Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Wir sprechen mit Innovationsbegeisterten und Visionären aus Schweinfurt und Mainfranken. Persönliche Geschichten über Erfolge, Rückschläge und neue Chancen – echte Einblicke in die Welt der Startups und Innovationen.
Startbahn27 Podcast – Innovation aus Mainfranken
Folge #104 | S4 Mut zum Gründen – Handwerk weitergedacht: Wenn Innovation aus Tradition wächst
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Anna Meusert ist Geschäftsführerin der Planen Wehner GmbH in Schweinfurt – einem traditionsreichen Handwerksunternehmen, das sie 2019 nach dem Tod ihres Vaters übernommen hat. Mit nur 24 Jahren wechselte sie vom Private Banking in die Unternehmensnachfolge und hat sich Schritt für Schritt in Produktion, Abläufe und Führungsverantwortung eingearbeitet.
Aus dem bestehenden Betrieb heraus hat Anna außerdem die Marke Biertischplane aufgebaut: ein skalierbares Produkt mit eigenem Onlineshop, das heute deutschlandweit (und darüber hinaus) an Vereine, Feuerwehren, Caterer und Unternehmen verkauft wird. Ein ideales Beispiel dafür, wie Innovation aus Tradition entstehen kann – und warum gerade Handwerksbetriebe enormes Potenzial haben, wenn sie Bestehendes neu denken.
Darum geht es in der Folge:
- welche Herausforderungen sie als junge Frau im Handwerk erlebt hat und wie sie sich Respekt erarbeitet hat
- wie aus einem „Produkt, das es schon gab“ eine starke Marke mit E-Commerce-Fokus wurde
- warum Outsourcing (Agentur, Website, Konfigurator) am Anfang wichtig war – und was später wieder in-house geholt wurde
- warum Annas Leitsatz lautet: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“
Bildrechte:
Krisztian Müller
Du interessierst dich für Startups, Unternehmertum und Innovation? Im Startbahn27 Podcast interviewt Nico Hildmann inspirierende Gründer, Unternehmer und Visionäre aus Mainfranken – mit Fokus auf Schweinfurt und der Region.
Ob Startup-Erfolg, persönliche Rückschläge oder frische Ideen – wir erzählen echte Geschichten aus der Gründerszene und liefern dir wertvolle Learnings und Insights für deinen eigenen Weg.
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Vorstellung von Anna Meusert
Nico HildmannHallo und herzlich willkommen an Bord des Startbahn 27 Podcasts. Diese Staffel wird präsentiert von der VR-Bank Main-Rhön, Partner für Gründer, Unternehmer und Zukunftsgestalter in unserer Region. Mein Name ist Nico Hildmann und heute bei mir zu Gast auf der Startbahn ist Anna Meusert. Anna ist Geschäftsführerin der Planen Wehner GmbH, einem traditionsreichen Handwerksunternehmen hier aus Schweinfurt, das sie 2019 nach dem Tod ihres Vaters übernommen hat. Und ja, vor gut zwei Jahren hat sie genau aus diesem Traditionsunternehmen heraus die Marke Biertischplane gegründet, mit einem eigenen Onlineshop, über den Biertischplanen deutschlandweit vertrieben werden. Und ja, über letzteres wollen wir auch einen Fokus drauflegen, nämlich über die Biertischplane, wie denn aus Neuem oder wie Neues aus der Tradition, aus dem Bestand entstehen kann, sozusagen, was da auch so die konkreten Schritte dabei sind, Gedankengänge, die damit einhergehen und ja, was auch andere Handwerksunternehmen anhand des Beispiels lernen können. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass er heute hier ist und sagt herzlich willkommen, Anna. Schön, dass du da bist.
Anna MeusertJa, vielen Dank, Nico. Ich freue mich, heute hier zu sein und ja, dass wir uns ein bisschen über die Biertischplane unterhalten können.
Nico HildmannJa, wirklich, also eine Riesenfreude, dich hier zu haben, denn du warst ja schon mal Gast bei uns, ist aber schon drei Jahre her.
Anna MeusertDas stimmt.
Nachfolge: vom Private Banking ins Familienunternehmen
Nico HildmannErste Staffel, da war ich nur noch nicht host. Und jetzt freue ich mich sehr, dass wir das nachholen können, eine gemeinsame Folge aufnehmen können. Gleich zu dem Thema natürlich handwerkweiter denken, wie man Innovation aus Bestehendem vielleicht hervorhebt. Aber bevor wir da tiefer reingehen, möchte ich natürlich erstmal auf dich als Person bzw. auf deine persönliche Reise nochmal eingehen. Und ich hatte ja gerade schon in einer Anmoderation gesagt: 2019 ist leider dein Papa verstorben, also in vielerlei Hinsicht beruflich wie privat ein sehr einschneidendes Jahr für dich. Magst du uns vielleicht aber nochmal in die Phase von damals mitnehmen, auch hinsichtlich der Entscheidung, die du dann getroffen hast, das Unternehmen fortzuführen, wie das so für dich war?
Anna MeusertJa, klar, es war auf jeden Fall eine bewegende Zeit, sage ich jetzt mal so. Ja, bis zu dem Tag war ich Bankerin, war Beraterin im Private Banking, habe also schon ganz früh gewusst, ich will irgendwas mit Aktien zu tun haben, habe dann BWL studiert, einen Master gemacht und war dann auch ganz happy. Und auf einmal kam dann die Frage auf: wie geht es denn mit dem Familienunternehmen weitergeht? Und bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mich, um ehrlich zu sein, noch gar nicht mit dieser Frage irgendwie auseinandergesetzt. Mein Vater war jetzt auch erst 55, also das Thema war auch familiär noch wenig beiseite geschoben. Und ja, dann war halt diese Frage, also diese Entscheidung zu treffen. Und natürlich aus meinem Banking-Hintergrund, Unternehmensführung, Unternehmensrechnung. Gerade meine Kunden waren auch viele Unternehmer, hatte ich da schon so ein gewisses Fable dafür. Kannte natürlich auch von klein auf den Betrieb, die Mitarbeiter und war auch einfach begeistert, was dort alles geleistet wird. Und dann habe ich mich dazu entschieden, es einfach mal zu versuchen. Ich war damals 24, hatte also zum Glück, sage ich jetzt mal so, nichts zu verlieren. Ich war mir sicher, einen Job werde ich schon wieder finden. Und von daher habe ich dann einfach gesagt, okay, ich probiere es und bin dann wirklich eingestiegen. Zunächst 50 Prozent, habe meinen alten Job auch auf Teilzeit reduziert. Und ja, habe dann erstmal mich gefühlt wieder wie eine Praktikantin mitgelaufen und habe halt Tag für Tag das Unternehmen kennengelernt.
Nico HildmannJa, Wahnsinn. Also sagst schon, mit Anfang 20 dann auf einmal irgendwie ein Traditionsunternehmen so peu à peu zu übernehmen. Aber also ich finde es, ich kenne ja auch ein bisschen deine Story. Wir arbeiten ja viel zusammen, du bist ja auch immer Teil des Flight-Programms. Aber für mich ist es dann echt Wahnsinn, wie sich das so entwickelt hat, auch wie strukturiert du das angehst. Nicht gleich zu sagen, okay, 100% jetzt dann in das eine, sondern auch für dich persönlich. Du musst da ja erstmal reinkommen. Du hast ja viel Aufwand da reingelegt. Ich weiß noch, dass man erzählt, Samstage von früh bis spät, haben auch die Kollegen dir alles beigebracht, weil du hattest ja dieses Skillset noch gar nicht. Genau, ja.
Anna MeusertJa, das war wirklich, wie du sagst, ich hatte das Skillset nicht, ich wusste nur grob, sage ich jetzt mal so, was die Produkte sind. Ich habe jetzt nie mitgearbeitet, ich wusste die Abläufe nicht. Ganz banale Dinge. Und was auch am Anfang echt frustrierend ist, dass du nicht mal weißt, wo das Licht an und ausgeht. Aber das sind so ganz einfache Dinge, wo wirklich am Anfang du dir denkst, hey, das kann nicht sein. Aber mit viel Zeit und viel Mühe und auch viel Geduld meiner Kollegen, bin ich da wirklich reingewachsen.
Nico HildmannJa, es ist also wirklich auch echt cool zu sehen, dass da jeder zusammengehalten hat. Du hast ja vorhin schon gesagt, du bist ja mit dem Unternehmen aufgewachsen. Ich kenne, du hast mal einen Post gemacht auf LinkedIn, wo du mit dem Kinder sitzt, auf dem Gabelstapel sitzt, neben deinem Dad. Das heißt, du warst ja, ich sag mal, von Anfang an schon immer die Juniorchefin, ne, eigentlich gefühlt. Und würdest du sagen, vielleicht, dass es auch der Vorteil für dich war, als Basis zu sagen, hey, ich bin emotional mit diesem Unternehmen an sich aufgewachsen, deswegen war da auch die Bindung so stark. Und vielleicht auch in so einem Betrieb sind ja oftmals die Mitarbeiter ganz lang dabei. Die haben dich ja wahrscheinlich auch aufwachsen sehen. Würdest du das sagen, das war einfach eine gute Kombination für dich?
Anna MeusertJa, ich glaube auf jeden Fall, dass es ein Vorteil war. Einfach eben für einen selbst, dass man einfach voll committed ist, dass es mehr als ein Job ist, hängt auch irgendwo das Herz dran. Dadurch ist man, glaube ich, auch viel leistungsfähiger und auch bereit, über seine eigenen Grenzen mal das ein oder andere Mal zu gehen. Und natürlich auch für die Mitarbeitenden einfach auch zu sehen, okay, es geht irgendwie weiter. Und ja, da hatte ich wirklich das große Glück, dass da jeder mir positiv gestimmt war, auch wenn ich von extern kam, jung war, eine Frau war, was damals auch noch wenig schwierig war, haben die Jungs, damals hatten wir ein reines Männerteam, wirklich mit mir das gemacht und mich da eingearbeitet und ohne das Wassert gegangen.
Rolle Als Junge Frau Im Handwerk
Nico HildmannJa, weil so du sagst schon, also genau der Punkt, es kam ja noch dazu, in den jungen Jahren, du bist eine Frau, bis heute unterrepräsentiert im Handwerk, die Rolle, sag ich jetzt mal. Das ist ja gefühlt doppelt so schwer, dann sich da ein Standing zu erarbeiten wahrscheinlich. Aber, und das finde ich ganz cool, so wie du es auch widerspiegelst, jeder, ich denke mal, an sich, deine Family, die, die schon da waren im Unternehmen, haben dich ja in deiner Entscheidung bestärkt, weil ich gehe von aus, du hattest schon auch irgendwo Angst, oder?
Anna MeusertJa, definitiv. Also, das ist auf jeden Fall eine Herausforderung gewesen. Und gerade auch das Thema so junge Frau, um ehrlich zu sein, ich kannte das aus dem Bankingbereich gar nicht. Da war es auch so, ich war natürlich mit Abstand die jüngste, ich war auch die einzigste Frau in unserem Team, mit Ausnahme der Assistenz sozusagen. Aber es war nie ein Thema und dann auf einmal im Handwerk habe ich gemerkt, oh, hier ist das schon noch ein ganz offensichtliches Thema. Aber ja, zum Glück hatte ich da immer die Rückendeckung und am Anfang war es wirklich hart, da nimmt man die Sprüche auch noch persönlich. Irgendwann habe ich dann entschieden, okay, Augen zu und durch oder wenn ein blöder Spruch kommt, dann steht es mir auch zu, genauso blöd zu antworten. Absolut. Also von Sprüchen, ob ich jetzt die Brotzeit bringe bis sonst irgendwas, war da wirklich alles dabei. Was ich aber auch erzählen kann, was mich am meisten eigentlich immer dann so freut, ist dann hinterher, wenn dann echt irgendwie auch, ich meine, wir arbeiten ja auch viel mit Kommunen zusammen und so weiter, egal ob jetzt Bauhofleiter oder sonst was, die dann wirklich im Nachgang sagen, hey, ich muss ehrlich zugeben, ich war anfangs skeptisch, ich hatte sonst immer mit einem Vater zu tun oder mit einem Kollegen und jetzt kommst du da an. Aber ich muss ehrlich sagen, es war unbegründet. Und das ist so ein Punkt, wo ich mir denke, so, jawohl, sehr gut, der tritt vielleicht der nächsten jungen Frau ein bisschen aufgeschlossener gegenüber und finde es dann auch echt großartig, dass die Leute dann einfach selber sich auch reflektieren und sagen, hey, war eigentlich unbegründet, dass ich da am Anfang Skepsis hatte.
Die Idee der „Biertischplane“
Nico HildmannJa, also mega zu hören, ich hab's dir, glaube ich, auch schon oft gesagt, du bist einfach bei uns hier in der Region und darüber hinaus einfach auch ein Role Model. Wo man sagt, da können Leute einfach ihren Horizont erweitern, du machst ja so sau viel, wo wir gar nicht in der Podcast-Folge eigentlich thematisieren können. Aber das ist schon Wahnsinn, was du einfach alles vorantreibst und das auch nochmal dann widerspiegelst, dass du Meinungen, Eindrücke von anderen ändern kannst, einfach auch durch dein Sein. Ich glaube, du hast auch mal erzählt, dass wenn Lieferanten oder sowas auf den Hof gekommen sind, die haben dann eher den Weg zu deinem Kollegen gesucht und haben gedacht, er ist der Chef oder sowas, obwohl, nee, hallo, ich, ne? Das pendelt sich dann natürlich alles ein. Und ja krass, ne? Jetzt haben wir 226, sieben Jahr. Also Wahnsinn, was du auch aufgebaut hast, was du hast ja einfach einen neuen Drive irgendwo reingebracht, ne? Und eine neue Idee mit rein, nämlich mit der Biertischplane. Da wollen wir jetzt natürlich auch näher drauf eingehen. Und ich sag mal so, aus der Startup-Sicht, ne, ich liebe den Namen, weil der ist absolut nicht erklärungsbedürftig. Man weiß, um was es geht. Das ist immer toll. Ja, magst du uns einfach mal mitnehmen, woher kam denn die Idee der Biertischplane?
Anna MeusertJa, also ja, wie du schon sagst, der Name ist Programm, Biertischplane ist das Produkt und auch der Markenname. Letztendlich dieses Produkt, also einmal vielleicht für die Zuhörer mal kurz zum Erklären, ein Biertisch kennt jeder und ein Biertisch wird auch ganz häufig genutzt, egal für Sommerfest, in der Firma, bei einer Gartenparty, bei irgendwie in einem Ausschank. Ganz viel natürlich auch im Catering-Bereich oder beim Feuerwehrfest. Messe. Messe, genau. Und da ist halt immer die Frage, okay, wenn ich jetzt einfach nur einen Biertisch hinstelle, schaut oft wenig schäbig aus. Und wir haben eben eine Biertischplane, die ich da drüber ziehe. Dann habe ich einfach von vorne eine geschlossene Fläche. Das heißt, wenn ich meine Kartons drunter lager, Getränkekästen, sieht es nicht jeder. Ich habe eine saubere, abwischbare Fläche und habe mit ganz einfachen Mitteln eigentlich einen riesen Mehrwert erzielt. Ich habe eine Werbefläche, wie gesagt, alles bleibt sauber, ordentlich. Und wir haben auch noch einen USP und zwar so eine Tropfnase, die außenrum geht. Das heißt, wenn ich jetzt Feuerwehrfest da irgendwie einen Ausschank habe und es geht mal Flüssigkeit daneben, dann läuft die nicht vorne zum Kunden runter, sondern bleibt praktisch auf dem Tisch stehen. Und kann ich dann einfach abwischen. Also da echt eine super Sache. Und tatsächlich haben wir diese Birdischplanen schon ganz lange gemacht. Aber die kannte keiner. Das war tatsächlich nur hier bei uns, so in der Region. Beispiel, es gab irgendwie eine Feuerwehr, die hatte eine Birdischplane. Dann kam irgendwie aus dem gleichen Dorf der Schützenverein und hat gemeint, ich habe das bei denen gesehen, das ist ja eine coole Sache, brauchen wir auch. Aber darüber hinaus kannte das Produkt halt keiner. Und da habe ich mir gedacht, das ist so sinnvoll, vor allem ist es auch so nachhaltig, das müssen wir dringend ändern.
Von Produkt zur Marke
Nico HildmannJa, also finde ich cool, direkt schon mal zu verstehen, woher es kam. Es gab's eigentlich schon. Es gibt ja auch, sagen wir, andere Anbieter, wo man Biertischplanen auch bedrucken kann und so weiter. Also das Produkt ja an sich ist jetzt ja nichts Neues in dem Sinne. Aber ich finde es beeindruckend und da will ich auch tiefer mit dir mal drüber sprechen. Du hast dich ja dann bewusst dafür entschieden, aus der Biertischplane eine Marke zu machen und eben nicht weiter unkommentiert in eurem Produktsortiment auflisten zu lassen. Weil ich glaube persönlich, ist das ein großes Problem von vielen Handwerksbetrieben oder insgesamt Unternehmen. Viele Ideen hat jeder, aber so diese Umsetzung haben. Und bei manchen, die sagen vielleicht, ja, kann ich anbieten, aber gehen damit gar nicht raus. Wie kam es denn dann für dich von dieser Entscheidung her, ich mach da jetzt eine Market raus.
Anna MeusertJa, gerade dieses Thema, also wie gesagt, man kann das hier in der Region so vereinzelt und ich würde sagen, Planen Wena, LKW planen, das ist schon ziemlich bekannt, aber für mich war ganz wichtig, dass wir das auch überregional sozusagen bekannt machen, diese Lösung anbieten. Du sagst schon, es gibt auch andere Mitbewerber, aber wir sind die Einzigen, die das wirklich aus Lkw-Plane fertigen, nicht aus irgendeinem Polyester, nicht aus irgendeinem günstigeren Bannerstoff. Und eben, wie gesagt, mit der Tropfkante schon einmalig. Und da habe ich dann wirklich angefangen, gerade auch in meinem Netzwerk beim Wirtschaftsunion, einfach mal mit Leuten zu reden und zu sprechen, hey, kennt ihr das? Und alles so, nee, noch nie gehört. Würde mir voll viele Probleme lösen. Und da dachte ich, okay, wenn ich da jetzt mit meinem bestehenden Plan Vena antrete, wird es noch schwieriger, das zu kommunizieren. Und das Produkt ist eine Birth-Plane, wir nennen das so. Und dann habe ich natürlich, als ich dann noch gesehen habe, die Domain ist noch frei, dachte ich, okay, let's go, wir müssen das als eigenständige Marke angehen und auch für sich allem aufziehen. Wir haben uns eben nicht dafür entschieden, jetzt eine komplette Neugründung zu machen, sozusagen, einfach Buchhaltung und so weiter und so fort, haben wir gesagt, okay, das brauchen wir nicht. Aber wir wollten schon getrennt sehen. Das war mir auch ganz wichtig, dass wir wirklich sagen, okay, wir haben da eine Marke, die eben diese Art von Produkten vertreibt, Deutschland, österreichweit sozusagen und da eben diese Überregionalität einfach auch zu nutzen.
Von Idee zum Produkt
Nico HildmannJa, ist es, du sagst schon, du hast ja eigentlich ganz Startup-like den Austausch mit der Zielgruppe gesucht, hast mal gefragt, ey, wie findet denn ihr das? Und hast du aber dann deine Ursprungsidee der Biertischplane, auch mit dieser Tropfkante und so weiter, gab es die schon genauso oder hat sich nochmal durch die Gespräche auch das Produkt ein bisschen entwickelt oder angepasst?
Anna MeusertJa, also im Endeffekt jetzt so von der Funktionsweise gab es das schon, aber wir haben dann gesagt, okay, wir wollen da einfach höhere Stückzahlen dann produzieren. Also gut, was müssen wir vom Prozess her ändern, vom dann auch natürlich so Sachen wie, es gibt Grundfarben, dass man nicht jetzt irgendwie mit 20 Farben anfängt, sondern wir haben sozusagen vier Standardfarben. Und so haben wir uns schon gesagt, okay, wie schaffen wir das, das Ganze so ein bisschen einfacher am Anfang zu machen, zu begrenzen, sodass es sich auch für uns sich gut produzieren lässt, dass wir auch da Synergieeffekte nutzen können. Und dann haben wir unsere Prozesse so ein bisschen angepackt und da einfach verbessert.
Nico HildmannOkay, okay. Also ich habe super viele Fragen, so ich muss es mal ein bisschen koordinieren in meinem Kopf, weil mich würde auch immer interessieren, du hast schon angefangen, ne? Ich glaube, für viele haben wie gesagt Ideen. Die Umsetzung scheitert aber häufig. Jetzt hast du ja schon gesagt, du hast Leute befragt, ob das irgendwie sinnvoll ist und dann daraufhin natürlich das Produkt irgendwo angegangen, weiterentwickelt, aber du hast direkt schon gesagt, so, ich habe eine Domain gesichert. Weißt du noch so, was so die konkreten ersten Schritte waren, zu sagen, ich löse jetzt die Biertischplane als ein Produkt da ein bisschen raus und heb das hervor.
Anna MeusertJa, also ein ganz konkreter Moment, an dem ich mich erinnere, als wäre es gestern, war tatsächlich, ich wohne in Hambach, das ist ein Dorf hier in der Gegend, da gibt es auch einen Faschingsverein und die haben immer an Faschings so diese typischen Papiertischdecken ausgerollt. Kennt man ja oft, ne? Und dann kommst du da an, stellst dein Getränk ab, so Papiertischdecke durchgeweicht, durchgerissen. Und das war für mich wirklich so ein Schlüsselmoment, wo ich mir dachte, wir haben eine so viel bessere Lösung, die einfach ordentlich ist, die viele Jahre hält, die auch ganz andere Umweltstandards deswegen berücksichtigt. Ich muss das jetzt machen. Und es war für mich wirklich so ein Schlüsselmoment, wo ich da saß und sagte, okay, ich greife das jetzt an, ich ziehe es jetzt durch. Und natürlich auch irgendwo so in meinem Kopf mit schwingend. Ich dachte mir, wenn irgendein Startup kommt und das jetzt macht, dann auf gut Deutsch beiße ich mir in den Arsch. Darum habe ich gesagt, okay, ich setze das jetzt um, ich probiere das und fange einfach mal an. Weil warum warten, bis irgendein Startup kommt? Wie gesagt, wir machen das schon lange. Da wollte ich mir die Butter nicht vom Brot nehmen lassen, sondern habe gesagt, wir können das auch und fangen mal bei diesem Produkt sozusagen auf der grünen Wiese an.
Nico HildmannHast du es mit dem Team irgendwie besprochen oder kam die Vorgabe einfach dann von dir und es wurde umgesetzt? Also wie haben die Leute so im Unternehmen reagiert?
Anna MeusertJa, schon jetzt, ich will jetzt sagen skeptisch, aber ich sag mal so zum Vergleich, wir haben sonst halt irgendwie so 30 Stück im Jahr gemacht. Und dann kam ich da an und habe erzählt, Wunder, was. Und dann haben sie sich gedacht, also sie wussten ja, dass grundsätzlich das Produkt schon in kleinen Stückzahlen geht. Aber haben sie sich, glaube ich, so gedacht, naja, warten wir mal ab, was da wirklich dann abgeht. Und dann habe ich gesagt, also habe ich das wirklich alleine vorangetrieben. Und habe dann aber natürlich einzelne Mitarbeiter aus der Produktion mitgenommen, okay, wie können wir was machen und wie müssen wir, wie braucht man die Daten, wie braucht man die Logos von den Kunden, etc., dass das läuft. Und als dann wirklich, wir so in der ersten Saison waren und direkt eben über 500 Bitteschlanen gefertigt haben, da waren dann die Zweifel erledigt. Ja, sehr gut.
Nico HildmannGanz ehrlich, ne? Ist ja nicht verwerflich, ein Mensch ist ein Gewohnheitsziel, wenn da irgendwie was Neues um die Ecke kommt, erstmal weiß ich noch nicht, wie ich das finde, vielleicht, die meisten. Aber cool, wenn es natürlich aber auch von der Chefin vorgegeben wird, irgendwie, dann bleibt mir da schon dran. Jetzt ist aber tatsächlich auch die Frage, es ist ein ja Online-Shop. Jetzt hattest du ja wahrscheinlich mit E-Commerce auch noch nicht irgendwie was zu tun. Hast du dir auch dieses Skillset wieder angeeignet oder hast du Dinge outgesourced?
Anna MeusertDa habe ich tatsächlich viel outgesourced zu Beginn. Also, wie gesagt, der Name stand. Mir war klar, was ich machen will, aber dann geht es ja schon los, okay, Logo, Website etc. Und da habe ich wirklich mit einer Agentur zusammengearbeitet, die dann eben meine Idee, die Marke sozusagen mit Leben gefüllt haben, Logo entworfen haben, auch das komplette CI, sage ich jetzt mal so, wie wollen wir es spielen? Und dann natürlich auch die erste Website gebaut haben, wo dann sozusagen die Birthischplane schon bestellbar war als Prototyp. Und damit sind wir eben gestartet und auch natürlich auch immer erstmal zu gucken. Ich meine, es war ja, wie gesagt, ich habe zwar mit Leuten geredet, habe mich informiert, wie viele Vereine gibt es, was weiß ich, was alles, aber trotzdem musste man es ja erstmal antesten. Ja, klar, sagen es nicht tun. Ja, und drum haben wir eben dann mit einer ersten Website sozusagen gestartet und ja, haben dann erste Erfahrung gesammelt.
Nico HildmannSehr schön, also wirklich klassisch auch MVP, vielleicht so ein bisschen advanced, wenn man so will, weil es war ja schon grob, stand ja so Dinge da. Aber genau das, was du gerade erzählt hast, ich glaube, das könnte oder ist so ein Moment, jetzt für vielleicht andere Handwerksbetriebe, die zuhören, zu merken, okay, Dinge outsourcen. Weil meiner Erfahrung nach ist es so, dass sich manche Betriebe ja vielleicht auch ein bisschen dem Neuen verwehren. Ich möchte es nicht ausreden nennen, aber es kommen ja dann doch gegen Argumente, sowas wie, ja, ich hab dafür keine Zeit, ich hab dafür nicht die Lloyd und ich kann das nicht, ich hab keine Zeit, ne? Das hört man ja oft. Jetzt hast du dich ja bewusst dafür entschieden, Dinge outzusourcen. Eigentlich den Hauptteil des Sichtbaren. War das für dich ganz klar am Anfang, dass das nur so funktionieren kann? Weil ich denke mal, deine Ressourcen sind ja auch begrenzt. Also wenn du uns da vielleicht nochmal ein bisschen mitnehmen könntest.
Anna MeusertGenau, also das ist ja dann so, man hat irgendwie die Domain, man hat eine Idee, was macht man jetzt? Und dann habe ich natürlich erstmal gedacht, okay, ich probiere es mal selber aus. Und hab dann ganz, ganz schnell gemerkt, dass das definitiv nichts wird.
Nico HildmannWoran bist du gescheitert?
Entscheidung zurück zu alles In-House
Anna MeusertJa, erst so schon mal an der Logo-Idee, dann klar inzwischen KI-Tools und was weiß ich was. Da dachte ich mir aber alles, puh, nee, das ist nicht so. Website bauen und dann bin ich eben ganz schnell zur Erkenntnis gekommen, wenn ich das mache, dann wird das nichts. Dann wird es meinen eigenen Ansprüch nicht gerecht. Und mir war schon wichtig, dass das ordentlich ist. Also wir sind zwar eben eigentlich schon so mit dem MVP gestartet, weil ganz zu Beginn war das eigentlich nur so ein Heyflow, ich weiß nicht, ob du das kennst, so ein, wo man so durchklickt ohne irgendwie Anzeigekonfigurator oder so. Und das war mir aber habe ich gemerkt, okay, wenn ich das irgendwie selber versuche, dann wird das einfach nicht gut. Und darum habe ich eben dann auch mit Freunden geredet und dann tatsächlich auch eben auf eine Empfehlung gehört und drüber eine Agentur gefunden. Und es war Am Anfang auch echt super, weil wir dann ja eben erstmal ausprobieren konnten, mit ähm, gibt es einen Markt und so weiter und so fort. Inzwischen haben wir wieder alles in-house, haben da auch eine Stelle im Endeffekt mit aufgebaut und machen alles selbst.
Nico HildmannIst es dir wichtig? War das dir von vornherein wichtig zu sagen, ich möchte dann das auch in-house haben?
Anna MeusertNee, also das war eigentlich eher so ein Weg, sag ich jetzt mal so. Am Anfang, wie gesagt, war das alles super mit der Agentur. Wir haben dann eben ja mit diesen Hayflow sozusagen gestartet, mit wo man sie einfach dann bestellen konnte. Haben dann aber ganz schnell gemerkt, okay, was fehlt, wäre eigentlich so ein Konfigurator, dass man eine erste Ansicht gleich hat. Da war dann auch wieder eine super Sache. Mich hat tatsächlich jemand auf LinkedIn angeschrieben und hat gemeint, hey, ich habe mir das angeschaut an die Bildischplane, ihr bräuchtet doch einen Konfigurator. Und ich so, ja, genau. Und es war dann tatsächlich auch ein anderes Startup aus Bayern, die dann eben uns einen Konfigurator, einen ersten, einfachen sozusagen, gebaut haben. Und dann sind wir sozusagen schon mal einen Schritt weiter. Und dann haben wir aber auch ganz schnell gemerkt, okay, was jetzt auch noch schwierig ist, wir haben jetzt nur eine Möglichkeit sozusagen. Man kann dazu zwar sein Logo hoch, eine Schrift eingeben, aber man kann jetzt nicht verschiedene Größen, verschiedene Farben etc. Andere Produkte und dann haben wir uns letztes Jahr nochmal dazu entschieden, nochmal eine Schippe draufzulegen, auch dank dem Digitalbonus und haben da eben nochmal in einen kompletten Onlineshop investiert. Und dann im Zuge dessen, dass der ja auch betreut werden muss, sozusagen, dieser Onlineshop, haben wir dann das eben komplett in-house geholt.
Nico HildmannSuper, also du hast schon angesprochen, da wäre ich auch nochmal drauf. Möchtest du ganz kurz erzählen, der Digitalbonus? Vielleicht haben das viele einfach nicht auf dem Schirm, was es denn auch so für Unterstützungsmöglichkeiten gibt.
Förderung & Support: Digitalbonus / Bayern Innovativ
Anna MeusertJa, ich hatte es ehrlich gesagt auch überhaupt nicht auf dem Schirm. Ist dann eben hier in Schweinfurt mal eine Informationsveranstaltung, bei der ich eben war. Und dort wurde auch gerade Bayern innovativ genannt. Das ist eben, ja, ich sag mal, eine öffentliche Einrichtung.
Nico HildmannJa, eine super Anlaufstelle. Genau.
Anna MeusertUnd mit denen, die habe ich dann kontaktiert, die begleiten auch eben Unternehmen bei der Transformation etc. und habe mal mit denen gesprochen und die haben dann wirklich mit mich begleitet und dann sozusagen diesen Weg gegangen und letztendlich ist es so, dass jetzt Standard-Diacide-Sachen sind nicht förderfähig. Das heißt, jetzt das normale Shop-Setup sozusagen, das wurde dann gleich mal alles rausgestrichen. Aber bei individuellen Sachen sozusagen, da hat man dann die Möglichkeit, dass das einfach gefördert wird, muss man einen Antrag stellen. Und dann kam bei uns dann auch schon der positive Bescheid, eben mit ein paar Abstrichen und dann darf man da starten. Und ja, so haben wir es dann letztes Jahr nochmal auf das Endlevel sozusagen gehoben.
Nico HildmannAlso echt super, ne? Weißt du, genau das, was du erzählst, es zeigt einfach, es gibt immer Optionen. Man muss aber auch was dafür tun. Du musst die Augen offen halten, du musst auch irgendwo mal proaktiv irgendwo teilnehmen, um so Informationen zu bekommen. Allein, wenn dich auf LinkedIn jemand angesprochen hat mit dem Konfigurator, ja, du musst halt darüber sprechen, sonst kriegt es ja keiner mit. Also du hast jetzt in der Passage einfach ganz viel gesagt, was unabdingbar ist, um Dinge voranzutreiben, sodass sich überhaupt Möglichkeiten ergeben letzten Endes. Jetzt über die Zeit hinweg, ich habe vorhin nochmal auf der Webseite geguckt, neben der Biertischplane gibt es ja auch dann die Bier-Tischdecke, ne? Einfach in kleiner, wenn man so will. Messestand so irgendwie oder eine Bar, so Bar war es, genau. Und was ich so lustig fand, auch die Bierpong-Plane. Ja, genau. Also weißt du, auch mit der Zeit wahrscheinlich kommen ja weitere Ideen. Oder irgendjemand hat vielleicht mal gesagt, ey, so Bierpong wäre cool, ja alles klar, komm, mach mal wahrscheinlich.
Anna MeusertGenau, ja, so war es tatsächlich, ja.
Nico HildmannAlso für mich ist es ein ganz, ganz tolles Beispiel zu sagen, es muss nicht immer Rocket Side sein. Man muss auch mal gucken, was habe ich da, wo siehst du einfach auch Potenzial? Jetzt aber vielleicht da nochmal für die Allgemeinheit das so zu ein bisschen zu benennen. Ich habe ja gerade gesagt, man muss proaktiv sein. Du hast dich umgeguckt. Das heißt, es sind ja, es fließen da Ressourcen rein, wo viele, und das war ja, wie gesagt, gerade das Gegenargument, was ich gesagt habe, ich habe keine Zeit, ne? Was würdest du, oder wie erlebst du das? Du hast ja wahrscheinlich auch befreundete Unternehmerkollegen in dem Bereich Handwerk. Wie sehen dir denn die, die Biertischplanen? Was waren vielleicht Fragen von denen oder sowas?
Anna MeusertJa, also ist natürlich, wie du sagst, Zeit hat man nicht. Das ist immer eine Standardaussage, aber für mich ein noch wichtigeres Credo ist, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Und darum glaube ich einfach, dass es unerlässlich ist, sich immer wieder neu zu erfinden, neu zu schauen, wo kann ich lang gehen. Und das ist einfach für mich noch wichtiger und davon bin ich überzeugt, dass wir uns einfach auch anpassen müssen und natürlich auch die Chancen erheben können. Und nachher ist man immer schlauer, sage ich jetzt mal so, wenn dann eine Chance verpasst hat. Und deswegen würde ich da einfach alle Unternehmer eben einfach ermutigen, auch mal was auszuprobieren. Also einfach mal zu sagen, okay, ich versuche es jetzt mal, ich gebe, natürlich ist es auch mit dem Investment verbunden, ich stecke da jetzt mal ein paar Euro rein und laufe einfach mal los und gucke mal, ob ich nicht da dann wieder einen kleinen Teil meines Geschäfts oder vielleicht noch was zusätzlich einfach starten kann und damit natürlich auch nachhaltig was für mein Geschäftsmodell tue. Also von daher die Ausrede, keine Zeit, ich glaube, die rächt sich, wenn man nicht sich die Zeit einfach aktiv nimmt.
Produktsortiment, Potenzial & Saisonalität
Nico HildmannBin ich völlig bei dir. Sonst ist irgendwo ein Stillstand oder ja, man bewegt sich einfach nicht weiter, dreht sich vielleicht auch um sich rum, weil man führt ja oder fühlt keinen Fortschritt. Und ich finde auch, du sagst schon, ihr habt euch auch bewusst dazu entschieden, wir müssen nichts ausgründen. Das wäre vielleicht wirklich ein bürokratischer Rattenschwanz irgendwie, der sich ergeben hat. Einfach eine neue Marke, kann es ja auch sein, wo du sagst, ey, dieses Produkt und ihr habt ja viele, das hatte ich halt wahrscheinlich, da hast du gerade das größte Potenzial gesehen, zu sagen, ich hebe das mal auf eine eigene Stufe und mach was draus. Und ich glaube, das sind ja auch so Bereiche im Produktsortiment von vor allem Handwerksunternehmen, wo man einfach mal gucken sollte, was hätten das größte Potenzial, oder?
Anna MeusertToll, absolut. Und nicht nur das größte Potenzial, sondern in unserem Bereich, also wir machen jetzt so Allgemeinkonfektion technischer Textilien, von der LKW-Plane bis zum Sonnensegel. Und da haben wir ganz oft die Herausforderung, dass einfach die Produkte immer anders sein müssen. Bei dir zu Hause brauchst du einen anderen Schatten wie ich zu Hause. Jetzt mit irgendwelchen Standardsegeln sind wir mit Asien nicht vergleichbar. Von daher haben wir da einfach immer die Schwierigkeit, auch die verschiedenen Abmessungen und eben keinen Standard, sage ich jetzt mal so, sondern immer individuell. Und das war für mich auch ganz wichtig. Die Birtischplane ist irgendwo standardisiert, weil ein Standardbiertisch hat immer eine Breite von 50 Zentimeter, Länge 20 cm. Somit natürlich wenig zu erklären. Ein Biertisch hat auch irgendwie jeder. Und da habe ich einfach ein großes Potenzial auch gesehen für uns, dass wir da eben im E-Commerce mit einem einfachen Produkt, das eben von den Abmessungen auch standardisiert ist, uns einfach nochmal weiter diversifizieren in unserem Angebot.
Nico HildmannJa, also ich finde auch, wie du es auch vorhin gesagt hast, ne, guckt, also mir verlinken natürlich alles, ne? Aber ihr habt die Webseite toll aufgebaut, da ist nicht so krass viel Info, wo man sagt, boah, ich werde jetzt erschlagen. Ich sehe aber auch sofort, okay, es gibt Grundfarben, da kann ich wählen, natürlich aber der Hinweis, Sonderanfertigung immer möglich, habe ich auch gelesen. Also jeder findet da was, ne? Und man, ich sag mal, man kommt ja da hin, wenn man aktiv mal nach irgendwie Biertischen sucht, sonst verirrt man sich ja wahrscheinlich nicht dahin. Aber ihr habt euch da eine tolle Anlaufstelle einfach geschaffen, um dieses Potenzial aus dieser Idee weiter zu schöpfen. Das finde ich einfach Wahnsinn. Wie gesagt, ich mag das und sag es auch immer unseren Teams, ihr müsst das Rad nicht neu erfinden. Guckt halt mal, was auch Begeisterungspotenzial hätte. Und das finde ich sehr, sehr schön, dass du das einfach verkörperst und vorangetrieben hast. Die Frage da vielleicht auch, hast du. Oder gibt es eigentlich bei euch die Möglichkeit, Freiraum für innovatives Denken zu haben? Also Thema so Entrepreneurship. Schaffst du dir irgendwie mal in der Woche zwei Stunden für eine Innovationssession, wo sowas entstehen könnte, solche Ideen, oder mit deinem Team? Ist sowas drin? Oder war das jetzt einfach ein Zufall, dass es die Birtischplane geworden ist und durch einfach dein privates Umfeld, wo du gesagt hast, nee, das muss ich jetzt machen, weil ich sehe da die Probleme.
Anna MeusertAlso so feste Zeiten, sag ich jetzt mal so, das gibt es bei uns nicht. Wir machen da auch jetzt keine Workshops, da sind wir einfach noch zu oldschool, sag ich jetzt mal so. Aber was bei uns schon ist, ist einfach immer, jeder ist zum Mitdenken dazu ermutigt, einfach neue Ideen reinzugeben, wenn er irgendwo was sieht, was mitzubringen. Und das klappt bei uns auch echt ganz gut. Also tatsächlich, klar, die Bier durch Plane ist jetzt so ein bisschen mein Baby. Aber wir sind da allgemein sehr schnell auf Dinge zu reagieren. Ich erinnere mich da an Corona, beispielsweise haben wir von heute auf morgen Spuckschutz angefertigt. Da kamen einfach Kunden und haben gesagt, hey, das brauchen wir. Und dann haben wir gesagt, okay, let's go. Und jeder hat so sein Know-how ein bisschen eingebracht. Und dann kam auch beispielsweise ein Kollege gemeint, ja, hier, das werden diese Face Shields gebraucht. Erinnert man sich zum Glück nichts mehr dran. Und dann ging es los, dann haben wir Face Shields.
Corona & Innovationskultur im Betrieb
Nico HildmannJa, krass, nee. Jetzt, wo du es sagst, du bist ja eigentlich komplett in Corona reingekommen.
Anna MeusertJa, ja, genau.
Nico HildmannDas hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Es ist ja schon sechs Jahre her, wenn man so will. Ja, also Wahnsinn. Das kommt ja noch dazu.
Anna MeusertJa, genau. Und da war es dann wirklich, also die Idee kam wirklich von einem Kollegen, der gesagt hat, here, das müssen wir machen. Und dann haben wir das auch gemacht, haben an Gastro-Einzelhändler auch tatsächlich für Ärzte diese Face-Shields gefertigt. Und da sieht man auch, wie innovativ jeder halt auch ist. Und bei uns ist es dann auch so, dass man da gehört wird. Am Anfang dachte ich zwar mit diesen Face Shields, oh Gott, wer will denn das aufsetzen, aber der Bedarf war da. Also und dann haben wir es gemacht. Und genau so sind wir immer offen dafür. Und meine Leute wissen es auch alle, dass ich da immer ein offenes Ohr habe und ermutige, die auch, bin da auch zum Beispiel bei unseren Azubis ganz hinten dran, sag, in der Berufsschule, wenn du da irgendwas siehst, was uns weiterhilft, was irgendwie cool ist, was neu ist, dann bitte bringst mit. Weil davon leben wir, dass wir auch von extern da einfach Impulse bekommen, wo gibt es neue Felder, wo kann man was machen und da ermutige ich echt alle, immer die Augen und Ohren offen zu halten und dann mit Innovationen um die Ecke zu kommen.
Nico HildmannJa, und dann im Endeffekt einfach mal machen, ausprobieren. Und dann holst du dir die Erfahrung. Hey, passt es zu uns? Wird es überhaupt gebraucht? Und wenn die Erkenntnis ist, nee, dann kann man aber wirklich einen großen Batzen mal wegstreichen aus dem Kopf. Und man sagt, haben wir ausprobiert, das hat so und so aus den Gründen nicht funktioniert. Aber wunderbar, es wurde gehört. Man hat vielleicht auch den Kunden gehört, der mal sowas reinspielt. Also immer ein offenes Ohr haben, kann echt richtig coole Richtung dann einnehmen.
Anna MeusertJa, definitiv.
Produktion der Biertischplane
Nico HildmannVielleicht da nochmal kurz zur Organisation der Biertischplane, bevor ich das noch vergesse oder zu fragen. Die Biertischplane an sich, wie muss ich mir das vorstellen? Hat die einen eigenen Bereich jetzt bei euch in der Firma oder ist es auf dem Papier einfach nur die Erweiterung des Produkts, Hortiments und das wird gemacht, da wo auch eine Lkw-Plane gemacht wird?
Anna MeusertNee, tatsächlich ist es schon so ein, haben wir einen eigenen Bereich geschaffen, sage ich jetzt mal so, wo wir irgendwie das spezielle Material dann schon entsprechend vorbereitet sozusagen lagern. Wir haben tatsächlich auch eine Autosattlerin, die das hauptsächlich macht. Ist jetzt schon so, dass wenn es jetzt mal Urlaub hat, krank ist, wie auch immer, dass auch andere das machen können. Aber vornehmlich haben wir da, wie gesagt, eine Autosattlerin, die sich da um die Bitteschlanen kümmert. Und dann ist es schon bei uns so ein, ich sag mal, so ein bisschen so ein eigener Bereich von Bestellannahme, die dann in 90% der Fälle einfach online kommt. Dann muss es natürlich produziert werden, bei Bedarf eben noch Logo oder Schrift hinzugefügt werden und dann bis zum Versand läuft es dann schon extra durch sozusagen. Und ja, wir leben da auch ganz viel zum Beispiel von Empfehlungen, muss man ehrlich sagen.
Nico HildmannJa klar, also auch ganz wichtig, wie gesagt, guckt gerne mal auf die Webseite. Tolle Testimonials. Sowas ist einfach auch wichtig in so einem Prozess. Vielleicht auch mal in Vorleistung zu gehen, irgendjemand mal sowas mitzugeben zum Ausprobieren, bevor man irgendwie vielleicht verkauft. Und das Branden, das konntet ihr ja sowieso, ne? Also das ist echt klasse, was die K-Drader da nutzen. Oder bei so einem Messestand, da wird auf einmal ein Biertisch zu einem wirklich so ein High-Quality-Möbel im Endeffekt.
Anna MeusertJa, und gerade auch mit diesen Testimonials, die du eben ansprichst, das war natürlich schon gut, dass wir da eben schon Kunden hatten, die das genutzt haben. Und da ist man ja auch oft so ein bisschen zurückhaltend und dachte ich mir, okay, egal, ich rufe die jetzt an und hab dann eben da angerufen, hab gemeint, hey, ihr habt ja von uns die Biertischplane, seit Ano dazu mal. Ja, ja, klar. Und ich so, ja, würdet ihr uns dann als Referenz zur Verfügung stehen? Ja, na klar. Und was dir die Leute dann da noch erzählt haben, wem das sie schon dement empfohlen haben und so weiter und so fort, das war dann auch einfach richtig schön und hat mich auf dieser Reise dann einfach auch nochmal bestärkt.
Nico HildmannJa, und jetzt mittlerweile, wenn man jetzt mal so die zwei Jahre so Revue passieren lässt, es hat sich ja wirklich gut etabliert. Also würdest du so jetzt sagen, oder wie läuft es denn so damit? Du hast ja gesagt, irgendwie 500 im ersten Jahr oder was? Also kannst du so ein bisschen erzählen, bist du zufrieden, wie es angelaufen ist?
Anna MeusertJa, definitiv, weil so, es war wirklich am Anfang, klar, wir haben auch am Anfang auch mal gesagt, okay, wir müssen auch wegen Werbung machen und hatten dann zum einen natürlich das Thema organische Reichweite und haben da gleich ein virales Real gelandet mit, ich glaube inzwischen über 800.000 Aufrufen, was natürlich eine super Sache für uns war. Und dann haben wir auch Ads geschalten und sind da wirklich richtig gut gestartet. Und ja, letztendlich haben wir dann keine Ads mehr geschalten, aber es läuft trotzdem gut. Was wir halt extrem merken, ist halt letztendlich so die Feiertagssaison wird weit beginnen. Also schon ein bisschen, also man merkt dann so, 1. Mai, da gehen dann die Feste wieder los, da wird es dann überall dringend. Und nee, es läuft auf jeden Fall super, wir können uns nicht beschweren. Wir merken ganz klar, okay, so Feuerwehren, das ist so unser Ding. Genau. Und auch zum Beispiel Caterer, die zufrieden waren, jetzt gerade auch mit den Tisch stecken, die dann gesagt haben, okay, hier 30, jetzt brauchen wir für die Saison nochmal 80. Also das sind dann halt auch Stückzahlen, die gehen, wo wir eben, wie gesagt, deutschlandweit versenden. Also von daher sind wir sehr zufrieden und jetzt freuen wir uns dann wieder, wenn die Saison sozusagen wieder richtig losgeht. Das Wetter wird ja jetzt auch besser. Und ja, da wollen wir uns natürlich auch uns noch steigern. Auch noch mehr direkte Online-Bestellungen sozusagen. Da haben wir große Ziele.
Herausforderungen & Learnings
Nico HildmannJa, super. War aber jetzt zurückblickend auch irgendwie gab es Punkte, die schwieriger waren, als du am Anfang gedacht hast, wo du gesagt hast: Oh Gott, das ist so immens, habe ich das jetzt gar nicht erwartet. Irgendein Thema.
Anna MeusertJa, also die gibt es auch nach wie vor. Also man muss sagen, jetzt zum Beispiel, wir sind halt ein Handwerksunternehmer, wenn ich ein Thema, wo ich immer noch sage, da haben wir echt noch Potenzial, sind unsere Verpackungen. Also, ich meine natürlich, hier versenden wir auch oder versenden unsere Verpackungen, kommen natürlich hier auch regional von der Firma Honda Verpackungen, wie du dir denken kannst. Also, aber wenn ich dann selber so ein Paket bekomme, sag ich jetzt mal so, wie schön das eingepackt ist, da denke ich mir schon, können wir noch ein bisschen dran arbeiten? Also, das sind natürlich so Herausforderungen, wo wir bis dato keine Erfahrungen haben und klar, wir packen es halt in Karton fertig. Aber das sind, wo ich merke, ich bin da immer so ein bisschen auf Zwiegespalten, weil natürlich unsere Kunden sind oftmals Vereine. Da frage ich mich, sind die vielleicht so Verpackungsopfer, wie ich das jetzt persönlich bin? Oder reicht es da auch zweckmäßig? Also das sind so Herausforderungen gewesen, okay, was für ein Versanddienstleister, wie machen wir das, dass es natürlich dann auch schnell und sicher ankommt. Da mussten wir uns natürlich auch erstmal Know-how aufbauen.
Nico HildmannWie ist denn so die Nachfrage? Ist es eher regional, wo nachgefragt wird? Oder weil ich habe ja vorhin gesagt, auch deutschlandweit vertrieben. Ich glaube Dach, ne? Hast du vorhin gesagt, das geht ja noch weiter weg, oder?
Anna MeusertJa, ja. Also es kann man wirklich, also wirklich deutschlandweit, also von der Küste. Ich erinnere mich gerade an auch zum Beispiel einen Feuerwehr-Influenza. Der Marco, der praktisch hier mit einer Robbe und im Logo, also das heißt, es war wirklich von oben an der Küste, bis eben Österreich natürlich auch viel, kann man jetzt gar nicht so irgendwie lokal begrenzen. Was wir aber schon merken, ist zum Beispiel Astheide, dass sich dann wirklich, zum Beispiel hat sich heute ein ASB-Verein gemeldet, der das bei der THW bei denen im Ort gesehen hat. Also das sehen wir schon, wenn jetzt irgendwo mal ein Verein das hat und dann sehen es andere dort in der Region und melden sich dann wieder.
Nico HildmannJa, geil. Also echt super Überempfehlung immer. Also man sieht, ich glaube, das macht es auch aus. Einfach haptisch zu sehen, boah, es ist ja geile Qualität, cool, dass es so einen kleinen Schutz gibt vielleicht, ey, das passt ja perfekt da drauf, das sieht auch super Qualität. Ja, wo kriege ich das her? Und so kommt es dann rein. Also das ist ja eh das Beste, man nennt es ja auch inbound, wenn die Leute zu einem kommen und ihr müsst gar nicht großartig Vertrieb machen. Und so sieht es gerade so aus, oder?
Anna MeusertJa, so ist es auch im Endeffekt, ja. Also wir setzen gerade echt nur auf die Kontakte, die eben zu uns kommen. Klar, wir haben ein Newsletter, aber sonst sind wir gerade echt, laufen wir nur über organische Reichweite und eben 90 Prozent würde ich schätzen, über Empfehlungen. Und das ist für uns natürlich ganz wichtig. Und was einen auch immer freut, ist Nachbestellungen. Wenn am Anfang mal irgendwie eine bestellt wird oder zwei oder drei und dann so hat sich bewährt, fürs nächste Fest braucht man noch das und das. Und es freut uns wirklich sehr, dass da einfach dann letztendlich die Resonanz auch so gut ist und wir dann da auch sehen, okay, wir sind da auf dem richtigen Weg.
Nico HildmannAlso absolut, ne? Meistens ist ja erstmal dieses, okay, ich probiere es mal aus. Wenn ich es noch nicht gesehen habe, und dann, aber natürlich, du sagst ja, das ist ja euer USP einfach, ne? Where man sagt, okay, this brauchen wir. And then sehen wir andere. And ganz ehrlich, ich finde es super and deswegen auch schön, dich here as being here to have and the beertish plane. It was a product product, which is a handful of year over a ladentish game, or then with Handgriff, aus einem anderen Blickwinkel this thing aufzubauen, to see and voranzutreiben, was this for a Hebel can be able to do that. That sollte, glaube ich, anderen einfach auch Mut machen, anderen Betrieben, die Leute, die hier zuhören, auch so etwas haben, zu sagen, ja, vielleicht muss ich einfach mal ein bisschen um die Ecke denken und ein paar Stellschrauben in bestehenden Szenen anändern und dann kannst du mal einen großen Hebel haben.
Anna MeusertJa, absolut. Also da, wie gesagt, ich glaube, es gibt so viele tolle, alteingesessene Betriebe, die wirklich super Lösungen haben. Und das einfach mit dem Neuen, mit der Startup-Welt zu verbinden, zu sagen, okay, ich setze jetzt auf E-Commerce, ich setze es auf Ads, ich baue mir da einfach mal ein bisschen Know-how aus oder probiere es mit einer Agentur. Ich glaube, das kann halt ganz viel geben, dass man sich da einfach im Unternehmen dann einfach neu erfindet, neue Geschäftsbereiche erschließt und wie gesagt, da nicht immer das Feld sozusagen überlassen. Ich bin beispielsweise auch absolut Höhle der Löwen begeistert. Von Bayern Innovativ wurde mir da auch geraten, mich da mal zu bewerben. Hey, why not, oder?
Nico HildmannEs ist ein massentaugliches Produkt. Ich glaube, wirklich in deinem Vorteil, es versteht sofort jeder. Es ist nicht erklärungsbedürftig, das ist wirklich ein Schlüssel. Also du musst, es ist sofort verständlich, allein nur wenn du einen Namen hast. Geil.
Anna MeusertJa, also von daher und ich glaube, sowas gibt es noch viel, viel öfter, das irgendwo schlummert und da einfach, wie du sagst, neu drauf gucken, ein bisschen die modernen Skills dazu packen und dann los geht's.
Nico HildmannJa, also finde ich mega, richtig, richtig cool. Vielleicht noch eine letzte Frage an dich, nach all dem innovativen Denken und so weiter. Auch was du natürlich so erlebst, wie gesagt, du machst noch so, so, so viel mehr. Aber gibt es noch weiteres Potenzial, wo du sagst, da wartet schon vielleicht eine nächste Marke in der Pipeline oder sagst du, wir sind erstmal gut ausgelastet?
Anna MeusertJa, ich sag immer scherzhaft zu meiner Kollegin im Büro: Mein Hobby ist Domain-System. Sammeln. Also, ja, es gibt schon noch die ein oder andere Idee, noch das ein oder andere Projekt in der Pipeline. Gerade auch so, wenn man dann eben, ja, ich glaube, es ist schon so ein bisschen durchgeklungen. Wir haben viel so THW und so weiter und so fort, Rotkreuz, wie es DLRG, wie sie alle heißen. Und Nummer eins natürlich Feuerwehren. Und da gibt es schon noch die ein oder andere Sache, das ein oder andere Produkt, das wir auch schon auf Nachfrage produzieren, wo ich sage, oder es braucht eigentlich jede Feuerwehr. Und ja, macht gespannt, weil wir dafür dann Zeit haben. Wir lassen uns mal so stehen.
Nico HildmannIch bin gespannt, wenn wir dann mal hören, was vielleicht daraus sie ergeben hat. Aber echt super. Also wie gesagt, Anna, vielen, vielen Dank für deinen Input. Ich glaube, da waren echt saufele Sachen dabei, wo man sagen kann, für andere, wie könnten wir denn mal starten? Wie hast du das gemacht? Ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht.
Anna MeusertAuf jeden Fall. Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
Schlussappell: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“
Nico HildmannAlso richtig toll, dich hier in der gemeinsamen Podcast-Folge jetzt zu haben. Natürlich an der Stelle wie immer auch ein großes Dankeschön an unseren Staffelpartner, die VR-Bank Main-Rhön, die das möglich macht und uns da unterstützt. Und Anna, ja, vielleicht so die letzten Worte zur Folge von dir, wenn du irgendeinen Wunsch für die Region hast, einen Tipp noch für andere Kollegen oder sowas, darfst du das gerne natürlich jetzt noch nennen.
Anna MeusertJa, ich hab's schon mal gesagt. Also ich bin überzeugt, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Von daher auch an alle etablierten Unternehmen die Motivation. Schaut an, wo ihr Neues verbinden könnt mit dem, was ihr schon macht, und dann let's go.
Nico HildmannEin schöner Appell zum Schluss. Vielen Dank fürs Mitfliegen, Anna. Ganz viel Erfolg weiterhin und danke, dass du da warst.
Anna MeusertVielen Dank.