insights für deinen eigenen Weg.
Neue Folgen erscheinen regelmäßig mit spannenden Gästen, die zeigen, wie vielfältig und lebendig Unternehmertum in unserer Region ist.
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Hallo und herzlich willkommen an Bord des Startbahn 27 Podcasts. Diese Staffel wird präsentiert von der VR-Bank Main-Rhön, Partner für Gründer, Unternehmer und Zukunftsgestalter in unserer Region.
Begrüßung und Gastvorstellung
Nico HildmannMein Name ist Nico Hildmann und heute haben wir eine ganz besondere Podcast-Folge für euch. Es ist nämlich das Staffelfinale unserer vierten Staffel Mut zum Gründen. Und ja, in den letzten Monaten hatten wir ganz schön viele Gäste bei uns am Start. Viele tolle Geschichten über das Unternehmertum, Wege ins Unternehmertum. Da wollen wir jetzt ein bisschen drauf zurückblicken mit unserem Staffelpartner der VR-Bank MeinRön. Und da habe ich gleich zwei Gäste hier bei mir. Und zwar einmal einen Frank Linker, er ist Prokurist und Bereichsleiter Firmenkunden bei der VR-Bank MainRhön. Und ja, auch einer der Hauptgründe, warum die Staffel auch so geworden ist, wie sie eben wurde. Und auf der anderen Seite Andreas Zwick, er ist Unternehmenskundenberater, Estate Planner und auch Mediator, auch bei der VR-Bank MeinRön. Und begleite da schon seit Jahren Unternehmen und auch Familien, vor allem im Bereich der Nachfolge. Ja, und ich freue mich jetzt natürlich super, den Rückblick mit den beiden zu machen und sage herzlich willkommen, Frank und Andreas. Schön, dass ihr da seid. Vielen Dank, Nico. Wir freuen uns auch riesig, dass das heute klappt. Ja, echt klasse, freue ich mich wirklich sehr. Und für mich auch was ganz Besonderes. Ich habe es euch gerade schon im Vorfeld gesagt. Ich hatte noch nie zwei Gäste in der Podcast-Folge. Also doppelte Freude sozusagen. Und an der Stelle natürlich auch ein Riesendankeschön an unseren heutigen Gastgeber, den Streaming-Keller Schweinfurt. Cool, dass wir hier aufnehmen dürfen. Sehr professionelles Setting. Ich fühle mich wohl. Ich hoffe ihr auch. Absolut. Wirklich sehr schön hier, ja. Doch. Perfekt. Super. Also, beste Voraussetzung auf jeden Fall. Und Frank, ich hatte es ja gerade schon in der Anmoderation gesagt, bist einer der Mitgründe, warum das überhaupt so stattgefunden hat, die Staffel 4. Ich habe ja damals, ich glaube im Januar bin ich auf dich zugegangen und habe gesagt, du, wie wärst du mit der VR-Bank als Staffelpartner? Ich glaube, du hast gefühlt keine Sekunde gezögert, hast du gesagt, das machen wir, da unterstützt man, das bedeutet mir natürlich sehr, sehr viel und freut mich auch sehr. Und ja, hast mit unterstützt, Feedback gegeben, Gäste beigesteuert, immer kommentiert und geteilt, also perfekte Unterstützung. Deswegen vielleicht auch mal die erste Frage an dich. Wenn du so
Rückblick auf Staffel 4: Mut zum Gründen
Nico Hildmannauf die Staffel zurückblickst, ist dir eine Geschichte oder ein Gedanke besonders im Kopf geblieben, so eine Art Highlight-Moment vielleicht?
Frank GlinkaEs ist eine schwierige Frage, weil es so viele gab. Also, ich habe mir logischerweise jede Folge auch sehr aufmerksam mit angehört. Und wir haben uns im Vorfeld ja Gedanken gemacht, Nico, wie gestalten wir das Ganze? Und wollten ja auch viele Perspektiven mit reinbringen. Und von daher muss ich sagen, war in jeder Folge für mich ein Highlight mit dabei. Also angefangen letztlich mit Oliver Kunkel, mal aus Blick eines Schulleiters, eines Gymnasialschulleiters. Tolle Folge, inhaltlich ein bisschen ernüchternd, weil man letztlich feststellen musste, dass da noch sehr wenig passiert. Etwas an den Strukturen natürlich liegt, wo man einfach auch gewisse Leitplanken hat, in denen man sich bewegt. Umso schöner war es dann eigentlich in der Folge danach, als dann der Volker Bräutigam als Gründungsprofessor an der THWS doch wieder Mut gemacht hat, weil da natürlich schon sehr viel möglich ist und vieles auch gestaltet wird. Ja, und natürlich hatten wir viele Unternehmerinnen, einen Unternehmer dabei, die alle, finde ich, in ihrer jeweiligen Situation ganz, ganz tolle Statements auch dabei hatten. Also, um es kurz zu beantworten, es war nicht das eine Statement oder die eine Aussage, die mich irgendwo jetzt gecatcht hat, sondern die Summe aller Folgen. Und das sollte letztlich ja auch das Ganze irgendwo auch rüberbringen, dass es eben viele Wege gibt, um in die Unternehmensgründung oder vielleicht auch Nachfolger einzusteigen.
Nico HildmannGenau, also ich bin da völlig bei dir. Ich glaube, das haben wir ganz gut geschafft, auch so einen Mix zu schaffen und Wege zu zeigen, aus welchen Situationen man das Ganze angehen kann. Also freut mich, dass in allem irgendwie ein Nugget für dich dabei war, letzten Endes. Wie war es bei dir, Andreas? Also auch vielleicht jetzt kurz vielleicht für die Hörer und Hörerin. Wir haben uns vor zehn Minuten das erste Mal kennengelernt, deswegen immer sehr, sehr schön, dass wir das jetzt in der Podcast-Folge auch vertiefen können. Und du hast aber auch gesagt, du hast es mitverfolgt, war irgendwie ein Thema dabei, wo du gesagt hast, das hat mich besonders angezogen, interessiert. Ich hätte da eine Vermutung, aber ja, deine Gedanken vielleicht zur Staffel.
Andreas ZwickJa, also mir geht es ein bisschen ähnlich wie dem Frank. Es war ja, glaube ich, als Ziel, letztendlich der Staffel ja diese verschiedenen Aspekte reinzubringen. Und jeder hat irgendwo was mitgebracht. So beim Herrn Bleichner und der Frau Prodigam dann eben auch so das Thema Disziplin, aber auch das Engagement, die Energie, woran erkennt man überhaupt, dass jemand dafür auch brennt und das halt ranbringt. Und das sind ja immer eher so Themen, die kann man schwer greifen, aber man spürt die halt auch. Das fand ich ganz interessant, weil ich glaube, Menschen, die oft mit Leuten zu tun haben, die das tun, wissen, wovon man da spricht. Dass man dieses Feuer auch spürt und dass das einfach von innen kommen muss und dass man das gerne machen muss. Das fand ich gut. Da konnte ich mich gut wiederfinden. Aber natürlich, ich gehe davon aus, dass du denkst, die Folge von der Frau Dr. Ilona Sauer. Das waren natürlich die Folge von der Daniela, ne? Daniela Sauer. Wo es für mich letztendlich die großen Überschneidungspunkte gibt, letztendlich, weil mir da einfach so ein bisschen, da wo ich aufhöre, sagen wir einen Kunden ein bisschen zu begleiten, weil es dann meinen Rahmen sprengen würde, sie einfach weitermacht. Und da geht es ja auch so viel um das Thema Kommunikation. Und da muss ich auch sagen, habe ich in den letzten Jahren auch so die Erfahrung gemacht, dass es immer wichtiger wird. Und dass es auch das ist, was die Kunden oft brauchen, weil sie oft niemanden haben, mit dem sie sprechen können. Und hört sich ganz komisch an. Ist aber so.
Nico HildmannAlso finde ich auch schon super, dass du es so sagst, es sind nämlich auch schon ein paar Punkte, die du angesprochen hast, will ich natürlich auch nochmal hier jetzt in unserer, in dem Staffelfinale auch nochmal ein bisschen vertiefen, weil genau so ist es. Ich finde, man hat durch die Folgen auch gehört, so diese Grundtugenden kommunizieren allein, das ist einfach ein Schlüssel letzten Endes. Und wie ich es auch schon gesagt habe, mein Ziel war einfach beim Mut zum Gründen, mir ging es jetzt nicht um die Gründung an sich, sondern diese Option Unternehmertum vor allem mal zu besprechen. Ich hätte es mir damals sehr gewünscht, auf meinem Weg in Schule und Hochschule, dass mir mal die Option gezeigt wird und eben in ganz vielen anderen Lebensbereichen. Wir haben ja auch bei uns im Programm Gründer, die sind auch 50 plus oder sowas, wo jetzt nochmal anfangen, weil sie es einfach ausprobieren wollen. Und das war mir wahnsinnig wichtig zu sagen. Gab es aber auch sowas, sagen wir mal, was euch besonders überrascht hat, so positiv oder auch negativ, also irgendwas, wo ihr gesagt habt, damit habe ich vielleicht gar nicht gerechnet.
Frank GlinkaTatsächlich wenig, weil wir natürlich in unserem Alltag auch mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen, Menschen Typen, Situationen, Unternehmenssituationen auch umzugehen haben. Also jetzt überrascht würde ich nicht sagen, sondern eher bestätigt in der einen oder anderen Erfahrung, die man gemacht hat.
Nico HildmannJa. Ich denke, du, da schlägt sich in die gleiche Körper, Andreas.
Andreas ZwickDas ist tatsächlich so. Also man denkt ja immer, man hat schon viel gesehen, aber es kommt dann immer noch was rein, wo man sieht, das ist aber was ganz Neues. Aber dass es dann so ist, das erstaunt dann nicht mehr so sehr. Also das ist dann auch normal in Anführungsstrichen. Und man muss sich individuell einfach auf die Situation einlassen. Das ist der springende Punkt. Genau.
Nico HildmannNa, und also für mich, auch da ist es eher eine Bestätigung, keine großartige Überraschung. Leider, und zwar das, was du schon angesprochen hast, Frank, mein Herzensthema Unternehmertum in der Schule, dass das so krass unterrepräsentiert ist, leider die Bestätigungen auch bekommen, dass es ganz starre Strukturen einfach sind. Das war für mich irgendwo natürlich diese Bestätigung, okay, ich hatte das richtige Gefühl, es ist leider immer noch so, als wie ich Schüler war. Ist ja auch schon ein bisschen her. Aber natürlich irgendwo auch, okay, da müssen wir halt noch was tun. Daraufhin haben sich auch ein paar gemeldet bei mir und haben gesagt, willst du mal vor meiner 10. Klasse sprechen? Natürlich, immer gerne. Also allein, dass sich sowas entwickelt hat. Und ich hatte es euch schon im Vorfeld gesagt, es gab eine Folge, wo es ganz viele Reaktionen auch drauf gab. Und das war die Folge über den Gründerzuschuss, das Gründen aus der Arbeitslosigkeit. Da kamen doch einige Meldungen, natürlich sehr positiv, was mich sehr freut, aber hey, in der Situation bin ich gerade oder leider steht es wahrscheinlich bei mir bald an. Heißt, freut mich in dem Sinne, dass wir auch ein aktuelles Thema, vor allem für die Region, irgendwie eine Basis geben konnten, auch wenn der Grund natürlich nicht so toll ist. Aber ich glaube, da waren auch echt gute Erkenntnisse dabei, die wir da so liefern konnten, letzten Endes. Jetzt
Unternehmertum in der Praxis der VR-Bank
Nico Hildmannin eurer Arbeit bei der VR-Bank. Wer hat denn eigentlich mehr mit Unternehmertum von euch beiden so zu tun? Gefühlt wahrscheinlich du, Andreas, oder? Mit deiner Thematik? Oder wie ist euer Berührungspunkt zum Thema Unternehmertum?
Andreas ZwickJa, es geht, glaube ich, eher ein bisschen um das Thema, in welcher Phase. Also der Frank ist natürlich der Gesamtverantwortliche und hat dadurch natürlich mit allen Phasen des Unternehmens zu tun letztendlich. Also auch die ganz normale Investitionsphase, wo einfach das Unternehmen in der Blüte steht und auch der KI-Nachfolge ansteht und so weiter, das ist ja auch eine sehr gute Phase. Und da ist er natürlich auch mit dem Hauptteam bei uns, ist man da letztendlich am Kunden dran und den Kunden dabei zu begleiten. Und ich komme ja grundsätzlich erst aus dem Thema am Anfang, also für den Gründer auch. Aber dann auch, wie geht es jetzt weiter? Ich möchte eben nochmal meine Firma übergeben, wie kann denn das überhaupt passieren? Habe ich jemanden vielleicht aus der Familie oder es könnte sein, ich weiß noch nicht so genau. Habe ich vielleicht einen Käufer oder ich habe auch gar keinen. Oder was passiert eigentlich, wenn ich zuschließen muss? Was ist denn eigentlich? Also diese Phase, wir versuchen aber auch die Kunden in der Phase, die wir gerade beschrieben haben, in der normalen Phase ein bisschen abzuholen. Auch so in dem Bereich Testament, Vollmachten, also einfach so diese biometrischen Risiken ein bisschen rauszunehmen, weil die fast immer nicht abgedeckt sind. Und wenn sie heute denkt an eine unternehmerische Risiken, kann ich mal ein Produkt verkaufen, kann ich mal einen Preis zurücksetzen. Aber wenn halt gesundheitlich was dazwischen kommt, ist es halt ganz schwierig. Das war in eurer letzten Folge war ja auch so das Thema, ohne Gesundheit ist irgendwie alles doof. Auch so im frühen Alter halt, ja. Und ich versuche immer bei den Kollegen dafür zu werben, dass sie mir auch Termine machen bei Kunden, wo man vielleicht erstmal noch nicht so an das Thema Unternehmensnachfolge denkt. Aber da ist halt dann auch dafür gesorgt, wenn vielleicht eine Unternehmensnachfolge ansteht, die gar nicht geplant war, weil sie einem einfach in den Schoß fällt. Unfall, Krankheit, was halt auch so was. Und dann ist wenigstens zumindest in einem gewissen rechtlichen Rahmen auch Säuche getragen. Und das ist uns als Gesamtbank auch sehr wichtig. Und den Kunden übrigens auch, bekommen wir immer gespiegelt, aber das geht bei denen im Alltag unter. Also das ist so ein typisches Thema, wollten wir schon immer machen, aber haben es noch nie gepackt. Genau, auf allem sind zwei herum.
Nico HildmannIch glaube, das merkt man auf jeden Fall. Jetzt, ich habe euch in der Anmoderation natürlich eure, ich sag mal, Berufsbezeichnung vorgestellt. Aber jetzt vielleicht auch bei dir, Andreas, weil du eh gerade schon am Sprechen warst, ich habe ja State Planner, steht ja auch da. Das ist jetzt vielleicht für die meisten hören ja gar keinen so einen großartigen Begriff. Magst du nochmal kurz deinen Fokus der Arbeit uns erklären, was du so machst?
Andreas ZwickJa, also letztendlich geht es ja, wie soll ich das jetzt sagen, hinter jedem Unternehmen steht ja ein Unternehmer oder Unternehmerin, also auch ein Mensch. Und ich habe das relativ häufig, spüre ich einfach auch, dass die sich oft gar nicht so selber als Privatperson wahrnehmen, sondern hauptsächlich halt als Unternehmerin oder Unternehmer. Und mir geht es eben auch darum, dass auch die Vermögensorge im privaten Bereich gut geplant ist, dass die einfach sich privat auch gut aufstellen. Und das Unternehmen ist ja auch, wenn man so will, ja im Vermögen, im Privatvermögen dieser Person, in der Regel aber der mit Abstand größte Block. Und diesen Block, den hegt und pflegt man auch, aber die anderen weniger. Aber wie soll es einfach mal weitergehen? Was ist sowas auch wert? Wie kann man damit umgehen? Und da geht es einfach darum, den Kunden dabei zu helfen, strukturiert in eine Vermögensplanung einzugehen, sich zu planen, wie kann ich meinen Lebensabend eigentlich planen, wenn ich aus der Firma rausgehe. Wenn du mich jetzt fragen würdest, was ist so die größte Erkenntnis meiner Beratung, dass sehr viele Unternehmen eine ganz schlechte Allesversorgung haben. Also das ist echt erschreckend. Da denkt man halt vielleicht. Und ich rede nicht von Kümmerexistenzen. Ich rede wirklich von Unternehmen, die auch über lange Zeit ihr Geld verdient haben. Aber das Geld steckt dann in den Betrieben. Da muss man dann mal Diskussionen führen, macht es vielleicht Sinn, mal was aus der Firma zu entnehmen, oder das kostet dann wieder Steuer, großes Drama. Aber so ist das Leben. Und die Firma kann dann vielleicht auch die nächste Investition mal ein Teil finanzieren. Dafür habe ich halt eine private Vermögensanlage, wo ich meine Alleversorgung daraus bestreiten kann und so weiter. Und das sind Themen, wenn ich dann jetzt über den Ehepartner spreche, gerade im Handwerk sehr häufig, Ehepartner arbeitet im Betrieb mit. Manchmal umsonst, manchmal auf 500-Euro-Basis, damit es halt krankenversichert ist, ist aber überhaupt kein Vermögen da. Also sehr große Vermögensungleichheiten. Das ist manchmal so krass, dass der eine mehrere Millionen hat und die andere Person im Prinzip null. Und das fällt aber in der Familienstruktur gar nicht auf, weil es läuft ja. Die EC-Karte funktioniert, das ist alles gut. Es hat auch niemand ein Problem miteinander. Es gibt auch kein Leid oder so. Aber das ist natürlich, wenn es dann um Vermögensplanung geht, wie baue ich ein Testament auf, wie kann ich das machen? Wie ist, wenn ich einem Kind die Firma schenken will, was mache ich dann mit den anderen Kindern, wie kann ich da Freibeträge ausnutzen? Sowas will gestaltet sein. Und da kann man natürlich unglaublich viel machen.
Nico HildmannSuper, es hört sich super facettenreich an. Ach, ganz viele Details, wo man sich wahrscheinlich da einarbeiten muss. Bei dir, Frank, Andreas hat schon gesagt, du hast so das Große und Ganze im Blick, Bereichsleiter, Firmenkunden, Prokurist. Was ist so dein Daily sozusagen, dein Fokus?
Frank GlinkaJa, natürlich geht es viel bei mir um den strategischen Blick. Das kann man auch sagen. Wir sind sicherlich für eine Bank unserer Größe schon ein Stück weit im positiven Sinn exotisch unterwegs, dass wir überhaupt so eine Beratungsleistung anbieten. Und sowas fällt letztlich auch nicht vom Himmel. Das ist etwas, wo man sich gut überlegen muss, wie baut man sowas auf, wie gestaltet man sowas auch, wie integriert man das Ganze. Und ja, ich bin letztlich derjenige, der den Rahmen schafft, so würde ich es mal zusammenfassen. Und natürlich dann auch, Andreas wird mir widersprechen, ihn natürlich auch unterstütze. Weil damit er gut seinen Beratungsansatz irgendwo leben kann, muss halt auch alles andere im Hintergrund gut funktionieren. Und ja, mal ganz einfach ausgedrückt, das ist eher so meine Rolle.
Nico HildmannHeißt aber, heißt, arbeitet ihr eng miteinander zusammen? Also besteht da die Brücke oder sind das so, ja, parallele Bereiche?
Frank GlinkaSehr eng. Man muss allerdings dazu sagen, das, was wir hier tun, ist letztlich eine besondere Beratungsleistung, wo wir auch mit einem besonderen Beratungsvertrag arbeiten, wo wir auch über das Bankgeheimnis hinaus, was ja selbstverständlich ist, auch nochmal eine besondere Vertraulichkeitsverpflichtung und auch Erklärung letztlich dokumentieren. Also das, was letztlich dann der Andreas in diesen Gesprächen erfährt, bleibt beim Andreas. Also ich weiß maximal, da gibt es ein Mandat, aber nicht, was da besprochen wird, weil das natürlich auch sehr persönliche, sehr sensible Themen sind, wo wir auch innerhalb der Bank absolut darauf Wert legen, dass das dann nicht irgendein weiterer Kollegin, weiterer Kollege irgendwo sehen kann. Von daher weiß ich im Detail nicht, was er bespricht, aber ich weiß, mit wem er zusammen ist. Ich weiß letztlich am Ende des Tages auch, wie das Ganze dann auch sich bei uns im Ergebnis und so weiter auch niederschlägt. Gehört natürlich auch irgendwo mit zur Wahrheit dazu. Ja, aber es gibt viel zu organisieren, viel zu regeln, vor allem ihm auch im Team immer wieder die Plattform zu geben, dass er mitgenommen wird, dass er die Überleitungen bekommt. Da ist schon auch letztlich viel Abstimmungsbedarf zwischen uns beiden dann auch notwendig.
Nico HildmannJa, aber schön. Also ich finde auch da ein Miteinander, damit irgendwas Cooles, Großes und Ganzes entstehen kann. So wie es sich an sich aber jetzt so anhört, ihr
Nachfolge als Form der Gründung
Nico Hildmannhabt schon häufiger mit etablierten Unternehmen zu tun, oder? Also mit fortgeschrittenen Unternehmern und Unternehmerinnen anstatt frühphasige Ideen, oder?
Andreas ZwickAlso das ist ja auch wieder genau das, was ich vorhin gesagt habe. Das eine ist das Unternehmen, das kann ja schon da sein. Das andere ist aber der Gründer, der sich in das Unternehmen einkauft. Also wir hatten im letzten Jahr mehr Unternehmenskäufe wie nachfolgend in der Familie. Glaubt man gar nicht.
Nico HildmannAber ist dann so ein Unternehmenskauf von einem, der wirklich völligst neu in dem Gründer, in der Gründerszene ist und sagt, ich probiere es jetzt mal oder war der schon, hat der es schon so eine Erfahrung aufgebaut vielleicht?
Andreas ZwickAlso man hat ja verschiedene Themen letztendlich. Einmal ist es groß schluck klein. Also ein größeres Unternehmen kaufen ein kleineres Unternehmen auf, die sind in der Regel mehrfach Täter. Täter ist kein schönes Wort. Aber die wissen ein bisschen, wie der Hase läuft. Da kann man dann eher dem beraten, der verkauft, wo ist der Kaufpreis, auf was sollst du achten, also eine Begleitung geben, je nach Struktur, kann man dann auch selber bei uns noch aus dem genossenschaftlichen Verbund noch Dienstleister mit dazu ziehen, Netzwerken letztendlich auch da entsprechende Partner mit dazu zu holen. Dann hat man natürlich auch das Thema aus der Verwandtschaft zum Beispiel, gibt es öfter. Also wo es gar nicht so der Sohn oder die Tochter ist, sondern Neffe, Cousin, Cousine, sowas. Dann ist es in der Regel so, sowas wird auch nicht verschenkt, das wird dann auch verkauft. Wie kann man sowas machen? Wie fühlt sich das gut an? Was ist fair? Wie macht man sowas? Wie diskutiert man sowas auch in der Familie aus?
Nico HildmannUnd wie sind aber dann so deine Wahrnehmung bezüglich der Persönlichkeiten? Wenn du sagst zum Beispiel, das wird eine Familie übergeben, zum Beispiel auch die, vielleicht noch gar keine Erfahrung in Selbstständigkeit haben. Sind die von der Eigenschaft her anders wie diese Mehrfachtäter oder die, die einfach schon etablierter sind, merkst du da einen Unterschied einfach von den Persönlichkeiten, was einen fortgeschritteneren Unternehmer ausmacht, auch in so einem Prozess?
Andreas ZwickJa, auf jeden Fall. Also der fortgeschrittene Unternehmer, der weiß auch genau, was er will und er weiß auch genau, was er sich einlässt. Und er sieht relativ klar auch die Synergien, die er durch den Kauf hebt. Also die meisten versuchen ja durch den Kauf 1 plus 1 ist 3 zu machen. Also die haben eine eigene Lohnbuchhaltung, die das einfach mitmacht, einen eigenen Einkauf, die das einfach mitmacht. Das heißt so, diese ganzen, sagen wir, für viele lässlichen Aufgaben, die werden dann aus einer Zentrale erledigt und das Produktive und der Vertrieb wird dann vielleicht vor Ort von den Mitarbeitern gemacht. Wenn jetzt jemand neu reinkommt, der muss sich ja in diese Themen erstmal einarbeiten. Da ist dann auch auf Mitarbeiter angewiesen. Also das ist so die Erfahrung, die ich habe. Man muss gute Mitarbeiter haben, damit ich eine Firma verkaufen kann. Also die das, die auch diese Übergangsphase mitgestalten. Gleichwohl, wenn man dann mal so eine Übergabe hat, dann denkt man manchmal oft so, ja, der Übergeber ist jetzt noch ein, zwei Jahre mit dabei. Das zeigt sich in der Praxis, dass es in der Regel gar nicht notwendig ist, solange. Okay. Das ist oft nach einem viertelhalben Jahr gut und dann sagen manchmal auch die Käufer, also das wäre eigentlich ganz gut, wenn du dann immer so oft kommst. Ja, absolut. Weil irgendwie ist es für uns sonst doof, wenn der alte Chef immer durch die Hallen rennt, bleib vielleicht lieber ein bisschen ab. Wir rufen dich an, wenn wir dich brauchen.
Nico HildmannIch finde, das sieht man immer bei Familienunternehmen gut an. Spreche ich jetzt eigentlich noch mit dem Senior.
Andreas ZwickAlso für die Mitarbeiter, die alten Wege einfach und so. Also das ist so das Thema. Und dann hat man natürlich auch die, die von extern kaufen, die ja halt einfach sagen, okay, ich bin jetzt zum Beispiel, habe halt in der Branche, habe ich Ahnung und ich kaufe mir jetzt einfach den Betrieb. Und dann begleitet mir die, ich versuche immer, mich auf den Stuhl beiderzusetzen. Das klingt mir immer sehr gut, weil ja nur im Kompromiss auch der Verkauf zustande kommt. Also wenn der Käufer sagt, ja, das passt, und der Verkäufer sagt, es passt und ich sage vorher vor dem Gespräch oder ganz am Anfang sage ich mal, am Schluss muss es beiden auch immer noch ein bisschen Schmerz machen, dann ist es die Mitte. Dann ist er auch gut. Und ich muss auch sagen, das gelingt immer ziemlich gut. Also dieses Thema, was ist das Unternehmen wert, was kann man dafür bezahlen. Weil letztendlich ist ja dann auch die Bank am Schluss würde das regulativ. Weil wenn ich jetzt, sagen wir mal, in meiner Funktion als Estate-Banner jetzt, die ich wohin beraten würde auf einen Kaufpreis, den die Bank am Schluss gar nicht bereit wäre zu finanzieren, das wäre schon ein bisschen grotesk. Also da kann ich ja dann auch mein Wissen mit reinbringen und sagen, okay, das passt für mich, für dich wäre es auch gut. Man muss dann den Jungen ein bisschen die Angst nehmen, das sind große Beträge. Und dann kann man auch mal sagen, also wenn die Bank das finanziert, dann ist es auch ein Statement.
Frank GlinkaVielleicht, um es nochmal von der anderen Warte deine Frage zu beantworten. Ich würde jetzt mal die These aufstellen, dass die Unternehmensnachfolge eine immer wichtigere Form der Gründung sein muss. Warum? Man muss sich mal bewusst machen, dass die nächsten Jahre wahnsinnig viele Unternehmensnachfolgen zu regeln sind. Man kann sagen, dass mehr als jeder zweite Inhaber, Inhaberin, älter ist als 55 Jahre. Also das ist Fakt. Und wir sind natürlich auch in unserer Struktur, klassisch für die mittelständischen Unternehmen, auch da. Und von daher sind wir auch wirklich, auch vor dem Hintergrund, absolut dabei, dieses Thema immer mehr auch in die Köpfe zu kriegen. Weil unser Ziel ist es natürlich, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen. Was meine ich damit? Natürlich begleiten wir auch gern Gründer auf der grünen Wiese. Da muss man aber auch sagen, das ist die letzten Jahre aus verschiedensten Gründen. Auch nicht mehr so stark, sind immer natürlich auch ganz normale Zyklen, die wir da erleben. Aber was Fakt ist, ist eben, dass die Nachfolgen zu regeln sind und dass hier natürlich auch für einen Gründungswilligen durchaus ja auch einige positive Aspekte zutage treten. Wie meine ich das? Also, wir haben, wie der Andreas auch sagt, wirklich Unternehmungen, die sich über Jahre, Jahrzehnte etabliert haben. Es gibt entsprechende Strukturen, es gibt entsprechende Marktrelevanz und vielleicht kann man sich als Gründer ja in so einer Struktur auch ganz gut erst einmal ein paar Sorgen auch vom Hals schaffen, die ich habe, wenn ich wirklich bei Null anfange. Und jetzt der große Vorteil ist aber, dass ich natürlich trotzdem als Gründerin, als Gründer viele neue Ideen, viele Impulse, neue Sichtweisen mitbringe. Und ja, auch das Thema innerfamiliäre Nachfolgen wird tatsächlich weniger. Auch das gibt verschiedene Gründe. Geburtenschwache Ja ginge zwischendurch. Wir haben aber auch, kann man nie pauschal sagen, aber es gibt die ein oder anderen Aussagen, die das belegen, dass auch eine Gen Z nicht mehr vielleicht diese Risikobereitschaft pauschal hat, wie das vielleicht die ein oder andere Generation vorher mitgebracht hat oder auch mitbringen musste. Weil das ist ein wesentlicher Punkt. Es gibt sicherlich Alternativen, finanziell, beruflich erfolgreich auch zu sein, außerhalb des Gründungsthemas. Von daher ist es umso wichtiger, dass wir diesen Prozess frühzeitig auch irgendwo begleiten und auch versuchen, diese Unternehmungen in den Regionen zu halten, die Arbeitsplätze hier zu halten, Vermögenswerte hier zu halten, Wirtschaftskraft hier zu halten. Das passt natürlich auch wiederum sehr gut zu unserer, ich sag mal, genossenschaftlichen DNA. Absolut, ne? Also die Gründung ist für uns in jeder Facette ein Thema, aber wir fokussieren uns tatsächlich gerade doch mehr auf den Nachfolgeprozess aus den genannten Gründen heraus.
Nico HildmannAlso du hast auch gerade gesagt, in den nächsten Jahren wird das immer mehr ein Thema, ist daraus zurückzuführen, das aus der Babyboomer-Generation, oder? Merkt man das, dass dann jetzt da die Leute in Rende gehen und auch diesen Übergang nicht schaffen? Weil warum, die Frage wäre ja, warum ist das nicht jedes Jahr ein Thema?
Frank GlinkaEs ist vielschichtig, ne? Also wie gesagt, es ist sicherlich eine Frage des Wirtschaftszykluses, in dem man sich aktuell befindet, das ist eine Frage der Opportunitäten. Was kann ich tun, um jeder definiert es ja auch anders für sich, um beruflich-finanziell erfolgreich zu sein. Erlebt auch, dass die Kaufpreise sich in den letzten Jahren preisbereinigt, um circa 10% verteuert haben. Auch das muss man dann wollen. Der Andreas hat es gerade gesagt, wir sind natürlich immer bestrebt, jetzt nicht nur den Verkauf oder nur in Anführungsstrichen den Kauf irgendwo zu begleiten, sondern gern auch diesen kompletten Prozess, wodurch auch irgendwo ein fairer Preis auch vielleicht ein Stück weit möglicher wird. Weil natürlich hat man da inhärent irgendwo einen Interessenkonflikt, ja, der Verkäufer möchte logischerweise möglichst viel haben, der Käufer möglichst wenig bezahlen und letztlich ist das Unternehmen so viel wert, wie am Ende auch dann auch über die Bühne geht, ja. Aber wir können da durch, Andreas hat es gesagt, durch wirklich fundierte Gutachten, die bei uns über entsprechende Partner im Verbund auch erstellt werden können, eine gewisse Orientierung geben.
Nico HildmannWürdest
Unternehmensnachfolge als unterschätzter Gründungsweg
Nico Hildmanndu oder ihr eben sagen, dass die Nachfolge oder Übergabe, Übernahme noch unterrepräsentiert sind als eine Option im Unternehmertum?
Frank GlinkaPauschal würde ich das tatsächlich bejahen. Weil klar ist es immer auch eine gewisse, wie im wahren Leben, es muss matchen, ne? Also es ist jetzt nicht so, dass ich als Gründer sage, ich suche jetzt mal ein Unternehmen, wo ich übernehmen kann und alles passt. Und umgekehrt ist es ja genauso. Das ist ja auch was, wo auch eine Frau Dr. Sauer ja auch sehr stark zugenommen hat auf diese ganzen Weichenfaktoren, so würde ich es mal zusammenfassen. Und da, glaube ich, ist auch vieles noch an Netzwerken möglich, um das Ganze auch bei uns in der Region weiter voranzubringen. Und ich glaube, dass das auch in einen oder anderen Gründer vielleicht ein Stück weit auch abschreckt, dass man sich vielleicht auch gar nicht bewusst ist, welche Unternehmungen stehen jetzt tatsächlich zur Übergabe an. Auf der anderen Seite gibt es, wie gesagt, auch Möglichkeiten, auch erfolgreich zu sein. Ja, die klassischen Gründungen, muss man sagen, sind jetzt auch nicht auf dem Niveau, wie es vielleicht, wie gesagt, vor einigen Jahren war. Also es ist eine sehr heterogene Gesamtsituation. Und wenn es aber am Ende passt, glaube ich, kann man sehr viel Gutes im Netzwerk gestalten. Das ist die Botschaft.
Nico HildmannAbsolut. Also ich sehe es auch so, wenn man so Statistiken sieht, so Erhebung, Neberwerbsgründungen werden immer mehr und so, da merkst du ja einen richtigen Trend. Aber auch das, was du sagst, wir hatten schon ein paar Nachfolgeveranstaltungen, wo wir zu diesem Thema einfach aufgeklärt haben oder informiert haben und manche haben dann gesagt, ey, das hatte ich noch nie für mich im Kopf. Aber dann kommt meistens so durch die Frage, aber da habe ich doch eh keine Chance, oder? Wie siehst du das so? Ist das so ein Zweifel von extern, wo man sagt, wie komme ich da überhaupt rein?
Andreas ZwickGanz oft, also es ist wirklich oft. Also so ein Klassiker zum Beispiel auf dem Unternehmensverkauf, wo ich ganz oft mit Berührung habe, also pass auf, du kaufst jetzt erstmal nur die GmbH und die Immobilie behalte ich. Weil dann ist für dich das Risiko nicht so hoch. Dann sage ich ja, aber das ist ja dasselbe. Also er muss halt dann an dich, was er dich, 5000 Euro Bach bezahlen im Monat und an die Bank muss er halt 5000 Euro Rade bezahlen. Das ist ja eigentlich egal. Nur er kann mit der Immobilie machen, was er will und irgendwann gehört sie ihm. Nach 20 Jahren Miete gehört sie ihm ja noch nicht. Also die Leute auch ein bisschen mitzunehmen. Da macht er lieber jetzt 2 Millionen mehr Schulden. Hört sich jetzt erstmal blöd an, aber die Last, die du daraus trägst, ist eigentlich dieselbe, wie wenn du die 2 Millionen Schulden nicht hast. Das muss man auch erstmal verstehen. Und die Leute da auch ein bisschen mitzunehmen, einfach dann sich darüber Gedanken zu machen, auf die Erfahrung ein bisschen mit einzubringen. Dann sage ich, auf was ist denn, wenn jetzt, ihr Zweifel steht doch jetzt vielleicht gut, was ist denn, wenn, wenn es da 10 Uhr krank wird? Und dann hast du plötzlich den Erben und dann sagst du, ich will was an der Halle umbauen. Und dann sagt er, ja, kein Problem, aber dann kostet es aber deutlich mehr. Und also wie geht man da miteinander um? Oder ich kauf dir dann halt in zehn Jahren die Halle ab und plötzlich kostet es halt nicht 2 Millionen, sondern 4 Millionen. Dann ist aber zehn Jahre älter. Und wie geht man damit um? Und dann sagt man, solche Dinge eben auch zu begleiten, was man sich dann manchmal so wünschen würde, das wäre so eine Plattform, wo junge Leute vielleicht so mit Ende 20 sagen, ich weiß eigentlich schon, dass ich so in die Selbstständigkeit strebe. Und wenn die eine Firma finden würden, wo jemand vielleicht zu Anfang 50 ist und weiß, ich habe niemanden. Und die zwei müssten sich finden und müssten dann ein paar Jahre zusammenarbeiten und dann zu Sachen, pass auf, und irgendwann übergebe ich dir die Firma. Das wäre wirklich wünschenswert. Das hört sich spannend an. Also so wie es war manchmal in der Familie auch eh, so ein fließender Übergang, dann weiß der Käufer auch, auf was er sich einlässt. Der Verkäufer sagt, okay, ich habe jemanden, wo man dann ein bisschen vorsichtig sein muss, ist, wenn der Junge dann eine Rakete ist und maßgeblich zur Firmenwertsteigerung beiträgt, dass er dann den dann auch noch am Fluss bezahlen muss. Die Themen hat man ab und zu.
Nico HildmannJa, Wahnsinn, ne? Also das finde ich auch super spannend. Daniel hat ja auch gesagt, man kann nie früh genug schon anfangen. Aber man muss nicht mit 50 meinen, man ist noch so weit entfernt. Da ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, wirklich mal darüber nachzudenken. Und ich finde auch, wenn man das jetzt so sieht, mal die gesamte Staffel, die Themen, die wir so besprochen haben, da hat die Nachfolgethematik einfach auch noch das größte Potenzial, weil wie du es auch schon sagst, das wird mehr und mehr kommen. Ich lese, glaube ich, jede Woche, der Laden hat geschlossen, der Laden hat geschlossen. Keine Ahnung, ob das jetzt alles ein Nachfolgefall war oder gewesen wäre. Aber das wird ja kommen, dass so Übernahmen notwendig oder gut wären. Aber ich kann das auch nachvollziehen, jetzt, wenn Andreas, du sagst so, dann nimmst du halt mal zwei Millionen auf erstmal so Panik, ne? Das ist ja erstmal ein Batzengeld, weil viele gehen ja den Weg in so ein Selbstständigkeit, ich bin frei, ich mache mein eigenes Ding, ich will mich selbst bewirklichen. Dann steigt aber diese Säule Verantwortung, Entscheidung, Kapital, das wiegt ja viel, glaube ich, in so einem Prozess, oder?
Andreas ZwickJa, aber es ist vielleicht auch die erste Hütte, die man einfach nehmen muss. Also wenn man jetzt ins Unternehmerdom reingeht, das ist ja auch kein Zuckerschlecknis, sage ich einfach mal. Also das ist schon eine Entscheidung, das sind auch so bestimmte Art Menschen, die streben so in die Unabhängigkeit, die wollen sich selbst verwirklichen, wollen nicht immer von jemandem hören, worum was nicht geht, sondern die wollen es einfach auch machen. Das ist so ein menschlicher Trieb, einfach den, die haben, der ein bisschen steiger ist, vielleicht wie bei jemand anderes. Und dann wollen die das umsetzen. Und dann ist natürlich die finanzielle Hütte und das ist natürlich für mich eine wichtige Rolle, denen auch ein bisschen die Angst zu nehmen. Aber die Angst kann ich denen ja nicht dadurch nehmen, dass ich einfach sage, mach dich nicht verrückt, das wird schon gut gehen. Und bei uns sind die Ab, dann gehe ich dann auch mal vorbei mit dem Kaffee und sage, es wird schon gut gehen. Sondern das muss ich denen ja gut erklären können. Sondern muss ich das muss ich einfach sagen, warum komme ich denn überhaupt zu dem Ergebnis? Diese und jede Dinge, das ist nachhaltig, dann arbeitet man auch mit bestimmten Puffer, wo man sagen kann, okay, da kann jetzt auch mal was schief gehen, wir haben jetzt die Corona-Krise hinter uns, wir haben jetzt die Ölkrise, kann man fast sagen, hinter uns, die Energiekrise letztendlich hinter uns. Denn das Thema Mitarbeiter ist ein ganz wichtiges Thema. Habe ich in der Zukunft noch genügend Mitarbeiter, um das Geschäft aufzudrücken? Jetzt haben wir wieder ganz neue Herausforderungen. Und das muss man auch ein bisschen berücksichtigen. Absolut. Und gleichzeitig hat man aber auch Chancen. Also die Zeit hat auch viele Chancen. Ich will es nicht immer nur so negativ sehen. Also die schnellen und die Innovativen, die wissen schon, auf was sie setzen müssen. Die fokussieren sich eher auf Thema und verzetteln sich nicht so sehr in der Breite.
Nico HildmannAlso wisst ihr, ich finde das, wenn ich das mal, wenn ich mal die Gründe überlege, die ich auch in der Beratung beispielsweise habe, jetzt beim Thema Nachfolge verstehe ich, da ist dieses Thema Kapital einfach ein ganz wichtiger Punkt. Wie bewerkstelle ich das, in was gehe ich da rein, wie finanziere ich sowas? Weil, wie gesagt, da ist ja ein Kauf wahrscheinlich einfach mit drin. Wenn ich jetzt aber auf die klassischen Neugründungen, ich wollte mich jetzt selbstständig machen, weil ich mich selbst verwirklichen möchte, da fällt mir häufig auf, dass viele, jetzt ist es so ein Trend in den letzten Jahren tatsächlich, direkt zu externem Kapital schauen und gar nicht irgendwie diese Option für sich haben, ich schaffe das aus eigener Kraft, meinen Lebensunterhalt zu machen durch Umsätze, die es selber generiert ist. Häufig ist so, die haben eine Idee, die bei mir in der Beratung sind und sagen, pass mal auf, gibt es einen Zuschuss, gibt es ein Fördermittel, gibt es eigentlich da irgendwie zinsgünstig irgendwas? Also wo kriege ich denn finanziell irgendwas Fremdes her? Wenn ich dann frage, für was, dann kommt oft erstmal gar keine Antwort. Das heißt, wenn zum Beispiel jetzt auch jemand bei euch das Gespräch sucht, wenn die Leute ja zu euch kommen als Bank, habe ich jetzt in meiner Vorstellung, ist da das treibende Thema ja wahrscheinlich Finanzen oder Geld. Kommt aber auch dazu vor, dass sich in diesem Gespräch vielleicht einmal rauskristallisiert, eigentlich braucht ihr Orientierung eher mal ein gutes Wort, anstatt das ist Geld?
Frank GlinkaJa, definitiv. Also so sehen wir uns ja auch als langfristigen Wegbegleiter. Also wir sind ja in Anführungsstrichen nicht nur jetzt der Fremdkapitalgeber, sondern unser Antritt ist es ja bestenfalls, die Unternehmerinnen, den Unternehmer ja möglichst lange einfach zu begleiten.
Nico HildmannWird es aber von denen von vornherein wahrgenommen oder haben die eine andere Wahrnehmung von euch? Weil eigentlich, so ist meine Wahrnehmung als Externer, ich gehe zur Bank, ich brauche Geld, aber da ist ja noch viel mehr dahinter.
Frank GlinkaAlso tatsächlich würde ich auch sagen, pauschal würde ich sagen, ist es so. Und es liegt dann natürlich auch an uns, in den Gesprächen diesen Blickwinkel aufzuweiten. Aber spätestens dann, wenn man in die Tiefe geht, ist man in den Themen drinnen. Weil wir sind ja jetzt kein, ich sag mal, Business Angel oder Private Equity Partner oder jemand, der sagt, okay, ich mache das jetzt, weil ich Bock darauf habe, ich gebe dir mal hier Betrag X, sondern wir sind ja auch stark reguliert. Wir haben ja verschiedenste Rahmenbedingungen, die einzuhalten sind. Letztlich ist es ja, muss man auch sagen, nicht unser Geld als Bank, was wir da zur Verfügung stellen, sondern das ist ja das klassische Thema, das ist letztlich das Geld der Einleger und Sparer, für das wir verantwortlich sind. Sodass wir natürlich auch, muss man auch mal an der Stelle vielleicht nochmal abgrenzen, auch nicht jede Geschäftsidee, auch wenn sie erfolgversprechend ist, begleiten dürfen, begleiten können. Also das muss man auch sagen, es kommt dann immer sehr stark aufs Geschäftsmodell an. Aber da sind wir schon relativ, ich sag mal, offen für Ideen. Es ist immer wichtig, dass die Gründer auch natürlich eine gewisse Eigenhaftung, Eigenrisikobereitschaft mitbringen, weil du das ansprichst. Also wir werden sicherlich nicht auch die sein, die am Ende irgendeine Lücke schließen, sondern das Ganze muss sich in sich irgendwo dann am Ende auch tragen. Und was viele auch unterschätzen aus meiner Sicht, weil ich sage mal, da ist viel Euphorie, zum Glück, auch an der Stelle mit dabei, dass dann auch ein Stück weit genau das passiert, was der Andreas auch dann im Nachfolgeprozess wiederum erlebt, dass man sich selbst stark hint anstellt. Das ist auf der einen Seite notwendig, glaube ich, auch, wenn man überzeugt ist von der Thematik, wenn man auch ein Stück weit was schaffen will, was aufbauen will. Aber auch da wieder, wenn es langfristig funktionieren soll, dann muss alles irgendwo in der Waagschale auch mit rein, sodass ich auch mich selbst, vielleicht später eine Familie und so weiter auch gut damit irgendwo versorgen kann. Weil sonst kommen irgendwann diese Unwuchten und dann wird es irgendwann kompliziert. Also das Ganzheitliche, Finanzielle auch ein Stück weit zu betrachten, da sehen wir auch tatsächlich unsere Leistung. Am Ende mündet es ja im berühmt-berüchtigten Businessplan, den wir auch für eine Entscheidung auch benötigen. Und ein guter Businessplan deckt ja logischerweise solche Überlegungen mit ab. Auch mal ein paar Risiken, die kommen können, auch ein Stück weit zu bewerten. Es geht viel um Mut, aber Mut ist ja nicht, irgendwo jetzt blind irgendein Risiko einzugehen, sondern ist eine innere Haltung, glaube ich, die man haben muss, auch Dinge zu verändern, neue Wege zu gehen. Aber am Ende des Tages, das ist ja auch unser Job, als Banker Risiken zu handeln. Müssen es aber irgendwo auch Risiken sein, die man auch irgendwo bewerten kann, kalkulieren kann. Und da sehe ich auch tatsächlich unseren Ansatz neben viel Erfahrung, die wir natürlich mitbringen, wo wir auch in vielen Fällen, glaube ich, auch gute Hilfestellung leisten können.
Nico HildmannAlso ich finde auch, so Mut ist für mich eigentlich immer das Gleichzusetzen, eine Entscheidung treffen. Das heißt, du lehnst irgendwas anderes ab und gehst einfach irgendwie erstmal den Weg, ob der jetzt richtig ist oder nicht. Und wir haben ja einfach das Thema, weil Mut zum Gründen. Wie gesagt, das war für mich so auch dieser Platzhalter zu sagen, man hat schon Mut bewiesen davor in dem Prozess und das hört ja nicht mit einer Gründung auf. Also das ist ja ein ständiger Begleiter. Und auch zum Beispiel ein Gespräch mit mir, mit euch zu suchen, einen Prozess so anzustreben, das ist ja alles mutig. Und allein, wir hatten es ja vorhin, sag die Daniela in der Folge gesagt, Kommunikation in dem ganzen Prozess, erstens über Ideen reden oder so ein Nachfolgeprozess überhaupt anzugehen, das ist ja auch einfach ein Schlüsselfaktor. Und ich
Mediation, Familie und Gerechtigkeit in der Nachfolge
Nico Hildmannhatte es ja vorhin auch gesagt, Andreas, du bist ja noch Mediator. Für mich habe ich immer so das im Kopf, das kenne ich noch aus Karlsruhe, da steht jemand zwischen zwei Fronten, die müssen nicht unbedingt verhärtet sein, aber er muss es orchestrieren. Ist das so? Kann man das so ein bisschen zusammenfassen, dass du die beiden Seiten einfach auf einen Nenner versuchst zu bringen als Mediator?
Andreas ZwickJa, ja. Also erstens muss man mal sagen, das ist nicht ein Tagesgeschäft. Ja. Das gibt es aber, also das ist letztendlich insbesondere bei zwei Gesellschaften, die vielleicht irgendwann mal gemeinsam gegründet haben und das auch sehr erfolgreich gemacht haben und jetzt aber an einem Punkt sind, weil sie vielleicht ein bisschen unterschiedlich alt sind. Der eine ist 65, der andere ist 55, ein bisschen andere Lebensphase noch. Wie gehen wir jetzt damit um? Wollen wir nochmal investieren, wollen wir nicht investieren, dann wollen wir verkaufen oder kaufst du mir es halt ab und dann. Und solche Dinge. Oder dann eben auch innerhalb der Familie, also das Thema, was du da so ein bisschen ansprichst, ist so die große Überschrift Gerechtigkeit. Ganz großes Thema. Und da kommen wir auch schnell zu dem Thema, mit wem rede ich darüber einfach mal? Was ist überhaupt gerecht? Wer entscheidet das überhaupt, was gerecht ist? Und wie gehe ich dann damit um? Also da fließen dann auch öfters Tränen bei dem Thema Gerechtigkeit. Völligverständlich, ja. Und die kann man aber auch trocknen, die Tränen, weil man vielleicht einfach mal sagt, diese Gerechtigkeit, die sie wünschen, die gibt es gar nicht. Also die können wir nicht herstellen. Wir reden ja jetzt über eine Unternehmerfamilie dann in der Regel. Die Kinder sind so aufgewachsen, die wissen das auch. Die sind nicht dumm. Und nicht alle Kinder, die die Firma nicht bekommen, sind deswegen böse, weil sie die Firma nicht bekommen, sondern sie sind ganz froh, dass der andere das macht. Das gibt es auch. Und die wissen auch, dass der jetzt nicht nur einen Vermögenswert bekommt, der ehemalig Geld umrechnen kann, sondern dass er unglaublich viel Verantwortung bekommt, Arbeit und so weiter, dass er für die Familien der Menschen, die da arbeiten, auch Verantwortung hat. Für die Kunden, vielleicht auch für die Bank und so weiter, ist er doch viel für wen. Und am Schluss kommt er vielleicht irgendwo mal selber, für den er es dann auch macht und seine eigene Familie auch ein bisschen hinten anstehen muss und seine Kinder und so weiter. Und das wissen die auch schon. Und ich kann in solchen Prozessen viel sagen, was die Eltern selber nicht sagen können. Und das eine, was du vorhin angesprochen hast, ist so die klassische Mediation, wenn das so ein bisschen verhärtet ist, dann macht man eben so eine Mediation, das ist ganz erfolgreich. Was ich aber versuche, meistens ist, die Dinge so zu gestalten, dass man in 20, 25 Jahren kein Mediator braucht. Ja. Also dass man jetzt einfach alle mit an den Bad nimmt, jeder kann seine Dinge sagen. Auch so ein wichtiges Thema immer so die Schwiegerkinder, wenn sie dann heißt, um Gottes Willen, die haben da nichts am Tisch verloren, sage ich, aber sie sind ja da. Die sind ja real. Und da haben wir gute Erfahrungen mitgemacht. Und das findet dann in der Regel in einem sehr geordneten Rahmen statt und sich nachher die Leute oft wundern, da ist keiner aufgestanden, hat die Tür zugeknallt oder hat immer dazwischen geredet oder ist auch mal jemand zu Watt gekommen, der sonst nicht so viel zu sagen hat. Weil die redet ja nie so viel, ne? Und dann hat die halt auch mal einen Rahmen. Dann schaffe ich dann den Raum, dass es sich auch einbringen kann. Und das wird als sehr hilfreich wahrgenommen. Und da reden wir so gut wie nie über Zahlen, sondern geht es einfach so ein bisschen um Wertschätzung, um wer will eigentlich was, wer will was nicht und damit kann man wieder arbeiten. Genau, Emotionen handeln im Endeffekt, die da so mitschwingen. Genau. Vielleicht kann man auch mal sagen, ja, das geht jetzt aber vielleicht auch nicht. Und so weiter und so fort. Also das erlebe ich fast immer als sehr positiv und das bringt den Familien was. Und dann kann man einen riesigen Schritt vorangehen, weil dieses Thema, ich kann die Gerechtigkeit nicht herbeiführen, dazu führt, dass der Prozess nie angestoßen wird. Also es geht nie los. Und dann geht es mal los. Und dann kommt man eben so ins Thema, okay, ich stehe, ich gehe jetzt in die Firma rein. Oder manchmal ja auch drei Kinder, einer geht sicher rein, das zweite weiß man nicht. Und das dritte ist vielleicht noch so jung, weil der 17 ist und auch in der Schule weiß man gar nicht. Ja, wie macht man das? Einfach mal schauen, was er da so sagt. Und was ich auch so merke, oft in den Gesprächen, ich weiß nicht, wie es dir geht, dann hat man mit Kindern zu tun, die sind in den Mitt 20ern, denen wird aber oft wenig zugetraut. Da sage ich, Mensch, lass hier mal ran. Die sind älter wie du, als du dich damals selbstständig gemacht hast. Achso, ja, ist ja was anderes, sage ich, nee. Und dass man vielleicht auch sagt, okay, mach da mal einen Prokurer vielleicht auch. Weil sogar mal so in die Geschäftsführung mit rein. Das hebt das Selbstbewusstsein der Kinder, hört sich dann schon wieder blöd an, Kinder, dein Nachfolger total. Also das kann man wirklich ablesen, die bringen sich ganz anders in die Firma ein. Das ist ein Signal an die Mitarbeiter, hey, es geht weiter hier.
Nico HildmannGenau, und es sind einfach neue Gedanken auch irgendwo drin.
Andreas ZwickDadurch muss sich die Tätigkeit in der Firma gar nicht so sehr ändern, aber das ist ein Statement. Und einfach mal sagen, mach doch mal. Ah, okay, gute Idee. Oder dann so Geschichten wie, ich übergebe mal 20 Prozent, dann sage ich, wow, puh, 20%, das ist ja echt viel.
Nico HildmannJa, na klar, also, aber ich finde es wahnsinnig spannend, das ist ja eigentlich nochmal eine eigene Podcast-Folge irgendwie wert, wie vielseitig das Ganze ist. Auch wenn wir jetzt da drüber sprechen, auch so ein bisschen im Rückblick, dieser Aspekt Mut beim Nachfolgeprozess, der ist ja nochmal vielseitiger, weil es gibt eine Seite, die muss wirklich übergeben, ne, dann die eine übernimmt, auch Verantwortung, dann ist auch, ich fand es auch klasse, dass wir angesprochen haben damals in der Folge, wie viel darf man auch, ne? Also was wird auch zugetraut vielleicht und wo hat man schon Entscheidungsgewalt und so weiter. Ganz, ganz echt vielseitig. Insgesamt, wenn man jetzt auch nochmal auf die Staffel guckt, haben wir ja wirklich viele Gedankengänge gehabt, wann jemand mutige Entscheidungen auch getroffen hat. Würdet ihr sagen, aus eurer persönlichen Wahrnehmung, dass Mut sich sofort auszahlt? Also wenn man Mut beweist, hat es einen Sofort-Effekt oder merkt man es vielleicht erst nach mehreren Jahren, Monaten, also nach einer Zeit?
Frank GlinkaJa, das kommt ganz darauf an, wie man sich Auszahlen definiert. Also bei denen, ich sag mal, im ersten Moment denkt man wahrscheinlich an den wirtschaftlichen Erfolg mit Auszahlen. Sicherlich gibt es Geschäftsmodelle, wo es auch mal tatsächlich relativ schnell zum Profit kommen kann. Ich sag mal, bei den Unternehmungen, die wir in der Regel begleiten, gewachsene mittelständische Unternehmungen, geht es tatsächlich eher um den mittleren, längeren, nachhaltigen Erfolg. Also von daher, oder auch bei den klassischen Unternehmensgründungen sind das doch eher Geschäftsmodelle, die gewisse Zeit brauchen. Also wir sind jetzt nicht irgendwo in der Regel am Start, wo dann, ich sage mal, ein Jahr drauf. Schon die großen Ergebnisbeiträge dann kommen. Aber ich glaube, es ist viel wichtiger, vielleicht mal nicht auf den finanziellen, wirtschaftlichen Erfolg zu schauen. Und da glaube ich tatsächlich, dass sich das Thema sehr schnell auszahlt. Das kann letztlich der erste erfolgreiche Geschäftsabschluss sein, in dem Geschäftsmodell, was ich gerade verfolge. Das kann der neue Kunde sein, den ich begeistern konnte. Das kann irgendwo die erlebte Freiheit sein, endlich das umsetzen zu können, wo ich vielleicht jahrelang darauf hingearbeitet habe. Also von daher glaube ich, je nachdem, wie man es definiert, ja, kann das sehr schnell gehen. Definitiv.
Nico HildmannWie siehst du so, Andreas? Hast du, wenn du, wenn man Mut beweist, würdest du sagen, das hat einen Soforteffekt oder lässt sich es ein bisschen auf sich warten, bis man.
Andreas ZwickIch muss jetzt schmunzeln, weil mir zwei sind immer so oft einer Meinung. Sehr gut, ja. Da kann ich jetzt gar nicht so viel dazu sagen. Ja, das ist so. Also das Finanzielle muss man mal ein bisschen warten. Und wenn man dann auch erfolgreich ist, das machen wir mit einer Groteske, das kostet dann erst mal wieder Geld. Also das ist einfach manchmal nicht so richtig verstehen. Weil dann muss ich dann plötzlich nochmal Wade vorschießen und so. Also ich muss mehr Umlaufmittel, die ich vorfinanzieren muss und so weiter und so fort. Das Geld ist nicht auf dem Konto. Der Erfolg ist woanders. Aber das ist halt positiv besetzt und dann habe ich halt einfach die Kraft, um weiter kraftvoll voranzugehen. Und das ist das, das ist ja die Ende. Das ist, glaube ich, auch der Grund, warum man es überhaupt macht. Weil ich kann ja als Angsteller im Unternehmen auch ganz gut verwirklichen. Aber ich habe nie so, ich habe immer irgendwo eine Wand, an die ich dann vielleicht stoß. Aber da kann ich natürlich unglaubliche Kraft entfalten. Und da kann wieder was draußen stehen. Das Finanzielle ist schon auch wichtig. Das wollen wir nicht hinten anstellen. Aber so diese Selbstbestätigung, so, jetzt habe ich es euch aber mal gezeigt. Oder jetzt so läuft es dann, ich habe es doch gewusst. Und das ist natürlich auch toll. Und das merkt man ja dann auch, wenn man die Gespräche führt, wie die dann die Augen leuchten und wie es dann vorwärts geht und wie gleich die nächste Geschäftsidee kommt. Da ist es dann eher so, dass man manchmal sagen muss, Vorsicht, zu schnell ist auch nichts. Man mal langsam, baue erstmal in Anführungsstrichen bildlich gesprochen, das erste Haus fertig und dann baust du mal den nächsten Keller. Mach nicht zehn Keller und muss man auch ein bisschen aufpassen. Das sind auch so Dinge, wo man einfach aus der beruflichen Erfahrung weiß, wenn du ein gutes Produkt hast, das durch die Decke geht, schau, wie viele Mitarbeiter hast du, seh zu, dass der Kunde immer zufrieden ist. Nimm nicht mehr Aufträge an, wie du bewältigen kannst. Das gehört auch dazu.
Nico HildmannAlso
Mut heißt auch, Mitarbeitenden zu vertrauen
Nico Hildmannich sehe es auch so, dass dieses wann zahlt sich denn Mut so aus, ne, vielleicht. Kann man in Soft- und Hard-Facts vielleicht unterteilen. So Soft ist so, wenn ich den Schritt gewagt habe, das Umfeld wird es dir irgendwie bestätigen, zu sagen, boah, krass, mutig, du hast es echt gemacht und das steigert ja das. Aber dann, wie so das Auszahlen, wirklich, das hatte, die Taten zahlen, das dauert Monate bis Jahre. Ich höre öfters mal in der Gründungsberatung, wie lange soll ich mir denn Zeit lassen? So du, das ist pauschal ganz schön schwierig zu sagen. Ich weiß ja gar nicht, wie gehst du voran, welche Persönlichkeit? Ich kann dir ja nicht ungefähr nach einer Stunde so einschätzen. So wie der Arbeitsethos so ist. Aber dass man dann sagt, man sollte sich schon Ziele setzen und dann auch in Teilen möglicherweise Reisleien ziehen, wenn es gar nicht in die Richtung geht, wie man sich das vorstellt. Aber das auch, was du gerade gesagt hast, Andreas, was ich dann häufig sehe, auch als eine Art Gefahr, ist, es wird ja diese Täler geben. Die kommen irgendwann eh und manchmal einfach am Anfang, das ist ja schön, dann kann ich diese Hürden überwinden, aber viele sind sehr sprunghaft und sagen, ja, irgendwie das hat jetzt nach einem halben Jahr geklappt. Aber ich habe noch zwei andere Ideen. Und das ist so, ich finde das schönes Bild, nicht immer nur einen Keller bauen, zehnmal, sondern bau es mal weiter und guck wenigstens, dass der erste Stock vielleicht steht. Und dann schauen wir mal, ob sich da noch irgendwie was rechnet.
Andreas ZwickBeim Mut fällt mir gerade noch ein guter Aspekt ein. Da habe ich auch so das Gefühl, dass die jüngere Generation damit besser umgehen kann, Mut, Vertrauen zu haben in Mitarbeiter. Also auch Verantwortung mal abzugeben, nicht immer alles selber machen zu müssen, auch mal so die Dinge aus den Mitarbeitern herauskitzeln, die da drin stecken. Also ich habe oft so das Gefühl, in den Mitarbeitern steckt mehr drin, aber die machen halt dann mehr, weil der Chef ja den Rest macht. Und der Chef beschwert sich, aber dass er immer alles selber machen muss. Also ein bisschen blöd. Und die Jungen wollen auch nicht mehr so diese extremen Arbeitszeiten haben wie die Senioren und die wollen da ein bisschen weniger und die nehmen die Mitarbeiter mehr. Und dann muss ich halt Mut haben. Ich muss das denen zutrauen. Wenn ich das nicht mache, dann geht das nicht. Also die brauchen Mut. Dann wenn man dann mit diesen entstandenen Unternehmern, die tun sich da manchmal schwer, vielleicht haben sie auch schlechte Erfahrungen gemacht. Ich will das gar nicht schlechtreden jetzt oder jemanden bevormunden. Aber ich sage, das braucht Mut, das zu machen. Und manchmal wieder halt belohnter Mut und manchmal halt nichts, sonst wäre es ja kein Mut. Genau, richtig. Aber das gehört auch ein bisschen dazu, Verantwortung abzugeben, zu delegieren und sich dann eher wieder so auf die strategische Ebene zu begeben als Chef und weniger immer die operative Ebene, je größer das Unternehmen wird, auch immer mehr anderen Leuten machen zu lassen und sich eher als der zu sehen, der drüber steht über den Dingen, der in der Zukunft, in die Zukunft denkt, was kann ich neue Produkte machen und so weiter. Und das braucht auch Mut, Vertrauen zu haben. Genau.
Nico HildmannAlso sehe ich ganz genauso. Ich denke, du gehst da auch mit, Frank, gibt es wenig hinzuzufügen. Ja, also das ist so wirklich, so ein wirklich ein entscheidender Treiber. Wenn wir jetzt dann nochmal so gegen Ende der Podcast-Folge auch nochmal drauf gucken, Unternehmertum, was ja mir wichtig war, einfach zu zeigen, Wege ins Unternehmertum. Aus eurer auch wieder persönlichen Sicht, unabhängig jetzt vielleicht sogar von der Staffel, hat sich das Thema Unternehmertum, wie ihr das seht, in den letzten Jahren deutlich nochmal verändert? Habt ihr da einen Wandel vielleicht sogar mit? Irgendwie, spürt ihr da was? Ist es nochmal eine höhere Priorisierung? Man sagt ja immer, wir sind leider gerade in Krisenzeiten, Krisenzeiten sind Gründerzeiten. Merkt ihr das persönlich? Seht ihr dieses Thema mehr in den Medien oder so? Was ist eure Meinung vielleicht dazu?
Frank GlinkaEs ist eine schwierige Frage. Also ich persönlich bin jetzt seit fast 30 Jahren im Firmenkundengeschäft. Es wiederholt sich auch vieles in der Zeit. Also, ich würde nicht sagen, dass wir jetzt eine Zeit haben, die so noch nie da gewesen ist. Aber es ist zu vielschichtig, um das mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten. Weil es ist auf der einen Seite, logischerweise sind es die Rahmenbedingungen, die konjunkturelle Situation. Es ist auch letztlich ein Einstellungsthema, was sich letztlich ja auch, ich sag mal, aus der Gesellschaft heraus irgendwo auch ergibt und entwickelt. Wir haben Erbengeneration, ja. Viele haben vielleicht nicht die Notwendigkeit, ich sag's mal so, irgendwo ein Risiko einzugehen, weil man kommt auch so gut klar. Aber das kann man nie pauschal sagen. Also es gibt in jeder Phase gibt es tolle Geschäftsideen, gibt es tolle Gründerinnen, tolle Gründer, die ihren Weg gehen. Und wir hatten auch schon Phasen, wo vielleicht aus der Not heraus Gründungen stattgefunden haben. Kann man jetzt auch nicht sagen, dass die alle von Erfolg gekrönt waren. Das war teilweise auch dann so ein bisschen, ich probiere es halt jetzt mal. Also deswegen, ich glaube nicht, dass sich das Bild massiv verändert hat. Was man sagen kann, dass die Dynamik eine andere geworden ist. Aber das erlebt man ja in allen Lebensbereichen, die Veränderungsdynamik, Geschwindigkeit, auch Einflüsse aus der, ich sag mal, wenn man auf die Flughöhe nochmal schauen will, aus der globalisierten Welt, sind natürlich andere als vor 20, 30 Jahren. Aber Andreas hat es auch gerade gesagt, es schwingen überall natürlich auch riesige Chancen mit. Deswegen, also ich gebe das den Ball mal weiter. Ich persönlich sage, natürlich hat sich es verändert, aber ich könnte es jetzt schlecht greifen. Ja, dass ich sage, genau so ist es jetzt und so war es früher. Sondern sehr dynamisch, dieser Prozess.
Andreas ZwickIch glaube, dass die heutige Gründergeneration, ich sage es gleich mal vorweg, ich finde es nicht schlecht, auch sich privat noch wahrnehmen will. Also nicht alles komplett die nächsten 30 Jahre auf diese Karte setzen und die Familie muss hintenrum einfach irgendwie mitlaufen. Das ist, glaube ich, eine Sache, die will man heute mal so haben. Und das finde ich gar nicht schlecht. Weil man hat auch mal einen Kopf rein, man kann mit der neue Kreativität entstehen. Sieht man bei den Medizinern ja ganz stark. Wir haben jetzt auch eher so eine Netzwerkzeit, also so eine Zusammenarbeit, Teamwork-Zeit. Früher hast du lauter einzelne Architekten gehabt, heute hast du eher größere Architekturbüros, wo jeder so sein Spezialgebiet da drin abdeckt. Weil das mittlerweile alles so speziell ist, das kann ja einer gar nicht mehr alles abdecken. Also tun sich halt Menschen zusammen, die in ihren Spezialgebieten sehr gut sind und arbeiten dann zusammen. Und das hat man in ganz vielen Bereichen. Dadurch kann ich abgeben, wenn ich mal krank bin, ist nicht so schlimm. Ich kann auch mal zwei Wochen weggehen, wo manche Sachen habe ich mein ganzes Leben noch nie gemacht, weil dann geht ja der Laden bleite. Und so weiter und so fort. Also das erinnert sich, glaube ich, gerade ein bisschen um Unternehmertum. Es hat aber nicht damit zu tun, dass man das Unternehmen vernachlässigt, sondern man versucht, es anders zu organisieren. Mehr Veranbarung abgeben und so weiter und so fort. Also solche Themen, das spielt eine größere Rolle, glaube ich, künftig. Früher war man mehr das Einzelkämpfertum auch. Hat auch gut funktioniert, muss man sagen.
Nico HildmannJa, genau. Es hat ja viele Basen geschafft letzten Endes und Arbeitsplätze, genau so ein Vorgehen. Aber es ist einfach auch ein Wandel der Zeit, diese, nennen Sie jetzt mal Work-Life-Balance, einfach, dass man, das ist einfach ein wichtiger Punkt, nicht alles vielleicht da rein investiert, weil es ist auch genug, ne, im Endeffekt. Ich finde, in meiner Wahrnehmung, wenn ich über das Thema Unternehmertum spreche, es ist schon greifbarer geworden über die letzten Jahre. Einfach auch durch Formate wie Höhle der Löwen, was flächendeckend bekannt ist, diverse Festival-Startup-Wettbewerbe, die es so gibt, wo man mal nicht dran vorbeikommt, das mal gelesen zu haben. Man hat, da habe ich mal was gehört, was gelesen, ich habe da auch eine Idee. Also dieser Zugang, der ist, glaube ich, schon einfacher geworden. Was ich merke, ist, dass die Leute meistens noch so einen kleinen freundlichen Arschstritt brauchen, um dann wirklich auch in die Pötte zu kommen. Das merkt man schon, aber auch da, dann macht es den Leuten auch Spaß und dann bleiben sie dran. Ich hoffe, dass das weiterhin natürlich auch ein Thema bleibt, wo man sagt, da fokussiere ich mich. Und wie gesagt, das war im Endeffekt so das große Ziel für die Podcast-Folge selbst, das als Option zu sehen. Deswegen jetzt
Die wichtigste Botschaft aus Staffel 4
Nico Hildmannvielleicht gegen Ende der Podcast-Folge auch nochmal von euch ein kleines Statement oder einfach so euer Gedankengang, wenn jetzt die Hör, wenn jetzt jemand so diese Folge als erstes hört und noch nicht in die Staffel reingehört hat, welche Botschaft soll von euch irgendwie da bleiben für die Staffel? Was sollte man hier mitnehmen?
Frank GlinkaAlso ich glaube, wenn eins rüberkam, dann ist es das, dass es nicht den einen Weg gibt, sondern es gibt ganz viele Wege, wenn ich ins Unternehmertum einsteigen möchte, wie ich das tun kann. Und ja, vieles haben wir jetzt auch in der heutigen Folge nochmal, glaube ich, auch aus anderer Blickrichtung ansprechen können. Ich glaube, ganz wichtig ist, dass man letztlich sein Ziel kennt, dass man sich letztlich auch immer daran orientieren kann, dass man sich aber auch selbst wahrnimmt, das ganze Thema Achtsamkeit, sich selbst seiner Familie gegenüber, dass man einfach auch das Ganze auf einen langfristigen Erfolg aufbaut und nicht, ich sag mal, von 0 auf 100 in möglichst kurzer Zeit wäre. Es geht nicht darum, einen Sprint hinzulegen, sondern einen ordentlichen Dauerlauf und ein Umfeld zu haben, was einen irgendwo erdet, was einen spiegelt, was es gut mit einem meint und natürlich auch die vielfältigen, die es einfach gibt. Und da hast du vollkommen recht, die Zeiten haben sich dahingehend schon geändert. Es ist alles deutlich zugänglicher, transparenter geworden, auch diese Angebote anzunehmen. Und da einfach auch sich immer wieder mal auch selbst zurecht zu rücken oder auch zurechtrücken zu lassen. Ein gewisses Durchhaltevermögen gehört immer dazu. Und ich denke, auch die kleinen Erfolge, das haben wir vorhin auch schon mal angesprochen, sind dann das, was es am Ende ausmacht. Und dann kommt vielleicht auch der große Erfolg am Ende des Tages.
Nico HildmannDefinitiv. Auch wenn du schon sagst, jetzt dann auch als Möglichkeit, ne, KI, gerade hat man es, du musst dir gar kein großartiges Team mehr vielleicht aufbauen. Du hast dann halt, keine Ahnung, fünf Agenten, die halt du bist, ne? Im Endeffekt. Also auch da, die Möglichkeiten sind enorm geworden. Bin gespannt, wo sich das so hinführt. Dann auch. Gebe ich gleich nochmal einen kleinen Teaser dann natürlich für die nächste Staffel. Aber auch erst nochmal an dich, Andreas. Gibt es für dich so eine Hauptbotschaft, die aus der Staffel rübergebracht werden sollte, die man hier sich merken soll?
Andreas ZwickIhr habt Mut, also seid einfach mutig, glaubt an euch selber, erarbeitet euch die Businesspläne selber, kämpft euch dadurch, da wird euch viel Erkenntnis, wird euch viel Erkenntnis bringen. Um gebt euch mit den richtigen Leuten, die an euch glauben, hast du ja auch schon gesagt, Frank, gutes Netzwerk und geht da hin, wo Leute sind, die sowas auch schon erlebt haben. Geht hier zur Stadtbahn 27, geht vielleicht mal zu den Wirtschaftsunion, vielleicht in der Branche gibt es irgendwo ein Netzwerk, wo ihr euch vielleicht engagieren wollt, was weiß ich. Und macht das auch rechtzeitig. Und da werden Leute sein, die waren vielleicht auch mal in eurer Situation und können auch Tipps geben. Nicht alles ist für euch vielleicht wichtig, aber das eine oder andere. Und dann habt ihr vielleicht auch einen Begleiter, der euch mal auch hilft und es kam ja auch in der Staffel auch immer wieder durch, beim Herrn Bleicher zum Beispiel ganz stark, ne? Dass es ganz wertvoll ist, dass man jemanden hat, mit dem man sich einfach austauschen kann. Und selbst er auf einem hohen Niveau das immer noch macht. Absolut, ne?
Nico HildmannAlso finde ich super, wie ihr das einfach zusammengefasst habt. Genau das sollte es nämlich rüberbringen. Das hat es auch von meinem Gefühl her geschafft, weil wenn die Frage ist, zahlt sich Mut aus, ja, aus meiner Sicht, vielleicht nicht gleich, aber doch auf dem langen Weg schon. Weil mir war, wie gesagt, wichtig zu zeigen, nicht jeder gründet gleich, nicht jeder findet den gleichen Weg in die Selbstständigkeit, aber Mut, Orientierung, das Umfeld, das ist so ein ständiger Begleiter, der das Ganze ermöglicht. Und mir war dann einfach auch noch wichtig, und das ist so meine Botschaft auch, egal in welcher Situation man sich befindet, ob du ein Schüler bist, Student, arbeitslos, fest angestellt und sagst, das ist es vielleicht noch gar nicht. Es gibt immer, das ist immer der richtige Moment, irgendwie was zu ändern, was zu machen, Erfahrungen zu sammeln, sich das aufzubauen. Weil genau, und das ist ganz schön, wie er es auch gerade gesagt hat, jeder hat vielleicht mal so angefangen, weiß, wie es ist, Hilfe auch zu brauchen. Bitte drum, umgebt euch mit den Menschen, die euch gut tun und dann wird es was. Und ja, das finde ich, haben wir doch geschafft in der Podcast-Staffel Nummer 4, Mut zum Gründen. Da auch nochmal ein Riesendank an euch als Partner. Mir hat es echt Spaß gemacht. Ich hoffe euch auch, ihr seid zufrieden.
Frank GlinkaDefinitiv, Nico. Also auch nochmal großes Dankeschön an dich und dein Team. Also kann ich alles nur zurückgeben. Klasse. Wahnsinnig viel Spaß gemacht, ja.
Nico HildmannDanke euch. Also und da auch nochmal, wie gesagt, Streaming Keller, schön, dass wir hier nochmal das Finale jetzt aufnehmen durften. Vielleicht kleiner Teaser.
Teaser Staffel 5
Nico HildmannWir sind gerade schon in den Überlegungen für Staffel 5, die wird auch in der zweiten Jahreshälfte kommen. Und passend dazu, den Start in die Selbstständigkeit irgendwie aus unterschiedlichsten Perspektiven zu beleuchten, wollen wir dann natürlich dann noch weitergucken, wie man denn dann auch langfristig wachsen kann. Sprich, neben Mut zum Gründen ist dann Wachstum wagen. Unser Arbeitstitel aktuell noch. Also lasst euch überraschen, sind schon in Gesprächen. Ich freue mich auf jeden Fall wieder drauf, die nächste Staffel anzugehen. Nochmal ein herzliches Dankeschön an euch. Mir hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und wünsche euch beiden bei denen ganz, ganz viel Erfolg. Hoffe, wir sehen uns im Fleitfinale. Definitiv. Und genau, alles Gute und vielen, vielen Dank nochmal für eure Unterstützung.
Andreas ZwickGleichfalls. Vielen Dank, Nico. Euch auch, genau. Viel Erfolg bei der neuen Staffel. Dankeschön.