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Special Folge mit Daniel Werner: Claude Code – Warum ein Tool gerade ganze Geschäftsmodelle verändert

Nico Hildmann Season 4

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In dieser Special-Folge ist Daniel Werner zu Gast – Unternehmer, Agenturinhaber von Webfeinschliff, SEO-Experte und Online-Marketer mit über 500 begleiteten Projekten. Mit ihm sprechen wir darüber, warum Claude Code aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommt und wie Künstliche Intelligenz gerade Webentwicklung, Online-Marketing, Automatisierung und digitale Geschäftsmodelle verändert. Mit Claude Code hat er u.a. seine Jobbörse HR Rocket aufgebaut.

Daniel teilt seine Erfahrungen aus der Praxis und zeigt, wie Unternehmen KI heute schon nutzen können, um schneller umzusetzen, effizienter zu arbeiten und neue Chancen zu erkennen. Gleichzeitig geht es um die Grenzen der Tools, den Wandel in Teams und die Frage, welche Rolle Menschen in Zukunft noch übernehmen.

Es geht um:

  • Warum Claude Code für Daniel ein echter Gamechanger ist
  • Wie KI Websites, Prozesse und Geschäftsmodelle schneller umsetzbar macht
  • Warum WordPress aus seiner Sicht unter Druck gerät und statische Websites wieder relevanter werden
  • Welche Chancen und Risiken Künstliche Intelligenz für Unternehmen, Mitarbeiter und Startups mit sich bringt

Eine Folge für alle, die Claude Code, KI, Automatisierung, SEO, SEA und digitales Unternehmertum nicht nur als Trend sehen, sondern besser verstehen wollen.

Diese Projekte wurden von Daniel mit Claude umgesetzt:

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Begrüßung und Vorstellung von Daniel Werner

Nico Hildmann

Hallo und herzlich willkommen im Startbahn 27 Podcast. Mein Name ist Nico Hildmann und heute haben wir mal wieder eine Startband 27 Special Folge for euch. Mein heutiger Gast ist Daniel Werner. Daniel ist Unternehmer, Agenturinhaber und Online-Marketing-Experte, der ist auch schon seit vielen, vielen Jahren hat über 500 Projekte begleitet, auch einige Unternehmen natürlich auch aufgebaut. And ist einfach jemand who gar nicht viel über Ideen spricht, sondern so viel lieber auch umsetzt, also ins Doing kommt. Und ja, aktuell beschäftigt er sich vor allem intensiv mit einem Tool, wovon er sagt, ganz viele haben das Potenzial dahin noch gar nicht wirklich verstanden oder ist greifbar, welche krassen Umsetzungsmöglichkeiten es da gibt. Die Rede ist von Claude Code und da wollen wir heute auch einen Fokus drauf setzen. Was ist es genau? Wie funktioniert es? Wie setzt man es vielleicht auch am besten ein? Wie setzt der Daniels ein? Und ja, welche Aufgaben und Rollen es vielleicht auch disruptiert in der Zukunft. Welche Rollen werden verschwinden? Und insgesamt, welchen Einfluss hat es aufs Thema Unternehmertum in Sachen Arbeitsweisen, Denkweisen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr drauf und sage herzlich willkommen, Daniel. Schön, dass du da bist.

Daniel Werner

Hi, danke, dass ich da sein darf.

Nico Hildmann

Ja, ich freue mich wirklich sehr, dass du hier bist, denn ich nehme es schon mal vorweg, ich bin absoluter Claude Novice, hab's tatsächlich noch nie genutzt. Ich weiß nur so schämhaft, wie es aussieht. Deswegen hoffe ich auf einen großen Erkenntnisgewinn jetzt von meiner Seite hier durch die Podcast-Folge und hoffe natürlich für die Zuhörer, die sich damit auch noch nicht so auskennen, spannende Fragen zu stellen. Bevor wir da aber tief reingehen, möchte ich natürlich erstmal auf dich als Person blicken. Und ich glaube, die Anmoderation hat es schon ein bisschen deutlich gemacht. Du bist ein sehr vielseitiger Mensch. Viele To-Dos, viele Aufgaben, viele Projekte. Ja, mich würde erstmal interessieren, wie siehst du dich persönlich? Also was ist denn so deine Hauptrolle aktuell? Wer ist Daniel?

Daniel Werner

Oha, wer ist Daniel? Daniel, früher hätten wir gesagt, ich bin Querdenker. Heute würde ich sagen, ich bin so eine Mischung aus Unternehmer, Online-Marketer. Das hast du schön anmoderiert. Genau das beschreibt. Ich habe eine Agentur, eine Werbeagentur. Ich bin seit 2008 im Bereich Online-Marketing tätig. Ich habe eine Firma im Bereich HR, also Personal, mit Jobbörse 2012 gegründet. Ich habe wahrscheinlich schon 50, 60 kleine Affiliate-Projekte aufgezogen, also wirklich so dieses typische Amazon-Affiliate. Ich bin SEO mit Leidenschaft. Ich bin aber auch Ferienwohnung-Vermieter, also ich habe nur zwei, zwei Ferienwohnungen und dann bin ich nebenbei noch Vater und Ehemann und ja, das ist so ein bisschen. Nebenbei, ne, genau.

Nico Hildmann

Ja, also wirklich super viele Projekte. Was ist so der, wo würdest du uns sagen, geht der Großteil deiner Zeit aktuell hin?

Daniel Werner

Claud. Schon Claude. Also zurzeit, die Wochenarbeitszeit ist seit Dezember wahrscheinlich. Da habe ich da tatsächlich erst angefangen, erst in Anführungsstrichen. Und wir sind wahrscheinlich irgendwas zwischen 70, wenn es wenig ist, und 90 wahrscheinlich, wenn es der normale Schnitt ist. Ja, Wahnsinn. Weil ich im Prinzip sieben Tage durcharbeite, aber nicht, es ist keine Arbeit, Arbeit bei mir, deswegen ist es auch, hört sich das erstmal viel an. Aber im Prinzip, wenn man Hobby betreibt, dann fragt mir auch nicht, wie viele Stunden betreibst du das Hobbys, sondern wenn du Bock drauf hast, dann hast du Bock drauf. Und dann gibt es da eigentlich keine Zeitrechnung. Aber ja, die meiste Zeit würde ich schon sagen, ist klaut.

Nico Hildmann

Ja, okay. Also ich finde es schon mal spannend, wie du es gerade auch formulierst, denn da wollte ich auch noch drauf eingehen. Du hast auf LinkedIn, du beschreibst dich selber als Workaholic. Und manche würden ja jetzt sagen, ist doch ungesund, das ist doch schlimm, wenn man da reinverfällt oder sowas. Das ist bei dir, glaube ich, überhaupt nicht der Fall. Wenn du schon das als Hobby beschreibst, du kriegst es gut unter einen Hut, deine ganzen Themen, oder?

Daniel Werner

Ja, genau. Also da, ich bin bewusst irgendwann, 2008 habe ich mich nebenbei selbstständig gemacht und 2013 bin ich dann voll rein. Und wenn man etwas mit Spaß macht, dann geht man da ganz anders. Also ich liebe es, jeden Tag auf die Arbeit zu gehen. Bei mir, wenn ich mal ein bisschen schnupfen habe, ist mir das egal, ich arbeite trotzdem. Also das ist auch, ich habe mal eine schlechte Phase, aber ich liebe es zu arbeiten und das heißt jetzt nicht, dass ich ganz viel Geld verdienen muss oder so, sondern ich habe da einfach Bock drauf, etwas zu schaffen und herauszufinden, funktioniert das und ja, das einfach nicht.

Nico Hildmann

Das ist immer Schaffer. Ich glaube auch mit der Zeit, ne, lernst du dich ja auch viel besser kennen, wie du auf Themen reagierst, wann du auch mal ein bisschen runterfahren musst, wie du es strukturierst. Deswegen, Workaholic Cloud, man arbeitet halt ganz, macht Spaß, aber man kriegt es dann auch unter einem Hut.

Daniel Werner

Genau. Und ich sage mal so schön, dass es positiv verstresst. Sehr schön. Kein Negativ. Und was wo ich immer, also diesen Punkt, wo du gerade beschrieben hast, früher bin ich immer einmal im Monat in den Thermikan, um runterzukommen. Das habe ich tatsächlich im Januar, Februar, wollte ich das mal wieder machen. Und ich hatte dann das erste Mal seit Jahren diesen Moment, dass ich rastlos war und ich wollte wieder raus. Ich habe diesen Ruhepunkt. Ich hatte immer kurz. Reicht jetzt wieder? Könnte ich jetzt noch ins Büro gehen?

Nico Hildmann

Ja.

Daniel Werner

Das war das erste Mal von daher schon ein bisschen, aber das ist jetzt die nächsten Monate, wird man wohl oder werde ich noch Gas geben, weil ich halt Ideen habe, die ich umsetzen möchte. Irgendwann sind aber dann diese Ideen hoffentlich auch, diese wichtigen Ideen, auch durch und dann ist es erstmal gut und dann geht es auch wieder runter auf eine normale Arbeitszeit, 50 Stunden oder so von daher.

Nico Hildmann

Also ich glaube auch, wenn du gerade dich ja eh mit Tools beschäftigst oder auch Aufgaben, wo du sagst, boah, ich möchte da jetzt einfach weitermachen, ne? Das ist ja auch so ein Treiber. Und du sagst auch, du willst ja Ideen umsetzen. Das habe ich ja in der Anmoderation auch gesagt. Und das ist auch ein Punkt, wo ich auch gerne mal deine Meinung zu hören würde. Wie schaffst du es denn persönlich, dass Ideen nicht nur Gedanken bleiben, sondern du sie auch in eine Umsetzung bringst? Also wann verstehst du selber für dich auch, ja, die Idee lohnt sich jetzt oder lohnt sich nicht?

Daniel Werner

Puh, sehr spannende Frage. Ich glaube, die Erfahrung spielt da bei mir eine extrem große Rolle. Früher habe ich Affiliate-Projekte, also typische, ich erstelle eine Webseite, dann ich erstell die Webseite, weil in Google gerade ein Suchvolumen da ist. Die Leute suchen in Google auch etwas. Beispiel mehr-Frontdecker hat kein Mensch hat davor danach gesucht. Und da gab es so einen Hype oder Fidget Spinner. Ich war mit dem Begriff Fidget Spinner auf Platz 3 in Google, wo der Riesenhype war, weil ich halt der Erste war, der diesen Hype erkannt hat, diese Nische und hab da Content erstellt. Und ganz viel ist Erfahrungen. Bei manchen Sachen sage ich, okay, das ist ganz nett, aber das ist kein großes Business-Modell dahinter. Das kann ich krass skalieren. Und manchmal kann man auch, ich habe jetzt im Dezember eine Firma gegründet, da geht es um POD, also Print on Demand, Poster-Online-Wände. Ja, das ist im Prinzip, das ist ja kein Rocket Science. Das Einzige, was bei uns Rocket Science vielleicht so ein bisschen ist, dass wir Bilder mit KI erstellen, Trends aufnehmen, das Ganze mit Zoomaschinen optimieren, verfeinern, was andere nicht machen, die gehen nur auf Social Media, aber diese Firmen gibt es schon. Und es gab damals auch schon Jobbörsen. Ich habe 2012 eine Jobbörse gemacht, da gab es schon hunderte Jobbörsen. Also von daher, das ist so die Erfahrung, die man dann irgendwann hat, weiß man, ja, das können sich rechnen und es wird Sachen geben, die gehen total einfach und es wird auch heute noch Sachen geben, die sind super schwierig. Aber wenn es da mal funktioniert, dann lohnt sich es halt richtig. Das ist Erfahrung.

Wie lange sollte man an einer Idee festhalten?

Nico Hildmann

Aber gibt es so für dich auch so einen Punkt, wo du sagst, ich mache mir einen Zeitraum, den ich mir festlege? Weil, weißt du, eine der häufigsten Fragen, die ich auch bekomme in der Gründungsberatung von Gründungsinteressierten, kommt so, Nico, wie lange soll dich mir denn Zeit lassen, bis es dann irgendwie klappt oder nett? Die wollen dann hören, ein halbes Jahr und dann guck mal oder sowas. Hast du da so einen Erfahrungswert für dich? Gibst du dir Zeiträume oder hast du spezielle KPIs für dich, wo du sagst, also wenn das jetzt so nicht erreicht ist, dann sage ich, treffe ich eine Entscheidung einfach.

Daniel Werner

Wann ist denn der Zeitfaktor der wichtige Faktor? Ich meine, jetzt zurück auf den Print-on-Demand-Shop als Beispiel. Auch in einem halben Jahr oder Jahr werden die Leute noch Bilder kaufen. Das heißt, das wird präsent bleiben. Wenn wir jetzt auf Cloud-Themen gehen, also Cloud Code, Entwicklung von neuen Projekten, dann gewinnt vielleicht der schnellste. Also da das ist, da gibt es keinen Zeitfaktor. Ich erzähle meinen jungen Studenten immer, die Job, die ich 2012 gegründet habe, die hat mich die ersten zwei Jahre, da war ich noch nebenbei selbstständig, die ersten zwei Jahre 15.000 Euro gekostet, plus extrem viel Zeit. Und nach zwei Jahren, viel Geld, viel Schweiß, viel Tränen, habe ich dann irgendwo so ein bisschen Licht am Ende des Dunges gesehen. Aber nur ein bisschen Licht. Also das heißt jetzt nicht, dass ich wusste, cool, das ist ein richtig, das würde jetzt richtig abgehen. Nee, ich habe gesehen, da geht ein bisschen was. Und naja, ich hatte da keine großen Ausgaben und mittlerweile ist dahinter eine GmbH, die in der Holdingsstruktur drin ist und nicht nur eine Chopper ist, sondern 130. Also von daher ist der Faktor Zeit wichtig. Die Leute, glaube ich, oder viele Startups geben einfach zu schnell auf. Die hätten es, ich bin überzeugt, es gibt ganz viele Startups, die haben einfach zu früh aufgegeben. Die hätten, wenn sie noch ein bisschen dranbleiben, wäre es wahrscheinlich viel erfolgreicher geworden. Oder wenn sie mit den Richtigen zusammengearbeitet hätten, wäre es vielleicht erfolgreicher gewesen. Manchmal ist es zu falschalimmer.

Nico Hildmann

Weißt du, es ist halt häufig so, wenn man sagt, pass mal auf, setz dir ein Ziel und dann triff aber auch eine Entscheidung, weil viele schaffen diesen Absprung ja dann nicht. Das sind ja dann die Sankkosts, wo man sagt, das wird dann immer, das wird nicht mehr mehr. Aber gut, keiner kann in die Zukunft blicken. Deswegen, du sagst vor allem, du weißt aus deinem Erfahrungsgefühl, sag ich mal, hey, es lohnt sich jetzt vielleicht weiterzumachen. Oder wann kannst du ein Gefühl beschreiben, wo du sagst, nee, ich begrab jetzt eine Idee, das hat überhaupt gar keinen Sinn mehr? Weil dieser Punkt, wenn du ein Licht siehst, das heißt, du hättest ja auch sagen können, ja, aber das scheint mir nicht so hell, ich mach's platt.

Daniel Werner

Ja, ein bisschen im Mathe muss man schon, also nehmen wir jetzt mal die Jobbörsen. Ich meine, Lichtsinn bedeutet, das sind dann die ersten Firmen gekommen, die bei uns inseriert haben. Und ein Inserat hat damals, glaube ich, 200, 300 Euro gekostet und ich habe keine fixen Kosten gehabt. Die Domain hat mich ein bisschen was gekostet, also die monatlichen Kosten waren super gering. Das heißt, der Return of the West war dann relativ schnell erreicht. Und da wusste ich, oh, okay, der Markt ist aber so riesig in Deutschland. Das heißt, wenn ich jetzt schon breake-even bin, also wenn ich jetzt schon positiv bin, dann ist doch wurscht, da kann es nebenbei laufen lassen, das frisst ja irgendwie nichts. Ich würde jedem empfehlen, das auch nicht gleich heute kündigen. Und jetzt arbeite ich sechs Monate Vollzeit, sondern okay, teste doch einfach mal nebenbei, weil der Tag hat 24 Stunden. Und wenn ich sage, ich mache 70, 80, 90 Stunden, das kann jeder. Jeder kann mal ein bisschen mehr arbeiten, wenn er Bock drauf hat, kann der da auch mal 70, 80 Stunden, dann kann man es sich sehr nebenbei aufbauen. Und wenn man dann irgendwann merkt, hoppla, ich verdiene da Geld, dann gehe ich vielleicht von Teilzeit, ja, dann gehe ich von Vollzeit rund auf Teilzeit. Das kann ja auch ein Weg sein. Andere Leute sagen, ich sammle erstmal Geld ein. Und da mit dem eingesammelten Geld kann ich mal eins, zwei Jahre arbeiten.

HR Rocket: Vom regionalen Jobportal zum Recruiting-Ökosystem

Nico Hildmann

Also jeder muss da. Finde ich auch an sich die gesunde Einstellung zu sagen, ich lasse es laufen, weil allein das, du hättest ja sagen können, schon vor den zwei Jahren, bis du dieses Licht da ein bisschen gesehen hast, dass man sagt, ach komm, das klappt nicht, aber man muss ja nicht immer alles auf die eine Karte setzen. Und du hast ja viele Projekte, wo man dann sagt, ey, jetzt vor allem mit KI läuft, laufen Dinge auch so mal nebenbei und müssen ja auch keine Rocket Science sein oder die Cashcow, wenn es irgendwas ist, wo du sagst, da geht eine Interesse rein und es läuft so nebenbei, ist es doch auch ganz schön. Und ich glaube, im Vorgespräch, eines deiner aktuellsten Babys ist ja HR Rocket. Hat sich das so ein bisschen auch aus dieser Jobplattform oder Börse entwickelt dann letzten Endes?

Daniel Werner

Genau, wir waren eine regionale Jobbörse in Würzburg, also chops-würzburg.de war so die regionale Shopbörse für Würzburg. Ich bin Würzburg oder aus dem Umkreis. Es gab damals keine regionalen Shoppportale, also habe ich halt einfach mal eins gemacht. Es gab meine Stadt, aber ansonsten keins, wo jetzt nur, und es gab Zeitungen, aber das ist trotzdem keine regionale Shopbörse gewesen. Und dann habe ich eine gemacht, dann habe ich Schweinfurt gemacht, dann habe ich Frankfurt, München. Dann ist es so gewachsen, irgendwann waren es dann 42, Antwort auf alles, nee, lass es weitermachen. Eigene Jobbörsen Software gegründet, 2019, glaube ich, war das. Also wirklich erstmal so ein WordPress-Template, wo ich dann angepasst habe. 2019 eine komplette Eigenentwicklung. Hat mich irgendwie jetzt bis heute wahrscheinlich 500.000 Euro gekostet. Mittlerweile sind es halt fast 130 Jobbörsen. Wir haben das größte Social Media Netzwerk mit, also im Bereich Karriere, mit 800.000 Facebook-Fans, Facebook-Gruppenmitgliedern, Reddit-Nutzern, Instagram, LinkedIn, TikTok, weil wir halt damals die ersten waren, die Facebook-Recruiting verwendet haben, um Mitarbeiter zu finden. Also heute schreit jeder, wir machen Social Media Recruiting. Tatsächlich, also ich kenne keinen, der vor uns Facebook-Recruiting, nicht Meta-Recruiting, sondern Facebook, gab es noch kein Meta-Recruiting gemacht hat. Deswegen haben wir so ein großes Netzwerk. Wir haben allein auf Facebook, ich glaube, 750.000 Nutzer, verteilt über 250 Facebook-Seiten und Facebook-Gruppen. Und das hat kein anderer und wow, das ist mein, das ist mein Baby.

Nico Hildmann

Ja, okay, also super spannend auf jeden Fall. Und da fließt ja viel jetzt die KI mit rein, ne, Claude, im Endeffekt. Magst du uns da einfach mal mitnehmen, was sind denn so deine aktuellen Anwendungsfälle, für die du Claude nutzt?

Daniel Werner

Da würde ich kurz noch vor, Agia Rocket, vielleicht, also ich habe es dann irgendwann, habe ich im Dezember in Bekannter gezeigt und dann fängt mal erstmal klein an. Hier meine kleine One-Pager, also dial-werner.em mal neu gemacht. Dann, ich habe mega viele Domains und dann habe ich die einfach mal neu gemacht, um mal zu schauen, wie funktioniert denn das. Ich muss mich da rantesten. Und dann so nach den ersten fünf Projekten schon so, boah, das ist echt krass, was das kann. Also die nächsten Projekte und weiter und weiter. Und dann irgendwann wusste ich, was geht, was nicht geht, wo man aufpassen muss, wo man, ich glaube, ich habe dann zum Schluss mal eine Spiel, eine Spaß-Satire-Webseite gemacht, die sich automatisch mit Content befüllt, Bilder generiert, dreimal am Tag nach aktuellen Nachrichten sucht und aus diesen Nachrichten dann eine Satirennachricht baut und das dann automatisch auf Facebook, TikTok und Instagram postet. Einfach nur aus dem Spaß heraus, weil ich wissen wollte, geht das dann alles, kriege ich das dann alles hin mit diesen Apis und so. Und dann irgendwann so nach zwei Monaten wahrscheinlich habe ich festgestellt, okay, jetzt weiß ich Bescheid und ja, ich erzähle den Leuten immer von meinem Flugskompensator. Leute mein Alter wissen, was das ist. Ich war irgendwann unter der Dusche und habe dann so diesen Moment gehabt, wo ich gesagt habe, ja, scheiße, diese Jobbörsen, die ich komplett gebaut habe, die mich wahrscheinlich 500.000 Euro gekostet haben mit Programmierern, mit Designern, mit Textern. Ich muss das neu machen. Ich kann nicht diese alte Software weiterbauen, sondern es muss von Grund auf etwas neu gebaut werden. Und dann habe ich angefangen, diesen, ich nenne es Ökosystem, Jobbörsen neu zu bauen. Angefangen von der einen neuen Jobbörse, weil im Prinzip ist Cloud-Code das, was ich mir immer gewünscht habe. Was gäbe ich dafür? Unlimitiert Ressourcen an Programmieren zu haben, an Textern, an Designern, an das alles kann Cloud im Prinzip für mich. Das heißt, ich kann 10, 20, 50, wie viele Agents bedienen und die rennen dann los. Und ich habe schon zweimal eine Jobbörse gebaut. Naja, dann mache ich halt jetzt meine dritte. Und das habe ich irgendwann unter der Dusche, so es war mein Flugskompensator. Ich sagte, okay, nee, ich muss es jetzt neu machen und dann ist es so eine Kettenreaktion ausgelöst.

Nico Hildmann

Ist es denn so? Also ich frage jetzt einfach mal auch ganz, ganz low-level, ne? Ist Claude wie ChatGPT?

Daniel Werner

Ja, nur dass das Ergebnis ein Code ist oder eine Webseite ist. Webseite, Programm nenn es, wie du willst. Das ist das Ergebnis. Nicht nur Text, es ist viel mehr als Text. ChatGPT könnte dir auch was programmieren.

Nico Hildmann

Ja, genau, ne?

Daniel Werner

Und Cloud Code ist weit mehr.

Nico Hildmann

Und ist Cloud Code nochmal was anderes als Claude? Also ist es so ein Ast sozusagen oder ist es das?

Daniel Werner

Es gibt Claude. Claude Code ist quasi die, ich hoffe, ich erkläre es jetzt richtig, ist das Programmiertool. Es gibt mittlerweile nur noch Claude Coburg, das ist quasi nochmal so eine App, wo man quasi auf einer Desktop-App quasi bedienen kann, also so ein kleines Java so ein bisschen, wo ein Computer steuert oder ein Desktop aufräumt oder E-Mails sortiert und sowas. Das ist, das ist Claude. Und das Ganze ist von der Firma Anthropic.

Nico Hildmann

Ja, also für mich, tatsächlich, wie gesagt, ich habe es noch nie benutzt, aber es ist in alle Munde, absolut, ne? Hört es, glaube ich, fast an jeder Ecke, irgendwo. Mich würde mal interessieren, das halt im Dezember kam so bei dir auf, ne? Was hat dich denn da so gecatcht? Weil es gibt ja zig Tools. Wie hast du gesagt, okay, ich investiere jetzt mal da Zeit rein und guck's mir an und nichts anderes zum Beispiel?

Daniel Werner

Ich mache Online-Marketing. Online-Marketing ist, man stellt eine Webseite und schaut, dass man dann Traffic irgendwie auf diese Webseite bringt, der dann konvertiert. Und Cloud Code ist ja im Prinzip genau das. Du produzierst quasi eine Webseite oder ein Tool oder eine Funktion, die online dargestellt wird auf einer Domain darf. Das war für mich so derhebel. Ich bin kein Social Media Spezialist, der irgendwelche Videos cuttert oder schneidet oder zusammenbaut oder bin ich nicht. Ich bin der, der Webseiten erstellt und dafür sorgt, dass Nutzer auf diese Webseite kommen, über SEO, über SEA oder über Social Media, egal wie, aber das ist so das, was ich kann, was ich bin, was ich die letzten 14, 15 Jahre so mache.

Nico Hildmann

Ja. Und du hast ja gerade auch gesagt, du hast dich da krass reingearbeitet, ne? Würde man so sagen, wie lange hat es denn dich so gedauert, dich da reinzufuchsen? Findest du dich schon, also würdest du sagen, ich kann es jetzt super gut oder ist es eigentlich endlos?

Daniel Werner

Ich glaube, es ist endlos und jeden Tag kommt was Neues raus. Das heißt, ich nehme jetzt mal das Beispiel, also im Cloud Code programmiert Webseiten und man braucht immer noch so ein bisschen Grundverständnis, das schade nicht, also was ist FTP, was ist eine Datenbank, was ist ein Framework, also Tailwind oder was ist ein API Key, solche Basics sollte man wissen. Aber wenn man die weiß, dann ist es eine echt krasse Geheimwaffe, also eine echt krasse Waffe. Mittlerweile gibt es aber Stitch von Google als Beispiel.

Nico Hildmann

Ja, das habe ich auch schon gehört.

Daniel Werner

Damit kann man quasi Webseiten im Frontend bauen. Das gab es vor vier Wochen, glaube ich, schon mal. Da ist Manus, glaube ich, ganz groß in den Medien gewesen. Also Webseiten-Designs, einfach nur du sagst, machen wir eine Webseite. Im Prinzip gibt es es bei Wix auch schon. Dass du halt einfach sagst, erstell mir so und so eine Webseite. Und die Stitch Google hat dazu geführt, braucht man heute noch einen Designer? Braucht man ihn wirklich? Also klar, große Unternehmen brauchen trotzdem noch Inhouse-Designer, aber um mal schnell ein Design zu machen, puh, ja, da kann ich auch mit Stitch Google arbeiten. Und letzte Woche, Freitag, glaube ich, oder Samstag war es, hat halt Claude auch diese Funktion rausgebracht, Cloud Design. Das heißt, sie können nicht nur die Seiten programmieren, sondern jetzt können sie es auch noch designen, was ja auch im Prinzip alles nur eine Funktion ist. Und da werden doch ganz viele andere Funktionen dazukommen. Und die Design-Funktion haben sie jetzt am Freitag, Samstag auch veröffentlicht. Das heißt, eigentlich braucht man kein Fremdsystem mehr wie Stitch von Google oder Manus, sondern eigentlich kann ich jetzt in diesem Kosmos-Cloud bleiben und dort alles machen. Alles. Videos schneiden, alles.

Nico Hildmann

Und es ist ja Wahnsinn, wie schnell dann eine neue Funktion sehr, sehr gut wird. Das dauert jetzt vielleicht ein paar Wochen und dann ist das fast wahrscheinlich auf so einem Level schon, wie die, die sich da nur drauf spezialisieren. Jetzt hast du ja gesagt, auch in unserem Vorgespräch, es ist krass, was es da möglich ist. Und es haben aber noch viele nicht so wirklich auf dem Zettel. Was ist da gerade so dein Erfahrungswert? Warum ist das so? Ist das noch nicht so in aller Munde? Oder ist ChatGPT der Platzhirsch, der gerade noch nicht so verdrängt wird?

Daniel Werner

Ich meine, wenn man sich das jetzt mal anschauen würde, wie ich arbeite, ich arbeite mit der DOS-Konsole. Also Cloud Code kann man über die App verwenden, mittlerweile. Aber wo ich angefangen habe, hat man dafür die Konsole gebraucht. Also wer noch aus DOS-Zeiten kommt, Konsole aufmachen, CD, Leerzeichen, Fahrt eingeben, Enter. So ist quasi Cloud Code aktuell. Die Antwort ist dann menschlich, mit ein bisschen Code dazwischen, aber im Prinzip ist das, ich glaube, die normalen Menschen da draußen können das noch nicht so bedienen. Aber die nächsten Wochen, Monate werden auch das irgendwo, irgendwann gibt es halt. Okay, ich beschreibe es anders. Es gab mal eine ganz kurze Zeit, einen Berufszweig, den gibt es heute nicht mehr. Das ist der Prompt Ingenieur. Früher gab es einen Prompt Engineer, oh, wir müssen alle Prompt-Ingenieure lernen. Tatsache ist ein Scheiß muss man. Entschuldigung, man muss gar nichts mehr, sondern man spricht damit wie mit den Menschen. Und das mache ich auch. Ich spreche mit den Menschen, ich habe dann auch so eingestellt, dass er hinterfragen soll und wirklich das Sinnvollste. Und mittlerweile muss man nicht mehr Prompt Engineeren, sondern man spricht mit JGBT. Das wäre es ein Mensch. Ich glaube, wir sind jetzt gerade in der Übergangszeit, ganz viele Online-Marketer, Programmierer, diese High Digitals oder weiß ich, wie man sie nennen will, die können damit umgehen. Die gehen in YouTube rein, ziehen sich ein paar Videos rein und zack, kann man das bedienen. Das ist ein Prozent der Menschheit da draußen, glaube ich. Also ich will jetzt, ich glaube, es ist ein Prozent. Ich kenne ganz viele digital affine Menschen, für die ist das, was ich mache, trotzdem so: Oh wow, ich habe keine Ahnung, was ich tun muss. Du sprichst eine andere Sprache gerade wahrscheinlich, ja. Aber das ist jetzt, ich glaube, das ist eine Übergangsfrage. Phase ist und ich habe meinen Mitarbeitern heute ein Video gezeigt. Da gehen die Leute hin und programmieren klar so ein bisschen für Jarvis. Also ich bin Tony Stark-Fan, Iron Man, und da gibt es dieses typische Jarvis, was liegt heute an? Und da kommt halt so ein Intro und da sagt, hey, das sind deine Aufgaben und das. Also du sprichst irgendwann damit wie Chavez. Und das ist so, ich glaube, Ende des Jahres werde ich persönlich meinen eigenen Charvis haben. Es ist jetzt schon so, dass ich meine E-Mails zum Beispiel, das habe ich heute Morgen gemacht, mich nervt dieses, ich habe fünf E-Mail-Postfächer. Ja, ich habe auch Regeln und Felder und was ich was, aber ich habe so unfassbar viele E-Mails. Und bevor ich jetzt mich wieder Montagmorgen hinsetze, eins, zwei Stunden und vielleicht mal E-Mails durchgehe, okay, komm, Koberg, hier sind die Zugangsdaten, mach mal alles gespeichert und Endverdatei, also dass keiner in die Zugangsdaten rankommt. Und jetzt sortiere mal bitte diese E-Mails. So, ach cool, du hast Fanwohnungen, das sind Wiederkerne, das sind aktuelle Aufträge und ach, du hast noch Projektmanagement. So, das heißt, ich habe da, ich habe zwei Fanwohnungen. Und ich muss dir mal sagen, dass ich fair muss. Ich muss dir auch die Regel sagen. Pass auf, ich will, dass du dir neun Anfragen 30 Tage lang in meinem Post noch lässt und danach kannst du so ein IGV-Wirt-Ordner rüberschieben. Das ist einmal eine Regel, die definiere ich einmal. Ich könnte es mit Sicherheit auch irgendwie in Outlook oder Thunderbird oder so definieren. Aber ich rede mit den Menschen da und sage dem halt einfach. Das ist unfassbar, was das ist. Und ich habe auch meine Assistenz früh, hey, schau dir das an, das mache ich gerade mit Mai. Nächste Woche bist du dran. Das ist, die Mitarbeiter sollen lernen, sich selbst arbeitslos zu machen. Die werden nicht arbeitslos. Wenn man das intelligent macht, dann werden die richtige Geheimwaffen viel, viel effizienter werden. Und dann kann eine Person das machen, was vielleicht zwei, drei, fünf Personen machen. Also ich habe keine Ahnung, wie schnell die Zeit jetzt rennt. Ich weiß nicht, was in zwei, drei Jahren ist. Ich weiß noch nicht nur, was in drei Monaten ist, wenn ich ehrlich bin.

KI verändert Webentwicklung

Nico Hildmann

Ich weiß nicht, ich glaube, das ist auch so ein bisschen so diese Grundproblematik von KI, dass viele Menschen die Masse gar nicht fassen können. Weil wie du schon sagst, in drei Monaten ist vielleicht ein neues Tool da und setzt einen neuen Standard. Wer weiß das. Und ich glaube, das hält auch einige vielleicht auch davon ab, zu sagen, ich handel jetzt, ich arbeite mich so, wie du es jetzt gemacht hast, krass in was rein, weil vielleicht gibt es ja was Paralleles und ist dann meine Ressource-Mensch gut gebunden.

Daniel Werner

Ja, da habe ich noch eine schöne Geschichte dazu. Wir erstellen Websites mit WordPress. Das ist das Gängste. Also WordPress-Webseiten vollkommen Ordnung. Manche haben auch Typo oder so rumliegen, aber die meisten machen es mit WordPress. Und die KI sorgt meiner Meinung nach dafür, dass die Hacker wieder einfacher irgendwelche Sicherheitslücken finden und sich, also das, was ich quasi im Legalen umsetzt, können alle mit bisschen krimineller Energie auch mit negativem Interesse. Und tatsächlich hat es letzte Woche von uns ein paar Seiten erwischt, die wurden gehackt, weil ein, weil wir ein Plugin geupdatet haben, ist eine Sicherheitslücke entstanden und dadurch, na, long story short, ich habe tatsächlich an all meine Kunden, die einen WordPress haben, den Hinweis gesagt, hey, Vorsicht, ich weiß nicht, wie das weitergeht mit WordPress, weil das ein Sicherheitsrisiko ist. Das ist, bei uns hat es vier Projekte getroffen, nicht weil wir schlecht sind, sondern da war halt eine Sicherheitslücke. Und die KI-Tools sind viel, viel schneller und ja, man kann da, wenn ein Backup aufschmeißen, ist alles kein Ding. Aber eigentlich ist die Zukunft vielleicht schon statische Webseiten, wo es ja keine Datenbank gibt, wo man keine MySQL-Injections oder sowas machen kann. Deswegen, Kunden, die jetzt von uns eine WordPress-Seite bekommen, eine Realschule zum Beispiel aus Ostrichberg, mit denen habe ich telefoniert und habe denen gesagt, hey, es ist eure Entscheidung, WordPress ist nicht schlecht, um Hülzwillen, aber wir werden langsam aber sicher switchen zu statischen Webseiten. Also da, wo wir früher hergekommen sind, statische HTML-CSS-Webseiten, die halt nicht angreifbar sind, warum die nicht heute wieder machen, weil das hat mega viele Vorteile und das musst du dann kurz sagen, den du gerade eine Webseite mit WordPress verkauft hast und sagt, naja, lieber switchen wir jetzt, wie dass ich in drei Monaten bei ihnen anrufe und sage, okay, wissen Sie noch, Ihre WordPress ist eigentlich jetzt Geschichte. Aber das kann ich heute nicht sagen. Ich kann es halt sagen. Ich kann von mir sagen, dass alle Projekte, die ich irgendwie mit WordPress mal aufgesetzt habe, nach und nach auf statische Webseiten umswitcht, weil es so immens viele Vorteile hat. Da gibt es, das ist in meinem Fall nur effizient. Klar, da wird es draußen die Leute geben, ja, aber da, wenn mehrere Leute dran arbeiten. Ja, gibt's. Und auch dafür könnte man dann sich überlegen, einzelne Lösungen zu machen. Oh, ich will nur diesen Teil behalten. Das geht, aber man muss sich einfach bewusst sein, dass TUPU3, Joomla, WordPress, das ist, das sind alles Risikolücken und bei Stadionzeiten halt nicht. Und ich kommuniziere das ehrlich, also muss ich, das ist auch nichts Schönes, weißt du, ich habe dir eine Webseite verkauft, manchmal habe ich angeschrieben, ja, unsere Webseite ist ja erst vier Jahre alt und jetzt schon wieder neu. Ich habe gesagt, hey, ganz ehrlich, ihr müsst gar nichts machen. Aber es stellt jetzt gerade ein Risiko dar. Und ich kann das nicht bewerten, wie es in einem Tag ist, wie es in einer Woche ist, in einem Monat, das kann ich nicht, weil es so schnelllebig ist. Und das glaube ich, ich sehe das Ganze, weil ich es selbst schon erlebt habe. Da draußen die Leute, ganz viele, sehen das nicht. Und wenn halt dann mal eine Seite gehackt wurde, ja, dann ist das voll. Genau, ganz komisch. Hättet ihr mal, hättet ihr mal.

Welche Aufgaben KI schon jetzt übernimmt

Nico Hildmann

Aber echt spannend, wie sich das, also was man erstmal so bedenken muss, diese Dynamik insgesamt, was die ganze Thematik hat. Du hast auch schon vorhin das öftere Mal gesagt, welche Aufgaben es auch übernimmt, ob das jetzt ein Designer ist, den es noch vielleicht brauche in einer gewissen Art und Weise. Und ich hatte ja vorhin in der Anmoderation auch gesagt, wie das sozusagen das Unternehmertum, eine Arbeitsweise und Denkweise verändert. Jetzt du als Unternehmer, der ja wirklich viele Projekte macht, wie beeinflusst dich es denn nachhaltig? Ich bin mir ziemlich sicher, und das hört mir ja schon ein bisschen raus, dass du wahrscheinlich für manche Aufgaben in Zukunft keinem Menschen mehr einsetzen wirst, weil du deine digitalen Agenten hast, oder?

Daniel Werner

Ja, genau. Also bei mir ganz, ganz heftig ist die Thematik Programmierung. Das heißt, früher habe ich immer einen Programmierer gebraucht. Also wenn es halt mal ein bisschen HTML-CSS war, ich bin kein Programmierer. Ich bin Online-Marketer. Ich habe von so richtigen Programmieren habe ich keine Ahnung. Will ich auch nicht, dass es so weg damit. Aber aktuell arbeite ich komplett ohne Programmierer und das funktioniert. Für einzelne Sachen, wo ich dann sage, hey, der ist in einem Thema schon drin, der weiß Bescheid, das sage ich es dann trotzdem, mein Programmierer. Aber für mich selbst sage ich, das mache ich halt selbst schnell. Das ist gar kein Ding. Bevor ich das irgendwie einen Programmierer gebe, dann mache ich es selbst schnell. Das kostet mich, ja, ein Arschrunzel sagt man sich. Von daher, das ist eins. Texte erstellen, ich könnte mal aus einer Zeit. Da hat man für 5 Cent Texte gekauft. Also wirklich, ich habe tausende von Euro für Content damals bezahlt. Textbroker war so eine Plattform, Content E war so eine Plattform. Heute, ja, KI. Und die werden, also wirklich das, was da content-technisch mittlerweile rauskommt, ich meine, ChatGPT hat vor zwei, drei Jahren angefangen. Was Claude könnte mehr Text liefern? Gemini kann mehr Text liefern. Ich bin ein Fan von Gemini und Claude. ChatGPT nutze ich gar nicht mehr. Die Textqualität ist so intelligent, so hochwertig. Wenn man dann noch ein bisschen Hirnschmalz verwendet und das dann noch verfeinert, dann Content-Erstellung mit KI. Ganz klar, das ist mittlerweile auch legitim seitens Google. Früher hat Google immer gesagt, hey, wollen wir nicht, das ist Spam. Eigentlich will Google hochwertigen Inhalt. Also hey, erstell hochwertigen Inhalt mit der KI. So dass es wirklich für den Nutzer einen Mehrwert hat.

Nico Hildmann

Aber du sagst ja auch schon, du machst ja deine Mitarbeiter dadurch aktiv besser. Wie viele hast du denn im Team und ist es aber wirklich nicht so, wo du sagst, ja, eigentlich könnte ich mir die ein oder andere Position ehrlicherweise sparen oder siehst du das so nicht?

Daniel Werner

Ich habe zu viele, jeder, der mich kennt, ich habe zu viele Schmetterlinge im Kopf. Das heißt, ich habe bewusst früher, ich habe mit einer Agentur angefangen und habe bewusst was Eigenes gemacht. Ganz kurz, vielleicht, ich sage immer den Leuten, eine Werbeagentur, wie wir es sind, eine Werbeagentur ist diejenige, die eigentlich andere Firmen erfolgreich macht. Wenn das wirklich so ist, warum hat eine Werbagentur keine eigenen Sachen? Deswegen, ich bin immer parallel. Ich liebe es, andere Projekte auch mal zu sehen. Aber ich war, ich habe nie groß Werbung gemacht für die Agentur. Nie. Das ist, da wirst du nicht groß, irgendwelche Ads und selbst SEO ist mir total egal. Und die Leute wissen, der hat H Rocket, der 130 Jobbörsen. Neben den Jobbörsen habe ich jetzt seit Februar ein Bewerbermanagementsystem programmiert. Das ist eigentlich eine eigene Firma. Also Personio ist so ein ATS und ich habe das mal eben an zwei Wochen schnell selbst programmiert mit Cloud. Ich habe einen Lebenslaufgenerator programmiert. Ich glaube, ich habe einen der besten kostenlosen Lebenslaufgeneratoren, die es gibt. Mit Anschreiben-Check, mit Zeugnis-Check, mit automatischen Bildern, also Fotos, wo du quasi erstellen kannst. Also du machst ein Bild per Kamera und da wird automatisch drei verschiedene Bilder mit Germinal gemacht. Das sind alles so Sachen, das ist so unfassbar. Die Leute, die bei mir sind, wissen, der Typ hat so viele Ideen im Kopf.

Nico Hildmann

Ja.

Daniel Werner

Ja, und bester Kumpel hat mal gesagt, dein Imperium.

Nico Hildmann

Auf ist kein Imperium.

Daniel Werner

Aber das ist, naja, zwei Ferienwohnungen, dann die H Rocket ist riesengroß, dann Webfeinstift, es gibt so viele Möglichkeiten. Bei mir hat kein Mitarbeiter Langeweile. Auf gar keinen Fall. Von daher, ich möchte eher, dass sie sich Zeit freischaufen, damit ich dann wieder denen andere Sachen geben kann, dass wir weiter skalieren können. Das ist das Ziel dahinter.

Nico Hildmann

Gibst du denen aber dann zum Beispiel so ein Tool vor oder dürfte, oder nutzen die auch ChatGPT oder was weiß ich? Also dürfen sich sie selber oder gibst du das gerne dann vor, wo du sagst, das ist das Effizienteste?

Daniel Werner

Nee, also ich sage denen, ich bin persönlich Gemini-Fan, wenn ich mal kurz mit jemandem sprechen will. Andere sagen, bei mir kommt aber bei ChatGPT besseres Zeugs raus. Und sagt, okay, ist mir total egal. Wichtig ist nur, dass ihr es nutzt. Nicht, dass ihr euch dagegen versperrt, sondern ich will, dass ihr es nutzt. Und bei Claude ist es tatsächlich jetzt auch so, da war ich auch am Anfang am Radar, dann bin ich ehrlich, gibt man den Mitarbeitern dieses Wissen oder nicht, weil es ein Hardcore-Wissen ist. Damit kann sich jeder selbstständig machen. Also wenn jemand so ein bisschen, der kann damit, wenn er, gut, man braucht ein Grundkenntnis, das weiß ich mittlerweile. Wir haben jetzt letzte Woche angefangen, zwei Mitarbeiter mal so eine so eine Grundschulung zu geben. Das heißt, meine Frau, die macht es jetzt schon seit seit sechs Wochen. Und die eskaliert auch schon ein bisschen. Die sitzt auch mal an einem Samstag oder Sonntag auf einmal auf der Couch, macht einen Laptop auf und denkst dir, was macht's denn jetzt? Lisa, du musst nicht arbeiten. Also ich sage dann schon bewusst, hey, es ist Wochenende wirklich, du musst nicht, ja, ich habe da jetzt Bock mit Interior.

Nico Hildmann

Das ist ja fast wie ein Spiel gefühlt, wenn man es so zuhört.

Daniel Werner

Wir haben da beide Bock drauf. Und das, wenn es sowas ist, dann ist es kein Negativ, dann ist es kein Arbeiten, dann ist es, ja, dann ist es Bock. Und zurück zu deiner Frage, naja, die Mitarbeiter, die sind letzte Woche von mir geschult worden und die müssen auch dieses Work in Progress, also dieses, dieses, die müssen es lernen, die müssen es selbst machen. Und die haben jetzt die ersten Aufgaben bekommen, unterschiedliche, und die müssen mit diesen Aufgaben dann lernen, mit diesem Tum, dieser Waffe umzugehen. Die werden natürlich nicht 90 Stunden arbeiten, glaube ich nicht. Also die werden eine Arbeitszeit verwenden und die werden auch die doppelte Zeit oder die dreifache Zeit vielleicht brauchen, wie ich es brauche, weil ich halt einfach intensiv da extrem meine Zeit rein opfern kann oder abmache. Aber irgendwann muss das Ziel sein, dass die das verwenden, dass die das die ganze Zeit hoch und runter verwenden, dass die wieder weitere Mitarbeiter schulen und sagt, hey, und meine Assistenz, die ist jetzt echt kein Digital Native, die spricht man mit ChatGBT, aber ich hoffe, dass ich dir das immer mehr beibringen kann, weil gerade so Buchhaltungsthemen, ich will nicht so weit ausholen, ich habe so einen Lebenslaufgenerator gebaut und dort ist auch irgendwo KI, Berufsberater und in den Berufsberater habe ich ein Matching reingebaut, wie KI sicher ist dein Job. Und da habe ich heute früh zufälligerweise reingeschaut, während meine Assistenz daneben und dann steht da Assistenzrisiko 80 Prozent. Also, bleib entspannt. Keine Angst. Du wirst, ich brauche die Assistenz. Ich würde nicht mehr damit klarkommen, dass ich selbst meine Buchhaltung mache. Das ist auch möglich. Deswegen aber, naja, wenn sie sich in der Woche acht Stunden spart oder zehn Stunden spart, ja, wie geil ist das denn? Für die zehn Stunden, ich finde was, ganz sicher. Ganz sicher. Von daher, das ist so, ja, das ist jetzt ein Prozess, die nächsten Wochen, Monate. Wir machen das schon. Ich habe keine Ahnung, wie andere Agenturen ticken. Ob die Agenturen sagen, ja, wir bringen das auch schon bei oder ich habe keine Ahnung, ob es Leute gibt, die schwitzen, die sagen, oh scheiße, Design kann man jetzt alles. Und ich kann es dir, ich kann nur sagen, wie wir es sehen und wir gehen, das Glas ist halb voll und wir gehen mit der Zeit und wir versuchen, das Ganze positiv für uns aufzunehmen und nicht den Kopf in die Sand zu stecken. Ich sage zu den Mitarbeitern, das habe ich letzte Woche auch gesagt, ihr müsst weggehen. Ich meine, das sind ja viele junge Leute. 18-Jährige, 19, 20, die wollen studieren. Was soll ich denn studieren? Die können es dann auch hinterfragen und richtig einsetzen, aber die müssen nicht hingehen und Texte selbst recherchieren. Früher hat mich einen Text zu erstellen, durchaus mal mit Bauen und so, drei bis fünf Tage gedauert. Heute mache ich das in ein paar Stunden wahrscheinlich. Also da, je nachdem, Tonlage, Bildrecherche. Also es kann schon auch noch Zeit fressen, aber es geht viel, viel weg von dem Fachkräfte-Denken, was ja auch wieder gut ist, weil vor drei Jahren hieß es noch, wir haben Fachkräfte machen, absolut. Vielleicht ist er gerade so ein natürlicher Switch. Das schadet vielleicht auch gar nicht so ein bisschen, finde ich. Also da, ja, schauen wir mal. Ich mache mir keine Gedanken um mich. Und das muss jeder für sich selbst auch sehen, wie er mit der Situation umgibt. Leute, die fleißig sind, die gut sind, die werden das als Chance sehen und es positiv nutzen, bin ich überzeugt.

Wo Claude noch an Grenzen stößt

Nico Hildmann

Ja, also wenn man dir da schon so zuhört, ich finde, also da kriegt man richtig Bock, dann einfach mal das jetzt selber auszuprobieren. Das finde ich Wahnsinn, was es da halt auch für Möglichkeiten gibt, welche Rollen man abbilden kann wahrscheinlich und wie schnell man auch ein sehr, sehr brauchbares Ergebnis wahrscheinlich auch bekommt. Du hast aber vorhin auch in einem Nebensatz gesagt, du weißt, was es nicht kann. Was sind so deine Erkenntnisse dahingehend, wo hat es vielleicht noch eine Grenze, wo du sagst, da ist es nicht so toll?

Daniel Werner

Naja, es hat schon seine, also es gibt so Sachen, da sagst du, nach fünf Minuten gibst du den kleinen Prompt rein und nach fünf Minuten bekommst du ein Ergebnis, wo du denkst, Alter, was machst du da in fünf Minuten? Du gehst nicht so auf den Keks, ey. Also so wirklich, wo selbst heute noch mein Hirn sagt, ich hätte früher noch nicht mal meinem Programmierer gewusst, wie ich dem das sage. Also, dass ich das haben will. In fünf Minuten. Und dann gibt es so andere Sachen, Content-Erstellung als Beispiel, vor zwei Monaten, das war so ein so genervt. Ich habe die Seite jobsucher-regional.com, ist die Überseite über alle regionale Jobbasen. Und das ist ein alles-WebRo-System gewesen, fünf Jahre alt. Okay, habe ich diese Seite gesagt, okay, du musst jetzt einen Relaush machen und habe mir eingebildet, ich mache jetzt für jede Stadt, ich habe 111 Städte und Länder, Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein und für jede Stadt will ich eine eigene Landingpage und habe dann ein Template erstellt, wie ich quasi eine Städteseite haben will. Und da habe ich gesagt, so, super, jetzt habe ich das für Würzburg perfekt vorbereitet und jetzt macht es bitte 110 Mal für alle anderen Städte. Gegen das hat er nicht hingerichtet. Nach drei, vier Mal ist er immer wieder da das Halluzinieren angefangen und hat einfach nicht die Seite perfekt aufgebaut. Vielleicht habe ich mich zu dumm angestellt, ich habe keine Ahnung. Vielleicht ist es heute auch nicht mehr der Fall, das kann ich dir nicht sagen. Aber er ist nicht perfekt. Er ist noch nicht perfekt. Und es gibt so Sachen, da denkst du dir, warum machst du nicht genau das, was ich dir sage? Und hängst dann da einen halben Tag, Tag mit rum, wo man denkst, Alter, der arbeitet und arbeitet und die Talks verbrennen und verbrennen. Und denkst du, das ist so einfach, hört auf damit. Und da gibt es andere, also er kann, er ist nicht perfekt. Du musst dein Hirn einschalten.

Nico Hildmann

Ja, genau, aber das ist dann so dieses, die Frage bleibt ja dann meist, warum machst du es nicht, wie du es eigentlich jetzt schon richtig geil umgesetzt hattest, warum änderst du jetzt dann was wahrscheinlich, oder?

Daniel Werner

In dem Fall war es WordPress, das war einfach.

Nico Hildmann

Ja, okay.

Daniel Werner

Das war natürlich eine Zeitbombe, es war, ich wusste, wenn ich es update, dann haut es da was und weil ich, wenn ich Funktionen haben möchte, die kann ich mit einem eigenen programmierten Projekt viel, viel schneller weiterentwickeln. Das heißt, bei einer WordPress muss ich schauen, oh, gibt es ein Plugin, kostet das Plugin was? Ich baue es einfach selbst. Also ich habe mir einen Hub-Spot, so ein Mini-Hub-Spot selbst gebaut. Das waren auch von einem halben Tag Tag, damit ich mal kurz meine Angebote und klar könntest noch einen Tag reinstecken, damit es schöner ist oder eine Calendary. Calendry, das ist total easy. Wirklich, einen halben Tag baust du dir ein kleines erstes eigenes Calendry, sagst dann, okay, ich will meine Termine drin haben, das soll die Sperrzeit haben, so und wie viel Zeit soll dazwischen. Also du musst halt dein Hirn einschalten und die Regeln ihm schon vorgehen. Aber ganz häufig erkennt der schon ein Calendry, naja klar, da brauchst du das, das, das und das automatisch auch. Also der denkt dann sogar schon mit. Es gibt Sachen, die sind so unfassbar, die sind so echt krass, wo er mitdenkt. Dann gibt es so Sachen, wo ich mir denke, ja, deswegen bist du nicht perfekt. Aber hey, das ist alles nur eine Frage der Zeit. Die ersten Texte waren auch scheiße von ChatGBT oder das Halluzinieren oder das Antworten. Also als Beispiel, bei ChatGBT antwortet er ja immer. Das ist ein LLM und es ist darauf trainiert, immer zu antworten. Und meistens so ein, der sagt irgendwas Positives, aber du weißt gar nicht, ob das jetzt richtig ist, was er sagt. Ganz schlimm. Beispiel ist dieses Spinat, welches Gemüse hat sehr viel Eisen und da kommt immer die Antwort Spinat. Meine Mama hat auch schon mal zu mir gesagt, Spinat hat, dabei ist es nachgewiesen, dass es ein Irrtum war. Da ist irgendwo bei einer Studie ein Komma verrutscht. Aber die LLM weiß, dass oder glaubt, dass in Spinat ganz viel Eisen drin ist. Also es war halt einfach so ein, na, das ist so eins.

Nico Hildmann

Weißt du, insgesamt finde ich, wenn man es dir, wenn man das so zuhört, ne, ich denke ja gerade die ganze Zeit, was wird in den nächsten Wochen und Monaten sein? Wie hat sich das dann auch noch so weiterentwickelt? Vor allem, wenn du jetzt auch sagst, wir hatten es ja gerade auch darüber, was es vielleicht nicht so gut kann. Genau das ist es ja. Das, was gerade nicht so gut ist, wird wahrscheinlich in einem Monat obsolet sein.

Daniel Werner

Ja, nur weil es nicht so gut ist, nur weil ich sage, dass es nicht so gut ist, ja genau. Es geht ja trotzdem.

Wenn plötzlich jeder Software bauen kann

Nico Hildmann

Also absolut, ne? Und ist wahrscheinlich schon sehr gut, aber du hast dann vielleicht in deiner Arbeitsweise, ach in deinem Daily Business, einen Qualitätsanspruch irgendwo, wo du sagst, da fehlt mir noch das E-Tüpfelchen eventuell, aber es ist eigentlich schon ein geiles Ergebnis.

Daniel Werner

Ich habe da ein cooles Beispiel. Ich habe letzte Woche mit jemandem telefoniert, der ist so im M ⁇ A-Pro-Projekt oder der macht so M ⁇ A für HR-Firmen, also Unternehmenskäufe und ich habe mich mit dem mal wieder geupdatet und daraus gesagt, ja, dann dieses Klo, das ist tatsächlich gerade bei Investoren schwierig. Weil sonst sind die Investoren, die haben gesehen, das ist ein Tool, das ist eine coole Software, das hat echt Potenzial. Das Problem ist, dass jeder heute jedes Tool bauen kann. Das heißt, alles, was so früher noch der heiße Scheiß war, du hast KI drüber geschrieben, unsere KI kann, das kann jeder bauen. Jeder. Diese Jobbörse, die ich jetzt neu gebaut habe, die ist fertig. Vielleicht kommen wir in den Shownotes damit verlinken.

Nico Hildmann

Ja, absolut, natürlich.

Daniel Werner

Und diese Software, die ich da gebaut habe, ich habe gesagt, ich habe die erste Software, war ein WordPress-System. Habe ich 2012 gebaut mit dem Programmierer zusammen. Dann 2019 habe ich eine große gemacht, also wirklich eine große, die hat einen Wert wahrscheinlich von 500.000 Euro. Nehmen wir mal, das ist ein Haus, das steht da jetzt, das ist auch noch bewohnt. Und ich bin jetzt gerade dabei, ein neues Haus aufzubauen, um den Inhalt von einem einen Haus in das andere rüberzuziehen. Also die Nutzer und die Domains und die. Aber im Prinzip ist mir bewusst, dass ich in ein paar Wochen, Monaten ein Haus da stehen haben werde für 500.000 Euro, was ich nie mehr nutzen werde. Nie mehr. Und das habe ich mal so eben nebenbei gebaut. Ich meine, muss ich nur dazu sagen, das hört sich immer so spielerisch und einfach an. Naja, ich hab, ich hab, ich hab schon, das ist meine dritte Jobbörse, die ich gebaut habe. Ich habe schon zwei gebaut, deswegen weiß ich, was ist wichtig mit Feed-Imports, mit Dashboard, mit was ist ein ATS, was ist PDF-Import. Das sind alles so Sachen, die weiß ich. Ich weiß, wie so ein Jobbörse sich aufbaue. Deswegen konnte ich es ein drittes Mal bauen. Aber das habe ich mal so ein, das habe ich halt ohne Programmierkenntnis. Wirklich. Ich habe am Anfang mal meinen Hauptentwickler so ein bisschen gefragt, hey, auf was soll ich denn achten, wenn ich es wirklich von Grund auf, du kennst meine Systeme seit Jahren, das, das und das, aber frag trotzdem nochmal nach. Und dann habe ich das genauso, den Grundstock, so gebaut. Und jetzt habe ich da eine echt geile Basis. Und wenn die dann mal 100% fertig ist mit API, ich hätte nie gedacht, dass ich so viel KI-Anbindungen irgendwann mal selbst machen werde. Also wirklich diese ganzen Gemini-APIs und ist auch eine Gefahr, können wir auch nochmal drüber sprechen. Aber diese ganzen API-Anbindungen, das hätte ich früher, ich bin kein Programmierer und heute bin ich halt mal eben eine API an, damit ich irgendwelche Bilder generieren lassen kann. Oder damit ich irgendwelche KI-Checks machen kann. Lebenslauf hochladen, der wird geprüft, alles klar, der Lebenslauf ist scheiße, also schön ausgedrückt dann. Das sind alles so Sachen, die hätte ich, die habe ich halt mal so nebenbei gesehen.

Warum viele Startups scheitern

Nico Hildmann

Es ist interessant zu sehen, wie sich auch über die Zeit des Selbstverständnis ändert, so was dann ein neuer Standard ist, einfach durch Die neuen Erkenntnisse, deine persönlichen Skills letzten Endes. Und was ich finde, was man auch gut raushört, du scheust dich ja natürlich, ach nett, mal zu investieren. Geld natürlich auch, aber klar deine Ressource, Mensch. Und das habe ich mir noch nämlich gemerkt, weil ich das ganz spannend finde. Du hast im Vorgespräch mal zu mir gesagt, die meisten Startups scheitern eigentlich, weil sie gar nicht gewillt sind, zu investieren oder Geld auszugeben. Was ist da dein Erfahrungswert dahinter? Weil ohne geht ja nicht.

Daniel Werner

Geht schon. Ist halt dann, ich meine, ich sage immer das Beispiel mit Bremsen wechseln. Jeder, du könntest auch deine Bremsen selbst wechseln, wenn du willst. Da gibt es Videos, du kannst auch deine Fliesen legeln, gibt es auch YouTube-Videos. Du kannst alles selbst machen, rein theoretisch. Du kannst SEO selbst machen, du kannst Sea selbst machen, du kannst Social Media selbst machen. Oder aber du findest einen richtigen, der das extrem effizient für Geld umsetzt. Darum geht es ja letztendlich. Aber rein theoretisch kann, ich war 2008 Zeitsoldat. Als ich angefangen habe, war ich im Kosovo in einem Container vier Monate und habe angefangen, HTML-Webseiten zu erstellen. Also wirklich per Hand, wirklich selbst geschrieben. Damit habe ich angefangen. Und ich bin jetzt, ich sage bei den Mitarbeitern immer, hey, ich bin der Dümmste im Raum, weil ich habe nichts studiert. Und alle haben trotzdem studiert oder der Fachhochschulreife. Und gesagt, ich bin da dümmste im Raum. Und trotzdem, das ist, man muss es halt machen. Machen, machen, machen. Dranbleiben, Feuer haben, oder manchmal muss man auch das Glück haben, den Richtigen zu kennen. Weißt du, wie das ist, mein bester Kumpel ist gelernter Schreiner und mittlerweile schafft er bei der Uni. Keiner hätte es so einfach wie der, sich selbst schützen. Oder meine Kinder. Meine Kinder sind 14, 16, haben sie gesagt, kannst du euch Kinder, macht das, auf was ihr Bock habt. Und wir werden, wenn ihr irgendwann was Eigenes machen wollt, dann würde ich mich freuen, weil das kriegen wir hin, da helfe ich euch. Das ist gar kein Ding, bin ich tiefen entspannt. Manchmal brauchst du entweder das Geld um den richtigen, oder manchmal brauchst du den richtigen Menschen an deiner Seite. Ich habe nie einen Partner gehabt, aber manchmal wäre ein richtiger Partner vielleicht auch nicht verkehrt gewesen.

Nico Hildmann

Ja, aber ist es dann so, dass du sagst, was hemmt denn die Leute, zum Beispiel zu investieren oder reinzubuttern? Ist es das Finanzielle oder ist es Angst?

Daniel Werner

Wir sind auch nicht selbst davon überzeugt. Ich hatte einen Studenten, der hat dann irgendwie in ein eigenes Projekt aufsetzen wollen. Und ich sagte, okay, wie viel Geld hast du auf deinem Sparbuch? Und dann hat er gesagt, ja, das und das. Okay, würdest du alles jetzt in die Firma investieren? Nee, auf gar keinen Fall. Okay, das beschreibt es wunderbar, weil dann würdest du nicht all-in gehen. Dann bist du nicht voll davon überzeugt. Wenn du voll davon überzeugt bist, ich meine, das war jetzt als Metapher gesprochen. Hätte er gesagt, hey, naja, wie viel müssen wir denn investieren, damit es funktioniert? Aber der hat von Haus aus ja schon gesagt, nee, ich würde da nichts investieren. Das ist für mich dann zu zeigen für, ja genau, das ist Spielerei. Das ist kein, ich habe Bock drauf. Aber wenn ich da wirklich All-In gehe, wenn ich da Bock drauf habe, dann stelle ich keine Frage, sondern scheiße, wir brauchen 5000 Euro für eine Agentur. Naja, dann hier sind die 5000 Euro. Das ist, ja, und dann hoffentlich in die richtige.

Projekte beenden, Druck rausnehmen, Mensch vor Umsatz

Nico Hildmann

Ja, ja. Ja, also auch da, dieses Mal losgehen, auch vor allem dieser Treiber Leidenschaft, ich glaube, der ist ganz, ganz wichtig dafür, was ja bei dir immer davor war, diese Lust, das Projekt zu starten, das Projekt zu starten. Klar, dir ist auch bewusst, da fließen jetzt Ressourcen rein, in welcher Art und Weise auch immer, aber dann auch aus der Erfahrung heraus zu merken, jetzt begrabe ich vielleicht eine Idee oder reiß nochmal irgendwo das Steuer rum. Vor allem jetzt wahrscheinlich mit der Erkenntnis, die du aktuell hast mit KI, ist es ja wahrscheinlich so, wenn du Projekte startest, mit diesem Hebel KI lässt sich ja viel einfach nochmal ein Turnaround schaffen, eventuell, oder nach vorne katapultieren.

Daniel Werner

Oder mal setzt einfach mal was online, um zu schauen, ob es funktioniert. Also da, das ist, ich lasse aber auch, ich habe auch schon Projekte einfach sterben lassen. Ich habe am Anfang von Affiliate-Projekten erzählt. Wenn ich dann irgendwie nach ein paar Jahren merke, okay, da sind zwar Besucher drauf, aber der Verdienst daraus ist viel zu gering. Dann sage ich, okay, komm, dann lasse ich die auslaufen, die Domain und kündige es. Das ist ärgerlich, weil ich da Zeit und Geld investiert habe. Ich habe ein Projekt, da geht es um Drohnen. Ich war der erste Drohnen-Affiliate. Da habe ich im Jahr schon fünfstellige Umsätze gemacht, Gewinne gemacht, nur mit dieser einen Seite. Weihnachtschecht war immer Bombe, aber da ist jetzt kein, da ist keine Leidenschaft dahinter. Und bei solchen Affiliate-Projekten, da würde ich immer davon abraten, weil du bist von zwei Faktoren abhängig. Erstens Google Traffic, also kostenloser SEO-Traffic, wenn du den nicht hast, dann wirst du wahrscheinlich auch nichts verkaufen, sei du baust eine große Marke auf. Und das zweite, der Merchant, in meinem Fall meistens Amazon. Das heißt, wenn Amazon einfach mal hingeht und sagt, die Provision, die kriege ich jetzt einfach mal. Oder früher war es so stückzahlbasiertes Provisionsmodell, mittlerweile ist Kategoriebasiertes Provisionsmodell. Und wenn man dann auf einmal von 7% runterfällt auf 3%, dann sind über 50 Prozent, wo Amazon halt einfach mal vielleicht seine Aktionäre glücklich gemacht hat, aber nicht mich. Deswegen, da würde ich immer, ja, da kann man dann auch mal loslassen. Es gibt aber auch Projekte, da sage ich, okay, da habe ich vielleicht drei Jahre nichts verkauft, aber ich will das trotzdem als Prestige behalten. Frisst kein Boot. Also da deswegen.

Nico Hildmann

Also ich, weißt du, was ich sehr schön finde, dieser realistische Blick auf deine Projekte. Teilweise Bauchgefühl, Leidenschaft, einmal, aber auch irgendwo was ausprobieren und dann auch sagen, nee, ist gut, begrab man, obwohl vielleicht sogar was rumgekommen ist. Ich finde, insgesamt sind super viele Takeaways einfach in dieser Folge dabei.

Daniel Werner

Ich mache das auch ganz bewusst, da bin ich glaube ich ein anderser, ich mache das nicht aus dem, ich möchte schnell und hektisch Geld verdienen. Wichtig, das ist, ich sage den Leuten immer, ich hatte gestern wieder gestern in Fanwohnungen, ich bin ein Hobbyvermieter. Ich habe zwei Fanwohnungen, ich brauche und ich will aber gar keine 90% Auslastung. Weil die Leute dann immer kommen, wann müssen wir denn auschecken? Heute kommt keiner mehr rein. Und wenn sie bis abends bleiben, ist mir das egal, genießen sie es. Also reisen sie ruhig entspannt ab. Und das ist dann so, oh wow, so kennt ihr das ja gar nicht. Genau, aber ich will auch nicht mit Druck vermieten. Klar, ich muss auch meine Finanzierungen irgendwie töten und meine Kosten, aber ob ich jetzt drei Vermietungen im Monat habe oder sechs, dann nehme ich lieber nur drei, weil die sechs bedeuten vielleicht noch Stress und geht vielleicht auf die Anten. Ich bin keiner, der jetzt hat alles nochmal ausdrückt und heute hast du hier auf eine Stunde, da hast du irgendwie, ja gut, du bist ein Kumpel, dann habe ich halt eine Stunde für dich was gemacht, hast du cool. Also da ich das, ja, es muss Spaß machen und es sollte fair sein. Und wie habe ich zum Mitarbeiter gesagt neulich. Mensch vor Umsatz. Das ist immer ganz, ganz wichtig. Wenn wir Kunden haben, dann, das wissen auch die Mitarbeiter. Wenn der Kunde einer ist, der auf einmal von oben herab wird, dann wird er bei uns nicht lange Kunde sein. Also werden wir nicht, also möchte ich nicht. Ich möchte, dass wir auf Augenhöhe arbeiten und dass es Bock macht und dass es, dass es verstehen. Ich bin keiner, der das Wissen zurückhält, auch nicht vor Kunden. Ich zeige den Kunden genau, was ich mache, wie ich es mache. Umsetzenskönig es wahrscheinlich eh nicht, aber ich zeige denen. Ich will Transparenz denen zeigen. Deswegen.

Nico Hildmann

Finde ich sehr, sehr schön. Ist eigentlich für mich auch schon ein schönes Schlusswort. Ich habe aber nur noch eine Frage jetzt, vor allem diejenigen, die sich jetzt zum ersten Mal von Claude was gehört haben und sagen, ey, ich habe jetzt Bock, ich gucke es mir an, ich gucke es mir auf jeden Fall an. Welchen Tipp hast du final noch für uns für den Staat?

Daniel Werner

Puh, welchen Tipp habe ich für den Staat? Ja, einfach machen. Von der ersten, vielleicht die erste einfache lokale statische Webseite machen. Also einfach nur so, okay, ich kenne irgendjemanden, der hat ein Unternehmen oder ich könnte mir vorstellen, irgendwie ein Unternehmen zu gründen und dann einfach mal selbst versuchen, dafür eine Webseite zu machen. Und wenn man dann auf einmal so ein Ergebnis sieht. Und man kann mit Claude, wenn es eingerichtet ist, da gibt es ganz viele Videos, wie das funktioniert, wenn es eingerichtet ist, dann kann man mit Claude reden wie mit Chat-GPT, wie einem Menschen und dann sagt man, was man haben will als Ergebnis. Und wenn man etwas nicht schön findet, dann sagt man es dem, dann sagt er einem, wie man es schöner hinkriegt. Also ja, das ist einfach mal einfach machen. Einfach loslegen und mal die erste Webseite, das erste Projekt versuchen und machen und dann kann man ans zweite gehen, ans dritte, ans Vierte.

Nico Hildmann

Dann kommt die Sucht, ja. Ne, aber cool, ich habe tatsächlich schon eine Idee im Kopf. Ich bin ganz gespannt, was mich auch optisch so erwarten wird. Also hast mir richtig Lust gemacht. Ich kann dir ganz viele Webseiten sagen, wenn du auch schon hast. Sehr gut, sehr gut. Ne, also wunderbar, Daniel. Mir hat es echt viel Spaß gemacht, viele Erkenntnisgewinnen für mich. Ich hoffe, dir hat es auch Spaß gemacht.

Daniel Werner

Ja, war cool.

Nico Hildmann

Ja, guck mal, wie schnell so ein Stündchen fast rumgeht. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Erfolg bei allem, was noch so kommt. Und hoffe, wir sehen uns natürlich auch bald mal wieder live und in Farbe, vielleicht bei den nächsten Veranstaltungen. Aber natürlich, wie gesagt, ganz viel Erfolg, Spaß dabei und nochmal wirklich superschön, dass du da warst. Vielen Dank.

Daniel Werner

Ich danke. Na dann.