Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken

Folge #108 | S4 Mut zum Gründen – Neidbefreites Miteinander als Standortvorteil, das Raum für Neues schafft

Nico Hildmann Season 4 Episode 108

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 49:06

Ralf Hofmann ist Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt, Unternehmer und seit vielen Jahren in der Region engagiert. Kurz nach seinem Amtsantritt spricht er im Startbahn27 Podcast über Schweinfurt im Wandel, die Zukunft des Wirtschaftsstandorts und die Frage, was Menschen Mut zum Gründen macht.

In dieser Folge geht es um regionale Wirtschaftskraft, Unternehmertum und die Chancen einer Stadt, die sich laut Ralf Hofmann oft unter Wert verkauft. Er spricht über Weltkonzerne, Hidden Champions, Mittelstand, Handwerk und Startups – und darüber, warum Schweinfurt mehr Potenzial hat, als vielen bewusst ist.

Außerdem blickt Ralf Hofmann auf zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung, KI, Innovationsräume und neue Formen der Zusammenarbeit. Besonders deutlich wird: Die Zukunft von Schweinfurt entsteht nicht durch Einzelkämpfertum, sondern durch starke Netzwerke, kurze Wege und ein neidfreies Miteinander.

Darum geht es in der Folge:

  • warum Schweinfurt als Wirtschaftsstandort mehr Selbstbewusstsein braucht
  • welche Rolle Unternehmertum, Mittelstand, Handwerk und Startups für die Zukunft der Region spielen
  • wie Digitalisierung, KI und Innovationsprojekte neue Chancen für Schweinfurt eröffnen
  • warum ein neidfreies Miteinander Gründerinnen, Gründer und die gesamte Region stärken kann

Support the show

Du interessierst dich für Startups, Unternehmertum und Innovation? Im Startbahn27 Podcast interviewt Nico Hildmann inspirierende Gründer, Unternehmer und Visionäre aus Mainfranken – mit Fokus auf Schweinfurt und der Region.

Ob Startup-Erfolg, persönliche Rückschläge oder frische Ideen – wir erzählen echte Geschichten aus der Gründerszene und liefern dir wertvolle Learnings und Insights für deinen eigenen Weg.

Neue Folgen erscheinen regelmäßig mit spannenden Gästen, die zeigen, wie vielfältig und lebendig Unternehmertum in unserer Region ist.

Jetzt abonnieren, um keine Folge zu verpassen! Unterstütze uns mit einer Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts.

Mehr Infos & Kontakt:
Web: www.startbahn27.de
Mail: hallo@startbahn27.de
Instagram: startbahn27

Nico Hildmann

Hallo und herzlich willkommen an Bord des Startbahn 27 Podcasts. Diese Staffel wird präsentiert von der VR-Bank Main-Rhön, Partner für Gründer, Unternehmer und Zukunftsgestalter in unserer Region.

Begrüßung und Vorstellung

Nico Hildmann

Mein Name ist Nico Hildmann und heute bei mir zu Gast auf der Startbahn ist der neue Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt, Ralf Hofmann. Ralf ist jetzt seit 1. Mai offiziell Oberbürgermeister, engagiert sich aber schon seit vielen, vielen Jahren in unterschiedlichster Art und Weise für die Region, sei es beispielsweise wirtschaftlich, ehrenamtlich oder natürlich auch politisch. Also ein Schweinfurter durch und durch sozusagen. Und ja, ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass er heute hier ist, um mit ihm auch über ein Thema zu sprechen, was perfekt in unsere Staffel 4 Mut zum Gründen passt. Nämlich, was braucht denn eigentlich eine Region, damit Menschen Lust haben, ihre eigenen Ideen zu starten? Und ja, was braucht vielleicht auch Schweinfurt konkret, um eine echte Gründerregion zu werden? Und insgesamt, wie blickt er denn jetzt als neuer Oberbürgermeister auf die Zukunft der Region und die Rolle, die hoffentlich das Unternehmertum darin spielen wird? Ich freue mich auf jeden Fall sehr, mit ihm darüber zu sprechen und sage herzlich willkommen, Ralf, schön, dass du da bist.

Ralf Hofmann

Vielen Dank, Nico. Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut und bin jetzt gespannt, was jetzt auf mich zukommt.

Nico Hildmann

Ja,

Die ersten Wochen als neuer Oberbürgermeister

Nico Hildmann

also wirklich freue mich sehr, dass du dir die Zeit nimmst. So kurz nach Amtsantritt, wir nehmen jetzt Ende Mai auf, sprich, es sind erst ein paar Wochen vergangen. Nochmal an der Stelle natürlich herzlichen Glückwunsch für die neue Aufgabe und Herausforderung. Vielen Dank. Ja, magst du einfach mal so erzählen, wie bist du denn so gestattet? Was hast du denn so erlebt in der ersten Zeit schon?

Ralf Hofmann

Also die Aufgabe ist natürlich so anspruchsvoll und fordernd, wie es aber auch reizvoll und einfach wunderbar ist. Also für jemanden, der wirklich auch mit einer Grundempathie in dieser Stadt seit vielen Jahren lebt und versucht auch was zu bewegen, ist es ein unglaubliches Privileg, jetzt an dieser Stelle arbeiten zu dürfen. Und das tatsächlich auch mit einem Team im Rathaus, von denen ich vielen vorher schon gekannt habe, die mich jetzt aber auch in einer neuen Rolle kennenlernen müssen, dürfen. Und mit so einem Team an unterschiedlichsten, die unterschiedlichsten Aufgabenfelder, die wir ja haben, und die sind ja wirklich massig in Schweinfurt im Moment. Also nicht nur bei allen Kommunen ist, glaube ich, im Moment extrem Druck auf den Kessel, aber uns in Schweinfurt, glaube ich, nochmal gesondert. Aber in so einem Team zu arbeiten, das merke ich jetzt schon, wie großartig das ist. Und ich glaube auch, dass wir sehr gute Voraussetzungen haben, um aus dieser sehr schwierigen Situation wirklich was Gutes rauszuholen. Das liegt auch sicherlich daran, dass ich im Rathaus wirklich mit einer totalen Herzlichkeit und Freundlichkeit empfangen worden bin. Ich hatte es ja auch an verschiedenen Stellen schon gesagt, dass mein Amtsvorgänger Sebastian Remele mir es ermöglicht hat, unmittelbar nach dem Wahltag im Rathaus schon quasi zu sein, erste Gespräche zu führen. Das ist wirklich das Gegenteil von selbstverständlich. Das hat es mir sehr, sehr erleichtert, am 1. Mai, beziehungsweise am 4. Mai, das war dann der offiziell erste Arbeitstag, auch gleich richtig durchzustarten. Also bisher, ich gehe jeden Morgen mit einem Lächeln ins Haus, abends sind die Augen müde. Aber trotz allem, das macht wirklich sehr, sehr viel Freude.

Nico Hildmann

Ja, also freut mich auch sehr zu hören. Insgesamt auch, dass man einfach Hand in Hand geht und versucht einfach einen guten Übergang zu starten. Es geht immer um das Groß und Ganze. Und ja, das hast du damit ja nochmal unterstrichen, dass das schon eigentlich vor dem 1. Mai auch angefangen hat, nämlich ja voller Tatendrang sofort reingestartet. Auch wenn es jetzt erst noch ein paar Wochen eigentlich so offiziell her ist, gab es irgendwas, was dich so besonders überrascht hat in der Kürze der Zeit, war irgendwie eine große Besonderheit schon da, wo du gar nicht erwartet hättest?

Ralf Hofmann

Also es gab eine Besprechung, möchte ich jetzt aber nicht das Thema sagen. Da saßen fünf Menschen mit am Tisch, jeder und jede für sich mit einer hohen Expertise ausgestattet. Und die haben dem O-Bürgermeister berichtet. Und dieser Bericht oder die Diskussion, die Abwägung des Sachverhalts hat weit über eine halbe Stunde gedauert, 40 Minuten, 45 Minuten. Dann habe ich mitdiskutiert, anders, and then habe ich so für mich formuliert, so mehr anderer laut. Also, halten wir doch mal fest. Es bleibt jetzt folgendes. Wir machen erstens, zweitens, drittens, viertens, and they have alle mitgeschrieben. And in dem Moment war mir so richtig bewusst, so ist der Ablauf. Also, das war ja nicht im Vorfeld so, dass die hier kommen und gesagt, also wir tragen jetzt was vor und zum Schluss wollen wir eine Entscheidung. Sondern das war wirklich so ein ganz für mich wirklich so ein klassischer Moment, so ein Erkenntnisprozess. Und ich habe gedacht, okay, das sind jetzt die Möglichkeiten, die du hast. Und gleichzeitig fand ich mich halt optimal mitgenommen. Also die Menschen, die da mit am Tisch saßen, waren excellent vorbereitet, haben auf jede Frage eine Antwort gehabt, hat interdisziplinär auch sehr gut funktioniert und hat mir quasi die Möglichkeit gegeben, dann auch tatsächlich eine Entscheidung zu treffen. Und wenn wir das so als roten Faden für die nächsten Monate, Wochen, Monate und Jahre hinbekommen, ich glaube, dann sind wir ganz gut dabei. Sehr gute Leute, die mich quasi ganz objektiv und sehr sachlich und sehr konstruktiv in die Lage versetzen, eine Entscheidung zu treffen. Und ich treffe dann die Entscheidung als Chef der Verwaltung, aber auch als politisch Verantwortlicher. Ich glaube, dann kommen wir gut voran.

Nico Hildmann

Ja, also cool, dass du so eine Erfahrung schon teilst,

Neue Perspektiven und Rollen

Nico Hildmann

weil ich habe mir genau das so vorgestellt. Ich meine, du bist ja schon jahrelang einfach aktiv, kennst Schweinfurt aus verschiedensten Perspektiven und Rollen. Aber ich habe mich direkt so gefragt, fühlt es sich in der Kürze der Zeit schon irgendwie anders an, dein Blick auf die Region, weil du jetzt noch mehr Verantwortung hast? Ja, ja.

Ralf Hofmann

Also ich habe noch ein anderes Erlebnis gehabt, das war allerdings auch relativ zeitnah. Da war ich bei einer Tagung, war eine Fachtagung bayernweit, hier in Schweinfurt und ich war zum Grußwort eingeladen. Und dann wurde bei der Begrüßung gesagt, wir freuen uns sehr, dass der Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt heute auch Zeit hat. Und ich habe mich so umgedreht, wo ist denn Sebastian Römele? Die meinen ja mich. Also ja, es verändert den Blick tatsächlich. Und was ich auch gemerkt habe, das war aber auch schon in dieser Übergangsphase, das lag auch daran, dass Sebastian Remele quasi sich völlig geöffnet hat in unseren vier Augen-Gesprächen. Ich habe mir schon eingebildet, dass ich als jemand, der seit seiner Schulzeit ehrenamtlich in Schweinfurt arbeitet, der sich auch als Stadtrat immer zu den aktiven und zu den Engagierten zählt und der auch sonst qua meines Berufes natürlich am städtischen Leben aktiv beteiligt ist, auch das Rathaus ja kennt, dass ich eigentlich ziemlich viel Bescheid weiß. Und ich stelle halt fest, man lernt seine Stadt nochmal völlig neu kennen, auf eine ganz andere Art und Weise. Auch lieben, weil man so Schattierungen, Schattierungen plötzlich offenbaren, die man vielleicht gar nicht so wahrgenommen hat. Und das ist schon nochmal wirklich was Besonderes. Also der Blick auf Schweinfurt hat sich verändert. Und dann aber auch, auch das ist wirklich ein fantastisches Erlebnis. Ich war jetzt schon bei verschiedenen Tagungen, Baisestädetag, Fortbildung der Sparkasse und habe dort die Möglichkeiten gehabt mit Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Landräten, Landtagsämtern, aus anderen Bürgermeisternämtern, Obergermeistern in Kontakt zu treten. Der kollegiale Umgang, dieses gegenseitige Sich Unterstützen mit da einem Hinweis, da Problemlage, das haben wir so gelöst. Dieses Kollegialgremium auf dieser Ebene ist auch tatsächlich was, was meinen Blick auf die Region nochmal gestärkt hat und auch nochmal zusätzlich motiviert hat. Also da sind alles, ach dessen bin ich mir bewusst, das sind die ersten Wochen. Da ist die Euphorie natürlich nochmal ganz anders, aber es liegt vielleicht auch daran, dass ich von meiner Herangehensweise ja grundsätzlich erstmal jemand bin, der mit fast allen Menschen, die mir freundlich und sachlich korrekt begegnen, sehr gut auskomme. Und das macht es mir da in dem Fall auch leichter, aber es wird mir auch tatsächlich von vielen einfach sehr, sehr leicht gemacht.

Nico Hildmann

Ja, also es ist schön zu hören natürlich, ich habe halt direkt so bei was gedacht. Ich meine, auch beim Wahlkampf, es ist immer, immer wichtig, wie man und was man sagt. Jetzt, aber natürlich ist da dein Amt Oberbürgermeister. Dann ist ja noch mehr, die Wörter werden auf die Goldwahl gelegt, das hat der OB gesagt, ne? Oder merkst du vielleicht auch schon ein bisschen eine Veränderung, vielleicht im Umgang mit dir, dass man so dein Amt bei anderen merkt, und da kommt der Oberbürgermeister, also wie, dass die sich anders geben oder reagieren auf dich?

Ralf Hofmann

Also du warst jetzt der Erste, seit ich im Amt bin, der mich nicht gefragt hat, sag mal, sind wir eigentlich wahr, denn beim Du.

Nico Hildmann

Also, ja.

Ralf Hofmann

Ganz gut, ganz, ganz, ganz, ganz, das sage ich jetzt aber nicht vorwurfsvoll, das sage ich jetzt einfach, weil ich das sehr entspannt finde, dass halt Menschen, mit denen ich seit 20 oder 25 Jahren intensiv zusammengearbeitet habe, plötzlich ihre Rolle überdenken. Und natürlich ist es so, wenn wir jetzt in einer Funktionsrunde sind mit vielen Menschen, dann bin ich Funktionsträger Obergermeister, bin ich nicht Ralf Hofmann, aber Funktionsträger. Und da wird halt auch um eine gewisse, um diese Verschwesterung, Verbrüderung nicht zu sehr quasi, oder um das nicht in den Vordergrund zu stellen oder da den Eindruck zu erwecken, ist es schon wichtig, dass man eine gewisse Form wart. Aber grundsätzlich bleibe ich ja da doch noch, größten Teils meines Lebens bleiben ja doch noch die Person. Der Mensch. Der Mensch, ja. Ja, man bemüht sich zumindest. Und da gehört natürlich auch dazu, dass diejenigen, mit denen ich über viele Jahre hinweg einen intensiven Kontakt gepflegt habe. Also Beispiel, Servicebetrieb, wir haben zusammen irgendwelche Verkehrsschilder aufgestellt und haben uns da, haben da uns abgeschwitzt. Das wird auch völlig albern, wenn die mich jetzt sitzen müssten. Also insofern ja, für die war es auch ein bisschen komisch, wie gehen sie mit mir jetzt um. Aber auch da hatte ich schon zum Glück einige Möglichkeiten, das auch klarzurichten. Aber auch da ist es so, also wenn ich durch die Stadt gehe, bin ich jetzt halt, also vorher hat man mich vielleicht erkannt, aber jetzt wäre ich halt wahrgenommen. Und das ist schon jetzt ein Unterschied. Und auch da bin ich mir im Klaren, wenn ich durch die Stadt gehe, muss ich auch da sein, da muss ich präsent sein. Da kann ich eben Gedanken verloren, da durch die Fußgängerzone marschieren und vor mich hinsteren und überlegen, was habe ich jetzt gerade und was mache ich dann demnächst. Sondern muss ich auch da sein, da muss ich ansprechbar sein. Und auch das ist etwas, wo ich tatsächlich auch ein sehr, sehr gutes Gefühl habe, weil die, weil gerade so auf der Straße, wenn man auch sieht, dass man Blickkontakt mit den Menschen wählt, dass man da von den Schweinfreundinnen und Schwein, auch von den Landkreis bevor es zum Teil oft auch angesprochen wird, auf die Sache hingewiesen wird und immer auch mit einer freundlich. Also auch da ist eine positive Grundstimmung und das möchte ich auch zurückgeben. Und da bin ich auch ansprechbar und deswegen auch die Aufforderung, wenn man mich irgendwo sieht und ich bin halt irgendwie gerade dabei, in den Brötler zu beißen und habe einen Mund voll, kann man mich eigentlich immer jederzeit ansprechen.

Nico Hildmann

Ja, finde ich super. Also hört sich wirklich nach einer guten Startphase an, sehr ereignisreich auf jeden Fall. Aber da an der Stelle viel Erfolg und auch Spaß. Das sollte nie zu kurz kommen, finde ich. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig werden. Definitiv,

Schweinfurt Im Umbruch Und Chancen

Nico Hildmann

du hast es auch schon gesagt, im Vorfeld, du betrittst ja jetzt die Amtszeit in einer durchaus spannenden Phase und auch dynamischen Phase, wirtschaftlich auch herausfordernd. Also man liest ja doch regelmäßig irgendwie eine Region im Umbruch oder teilweise in einer Headline eine Krise oder sowas. Jetzt mal so von deiner Gefühlslage her gefragt, wie würdest du den Status quo von Schweinfurt aktuell so beschreiben? Und gibt es auch schon Themen, wo du sagst, da ist gerade viel Dynamik drin, da wird auch Veränderung kommen?

Ralf Hofmann

Also ich spüre die Dynamik eigentlich an ganz vielen Stellen. Also jetzt, man könnte ganz allgemein sagen, gesellschaftlich, da müssen wir unseren Beitrag hier vor Ort leisten, dass diese disruptiven Elemente, die wir auch haben in unserer Gesellschaft, die auch ein gezieltes Interesse haben, dass dieser Staat als dysfunktional wahrgenommen wird, dass die hier in der Region eben nicht Raum greifen, dass wir etwas dagegen erwidern, weil unser Staat und unsere Stadt ist bei allen Schwierigkeiten, bei allen finanziellen Handlungsnotwendigkeiten natürlich immer handlungsfähig. Und man muss da ab und zu mal den Blick über den Tellerrand einfach in andere Länder schauen. Ich glaube, die Probleme, die wir tatsächlich auch in der öffentlichen Verwaltung haben, die hätten andere Länder gern. Wenn wir jetzt den ganzen Themenbereich Wirtschaft anschauen, da sehe ich, wir haben natürlich eine geopolitische Lage, vor der wir uns nicht verstecken können und die wir auch nicht ausblenden können. Die macht es uns tatsächlich auch schwer. Weil ich nehme das schon wahr, dass hier vor Ort auf allen Ebenen in den letzten Jahren die Hausaufgaben wirklich erledigt wurden und dass man mit großem Nachdruck an den Zukunftschancen arbeitet. Sowohl in der Großindustrie als auch im Mittelstand, im Handwerk, vielleicht noch nicht so ganz so stark im Einzelhandel, aber die haben andere Probleme. Ich glaube, auch da gibt es sehr viele Akteure und Akteurinnen, die wirklich auch Zukunftsthemen aufgreifen, aber die haben noch mit anderen Dingen zu kämpfen. Aber das ist vielleicht auch ein Thema für einen anderen Rahmen. Aber ich sehe tatsächlich, wenn ich mir, wenn ich mit den Akteurinnen, mit Akteuren spreche, wenn ich mit den Standardleitungen spreche, mit den Betriebsräten, mit den Gewerkschaften, mit den Kammern, sehe ich wirklich ganz viele Zukunftsideen und Zukunftskraft. Ich habe auch das Glück gehabt, das ist auch was, wo ich, das hätte ich in der Form nicht gedacht. Der bayerische Wirtschaftsminister aber hier zu Gast, weil sie halt einfach eine Tagesveranstaltung gab, wo er als Fördergeber mit dabei war. Und wir hatten angefragt, ob es da vielleicht am Rande dieses Termins sich mal kurz Zeit nimmt, damit wir uns persönlich kennenlernen. Und ich hätte eigentlich gedacht, dass wir da uns irgendwo bei der örtlichkeit der Veranstaltung, also zehn Minuten vielleicht mal an die Seite stellen. Nee, er hat wirklich seinen Zeitplan umgeschmissen, ist dann zu mir ins Rathaus gekommen und hat einen Antrittsbesuch gemacht. Und das zu adressieren, dass wir in Schweinfurt bei ihm in seinem Ministerium, genauso wie im Innenministerium, das habe ich auch beim Innenminister Herrmann und beim Staatssekretär schon adressiert, dass wir uns hoffentlich an ganz vielen, zu ganz vielen Anlässen in den nächsten Jahren treffen, um für diese Region gemeinsam die Dinge voranzutreiben. Das wurde dort mit großer Offenheit angenommen. Und ich glaube, deswegen sieht man schon, dass wir hier in Schweinfurt, dass die unterschiedlichsten Akteure hier in Schweinfurt mit großem Einsatz agieren und dass wir hier vorankommen. Und deswegen, es gibt ja diesen abgetroschenen Spruch, in jeder Krise steckt eine Chance. Aber am Ende ist es das. Und es ist das tatsächlich. Wir können uns hinsetzen, können die Hände über den Kopf zusammenschlagen, Kopf ins Hand stecken und überlegen, alles furchtbar. Oder wir schauen, was machen wir da draus? Wo machen wir, wo kann jeder von uns seinen Beitrag leisten? Und da finde ich es sehr, sehr erfrischend, mit ganz vielen Menschen hier in der Region zusammenzukommen, die dieses Zukunftsbild teilen.

Nico Hildmann

Ja, also auch da, das, was du schon gerade so einfach zusammengefasst hast, ist für mich auch auf, auch wenn die Lage gerade so ist, spüre ich persönlich auch trotzdem Zuversicht, Optimismus in dem Sinne. Und wie du schon sagst, eigentlich, man sagt ja auch gern, Krisenzeiten sind Gründerzeiten. Deswegen für uns das bestimmende Thema, auch natürlich für die Hörer, ist natürlich auch die Rolle des Unternehmertums in diesen Zeiten der Veränderung, welchen Stellenwert hat es vielleicht auch für dich, beispielsweise jetzt in deiner Zeit.

Warum Unternehmertum in Zeiten der Veränderung so wichtig ist

Nico Hildmann

Und da glaube ich aber, soweit ich nämlich weiß, auch, du warst ja damals ein sehr starker Befürworter für die Stelle vor vier Jahren, die ich dann begleiten durfte, den Startup und Innovation Scout für die Region. Vielleicht magst du nochmal so ein bisschen erzählen, was hat dich damals da so überzeugt? Das hat ja auch Gott sei Dank Veränderungen irgendwo gebracht, positiv, hoffe ich.

Ralf Hofmann

Also zunächst mal hatte ich mit der damaligen Wirtschaftsförderung, mit Pia Jo, einen ziemlich engen Austausch. Also ich fand sie von ihrer Art her extrem erfrischend. Sie hat einen Blick von außen mitgebracht, sie hat eine hohe Fachlichkeit mitgebracht und sie war einfach unerschrocken. Und ich habe mit ihr dann mehrere Gespräche geführt, und das war einfach, das war einfach absolut positiv. Und für uns war klar, dass wir diesen Kosmos, diesen Mikrokosmos, den wir in Schwarford ja haben, dass wir eigentlich mit unserer THWS eine hohe Chance haben zu Ausgründungen, um auch Menschen, die von überall herkommen, hier am Standort auch zu halten, dass wir einfach eine sehr gute Grundinfrastruktur haben, dass wir eine sehr gute Lage haben, dass wir da auch neue Ideen und neue Wege gehen müssen. Und dass da die klassische Verwaltung vermutlich für so eine Stimmung zu entwickeln, auch im Bezirk der Startups, dass das vielleicht nicht so die optimale Lösung wäre. Und dann kam, ich glaube, ohne jetzt da irgendwie jetzt Honig ums Maul schmieren zu wollen, da kam, glaube ich, auch noch mit hinzu, dass du relativ frühzeitig, glaube ich, da auch im Gespräch warst. Und du hattest da auch offensichtlich einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Und auch das war so, dass wir, dass wir da jemanden gewinnen können, der hier der Region sehr, sehr gut tut. Und insofern war das eigentlich, also Pia Jose hat mir das neulich auch nochmal gesagt, ich war mir dessen gar nicht mehr so bewusst, dass ich da sie offensichtlich so gestärkt hätte. Umgedreht, denke ich mir, wenn mein halbwegs, wenn meine fünf halbwegs geraden Sätze schon gereicht hat, ihre Unterstützung zu signalisieren, müssen manche andere Erfahrungen bei ihr vielleicht nicht ganz so positiv gewesen sein. Aber es war dann wirklich total einfach, da eine Stadtratsmehrheit mitzuorganisieren. Das ist auch bei den anderen, bei den politischen Mitbewerbern relativ schnell auf offene Ohren gestoßen und da war es, glaube ich, ja, überfraktioneller Antrag und überfraktioneller Beschluss. Also insofern manchmal helfen gute Argumente und gute Konzepte doch, dass man zu dem schnellen Ergebnis kommt.

Nico Hildmann

Ja, also ich freue mich natürlich, dass es dann auch geklappt hat. Ich habe ja dann so die Startbahn eben aufgebaut und das einfach versucht, eine Anlaufstelle zu sein. Und um das auch mal vielleicht an der Stelle auch nochmal zu erwähnen, damals, als ich mich dann auch im Stadtrat vorgestellt habe und das, was ich so vorhab, unter anderem du hast ja dann auch zum Mikro gegriffen, hast ja auch gesagt, also Nico, wenn du irgendwas brauchst, sagst du Bescheid. Und wie du schon sagst, insgesamt vom Stadtrat eigentlich ganz viel Wohlwollen, kein Veto, mach einfach. Und wir wissen es, einer hat mal gesagt, machen sie einfach. Wir wissen es ja selber nicht besser. Und das hat mir natürlich auch super viel Zuversicht gegeben, zu sagen, alles klar, die stehen jetzt erstmal hinter mir, ich dürfe machen, muss mich nicht rechtfertigen, hoffentlich, ne? Und einfach ausprobieren. Und das fand ich richtig cool und gibt natürlich auch für mich ein tolles Gefühl, dann Dinge aufzubauen und das jetzt auch dann so weiterzuführen. Bisher läuft es ja ganz gut, was mich sehr freut. Ja, und hoffen natürlich auch dem Thema Unternehmertum eine tolle Basis zu geben. Vielleicht auch dahin mal gefragt, vom unternehmerischen Potenzial von Schweinfundern in der Region. Was hast du da gerade so für eine Meinung? Bist du da gerade schon ein bisschen drin? Ich meine, du bist ja selber auch Unternehmer, ne? Wie nimmst du das wahr?

Ralf Hofmann

Also Schweinfurt ist ja, glaube ich, viel zu wenig selbstbewusst, was die, was ihren Standort und die eigenen Stärken angeht. Wir sind uns manchmal, glaube ich, gar nicht im Klaren, welche Wirkmacht wir hier am Ort haben. Welche Weltkonzerne hier sind, welche Hidden Champions wir haben, welche starke Mittelstandsorganisation und Struktur wir haben, welches starke Handwerk wir haben. Und das ist immer wieder verblüffend, dass selbst bei Schweinfernern und bei Schweinfuttern diese wirklich bemerkenswerte Zahl, dass wir über viele Jahre hinweg mehr als sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze hatten als Einwohner. Das ist ja selbst bei Schweinfuttern und bei Schweinfortern nicht präsent ist. Das heißt, wir sind hier von zentraler Bedeutung für die Region und es stärkt natürlich unsere Position gegenüber auch anderen Entscheidungsträgern. Und das haben wir deswegen, weil wir natürlich hier Standort sind, traditioneller Standort, mit einer wirklich großen und auch einer Geschichte, auf die wir stolz sein können, von großen Unternehmen, die aus dem Handwerk kommen, aber die irgendwann mal halt skalierbare Produkte erfunden haben und entsprechend groß geworden sind. Dass diese Unternehmen jetzt mittlerweile, das ist uns auch allen klar, dass die mittlerweile hier nicht mehr ihren Firmensitz haben und dass sie nur Standorte sind, in Anführungszeichen, das ist natürlich auch logisch. Aber trotz allem, und das zeigt zum Beispiel ja auch das Beispiel ZF, jetzt mit der Entscheidung, den Motor und entsprechenden Komponenten weiter hier zu fertigen. Das zeigt ja trotz allem, welche Durchsetzungsmöglichkeiten hier vor Ort da sind. Und ich empfinde das schon bei allen, bei allen, bei den großen Betrieben, dass die hier an dem Zukunftsbild sehr, sehr konstruktiv arbeiten, dass wir uns weiterhin darauf verlassen können, auch in Zukunft Industriestandard zu sein. Das ist erstmal eine Grundlage. Dann haben wir wirklich diese großen Chancen, die sich auch in dem gesamten Cluster bietet, mit einer sehr, sehr gesunden Handwerksstruktur, die hochattraktive Zukunftsberufe haben. Dort wird KI immer ein Teil sein können, aber nie substituierend, komplett substituierend. Und wir haben insgesamt einen sehr stabilen und breit aufgestellten Mittelstand, auch im Dienstleistungssektor sehr gut aufgestellt, mit einem hohen Innovationspotenzial. Und deswegen habe ich schon den Eindruck, dass wir uns in Schweinfurt insgesamt auf eine gute Basis verlassen können. Was wir noch brauchen, ist, glaube ich, ist ein etwas stärkeres stärkeres Commitment auf gemeinsame Zielsetzungen, um auch Richtung München, Berlin, Brüssel noch stärker wahrnehmbar zu sein, weil wir sind eben keine Region wie, wir sind als Region schon was Besonderes durch die vorhin benannte Zahl der vielen Arbeitsplätze hier, auch durch diese Verantwortung, die damit erwachsen ist. Und ich glaube schon, dass wir dadurch auch Möglichkeiten erarbeiten müssen, dass wir hier in dem ganzen Transformations-, in dem Neugestaltungsprozess, dass wir da auf unterschiedlichen Ebenen Unterstützung brauchen als Gemeinschaftsprojekt, weil auch dann wieder alle davon profitieren, was hier passiert. Also insofern ist das tatsächlich, sehe ich da tatsächlich auch eine Dynamik und aber auch eine hohe Seriosität und auch eine realistische Betrachtung. Und ich glaube, auch das ist so ein Fundament, auf dem wir es sehr gut aufbauen können und aus dieser wirklich schwierigen, schwierigen Lage, die sich auf unterschiedlichen Ebenen ja darstellt, trotzdem mit einer gewissen Zuversicht gucken können.

Schweinfurt verkauft sich unter Wert

Nico Hildmann

Ja, also ich glaube auch, dass sich Schweinfurt in Teilen ein bisschen unter Wert verkauft, irgendwo auch, ne? Wenn man es nämlich, wenn man dann, wir machen ja viel Aktivitäten allein, das weiß ich noch damals so die Study Fab, ne, dass Leute von wirklich auch extern, ich glaube, es waren sogar auch mal aus Schweden, aus Stockholm Leute da, die haben gesagt, ey, ist klasse, was ihr hier in Schweinfurt habt. Also diese erstmal so Verwunderung, weil klar, das Bild, auch wenn ich mit extern spreche, ist eine Industriestadt. Teilweise wird noch das Adjektiv Grau von dran getan, aber das denke ich mir immer, jede Stadt ist irgendwo grau und es gibt auch bunte Ecken, ne? Aber das ist so ein bisschen so dieses Standing vielleicht, was es noch so hat, aber ich finde auch, ne, ganz, ganz viel Potenzial da. Zuversicht, viele Leute, die Bock haben im Endeffekt. Ist es aber auch so, also das merkt man natürlich auch in den Auswertungen von der IAK beispielsweise, wenn man mal die Landkreise und Städte durchgeht. Schweinfurt ist immer positiv in der Gründung, Intensität heißt die, glaube ich, sodass man halt einfach ein gutes Verhältnis zwischen Gewerbe an und Abmeldungen hat. Also das ist immer positiv auch über die Jahre gewachsen und ich merke es ja selber auch in den Gesprächen oder in den Teilnahmen. Es wird immer irgendwie mehr der Lust hat. Ist es aber so, trotzdem sind manche noch gehemmt. Hast du in deinem zum Beispiel, auch im Wahlkampf, hast du ja mit ganz vielen gesprochen, so ein bisschen ein Gefühl oder einen Eindruck dafür bekommen, warum manche vielleicht noch zögern zu dem Schritt in die Selbstständigkeit oder was die davon abhält?

Ralf Hofmann

Also die ich glaube, am Ende können wir uns auch nicht freimachen von dem, was überregional, was national entsprechend passiert. Wir haben im Moment halt keine sonderlich gute Grundstimmung. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nicht ganz optimal. Und es ist natürlich schon frustrierend, wenn du hier siehst, was hier vor Ort auch zum Teil, nicht in der Gründungsszene, aber wenn ich jetzt allein zum Beispiel sehe, was der Betriebsrat, die Gewerkschaften und ZF erarbeitet haben mit der Arbeitszeitabsenkung bei ZF, also welche persönlichen Einschnitte die einzelnen Beschäftigten haben. Und man hat halt echt gehofft, dass jetzt dieses Jahr mit einem guten Prozent Wirtschaftswachstum da auch so ein Push dazukommen kann. Und dann kommt halt so ein Krieg, den keiner von uns gewollt hat, der überhaupt keinen Sinn ergibt und der im Prinzip das gesamte Wirtschaftswachstum einfrisst. Also das ist natürlich schon nochmal so ein Frustrationsmoment und das bedeutet für die Gründer, für die Gründerszene natürlich auch, die können sich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und in Zeiten von der wirtschaftlichen Unsicherheit ist es natürlich schon, also die können sich von den Rahmenbedingungen nicht losmachen und in Zeiten von der wirtschaftlichen Unsicherheit muss man natürlich doppelt und dreifach überlegen, wo ist denn der Markt? Und was ist mir denn mit meiner Geschäftsidee? Was ist denn mit meinem Produkt? Was ist mit meinem Innovationsprojekt? Wie komme ich daran? Deswegen ist es ja umso wichtiger, dass wir hier solche Einrichtungen haben, auch mit dem ganzen Side-Projekten, die sie mittlerweile gebildet haben, weil das ist zum Beispiel was, jetzt erzähle ich natürlich wie die Geschichten von kurz nach dem Krieg, als ich mit meiner Firma begonnen habe, gab es das alles nicht. Also dass ich dich immer an die Seite, an die Seite nehme und sagt, ey, pass auf, du bist jetzt in der Phase, du hast zwei Jahre lang rumgebuggelt wie so ein Irrläufer und jetzt hast du wirtschaftlichen Erfolg, jetzt wird es gefährlich. Also sowas. Das war bei uns ja wirklich so, wir haben plötzlich, wir haben zwei Jahre lang erfolglos rumgearbeitet und plötzlich gab es halt dann dieses Konzept Hongetonk und das hat halt, das ist halt wirklich durch die Decke. Und da hast du jetzt hier einfach Strukturen, wo du, wenn du eine Idee hast und du bist vielleicht noch nicht ganz sicher, biege ich links ab, halbl links, rechts oder in welche Richtung es geht es. Hier habe ich eine Anlaufstation, wo ich, wo du auch vermitteln kannst, wo du auch sehr schnell und ohne große Barriereprobleme Zugang hast, auf Augenhöhe mit erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern in Kontakt zu kommen. Und deswegen ist das, glaube ich, ein Riesenvorteil, den wir uns hier jetzt erarbeitet haben, auch dank hier des ganzen Teams, wo Neugründerinnen und Gründer zumindest ein gutes Umfeld finden. Aber am Ende ist es trotzdem so, das Produkt muss stimmen, der Markt muss stimmen und der Markt ist halt im Moment in ganz vielen Bereichen extrem volatil. Und wenn du jetzt hier, das kann man ja auch verstehen, verschiedene, also auch die großen Player hier am Standort, die für viele vielleicht auch eine sonst eine erste Adresse wären, um mit denen auch zusammenzukommen, die haben ja ganz unterschiedliche Strategien, zum Teil wird aufs Kerngeschäft reduziert, es gibt Konsolidierungsprogramme und so weiter und so fort. Also auch da kann man vielleicht an der anderen Stelle schon verstehen, wenn jemand, der sich überlegt, an den Markt zu gehen, jetzt noch ein bisschen vorsichtig ist. Aber trotz allem, ich habe da auch, der ist ja auch bei euch, glaube ich, im Startbahnprogramm gewesen, ein Gründer, der hier an der THWS studiert hat, der so ein ganz bestimmtes Kontaktmodul entwickelt hat, der jetzt halt mit Google verhandelt. Und der halt nach New York eingeladen worden ist, weil er hier in Schweinfurt etwas entwickelt hat und mit dem habe ich mich getroffen. Er sagt, naja, er sagt, er ist jetzt hier in Schweinfurt, weil das ist das Umfeld, wo er wirken kann, weil er hat überall in Deutschland seine Kollegipartner. Aber Schweinfurt ist der Standort, weil er hat hier die Chance bekommen. Ich hoffe, dass das auch weiterhin so der Fall bleibt. Also ich glaube schon, dass wir hier, dass wir hier grundsätzliches Potenzial haben. Und ich denke, wir werden ja später auch noch über die Möglichkeiten der KI Gigafactory sprechen. Ich glaube, das kann da nochmal so ein richtiger Game Changer sein.

Nico Hildmann

Genau, also ich weiß natürlich, von wem du sprichst. Es ist sehr, sehr wertschätzend zum Standort und die Region hier insgesamt, ich sag mal, mein Franken, weil er auch weiß, welche Player einfach da Hand in Hand gehen und ihn da auch unterstützen. Deswegen freut es mich auch, dass es bei ihm so gut vorangeht. Meiner Erfahrung nach ist es da vor allem, und das ist auch so ein Mitgrund dieser Staffel jetzt, Mut zum Gründen, dass viele einfach diese Option und Selbstständigkeit nie wirklich kennengelernt haben. Und deswegen war es mir so wichtig, in dieser Staffel jetzt auch mal zu zeigen, es gibt ganz viele verschiedene Wege, in die Selbstständigkeit, ins Unternehmertum zu kommen. Und mir war auch wichtig, natürlich die Schule zu beleuchten, Studium, weil da hätte ich es gern mal erfahren, dass es, wie man Ideen vielleicht verwirklicht. Oftmals kommt aber dann, wenn sich die Leute gewagt haben oder als nächste Fragen, so Richtung Startkapital. Das fällt mir auch oft auf, dass viele direkt externe Mittel suchen, anstatt so eigentlich zu versuchen, so weit zu bootstrappen, also sich eigen zu finanzieren, wie geht, weil sie es vielleicht auch vorgelebt bekommen durch Presse, Fernsehen und wie auch immer. Also selbst jetzt, du sagst schon, der Vergleich von damals zu heute, das sind einfach unfassbar viel mehr Informationen, die man auch für sich einordnen muss und dann eben schauen muss, schaffe ich das oder nicht. Und du sagst auch schon, ne, KI, ich glaube, ich weiß nicht, vielleicht habt ihr das auch im Vorfeld, ne, im Wahlkampf, wenn du die Gespräche geführt hast, das Thema KI, macht ja schon vielen Angst. Und ich glaube auch, hemmt auch manche gleichzeitig zu sagen, ich weiß gar nicht, ob ich mich selbstständig machen soll, weil vielleicht in einem Monat kann das die KI, was ich eigentlich machen möchte, beraten oder irgendwie sowas zu was, ne? Ist das auch bei euch jetzt in der Stadt oder auch in den Gesprächen jetzt im Vorfeld?

KI, Digitalisierung und Verwaltung

Nico Hildmann

Wie stark ist der Stellenwert KI gerade bei dir?

Ralf Hofmann

Viel so gering. Viel so gering. Und das ist tatsächlich etwas, was ich, was ich auch, wo wir auch als Stadt, und da nehme ich mich jetzt sofort mit ein, da daute ich auf niemanden, wo wir einen ganz, ganz zentralen Fokus drauf legen müssen, damit wir selbst im Bereich der Digitalisierung, KI-Anwendungen, Prozessoptimierungen, damit wir selbst da quasi erwachsen werden. Ich glaube, nur dann können wir auch glaubhaft quasi in diesem Becken mitschwimmen, abgesehen davon, dass es für uns für die Zukunft der Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung der Stadt Schweinfurt von zentraler Bedeutung ist. Aber ich möchte einen Punkt noch kurz zu potenziellen Gründerinnen und Gründern sagen. Du wirst das so sehen, ich werde es so sehen. Aber wir müssen auch in der Gesellschaft ausstrahlen. When jemand was gründet ander scheitert, then is this irgendwas, sondern it has versucht and it had not geklapped and it is a schritt auf seine Entwicklung. That is tatsächlich etwas, ich werde das jetzt nicht häufig machen, das ist tatsächlich etwas, was ich an den USA so fantastisch finde. Also er hat versucht, ist gescheitert, so okay, what's next? Also das ist halt was, wo wir uns einfach schwer tun und dann ja auch diese Personen dann in eine gewisse Ecke drücken, so er hat versagt. Darum geht's aber nicht. Es geht überhaupt nicht darum, sondern es geht tatsächlich darum, wenn jemand den Mut hat, etwas zu tun, eigenverhandlich zu sein, auch in die Richtung, das muss man immer sagen, in der Entwicklung bedeutet es auch immer, Arbeitsplätze, Arbeitsverantwortung für andere Menschen zu übernehmen, dann hat er doch unser allen Respekt verdient. Und wenn er, und das ist für mich zum Beispiel auch so ein Punkt, wenn wir ans Risikokapital gehen. Ich bin da voll bei dir. Ob ich Risikokapital in ein Unternehmen nehme, muss immer mit einem Mehrwert verbunden sein. Das Geld allein wird nicht der Faktor sein. Wenn ich aber da einen Partner habe, der mir gegebenenfalls auch eine Erfahrung, so ein Tutorial an die Seite stellen kann, der mir vielleicht auch Märkte öffnet, dann ergibt es natürlich einen ganz anderen Sinn, als wenn ich quasi eine schöne Idee habe, ich suche mir das Geld und das macht halt jemand, der im Prinzip nur eine Renditeerwartung hat. Also da muss jeder Gründer, jede Gründerin für sich schon eine Entscheidung treffen. Aber ich glaube, auch das ist halt wichtig, dass ihr da seid und entsprechend da die entsprechenden Hilfestellungen geben könnt.

Nico Hildmann

Ja. Also versuchen wir natürlich.

Ralf Hofmann

Das habe ich gut von der KI abgelenkt, nee. KI und Sachenverwaltung.

Nico Hildmann

Nee, um Gottes Willen. Also nehme ich uns auch nicht raus, da ist absolut noch Nachholbedarf. Einfach, ich habe es auch schon öfters in den Podcast-Folgen gesagt, es ist für mich einfach nur nicht so greifbar. Was mache ich da jetzt genau, ne? Wo auf was lege ich mich fest? Und das ist einfach aber natürlich ein bestimmtes Thema in der Zukunft, das angegangen werden muss, wie du auch schon sagst, wie man es auch immer dann umsetzt. Und was mich natürlich auch sehr freut, ist, du hast es gerade schon angesprochen,

KI Gigafactory und weitere Zukunftsprojekte

Nico Hildmann

dass ganz viele Zukunftsthemen eigentlich ja schon in der Pipeline sind. Die KI Gigafactory, das Startup und Innovation Center, was geplant ist in den nächsten Jahren und auch umgesetzt wird, in welcher Form auch immer, ne? Aber verschiedenste Programme letzten Endes. Und das ist, glaube ich, auch was, was dich sehr positiv schon mal in die Zukunft blicken lässt. Ja, genau.

Ralf Hofmann

Und ich möchte ausdrücklich auch noch diesen Campus dazu nennen, Handwerkskammer gemeinsam mit der THWS, wo wir hoffentlich auch so eine Gründung-, so eine Start-up-Kultur entwickeln können, wo wir als Stadt Schweinfurt auch unseren Beitrag leisten sollten, dass es hier Begegnungsstätten gibt, dass es hier ein Zusammenwirken gibt an den verschiedenen Stellen. Und das ist, glaube ich, das ist doch etwas, wo wir auch stolz sein können, dass wir grundsätzlich überhaupt diese Möglichkeiten haben, dass sich jetzt solche Entwicklungen hier in Schweinfurt und in der Region breitmachen können. Also ich möchte daran erinnern, es war damals eine mutige Entscheidung, innerhalb von kürzester Zeit diesen Zweckverband für Conbarracks zu gründen. Und kurz nachdem er gegründet war, war der Anlass ja eigentlich schon weg. Und man hat dann relativ schnell aber den Punkt gefunden, dass man gesagt hat, das ist trotzdem eine große Chance, weil für die beiden Kommunen Geld in der Wand, das alleine zu betreiben und das alleine zu entwickeln, wäre sehr herausfordernd gewesen. Aber in der Kombination mit einer strategischen Wirtschaftsförderung des Landratsamtes plus die Stadt Schweinfurt mit einer gewissen Grunderfahrung, was das Ganze angeht, das kann einfach so als interkommunaler Verbund auch ein Zukunftsmodell sein. Und das war echt schwer. Es waren viele Sollbruchstellen, wo es hätte auch kippen können. Aber es haben sich immer in der gemeinsamen Verantwortung alle zusammengerauft. Ich bin seit 2016 dort Mitglied im Zweckverband. Deswegen war ich auch bei den ganzen Sitzungen dabei, die ja in der Regel auch nicht öffentlich sind, weil es immer um vertragliche Dinge geht und so weiter. Und das hat, glaube ich, jetzt, als vor zwei Jahren dann plötzlich das Potenzial der KI Giga Factory kam, das war wie so ein Erweckungserlebnis für alle. Dafür haben wir es gemacht, dafür haben wir uns Freitagnachmittag uns quasi halb gekloppt um bestimmte Entscheidungen. Und jetzt stehen wir alle da und können sagen, ey, es war es echt wert. Und diese Chancen haben wir jetzt und was sich aus Rum entwickeln kann. Und wir wissen ja, es gibt ja entweder die KI Gigafactory oder wir haben ja die Zusicherung, dass es die bayerische Lösung geben wird. Also es wird auf jeden Fall dort etwas entstehen mit einem Nukleus, mit einer AI, mit einem AI-Nucleus und mit dem Potenzial, dass sich da außenrum ein entsprechendes Cluster bildet. Und das ist doch eine grundsätzlich schon mal sehr, sehr positive Vision. Und jetzt geht es natürlich auch darum, auch jetzt schon möglichst den zweiten und dritten Schritt zu denken. Es sind ja ganz enge Zeitfenster. Auch das kann man in der Öffentlichkeit ja vielleicht auch durchaus mal als positiv darstellen. Es wird ja jetzt offensichtlich vor der Sommerpause noch den Call der EU geben und dann wird Ende des Jahres entschieden. Und es ist Baurecht schon geschaffen worden mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Also wenn die wollen, wenn dann die Entscheidung getroffen ist, dann kann im Januar der Bagger rollen. Also da soll mal einer sagen, wir können nicht, wenn alle zusammenhält, mit China mithalten. Ja, okay. Aber grundsätzlich hat man sich hier auf ein Ziel committed. Alle merken mit und muss man auch sagen, die Staatsregierung mit einem großen Engagement und mit dem Leibniz-Institut. Also das sind die Dinge. Und auch darüber habe ich mit dem Staatsminister, mit dem Wirtschaftsminister gesprochen, dass ich sage, also wenn das denn, wenn die Entscheidung kommt, dann kommen wir wieder mit ihm ins Gespräch und schauen, welche Ansiedlungsstückstrategie fahren wir dort. Weil die Flächen sind natürlich auch wertvoll und die müssen ja, die müssen ja auch entsprechende Effekte für die Region haben. Und das, glaube ich, da haben wir jetzt eine gute Grundlage, dass wir in diesem Zweckverband gut arbeiten, dass die Netzwerke gut aufgebaut sind, jeder seine Rolle gefunden. Ich bin jetzt quasi dazu neu dabei und ich werde mich da natürlich in einem großen Maße mit engagieren.

Nico Hildmann

Also ich finde schon

Was Kommunen bewegen können und wo politische Grenzen liegen

Nico Hildmann

mal ein super Beispiel, das wird er zeigt, ein Zusammenwirken, wenn man gut zusammenwirkt, schafft man auch ein Ziel zu erreichen. Aber was es auch zeigt natürlich, es liegt nicht allein in eurer Macht, Entscheidungswege, dann ein Go zu bekommen. Das wollte ich dich auch immer fragen. Vielleicht auch, dass die Zuhörer und Zuhörerinnen das so ein bisschen mal greifen können. Im Endeffekt ist ja so, ihr würdet ja wahrscheinlich, du als Oberbürgermeister jetzt, als Stadtrat, ach, ich nehme mal den Landkreis mit rein, als Region Dinge vorantreiben. Inwieweit könnt ihr denn eigentlich anschieben und wo sind dann auch Barrieren? Weil ich gehe von aus, du bei vielen Themen würdest du einfach sagen, finde ich klasse, ich hebe einen Daumen, aber so einfach ist es ja nicht, ne?

Ralf Hofmann

Ja, also die, das ist jetzt natürlich eine sehr abstrakte Ebene. Man muss schon in die einzelnen, wenn man immer in die einzelnen Themen runtergeht, gibt es natürlich Bereiche, wo man eine deutlich stärkere, größere Hebelwirkung hat und manche Dinge, wo man einfach von äußeren Einfluss abhängig ist. Also vielleicht nochmal ein Beispiel zur KI Gigafactory und zur Conbaracks. Wir haben relativ lange mit der BIMA, also mit der Bundesimmobilienanstalt, verhandelt, dass wir dieses Gelände kaufen. Und dann kam kurz bevor die Kaufverhandlungen im Prinzip reif waren, kam ein Moratorium des Bundesverteidigungsministeriums oder der Bundesregierung, dass Liegenschaften wie zum Beispiel die Conbarracks unter Verkaufsmoratorium gestellt werden, weil die potenzielle Entwicklungsflächen brauchen für die Bundeswehr. Den ganzen Aufwand, den wir getrieben hätten, hätte damit einmal weggewischt sein können. Und es war politischer Einfluss, aber auch, glaube ich, gute Lobbyarbeit im Vorfeld, dass dort klar war, das ist eine zentrale Entscheidung, die eine ganze Region betrifft. Und deswegen wurde Conbrax als einzige Liegenschaft aus diesem Moratorium ausgeschlossen, also rausgenommen. Und das zeigt natürlich schon, wie wir auch entsprechend abhängig sind und welche Dinge da auch auf unterschiedlichen Ebenen dann auch entschieden werden. Aber am Ende ist es so, und das ist auch etwas, was ich mir zumindest auch für diese Amtszeit vornehme, wir brauchen stärker regionale Verbundlösungen. Wir müssen zwischen Stadt und Landkreis, aber auch in der Region Mainfranken, Dinge voranbringen, weil wir zum Teil als Kommune, als Landkreis, als einzelne Gemeinden mit den Aufgaben überfordert sind. Also müssen wir da auch Dinge zusammendenken und dann hat man Gestaltungsmöglichkeiten. Dann kann man etwas auf den Weg bringen. Das bedeutet natürlich immer noch, dass man die Gremien mit beteiligen muss. Aber wenn wir, ich glaube, wenn wir da gemeinsame Zielsetzungen definiert bekommen, und da bin ich ziemlich zuversichtlich, dass es da viele Ansätze gibt, dann haben wir auch Gestaltungsmöglichkeiten. Und das ist letztendlich auch, und das finde ich auch völlig zu Recht, die Erwartungshaltung der Menschen. Die wollen, dass wir auch was bewegen. Und ich kann immer, natürlich kann ich immer eine Ausrede finden, warum München, Berlin oder Brüssel uns da in die Suppe spuckt, aber dann haben wir im Zweifel auch vielleicht die falsche Strategie gewählt, wenn wir an diesen Punkten scheitern. Das ist auch sehr pauschal jetzt gesagt, aber am Ende immer, wir müssen unsere Hausaufgaben machen, wir müssen vor Ort schauen, wo sind die Bedürfnisse, wo sind die Entwicklungen, in welche Richtung muss das gehen. Da müssen wir realistische Ziele vorgeben und realistische Ziele besprechen. Und dann in der regionalen Kooperation sind wir, glaube ich, nochmal stärker, als wir es als Kommune sowieso sind.

Nico Hildmann

Ja, also ich glaube, einige Themen einfach in der Pipeline, die hoffentlich dann auch die Region weiter aufblühen lässt, auch in Zukunft. Jetzt

Warum Gründen in Schweinfurt

Nico Hildmann

werden wir jetzt gegen Ende der Podcast-Folge nochmal Richtung Gründung zurückgehen, aber was man da vorhin auch schon gesagt hat, junge Gründer, die jetzt vielleicht gerade noch überlegen, mache ich was oder mache ich oder starte ich was nicht. Jetzt wenn sie sich beispielsweise entschieden haben, ja, ich will, ich will mich selbstständig machen, aber noch zweifeln, ob die Region Schweinfurt einfach sinnvoll ist. Was würdest du denen so mitgeben auf den Weg?

Ralf Hofmann

Also zunächst würde ich Ihnen würde ich jedem sagen, wenn es für sie in irgendeiner Form nützlich ist, sind Sie jederzeit bei mir herzlich eingeladen zu einem Gespräch und ich würde Ihnen sagen, ich würde da jemanden zu dem Gespräch mit dazu holen, der uns da sicherlich extrem weiterhelfen kann. Also ich bin, ich bin jemand, also dich, ich bin jemand, der sehr gern mit guten Leuten zusammenarbeitet, weil ich selber für mich nie in Anspruch nehmen würde, dass ich erstens All we have the Weltformel, sondern we are good when we are talented that we here on the standard arbeiten won, when we can do it. Kraft seines Abendes, these are bringing. And when you comes and says, I have an idea and however the steile these raise, that I von 95% of the Ideas, died, erst mal fachlich gar nichts verstehen. Dann muss ich natürlich Leute dazu holen, is this jetzt quasi welchen Impact hat diese Idee auf unsere Stadt? And dann die Leute zusammenzukriegen, auch mit dem Wirtschaftsreferat, mit der Wirtschaftsförderung, mit dir, ich glaube, dann können wir ein Biotop dem Gründer bieten oder der Gründerin bieten, wo sie, glaube ich, sehr, sehr genau analysieren kann, habe ich hier die entsprechenden Startchancen und wo hakt es bei mir noch? Und dann kann es losgehen. Also das mache ich mir schon zu eigen. It's the economy stupid. Wir müssen schauen, dass unsere Wirtschaft funktioniert. Und der Oberbürgermeister ist da natürlich in einer herausgehobenen Verantwortungsposition. Aber ich würde nie sagen, dass ich das alleine bin, sondern das würde ich mit dir, mit Anna Barbara Cake, mit Markus Holle, mit dem Team oder auch mit Lukas Karl Bauer, mit Caroline Trips, mit Rudy Paul. Also da gibt es so viele Akteure, die wollen und die was beitragen können. Die muss man halt alle an einen Tisch holen. Aber für jeden, für jeden Interessierten haben wir die richtige Konfiguration, die wir zusammenkriegen, damit diese Person dann auch eine Zukunft Chance hat.

Nico Hildmann

Also wie du schon sagst hier und unterstreichst, es ist einfach ein starkes Netzwerk und das nehme ich auch als unsere Hauptaufgabe als Startbau und Grips, wir vernetzen ja, wir bringen den Zugang. Das musst du dir nicht selber holen, sondern sag, was deine Lage ist. Und wir bringen dich dann mit den passenden Menschen, wenn wir selber es nicht weiter wissen oder so, ne, einfach zusammen und dann meistens geht es einfach gut voran. Und das will ich, wie gesagt, auch nochmal unterstreichen. Das Netzwerk ist sowieso das A und O, hier geht jeder wirklich Hand in Hand. Das war für mich auch damals, als ich nach Schweinfurt gekommen bin, von Karlsruhe, da war ich ja zehn Jahre, ne? War für mich auch so, war krass, wie die hier alle zusammenarbeiten, ist ja Wahnsinn, ne? Auch einfach mein Frankenweit. Und das finde ich auch sehr cool. Würde ich auch tatsächlich direkt immer unterstreichen für jemanden, der vielleicht noch zweifelt, ob er hier irgendwas starten will. Aber finde ich sehr gut. Und ja, Ralf, vielleicht an dich die letzte Frage. Die Staffel ist zwar Mut zum Gründen, aber was macht denn dir persönlich Mut für die Zukunft unserer Region hier?

Ralf Hofmann

Die Menschen. Am Ende sind es tatsächlich die Menschen. Ich glaube, wir haben so eine, wir haben ja so eine, also von der von der Grundmentalität her sind wir ja wirklich das Gegenteil von exaltiert. Aber wir sind halt echt verlässlich und wir haben ja, glaube ich, eine Basis, die, also auch wie jetzt nochmal anknüpfen, was du gesagt hast, ich glaube, das ist schon ein Wert an sich, der in anderen Regionen in dieser Form nicht so nicht so da ist, dass wir ein relativ neidbefreites Netzwerk haben, wo ganz viele Menschen dem anderen auch Raum lassen. Und das ist, glaube ich, in anderen Regionen deutlich schwieriger. Und ich glaube, dann kriegen wir, dann kriegen wir auch was hin. Und ich, also das ist für mich, also ich habe so viele, so viele positive Gespräche gehabt, alle zielgerichtet, auch mit klaren Erwartungshaltungen jetzt auch an mich orientiert. Und ich habe einfach total Lust, mit diesen ganzen Menschen meinen Beitrag zu leisten, dass das vorangeht. Und das macht mir wirklich tatsächlich Mut. Und wir als Stadt Schweinfurt müssen auch mutig sein. Und wir müssen auch zeigen, dass wir vorangehen und auf gutem Beispiel vorangehen. Also ich glaube, da gibt es ein großes Aufgabenspektrum, aber mir ist es wirklich nicht bange.

Nico Hildmann

Ja, also unterstreiche ich sofort, finde ich ein tolles Schlusswort, neidbefreites Miteinander. Richtig, richtig cooles Wording. Ralf, vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, hier dabei zu sein in unserem Podcast. Vielen Dank.

Ralf Hofmann

Ich danke dir sehr, Nico.

Nico Hildmann

Natürlich, auch wie immer an der Stelle ein großes Dank an unseren Staffelpartner, die VR-Bank Main-Rhön, die das Ganze möglich macht. Und ja, wie ich es auch schon in der Folge gesagt habe, ich wünsche dir ganz viel Erfolg weiterhin, viel Spaß natürlich auch. Und freue mich dann auch auf die weitere Zusammenarbeit im Zustammspiel Grips Startbahn statt. Und nochmal vielen Dank, dass du da warst und alles Gute, Ralf.

Ralf Hofmann

Vielen Dank, Nicole, und schöne Grüße nach draußen. Glaubt an unsere Region, wir kriegen da schon hin.